[Info] Rufnummern und Erreichbarkeit

RudatNet

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Nachdem diese Fragen immer wieder zu jedem möglichen VoIP-Anbieter auftauchen,
versuch ich hier mal eine globale Erklärung für die Erreichbarkeit über das Internet.

Es gibt verschiedene Arten von Rufnummern für einen VoIP-Account:
  • Die SIP-Adresse
    Diese "Rufnummer" ist eine eindeutige Adresse, mit der jeder Account - so er denn auch "online" ist - eigentlich(!) immer und überall erreicht werden kann. Diese SIP-Adresse ist wie eine Email-Adresse aufgebaut aus [email protected]. Meist (leider nicht immer) ist diese SIP-Adresse von jedem anderen VoIP-Account kostenlos erreichbar.
    So eine SIP-Adresse ist wichtig, um z.B. seine normale Festnetznummer per ENUM kostenlos für andere erreichbar zu machen.

    Leider sperren manche Provider diese wichtige globale Erreichbarkeit,
    womit mit solchen Accounts leider auch ENUM nicht funktioniert!

  • 032..., 01212... und 0180... Rufnummern
    Solche ortsunabhängige Rufnummern werden von manchen Providern vergeben, damit der VoIP-Account auch aus dem deutschen Festnetz erreichbar sein soll(*). Diese Rufnummernbereiche - auch Rufnummern-Gassen genannt - werden jeweils zu einem Tarif abgerechnet, den man bei seinem Festnetz-Provider in Erfahrung bringen kann. Die Tarife sind da sehr unterschiedlich!

    (*) Momentan ist allerdings noch Vorsicht geboten:
    Die 032 und 012 sind derzeit noch nicht von allen deutschen Festnetz-Providern erreichbar.

  • Normale Ortsnetz-Rufnummern

    Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten:

    1. eine neu zugeteilte Rufnummer (gilt auch für portierte Rufnummern)
      Diese Rufnummer - auch MSN genannt - ist eine Rufnummer aus dem eigenen Ortsnetz, die aus jedem Netz mit der zugehörigen Ortsnetz-Vorwahl erreichbar ist, und zu den ganz normalen aktuellen nationalen Tarifen berechnet werden.

    2. die für VoIP registrierte eigene Festnetz-Nummer
      Dieser VoIP-Account ist ein ganz spezieller Account!
      Man ändert an seinem Festnetzanschluß durch diese "Registrierung" gar nichts!
      (Bitte nicht verwechseln mit einer Rufnummern-Portierung! Siehe vorherigen Punkt!)

      Wählt man aus einem beliebigen Netz diese alt bekannte Nummer, dann klingelt auch weiterhin das Festnetz-Telefon! Die Registrierung dieser Nummer bedeutet nämlich im Grunde nur, dass man diese abgehend als Caller-ID mitsenden kann, und so der Angerufene sehen kann, wer anruft!

      Der Account selber ist aber nach wie vor auch - wie alle anderen - mit seiner eindeutige SIP-Adresse über das Internet erreichbar. (siehe SIP-Adresse)

  • Interne Rufnummern
    Diese zusätzliche "Rufnummer" wird von einigen Providern vergeben, damit deren Kunden einfach und problemlos untereinander meist kostenlos telefonieren können.
    Diese Rufnummern sind nicht aus den öffentlichen Telefonnetzen und meist auch nicht von anderen VoIP-Providern aus erreichbar.


Ich hoffe, ihr werdet damit zurecht kommen. ;)


Ich werde mich bemühen, die Erklärungen bei Bedarf
nach und nach etwas verständlicher zu gestalten, und ggf. zu ergänzen.

Dazu werde ich gerne eure Fragen und Anregungen hier im Thread nutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
RudatNet schrieb:
Die 032er Nummern sind ziemlich neu und extra für VoIP eingerichtet worden.

Nicht ganz, der VoIP-Boom mag der Anlass gewesen sein, es sind aber einfach Ortsnetzunabhängige Nummern oder Nationale Teilnehmerrufnummern (NTR), die für alle Zwecke genutzt werden können.

Mehr bei der Bundesnetzagentur

jo
 
Danke für die Info.

Hab's einfach komplett rausgenommen,
weil's ja erstens nicht ganz richtig und zweitens nicht ganz wichtig war. ;)
 
Wobei man aber schon dazu schreiben sollte, daß 032er und 01212er Nummern nur von sehr wenigen Netzbetreibern aus erreichbar/anwählbar sind. Wer nicht bei der Telekom ist erhält meist "Rufnummer nicht vergeben" o.ä.
Dran denken: "Deutschers Festnetz" != "Festnetz der Deutschen Telekom" !!! (auch wenn die Rufnummernabieter das oft zu glauben scheinen, wenn sie den Begriff "Deutsches Festnetz" verwenden)
 
Wobei an der Erreichbarkeit der 032 heftig gearbeitet wird.

Ergänzung:
Die 012 ist eine Nummerngasse für "innovative Dienste" und prinzipiell frei tarifierbar
032 ist einer Ortsnetzrufnummer gleichzusetzen und explizit keine Mehrwertnummer (was nichts über die Verbindungsentgelte aussagt, die legt der jeweilige Netzbetreiber fest).

jo
 
012 - Innovative Dienst

Habe gerade mal bei der Bundesnetagentur nachgeschaut. Es gibt einige Zuteilungen, wobei 2-4 Stellen der Anbieter kennzeichnen. Web.de als Beispiel hat die Anbieterkennung "12", so dass deren Rufnummern mit 012 12 beginnen. Da innovative Rufnummern 11-13 Stellen lang sein können, hat Web.de damit 10 Mio. bis 1 Mrd. Rufnummern!
 
Hi, eine prinzipielle Frage,

ich bin (noch) bei 1&1, und habe die normale Ortnetzrufnummer bei 1und1 für Internet-Telefonie eingerichtet. Zusätzliche Internet-Rufnummern konnte ich aber bei 1und1 nicht einrichten (es gab mehrere Threads zu diesem Thema - hängt wohl mit örtlichen Gegebenheiten ab, konnte bisher über den Support nicht geklärt werden).

Habe ich trotzdem durch die auf der 1und1 Webseite installierten Ortnetzrufnummer für Internet-Telefonie automatisch einen SIP-Account eingerichet - oder wie muß ich das verstehen?

Wenn ich jetzt raustelefoniere aus meiner FritzBox Phone 7050 gehts ja über Voise over ip (SO EINGEREICHTET).
Wenn ich angerufen werde über VoIP, was muß derjenige den für grundsätzliche Gebühren zahlen - sind es die Festnetzgebühren oder sind es die VoIP-Gebühren.

Vielleicht kann da mir jemand Aufklärung verschaffen - und welchen Vorteil hätte es für mich, wenn ich Internet-Rufnummern für ausgehende und ankommende Gespräche einrichte(n könnte)? Bei einem anderen VoIP-Provider?
Danke für die Antwort(en).

Gruß

Klemi
 
Zuletzt bearbeitet:
klemi schrieb:
Habe ich trotzdem durch die auf der 1und1 Webseite installierten Ortnetzrufnummer für Internet-Telefonie automatisch einen SIP-Account eingerichet - oder wie muß ich das verstehen?
Ja natürlich!
Jeder VoIP-Account, den du in der FBF einrichten kannst/muß ist ein SIP-Account.

Wenn ich jetzt raustelefoniere aus meiner FritzBox Phone 7050 gehts ja über Voise over ip (SO EINGEREICHTET).
Wenn ich angerufen werde über VoIP, was muß derjenige den für grundsätzliche Gebühren zahlen - sind es die Festnetzgebühren oder sind es die VoIP-Gebühren.
Ob der Anrufer Festnetz- oder VoIP-Gebühren zahlt, hängt nicht von der angerufenen Nummer ab, sondern das entscheidet der Anrufer selber, ob er über Festnetz mit Festnetz-Gebühren wählt, oder über VoIp mit VoIP-Gebühren.

Vielleicht kann da mir jemand Aufklärung verschaffen - und welchen Vorteil hätte es für mich, wenn ich Internet-Rufnummern für ausgehende und ankommende Gespräche einrichte(n könnte)? Bei einem anderen VoIP-Provider?
Na der einzige Vorteil einer reinen Internet-Rufnummer ist der,
dass du keine Festnetz-Leitung beim Telefonieren belegst!
 
Danke!

Gruß

Klemi
 
Rufnummern bei GMX Flat

Hi @all,

informiere mich gerade über die TelefonFlat von GMX.
Wie sieht es hier aus? Auf der Seite von GMX kann ich das irgendwie nicht klar herauslesen.

Bekomme ich da eine Nummer aus meinem Ortsnetz oder so 032?

Portierung kommt nicht in Frage, da der Hauptanschluss (KabelBW) meinen Eltern gehört.

-gecko1980
 
Dazu hätte ich nur noch eine kleine Frage ...

RudatNet schrieb:
Normale Ortsnetz-Rufnummern

Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten:


1.) eine neu zugeteilte Rufnummer (gilt auch für portierte Rufnummern)
Diese Rufnummer - auch MSN genannt - ist eine Rufnummer aus dem eigenen Ortsnetz, die aus jedem Netz mit der zugehörigen Ortsnetz-Vorwahl erreichbar ist, und zu den ganz normalen aktuellen nationalen Tarifen berechnet werden.


2.) die für VoIP registrierte eigene Festnetz-Nummer
Dieser VoIP-Account ist ein ganz spezieller Account!
Man ändert an seinem Festnetzanschluß durch diese "Registrierung" gar nichts!
(Bitte nicht verwechseln mit einer Rufnummern-Portierung! Siehe vorherigen Punkt!)

Wählt man aus einem beliebigen Netz diese alt bekannte Nummer, dann klingelt auch weiterhin das Festnetz-Telefon! Die Registrierung dieser Nummer bedeutet nämlich im Grunde nur, dass man diese abgehend als Caller-ID mitsenden kann, und so der Angerufene sehen kann, wer anruft!

Es können aber schon auch neu zugeteilte Rufnummern (also 1.) aus dem eigenen Ortsnetz ihre eigene neue Caller-ID mitschicken? Als Bsp: an meinem Analoganschluss inkl FBF sitzt ein zweites Telefon, das eine neue Nummer zugeteilt bekam aus meinem Vorwahlbereich. Telefoniere ich nun von diesem Telefon aus, wird auch genau diese neue Nummer dem Angerufenen übermittelt. Im Endeffekt so wie es sich eben gehört und von ISDN seit 100 Jahren bekannt ist.

Hab ich das so richtig verstanden? :)

Danke!
 
Wenn es so funktioniert, ists gar kein Problem :). Ich wollte nur nochmal nachfragen, weil es über die Nummern + Übermittlung viele Threads gibt, obwohl es demnach doch "ganz normal" wie bei ISDN gehandhabt wird.
 
Hallo auch !
Also hier steht es ja quasi schon, aber ich wills nochmal zu 100% haben.
Wenn ich eine ISDN Nummer bei 1&1 für VOIP freigeschalten habe besteht für mich keine Chance eingehende Anrufe direkt vom Rechner zu empfangen, richtig ?
Oder gibts da Workarounds ? (ich hab ne FritzBox)
Danke schonmal für die Antworten
 
Hallo Thomas,

wie ich lese bist du ja echt gut drauf mit VoIP und gleich habe ich eine Frage an dich....habe eine Eumex800 als Anlagenanschluß, ISDN u.DSL.
Möchte gern eine Telefon-u.Internetflatrate abschließen. Man sagte mir es
geht nicht bei einem Anlagenanschluß, währe schade, weil ich von der teuren Telekom weg möchte, kannst du mich....oder auch ein anderer User mir da weiterhelfen? Ich danke im voraus.
 
Rufnummern und Flatrates

Hallo Zusammen!

Hier mal unsere Erfahrung bzgl. Rufnummernund Flatrates:

An den speziellen Rufnummerngassen, die speziell für VoIP eingeführt wurden (032,...) hat niemand wirklich Interesse, da bei Verbauchern / Anrufern keine Klarheit über die anfallenden Kosten und deren Bedeutung besteht. Deswegen entscheiden sich unsere Kunden bisher ausschliesslich für ortsnetzgebundene Festnetzrufnummern oder klassische Servicerufnummern wie 0800.

Übrigens: Auch Servicerufnummern können als "VoIP" Nummern betrieben die die Calls per VoIP zugeführt werden.

Flatrates: Gelten meisten nur für private User. Bei gewerblichen Angeboten ist meines Wissens nach immer eine Limitierung der Kanäle (auch bei VoIP) mit der Flatrate verbunden. Wer also glaubt, mit einer Flatrate sein Team von z.B. 20 Mann / Frau permament ausgehende Gespräche machen lassen zu können irrt. Pro Kanal muss dann 'ne Flatrate her. Bei 10 Kanälen sind dann locker über 100 bis 250 ¤ / Monat (je nach Flatrate).

Dann bitte auch nicht vergessen dass die Flatrate Monat für Monat fällig wird - auch in Monaten (Urlaub, Krankheit, Abwesenheit,...) in denen dann weniger relefoniert wird, sind die Gebühren fällig.

Rechenbeispiel: Flatrate pro Monat: 25 ¤. Bei einem Minutenpreis von 0,015 ¤ / Minute müsste ich 1666 Minuten = 27,78 Stunden / Monat telefonieren, um an die 25 ¤ Kosten bei einer minutenbasierten Abrechnung zu gelangen. Das soll mir erst mal jemand zeigen, dass er das Monat für Monat schafft.... Der Durchschnittsuser sicher nicht.

Dann bitte auch auf die Kosten für Anrufe auf Mobiltelefone achten. Häufig sind die bei einer gewählten Flatrate ins dt. festnetz rel. hoch. Dort besteht dann die Gefahr drauf zu zahlen... was nicht sein müsste.

Flatrate-Anbieter können häufig weiterhin bei Dumpinganbeboten keine permanente Qualität und Verfügbarkeit sicherstellen. D.h. in solch einem Fall wird dann wieder über einen anderen Provider telefoniert, der sicher mit einen hohem Minutenpreis seine Leistung bezahlen läßt.

Was bringt dann also die Flatrate tatsächlich???? Das sollte jeder mal kritisch prüfen.

[Edit: Werbung gelöscht. Guerilla-Marketing für das eigene Produkt ist hier unerwünscht und führt beim dritten Mal zur Verwarnung. --gandalf94305]
 
Hallo,
klinke mich mal bei der Frage von klemi vom 4.2.06! ein. Ich habe 1&1 mit Festnetzanschluss (das wollte die Telekom so; habe auch einen Verdacht über den Grund; passt hier nicht hin) und vier freien VoIP-Nummern. Die Nummern wurden aus einem Block zugeteilt (keine freie Wahl; Auch Telekom-Forderung; dem Grund geht's genauso wie oben). Zusätzlich gibt es ja noch die Festnetznummer. Das ganze läuft über eine FritzBox 7141, die kann aber nur zwei Anschlüsse. Nun wollte ich ein Zyxel Prestige 2000 anschließen, um auch die anderen Nummern über Telefonapparate nutzen zu können. Nun die Frage: Wie erfahre ich die SIP-Accounts zu den Rufnummern, die habe ich nämlich im Moment noch nicht rausgekriegt? Sind das überhaupt vier Verschiedene oder laufen hier alle zusammen? Im Zyxel muss man ja die SIP-Accounts angeben, nicht die Festnetzrufnummern, die 1&1 da zugeordnet hat, also müsste ich die SIP-Bezeichnungen dazu wissen. Gibt es da eventuell feste Regeln (zum Beispiel Rufnummer 0123/456789 wird zu SIP [noparse][email protected][/noparse] oder auch ...@<meine-Domain>.de, wobei <meine-Domain> der frei wählbare Domain-Name ist, den man bei 1&1 im Paket mitbekommt)?

Tschüß

Manfred
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Manfred,
entschuldige bitte die späte Antwort.

Fragen rund um das VoIP-Angebot von 1&1 sind im 1&1-Forum am besten aufgehoben. Dort wird auch in den als "Wichtig" markierten Threads alles nötige für die Konfiguration von verschiedensten VoIP-Endgeräten erläutert. Der SIP-Account bei 1&1 ist 49<Vorwahl ohne 0><Rufnummer>@sip.1und1.de oder @1und1.de - allerdings bist Du unter dieser Adresse NICHT telefonisch erreichbar, das wird von 1&1 blockiert.

Grüße Dirk
 
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