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Thema: Notruftelefon an T-Net - mögliche Probleme

  1. #1
    IPPF-Erfahrener
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    Notruftelefon an T-Net - mögliche Probleme

    Ich möchte für eine ältere Dame ein Notruftelefon kaufen.

    Das soll in etwa so funktionieren: Die Betroffene hängt sich permanent einen kleinen Sender um den Hals hängt und drückt im Notfall (z. B. wenn sie hinfällt und nicht allein wieder hochkommt) auf den Knopf. Soweit ich verstehe, geht das Signal per DECT an eine spezielle Basis, die dann selbstständig vorgespeicherte Nummern anruft und einen Infotext abspielt.

    Ein analoger T-Net-Anschluss ist in dem Haus vorhanden. Die Dame hat bisher zwei Telefone: ein älteres schnurgebundenes Telefon und ein Großtasten-DECT-Telefon. Diese beiden sind parallel verdrahtet.
    Ich dachte eigentlich daran, das bisherige schnurgebundene Telefon mit dem Notruftelefon zu ersetzen.

    Nun hat die besagte Dame aber die Gewohnheit, eines ihrer Telefone nicht sauber aufzulegen. Insbesondere am DECT-Telefon drückt sie manchmal nach einem Telefonat nicht fest genug auf die rote Taste, so dass es stundenlang mit dem Netz verbunden bleibt und man bei ihr nicht anrufen kann. (Großes technisches Verständnis darf man leider auch nicht erwarten.)

    Jetzt stelle ich mir vor, dass in so einer Situation das Notruftelefon gar nicht raustelefonieren könnte. Das Notruftelefon würde zwar "abheben", aber es würde ja kein Freizeichen kommen.
    Auch eine Bevorrechtigung des Notruftelefons (z. B. mit Pingpong-Schalter) würde das Problem nicht beheben. Soweit meine Versuche gezeigt haben, muss man im analogen T-Net nach einer längeren Leerlauf-Phase zunächst auflegen, einige Sekunden (!) warten und bekommt dann erst beim erneuten Abheben das Freizeichen. Ein kurzes Auflegen (das man evtl. mit Flash simulieren könnte) scheint nicht zu reichen (aber ich lasse mich da gern eines Besseren belehren).

    Nun zur eigentlichen Frage: Kennt jemand eine Lösung, um das "Hörer-danebenlegen-Problem" so zu lösen, dass ein Notruftelefon in jeder Lage raustelefonieren kann?
    Ich denke da z. B. an eine Telefonanlage, die die einzelnen Endgeräte verwaltet und entsprechende Vorrangfunktionen hat, die verhindern, dass ein einzelnes abgehobenes Telefon die komplette Leitung blockiert.
    Wenn es eine einfachere Lösung gibt, wäre es natürlich noch besser.
    1&1 Surf-Flat 6000, Easybell VoIP Call Basic, FBF 7390

  2. #2
    Admin-Team Avatar von Novize
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    Du musst das Hausnotrufsystem VOR die gesamte Telefonanlage schalten!
    Bei einem Notruf wird dann vom Hausnotrufsystem aus erst einmal die vorhandene Leitung getrennt um dann anschließend die Notrufnummer zu wählen.
    So ist zu jeder Zeit gewährleistet, dass der Notruf mit höchster Priorität behandelt wird.
    Was interessiert das Kaffeklatsch-Pläuschchen im Nebenzimmer, wenn die alte Dame einen Notruf senden muss?
    MfG Novize

    DSL: 3DSL 16MBit; S/R: 8/9dB; D: 11/7dB; Router: Fritz! 7390-A151 (84.05.22); WDS: Fritz! 7050 (14.04.33)
    7390: LAN: 3 PCs; CPU315-2 PN/DP; Auerswald COMpact 3000 ISDN; 1x S675 IP & 2x S67H;
    WLAN: 2 Notebooks; Thomson IP 1101; WDS: Sonos Connect & 2x Play:3;
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  3. #3
    IPPF-Erfahrener
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    Zitat Zitat von Novize Beitrag anzeigen
    Du musst das Hausnotrufsystem VOR die gesamte Telefonanlage schalten!
    Wenn die Sache so einfach wäre, wäre es ja schön. Ich fürchte nur, dass es nicht klappt.
    Ich habe nämlich die Beobachtung gemacht, dass das analoge T-Net im Falle längeren Hörer-Danebenlegens ein wenig "beleidigt" reagiert und nicht gleich wieder "anspringt".

    Wenn man ein Gespräch beendet und dann nicht ordentlich auflegt (das ist im Fall der Dame das "Standardproblem"), ertönt zunächst ein Belegtzeichen. Nach einer gewissen Zeit hört das dann auf, aber die Leitung wird natürlich nicht frei. Ruft man die entsprechende Nummer von außen an, bekommt man dann auch kein Belegtzeichen mehr, sondern eine Ansage "Der Teilnehmer ist vorübergehend nicht erreichbar." (ähnlich wie beim ausgeschalteten Handy, wenn die Mailbox deaktiviert ist).
    Damit man am abgehobenen Telefon wieder ein Freizeichen bekommt, genügt es nicht, einfach per Vorrangschaltung den Anschluss zu übernehmen, denn wählen kann man so nicht. Es genügt auch nicht, wenn das vorrangige Gerät kurz "auflegt" und gleich wieder abhebt, denn danach liefert das analoge T-Net immer noch kein Freizeichen. Erst einige Sekunden nach dem Auflegen normalisiert sich das Netz wieder, und erst dann bekommt man beim erneuten Abheben wieder das Freizeichen. (Ich nehme an, dass das analoge T-Net einen abgehobenen Hörer ohne Verbindung als technische Störung einstuft.)

    Oder sind die Notrufsysteme tatsächlich so intelligent, dass sie solche Besonderheiten bedenken und vor Aufbau der Verbindung entsprechend warten?
    1&1 Surf-Flat 6000, Easybell VoIP Call Basic, FBF 7390

  4. #4
    IPPF-Fan Avatar von hamstergug
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    Das sauberste wäre eine kleine analoge TK-Anlage, die Notrufe (112/110) oder einzelne Ports priorisiert.
    Ich glaube meine alte Auerswald ETS1004 konnte sowas.
    Edit: Ne konnte sie doch nicht. Das war irgend ne andere TK-Anlage ...

    Gruß
    GuG
    Geändert von hamstergug (20.08.2010 um 13:16 Uhr)
    Hardware: FBF 7270v2 (FW 54.05.05) als Master am DSL, FBF 7270v3 (FW 74.05.05) als DECT-Repeater/WDS-Slave,FritzFon MT-D, MT-F, Siemens Gigaset S68H
    VoIP: O2, Sipgate
    Anbindung: O2 DSL16.000

  5. #5
    IPPF-Erfahrener
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    Auch jenseits der Notruf-Problematik gefragt:
    Wäre mit einer entsprechenden Anlage möglich, "abgehobene" Telefone, die keine Verbindung haben, nach einer gewissen Zeit automatisch zu deaktivieren, so dass die anderen Telefone an der Anlage betriebsbereit bleiben und die Leitung wieder angerufen werden kann?

    Ich habe in einem Fall z. B. schon miterlebt, dass die Katze aufs Tischtelefon gesprungen ist und den Hörer runtergerissen hat. Also es muss nicht mal menschliches Versagen dahinterstehen.
    1&1 Surf-Flat 6000, Easybell VoIP Call Basic, FBF 7390

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