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Thema: Bezahlbares GSM-VoIP-Gateway auf Asterisk-Basis zum selber bauen

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  1. #1
    IPPF-Zweitausend-VIP Avatar von PsychoMantis
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    Bezahlbares GSM-VoIP-Gateway auf Asterisk-Basis zum selber bauen

    Habe mit Hilfe einiger Leute aus diesem + anderen Foren sowie einigen Internetseiten ein GSM-Gateway gebastelt und wollte dieses Wissen auch mit diesem Forum teilen.
    1. Was braucht man? Nicht viel: Einen normalen Rechner oder Embedded-System mit wenigstens einem USB-Anschluss + Netzwerkkarte. Es dürfte ein System mit 200 MHz CPU, 32 MB RAM und 8 MB Hdd ausreichen.
    Ich selbst habe ein ALIX 3d2-Board.
    Es funzt aber auch (noch nicht optimal) mit dem Asterisk_on_FBF7270. Diskussionen. Fertiger Download. Test für jeden Laien.
    Anmerkung: In den aktuellen Labor-Firmwares für neuere Fritzboxen ist eine ähnliche Funktion wie chan_dongle bereits dabei.

    2. Einen (oder mehr) Huawei-UMTS-Stick. Es funktioniert mit vielen.
    In der Bucht gibt es die gebraucht für 10-30 Euro. Erfolgreich getestet habe ich bisher den K3520, E1550, E176 und K3765 (nach einem Firmware-Update wird dieser als E1762 bezeichnet, dieses Firmware-Update kann ich jedoch nicht empfehlen).
    Der Stick sollte unlocked sein und vor alllem muss voice aktiviert sein. Das kann man z.B. mit dem kostenlosen dc-unlocker prüfen.
    Die neuste Firmware ist u.a. hier zu finden. Falls das Firmware-Update ein Password verlangen sollte, kann man es hier finden.

    3. Software. Momentan benutze ich OpenWrt mit dem 2.6.39.4 Kernel und Asterisk 1.8.8.0 auf meinem ALIX-Board (≈ 5W Verbrauch).
    Es geht aber mit fast jedem Linux.
    Ich hatte mal testweise auf einer s100 Debian mit Asterisk installiert, was auch zu funktionieren schien.
    Die UMTS-Sticks selbst fressen übrigens (meinen Messungen nach) auch nicht viel.
    Für höhere Stabilität ist es sinnvoll die UMTS-Sticks ab und zu kurz abzuschalten. Noch wichtiger ist die richtige Stromversorgung.
    Nach normaler Asterisk-Installation kann man chan_dongle kompilieren und installieren.

    An der Stelle sei gesagt, dass ich für nichts (irgendwelche Schäden, Explosionen usw.) hafte. Diese Anleitung zeigt nur, wie das ganze bei mir funktioniert. Ich kann keine Garantie übernehmen, dass es bei jedem so funktioniert, wie hier beschrieben.
    Auch möchte ich erwähnen, dass die meisten Mobilfunkprovider die Benutzung von GSM-Gateways nicht mögen und das in den AGBs untersagen. Um das zu umgehen könnte man die IMEI des UMTS-Sticks so ändern, dass der Stick aus der Sicht des Mobilfunkproviders wie ein normales Handy aussieht. Allerdings hörte ich, dass es illegal ist, und so werde ich hier nichts darüber öffentlich schreiben. Wer sein GSM-Gateway ganz normal für private Zwecke einsetzt und nicht gerade 10000 Minuten monatlich da durch jagt, der hat eigentlich auch nichts zu befürchten.

    Bei mir funzt es jedenfalls wie beschrieben.
    Code:
    alix-router*CLI> dongle show devices
    ID           Group State      RSSI Mode Submode Provider Name  Model      Firmware          IMEI             IMSI             Number
    festnetz     4     Busy       31   3    2       1&1            K3765      11.126.03.07.00   358880123456789  262020123456789  +4915212345678
    otwo         3     Free       31   3    3       o2 - de        E1550      11.608.14.15.311  351911123456789  262070123456789  +4917612345678
    vodafone1    1     Free       31   3    2       Vodafone.de    K3765      11.126.03.06.00   353142123456789  262020123456789  +4917212345678
    alix-router*CLI>
    Man benutzt den neuen channnel wie im Readme beschrieben, also mit (extensions.conf)
    Code:
    exten => _0.,1,Dial(Dongle/umtssticknr1/${EXTEN})
    Das Readme, sourcen, und datacard.conf des alten channeltreibers findet man alles im Trunk.
    Ein gewisser bg1 aus diesem russischen Forum hat Makhutov's Version weiterentwickelt. Der Trunk ist hier zu finden.
    Manchmal muss usb_modeswitch installiert werden und es ist übrigens völlig normal, dass es für ein Modem ein /dev/ttyUSB0, ttyUSB1 und ttyUSB2 gibt.

    Ach ja, und zu Quali kann ich nur sagen, dass ich bisher keinen Unterschied zu normalen SIP-Providern feststellen konnte (die Quali ist also meiner Meinung nach sehr gut). Bezüglich der Problematik, woher Asterisk wissen soll, welche Nummer zu welchem Netz gehört: siehe hier.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    Angehängte Dateien Angehängte Dateien
    Geändert von PsychoMantis (03.03.2012 um 10:54 Uhr) Grund: Howto überarbeitet
    Router: Fritz!Box Fon WLAN 7390
    Telefon: 1x MT-D + 1x MT-F
    VoIP-Anbieter: dus.net | sipgate.de | Finarea/Betamax | sipout.net
    Server: Proplay V-Server (1,99¤/Monat) mit Asterisk 1.8.5.0 mit fail2ban
    GSM-Gateway: Asterisk mit chan_dongle
    Anbindung: 1&1
    Drogen: ogame

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