ISDN-Karte oder ISDN-VoIP-Gateway für virtualisierten Asterisk?

thorolf

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Hallo,

ich plane meinen bisherigen, privat genutzten Asterisk nach vielen Jahren zu erneuern.

Z.Z. läuft Asterisk 1.0.9-BRIstuffed-0.2.0-RC8n unter SuSE Linux 9 mit zwei PCI HFC-Karten auf einem alten Pentium 3, eine der ISDN-Karten hängt über einen NTBA am S0, an der anderen über einen umgebauten NTBA eine ISDN-Basisstation.
Ausserdem gibt es noch eine IAX-Verbindung über einen OpenVPN-Tunnel zu einem weiteren Asterisk 1.0.9-Server in Ami-Land, damit mein Weib ungestört und unbegrenzt mit ihrer Schwester schnacken kann.

Ziel soll sein Asterisk neben weiteren Systemen auf einem modernen SFF-System mit Athlon X2 (oder ev. Core 2 Duo) mit Xen zu virtualisieren.

Wichtig bei der Entscheidung ist für mich folgendes:
Telefonie weiterhin auch über ISDN möglich, maximal zwei Gespräche, Einsatz der bisherigen ISDN-Basisstation, Xen-Virtualisierung von Asterisk 1.4 und IAX/VPN-Tunnel zu einem anderen Asterisk.

Zunächst wollte ich dafür einen IBM ThinkCentre mit Pentium IV und 2x PCI einsetzen, aber mit dieser Schrott-CPU ist der Rechner eher als Heizung zu gebrauchen denn als Plattform für ein sparsames System.
Der Einsatz der bisherigen PCI HFC-Karten kommt daher leider nicht (mehr) in Betracht, weil es keine modernen MiniPCs mit 2x PCI gibt.

Nachdem ich nun im Forum recherchiert habe gibt es zwei Lösungsansätze:
- JUNGHANNS.NET duoBRI 2.0 ISDN als PCI oder PCIe, ca. 350 EUR
- Patton SmartNode 4xxx VoIP Gateway, 250 - 400 EUR

Alternativ hätte ich noch eine bislang ungenutzte Fritz!Box Fon WLAN 7270 sowie einen LANCOM DSL/I 10+ der mein DSL macht aber (nach einem Upgrade) auch VoIP können soll, ich könnte aber auch eine andere Mehr-Port ISDN-Karte anschaffen, allerdings sind mir die Kosten ab 450 EUR für meinen Zweck eigentlich etwas hoch!

Grundsätzlich mag ich es lieber alles im Server eingebaut zu haben, allerdings ist die Sache mit dem Durchreichen von PCI/PCIe-Karten und eventueller Latenzen in virtualisierten Umgebungen nicht ganz unkritisch, ausserdem schränkt die Notwendigkeit eines PCI-Slots die Auswahl der Hardware ein.

Daher wäre ein externes ISDN VoIP-Gateway sicher einer näheren Betrachtung wert, von einigen werden die Patton SmartNode 4xxx VoIP Gateways empfohlen. Reicht für meine Zwecke ein 4552 für rund 250 EUR oder braucht es einen 4554 (400 EUR) oder gar einen 4634 (500 EUR)?

Oder kann ich mir die Pattons sparen und die Sachen mit der vorhandenen FBF als Gateway erledigen, wobei das Gateway nur die Umsetzung von ISDN nach VoIP und umgekehrt machen soll, den Rest macht der Asterisk?

Haben externe ISDN-/VoIP-Gateways irgendwelche zu beachtenden Nachteile gegenüber eingebauten ISDN-Karten oder nimmt sich das nichts?

Vielen Dank für Eure Antworten,

Thorolf
 
Bitte denke daran, das timergesteuerte Dienste wie z.B. Meetme usw. nicht ohne Probleme in virtualisierten Umgebungen laufen werden. PCI Karten, vor allen Dingen die von Digium, werden ebenfalls Probleme machen.

Wenn du darauf verzichten kannst, wirst du nur mit einer SmartNode glücklich werden. Hier besteht auch die Möglichkeit das Ganze mal umziehen zu lassen, ohne die Hardware umzubauen.
 
Hallo,

erstmal vielen Dank für die Antwort!

Nachdem ich nun erstmalig nach vielen, vielen Jahren problemlosen Betriebs einen Posten über 80 EUR für einen Anruf nach Mexico (00525551690000) auf meiner Telekom-Rechnung hatte, will ich nun Nägel mit Köpfen machen und das System aktualisieren.

> Bitte denke daran, das timergesteuerte Dienste wie z.B. Meetme usw.
> nicht ohne Probleme in virtualisierten Umgebungen laufen werden.
Da habe ich eher keine Verwendung für, trotzdem habe ich Asterisk schon mit Zaptel/ztdummy und ohne RTC unter Xen installiert, ob es geht muss sich noch zeigen.

> PCI Karten, vor allen Dingen die von Digium, werden ebenfalls Probleme machen.
Nicht nur das, es schränkt auch die Hardwareauswahl unnötig ein!

> Wenn du darauf verzichten kannst, wirst du nur mit einer SmartNode glücklich werden.
Darauf kann ich gut verzichten, die Frage ist nun welchen ich einsetzen sollte!

Ich muss auf jeden Fall einen ISDN-Anschluss verbinden und will mein ISDN-Telefon und meinen ab-Wandler anschliessen (da reicht ja wie bisher ein S0 mit Verteiler, oder?), Router/Switch usw. wäre nicht wichtig und das ganze muss natürlich mit Asterisk 1.4 laufen, also reine ISDN-nach-SIP-Wandlung.

Und wenn es was "professionelleres" wäre was man guten Gewissens auch bei Kunden einsetzen könnte, wäre das auch nicht schlecht dann kann ich gleich noch was lernen, Sipura-Adapter und eine Reihe von VoIP-Telefonen (Aastra, Linksys, Polycon, Siemens, Snom) kenne ich bereits.

- Patton SmartNode 4552 VoIP Gateway (SIP, 2 x BRI, ISDN, Router, Switch) , ca. 250 EUR
- Patton SmartNode 4554 VoIP Gateway (SIP, 2 x BRI, ISDN), ca. 400 EUR
- Patton SmartNode 4634 VoIP Gateway (SIP, 3 x BRI, ISDN), ca. 500 EUR
- LANCOM 1722/1723 VoIP, ca. 500 - 550 EUR

Reicht der 4552 aus und bietet er im Prinzip das gleiche wie ein Gerät der 4600-Serie? Hat der 4554 irgendwelche Vorteile gegenüber dem 4552, ausser das er keinen Router/Switche hat und teuerer und nicht lieferbar ist?
Oder soll ich den 4634 nehmen weil er das qualitativ höherwertige Gerät mit einem besseren Funktionsumfang ist und man den dritten S0 vielleicht doch mal für etwas brauchen kann?
Einen LANCOM-ISDN/DSL ohne VoIP habe ich, da ich für die direkte ISDN-Telefonie jedoch MGCP brauche (durch den Wegfall der ISDN-Karte fehlt dem Asterisk ja der ISDN-Trunk) kommt der Einsatz eines LANCOM 172x VoIP (der den bisherigen Router ersetzen könnte) wohl auch nicht in Frage.

Vielen Dank für Eure Meinungen,

Thorolf
 
Die 4552 hat nur einen TE und einen NT Port.
Die 4554 hat nur TE Ports.

Bei der 4630er Serie lassen sich alle Ports wahlweise auf TE oder NT konfigurieren. Die Geräte enthalten auch noch einen Lifeline Support.

Für deinen Fall würde ich also auf jeden Fall eine 4634 nehmen.
 
Hallo Guard-X,

> Für deinen Fall würde ich also auf jeden Fall eine 4634 nehmen.
den habe ich jetzt bestellt, und dann mal sehen wie ich die Asterisk-Integration am besten hinbekommen.

Ich weis noch nicht so genau wie das mit der ISDN-Trunk-"Simulation" bei Asterisk mit MGCP funktioniert, aber das sollte ja nicht soo schwer sein.

Vielen Dank nochmal,

Thorolf
 
Heute habe ich meinen 4634 bekommen ...
... oh, oh, da hab ich mir ja ein schönes Ei ins Nest gelegt!

Nicht mal schnell Web-Browser auf und durch die Konfig klicken, sondern Doku lesen, telnet öffenen und konfigurieren - wie in alten ARtem- und Elsa LANCOM-Zeiten.

Ich bin jetzt erstmal daran gescheitert die IP-Adresse des LAN-Interfaces zu ändern (eth1) und DHCP zu deaktivieren, mir ist allerdings nicht ganz klar wie das gehen soll, da IP-Adress-Änderungen sofort durchgführt werden und man unmittelbar aus der telnet-Session fliegt ohne vorher die running-config in die startup-config kopieren zu können.

Und bei den Beispiel-Konfigs von Patton habe ich leider auch noch nicht so ganz das gefunden was ich brauche, da muss ich wohl erstmal weiter lesen, nachher, denn jetzt muss ich erstmal das Geld verdienen was ich für den SmartNode ausgegeben habe :)

BTW: Was läuft auf dem SmartNode eigentlich, was propritäres oder ein Linux?

Tschüß,

Thorolf
 
Öhm, hat die 4634 keinen Konsolen Port?

Da kannst du ja einfach mit dem COM-Adapter draufgehen und die Sachen über ein Terminal-Programm (z.B. Putty) ändern.
 
Öhm, hat die 4634 keinen Konsolen Port?
doch, aber mein Laptop mit dem ich konfiguriert habe hat kein Seriell mehr (nur an meinem Portreplicator und den hatte ich gerade mal nicht da).

ABER: Es gibt ein (einfaches) Webinterface, was zwar in der Schnellstart-Anleitung nicht erwähnt wird, aber damit kann man ganz einfach die LAN-IP-Adresse ändern.

Nur beim Firmware-Update über die Web-Oberfläche muss man aufpassen, bei mir war genau die nämlich nach dem Update weg und ich musste das Update dann mit telnet und tftpd wiederholen um die Oberfläche wieder zu bekommen.

Tschüß,

Thorolf
 
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