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Thema: Rauschen und Brummen am analogen Amt: Technische FAQ

  1. #1
    IPPF Fünfhunderter
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    Rauschen und Brummen am analogen Amt: Technische FAQ

    Als stolzer Fritzbox 7050 Besitzer hatte ich, wie viele hier im Forum, anfangs mit Rausch- und Brummproblemen zu kämpfen.
    Da ich beruflich mit Fehlersuche in elektronischen Schaltungen zu tun habe, war schnell die Neugier geweckt.

    Nach wochenlanger Forumslektüre, Gesprächen mit "sachkundigen" Bekannten und etlichen Messungen an der Fritzbox ist es mir inzwischen gelungen, die Störungen auf ein für mich erträgliches Mass zu reduzieren

    Als Dank für die Hilfe hier im Forum stelle ich die Ergebnisse meiner Recherche zusammenfassed in Form eines FAQ vor, welches sicherlich nicht alle Fragen beantwortet und möglicherweise etwas zu "technisch" und "lang" geraten ist. Ich hoffe, dass es dem einen oder anderen trotzdem von Nutzen ist.

    Zur Wahrung der Übersichtlichkeit (welche ich im Forum manchesmal vermisst habe ) möchte ich darum bitten, hier keine Fragen zu eigenen Problemen zu stellen.
    (Konstruktive) Kritik , Verbesserungsvorschläge zum FAQ und insbesondere weitere Lösungsvorschläge für Rausch/Brummprobleme sind willkommen. Falls also jemand meint, es besser zu wissen: Lasst mich nicht dumm sterben !

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    Start FAQ

    F: Bei Telefongesprächen bemerke ich ein zusätzliches Rauschen/Brummen, welches unschön aber tolerierbar ist. Woran liegt das ?
    A: Prinzipbedingt (unvermeidbar) erzeugt die elektronische Verarbeitung des analogen Telefonsignals über Verstärker, Analog-digital- und digital-analog- Wandlung in einer VoIP-Box ein gewisses Zusatzrauschen. Der Fachmann spricht von einer Verschlechterung des "Signal-Störabstands", welche sich in den genannten Störgeräuschen äussert.

    Geräte mit Telefon-Durchschleifung per Relais (notbetriebfähig bei Stromausfall) sind meist rausch-ärmer, als vollelektronische Geräte, wie z.B. die Fritzbox 7050. Vorteil der elektronischen Verarbeitung ist die Flexibilität, z.B. Mischung von ISDN und Analog-Ein-Ausgängen.

    Ein weiterer Grund: Die gültigen europäischen Normen erlauben (der EU sei dafür gedankt ) einen höheren Rauschpegel bei VoIP-Boxen, als bei Telefonen und ermöglichen den Herstellern dieser Boxen damit den Einsatz günstiger Bauteile. Rauscharmut ist damit speziell bei VoIP-Boxen zum "freiwilligen" Qualitätsmerkmal der Hersteller geworden.

    Um es vorweg zu nehmen: die Hauptursache für die Rausch- und Brummprobleme liegt in der "Hardware" der Fritzbox-Schnittstelle zum analogen Amt. Mit einer ISDN-Amtsverbindung sind derartige Probleme selten, selbst wenn man analoge Telefone an den Fon-Ports verwendet...
    F: Ich habe ein störendes Rauschen/Brummen bei analog-Festnetzverbindungen. Wenn ich das Telefon direkt am Splitter betreibe sind die Störgeräusche weg. was kann ich tun ?
    A: Brummen und Rauschen sollten getrennt behandelt werden. Daher im Folgenden getrennte FAQ-Abschnitte.
    FAQ für Brummprobleme bei analog-Festnetz-Telefonaten: (Rauschprobleme weiter unten)

    F: Bei Benutzung eines DECT Telefons habe ich ein "Brummen" im Gespräch, mit einem normalen schnurgebundenem Telefon jedoch nicht. Was ist der Grund ?
    A: Ein DECT Telefon sendet 100 mal in der Sekunde einen Funkimpuls (engl. "burst") aus. Über direkte "Einstrahlung" oder die Anschlüsse der VoIP-Box gelangt das Funksignal in die Analog-Elektronik der Box und und wird dort "demoduliert", das heisst hörbar.

    Es ist wiederum ein Qualitätsmerkmal des Herstellers,wie empfindlich die Box auf diese Störeinkopplung reagiert. Ein größerer räumlicher Abstand zwischen VoIP-Box und DECT-Telefon sorgt meistens für Abhilfe.
    F: Obwohl ich mein DECT-Telefon weit entfernt aufgestellt habe, bleibt ein Brummen, welches ich mit einem schnurgebundenen Telefon (ohne Netzteil) nicht habe...
    A: Bitte direkt am Splitter testen, ob das DECT-Telefon selbst brummfrei ist . Manche Billig-Modelle haben ein "eingebautes" Brummen, welches von der Verlegung der Kabel abhängig ist !

    Neben der eigentlichen Funkstörung kann über den Trafo des Schnurlostelefons und die Telefonschnur ein Störpotential auf die VoIP-Box übertragen werden. Die möglichen Massnahmen sind die Gleichen, wie in den folgenden Punkten.
    F: Ich habe ein Brummen sobald ich ein Gerät an den USB- oder Netzwerk-Anschluss meiner VoIP-Box anschliesse. Woran liegt das ?
    A: Der USB-Anschluss ist der einzige Anschluss der VoIP Box, welcher direkt "galvanisch" mit der Elektronik der Box verbunden ist. Damit ist der USB-Anschluss besonders empfindlich bezüglich Einkopplung von (Wechselspannungs-) Störpotentialen vom USB-Gerät in die Box.

    In geringerem Masse gilt dies auch für den Netzwerk- (LAN)-Anschluss.

    Insbesondere Notebooks , externe Festplatten und Drucker (Geräte mit Schaltnetzteilen ohne Erdanschluss) führen häufig ein besonders starkes Störpotential. Zur Abhilfe kann man probeweise den Netzstecker des angeschlossenen Gerätes in der Steckdose umdrehen.
    Hintergrund: Schaltnetzteile enthalten oft einen Funk-Entstörkondensator von der 230V-Seite zur Niederspannungsseite, meistens nur von einem der beiden Steckerkontakte. Abhängig davon, ob der "Kondensator"-Kontakt auf "Null" oder "Phase" des 230V-Netzes liegt, wird ein hohes oder kein Störpotential auf die Niederspannungsseite übertragen.

    Bei Netzwerkanschlüssen ist nur die Abschirmung der Netzwerkleitung direkt mit dem elektrischen Potential der Box verbunden, während die eigentlichen Datenleitungen innerhalb der Box per "Trafo" entkoppelt/isoliert sind und so ein Übertragen des Störpotentials (grösstenteils) verhindern.
    Daher kann bei kürzeren Netzwerk-Verbindungen ein "ungeschirmtes" Netzwerkabel Abhilfe bringen. Hinweis: Hat man kein ungeschirmtes Kabel zur Verfügung, kann man auch die äußere Metallklammer des (geschirmten) Kabels mit Tesafilm o.ä. abkleben (isolieren).

    Falls diese Massnahmen nicht helfen, kann man (etwas Bastelgeschick vorausgesetzt) versuchen die Fritzbox / das USB-Gerät zu "erden".
    F: Ich bekomme mein Brummproblem nicht in den Griff. Wie kann ich meine VoIP-Box "erden" ?
    A: Es gibt verschiedene Methoden, die mehr oder weniger "Bastelgeschick" erfordern. hier eine bebilderte Anleitung.
    • Eine einfache Möglichkeit ist es, den USB-Anschluss (oder einen der Netzwerk/LAN-Anschlüsse über ein geschirmtes !!! Kabel) mit einem Desktop/Tower-PC zu verbinden. Diese PC haben praktisch immer eine "Erdung" über den Schutzleiter des 230V-Netzsteckers sofern die Elektroinstallation in Ordnung ist.
    • Bastellösung: Das abisolierte Ende eines dünnen! Drahtes/Litze um die Abschirmung eines USB/LAN -Steckers wickeln, der in die VoIP-Box gesteckt wird, das andere Ende mit einem metallisch blanken Punkt der Zentralheizung verbinden. Im gut sortiereten Baumarkt gibt es passende "Potential-Ausgleich-Schellen" für Heizungsrohre, mit welchen sich leicht eine elektrische Verbindung herstellen läßt. Allerdings muß man eventuell vorhandene Farbe an der Verbindungsstelle vorher entfernen. Notfalls tut es auch eine Schlauchschelle aus dem Garten/Sanitätbereich.
    • Ein nicht mehr verwendetes USB/ (geschirmtes) LAN-Kabel mit einem Ende in die Box, das andere Ende vorsichtig abisolieren, bis die Schirmung zum Vorschein kommt. Die Schirmung mit dem Heizkörper elektrisch verbinden (z.B. mit Potential-Ausgleichschelle oder Schlauchschelle)
    • Ein Elektroexperte kann die Abschirmung auch mit dem Schutzkontakt eines zerlegbaren Schukosteckers aus dem Baumarkt verbinden, und diese in die Steckdose stecken. Man sollte dabei zur Sicherheit die Kontaktstifte des Steckers entfernen, so daß nur der Erdkontakt bleibt. "Heimwerker" sollten diese Methode aus Sicherheitsgründen nicht anwenden (bei nicht sachgerechter Ausführung droht Lebensgefahr !!!).
    F: Bei Erdung der Box bleibt das Brummen, wird stärker, oder nur geringfügig schwächer. Ohne USB/LAN Anschluss mit einem schnurgebundenen Telefon (ohne Netzteil) arbeitet sie praktisch brummfrei. Was nun ?
    A: Dies ist ein heimtückisches Problem.
    Sehr wahrscheinlich besteht zwischen der "Haus-Erde" und der "Posterde" in der Vermittlung eine (Wechselspannungs-) Potentialdifferenz.
    Das heisst, es liegt eine Wechselspannung zwischen dem Erdanschluss der Vermittlungsstelle und dem Erdanschluss des Hauses (Fundamenterder) an, welche auf die VoIP-Box "einwirkt".

    Die Potentialdifferenz kann an einer fehlerhaften Elektroinstallation des Hauses liegen (Ist der Fundamenterder auch korrekt angeschlossen ? Null-Leiter und Erdleitung vertauscht, verbunden ? etc), aber auch allein daher rühren, dass z.B. die Telefonleitung über längere Strecken zusammen mit einem Starkstromkabel in der Erde vergraben ist.

    Ferner könnte z.B: ein Industriebetrieb/Bundesbahn/Umspannwerk zwischen Vermittlungsstelle und Haus unbemerkt Strom in die Erde einleiten (Erdschluss).
    Teilweise bemerkt man, dass der "Brummgrad" von der Tageszeit (Arbeitszeit) abhängig ist, weil die Störquelle nicht immer aktiv ist.

    Je nach "Empfindlichkeit" der VoIP-Box (und die FB7050 ist hier besonders empfindlich), reicht schon eine Potentialdifferenz von einem Volt zwischen "Posterde" und Fundamenterder des Hauses, um ein Brummen zu verursachen. Da in diesem Fall das Störpotential von aussen über die Telefonleitung kommt, ist jegliche Erdung jetzt schädlich, denn erst die Hauserde bildet den Gegenpol ! Also jetzt ungeschirmte LAN-Kabel verwenden ! Der USB-Anschluss wird möglicherweise nicht "zu retten" sein..

    In einem Praxisfall hat bereits ein einseitig angeschlossenes LAN Kabel zum Brummen geführt. Das (lange) Kabel bildet eine erhöhte Kapazität gegen die "Hauserde" und damit den schädlichen Gegenpol zur "kontaminierten" Telefonleitung. Auch mit langen Zuleitungen versehene Telefone an den Fon-Ports der Box erhöhen die schädliche Kapazität zur Hauserde..

    Man kann versuchsweise das Telefon-Kabel zwischen Splitter und VoIP-Box (mehrfach) um das Netzteilkabel der VoIP-Box wickeln. Durch diesen "Wickelkondensator" wird die "Masse" der Box kapazitiv stärker an das Potential des Telefonnetzes gekoppelt, was aber aufgrund der relativ geringen erzielbaren Kapazität nicht immer ausreicht.

    Eine nicht ganz vorschriftsmässige, aber oft wirkungsvollere Methode für "Bastler" ist es, einen Kondensator von ca (2,2 bis 10nF mit mehr als 250V Spannungsfestigkeit) zwischen b-Ader der Telefonleitung und VoIP-Box-Masse (Schirmung USB/Lan-Anschluss) zu legen. Damit wird das Massepotential der Box stark an das Potential der Postleitung gekoppelt. Das ganze funktioniert (wichtig!) nur, wenn man auf USB und geschirmte LAN-Leitung verzichtet ,denn eine direkte Verbindung zur Hauserde macht diese Massnahme unwirksam!

    F: Bei meiner Fritzbox 5010 brummt es (zeitweise) bei analog- und bei VoiP Verbindungen, teilweise so stark, daß der Gesprächspartner nicht zu verstehen ist. Woran könnte es liegen ?

    A: In dem Beitrag hier bemängeln mehrere Forumsteilnehmer das oben genannte Fehlerbild speziell bei der Fritz!Box 5010. Da das Brummen auch bei VoIP-Verbindungen auftritt, ist der Fehler nicht mit den "üblichen" Störeinkopplungs-Mechanismen erklärbar. Bisher wurde (bereits mehrfach) festgestellt, dass der Tausch des Original-Netzteils gegen ein stabilisiertes Universalnetzteil (12V >800mA) in vielen Fällen das Brummen beseitigte.
    Hinweis: Ein solcher Austausch verletzt die AVM Garantiebestimmungen und kann bei falscher Einstellung des Netzteils die Fritzbox zerstören !
    Zum aktuellen Stand bitte im genannten Thread nachlesen.

    FAQ Rauschprobleme bei analogen Festnetz-Verbindungen

    Hinweis: Hier habe ich noch einmal beschrieben, wie man Rauschprobleme systematisch "einkreist".

    F: Ich stelle ein erhebliches Grundrauschen fest, welches sich (während einer Festnetz-Verbindung) beim Herausziehen des TAESteckers am Splitter auf ein erträgliches Niveau reduziert. Auch ändert sich der Rauschpegel, wenn ich LAN oder USB Geräte anschliesse. Ist das Telefon direkt am Splitter angeschlossen so rauscht es nicht. Wieso ?
    A:In diesem Fall kommt das Rauschen (vergleichbar mit obigem Brummproblem) entweder als Störpotential über die USB/LAN-Leitung, oder über die Telefonleitung als so genannte "Gleichtaktstörung".

    Die Ursachen für eine Gleichtaktstörung auf der Telefonleitung können vielfältig sein, z.B. durch "Masseprobleme" bei der DSL-Einspeisung im Amt (=>Amtskopf), einer Asymmetrie der Telefonleitung, durch Industriebetriebe zwischen Amt und Haus (Nachts weniger Rauschen..), defekte Isolatoren an Hochspannungsleitungen (Bundesbahn/Strassenbahn => es rauscht nur bei feuchtem Wetter) etc....

    Normale Telefone sind praktisch unempfindlich bezüglich solcher Störungen, da ihnen der "Gegenpol"="Hauserde" fehlt, während z.B. die Fritzbox besonders "mimosenhaft" reagiert, insbesondere, wenn sie den Gegenpol "Erde" über USB und Lan-Anschluss "riecht". Somit ist die eigentliche Ursache zum einen die "Gleichtaktstörung" und zum anderen die überempfindliche Fritzbox.

    Aufgrund des gleichen Mechanismus wie bei der Brummstörung weiter oben (nur die Störquelle ist eine "rauschartige-" statt einem Netzbrummen), können die gleichen Abhilfmassnahmen ausprobiert werden. Das heisst im speziellen: "erden", wenn das Rauschen über die LAN/USB Anschlüsse eingekoppelt wird, bzw "Erdung vermeiden", wenn die Rausch-Störung über die Telefonleitung ins Haus getragen wird. Im letzteren Fall (wenn Erdung nicht hilft, bzw es schlimmer wird) sollte man die Leitung durch die TCOM-Störungsstelle auf Fehler prüfen lassen. Falls das nichts hilft, kann man die "Kondensatorlösung" probieren, wie unter Brummstörung beschrieben..

    Nachtrag: Ein Forumsmitglied berichtete hier, dass bei Ihm das Rauschen im Rahmen einer Störungsmeldung bei der TCOM verringert werden konnte, indem der (hilfsbereite) TCOM-Mitarbeiter Teile des "Amtskopfes" austauschte. Dazu ein Hinweis: Nicht alle TCOM-Störungsstellen scheinen gleichermassen "engagiert" zu sein. Ein Aussen-Einsatz eines TCOM-Mitarbeiters kann kostenpflichtig sein, wenn ein Fehler auf "Kundenseite" (hinter der TCOM-TAE) nachgewiesen wird. Im Zweifelsfall vorher fragen, ob durch einen Einsatz Kosten entstehen können.

    F: Ich verwende eine Fritzbox mit Seriennummer T1xx.xxx bzw T2xx.xxx und habe ein störendes Rauschen bei analog-Festnetzgesprächen über meine FB7050. Leise Gesprächspartner sind kaum zu verstehen. Wenn ich das Telefon direkt am Splitter betreibe ist das Rauschen weg. Ich habe schon alle Kabel (DSL,LAN,USB) probeweise entfernt, aber es ändert nichts am Rauschen. Das Rauschen wird auch nur wenig schwächer, wenn ich während einer Verbindung den Telefonstecker aus dem Splitter ziehe. Was ist der Grund ?
    A: Ältere 7050 -Boxen (vor Herbst 2005 verkauft), werden in den Foren bezüglich ihres hohen Grundrauschens besonders bemängelt. Bei diesen Boxen wurde die Schaltung für den analogen Amtsanschluss "nicht optimal" entwickelt (Technisch: der AD-Wandler mit zu kleinen Pegeln angesteuert => Quantisierungsrauschen). Bei neueren Boxen (seit Herbst 2005) hat der Hersteller die Schaltung verbessert. Es verbleibt aber ein geringes Grundrauschen durch die elektronische Signalverarbeitung.

    Was kann man tun: Beim Hersteller über hohes Rauschen beschweren (damit diesem das Problem für zukünftige Entwicklungen bewusst wird) und auf eine kulante Regelung (Austausch der Box in die von AVM verbesserte Version) hinarbeiten.

    Nachtrag: In diesem thread hat ein Forumsmitglied die Erfahrung gemacht: Der AVM-Support weiss gar nichts von einer "verbesserten Version"
    und so der Support, "ein Boxentausch würde deshalb auch nichts bringen "... Der Rest der Geschichte (verteilt über folgende 3 thread-Seiten) liest sich fast wie ein Krimi mit happy end
    Zusammengefasst: Momentan hat es den Anschein, dass man über seinen "Händler" eher an die neue Boxenversion kommt, als über AVM.

    Wer keinen Erfolg beim Umtausch hat und über Lötkenntnisse verfügt, kann auch einmal hier schauen. Das Ergebnis reicht allerdings nicht ganz an die Werte der "neuen" Boxenversion (Sno: T3xx ...Uxxx)

    Nachtrag-2: Neuere FB7050 (SNr T3xx,T4xx,T5xx,Uxxx) und die FB7170 sind zwar meist rauschärmer, aber auch mit diesen Versionen ist das Rauschen über die Fritzbox höher, als bei "Telefon direkt am Splitter".
    F: Ich habe ein extremes Rauschen in der Leitung solange das DSL-Kabel in der Fritzbox steckt. Ziehe ich das DSL-Kabel aus dem Splitter heraus, ist auch das Rauschen weg. Oft rauscht sogar ein Telefon direkt am Splitter, solange die Fritzbox DSL-Verbindung hat. Was kann das sein ?
    A: Es besteht eine DSL Störung (DSL kann trotzdem funktionieren !!), die beseitigt werden muss. Ein häufiges Problem sind Telefon-Anlagenteile, welche "vor" dem Splitter, also zwischen Splitter und AMT angeschlossen sind, z.B. elektronische Wechselschalter,Klingeln oder parallel geschaltete Telefone. Diese müssen entfernt werden, da bestimmte elektronische Bauelemente (Dioden) in diesen Teilen das DSL-Signal gleichrichten und als Rauschen hörbar werden lassen. Möglicherweise ist auch der Splitter defekt.

    Eine weitere Möglichkeit sind schlechte Kontaktstellen in der Leitung zwischen Splitter und AMT.
    Ein Indiz dafür ist, wenn im Fritzbox-Webmenü unter "Internet/DSL-Information/ADSL mehr als mehr als 2-stellige "Forward Correction Errors" (FEC) auftauchen. Ursache kann ein defekter Splitter, korrodierte Kontakte der TAE-Dose, oder eine z.B. Leitungsstörung sein (man hört bei Festnetz-Telefonaten dann z.B. ein Rascheln und Knistern in der Leitung..). Aufgrund der Störung (FEC-Fehler) versucht das Modem der Fritzbox durch Erhöhung des DSL-Sendesignals die Datenverbindung zu verbessern. Dabei übersteuert das Modem-Signal und wird als Rauschen hörbar.

    Abhilfe: DSL-Störung (FEC-Fehler) beseitigen. (Siehe z.B: das "Howto: Was tun bei DSL-Verbindungsproblemen" von "Novize" hier im Forum....)
    ------------
    Nachtrag 17.06.2006 => Wechselschalter "vor" Splitter verursacht Rauschen
    Nachtrag 16.09.2006 => Link zum systematischen "Fehler-Einkreisen" bei Rauschproblemen hinzugefügt

    Ende FAQ.
    Nochmal der Hinweis: Bitte hier keine eigenen Probleme posten. Erprobte Lösungen gegen Rauschen/Brummen sind willkommen.




    K
    Geändert von Knuffi (06.07.2007 um 00:10 Uhr)
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  2. #2
    Admin-Team Avatar von Ghostwalker
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    Hi Knuffi,
    vielen Dank für die Mühe!
    Nutzern mit aussagekräftigen Signaturen kann schneller und besser geholfen werden. Kein Support per PN!

    VoIP- und DSL-Hardware: AVM FBF 7270 v2, Firmware: FRITZ!OS 05.22 / 54.05.22
    ISDN via T-Com | VoIP-Anbieter: Ekiga.net | Sipgate DE | FWD | Skype
    Anbindung: T-DSL @ 16982 / 1023 kBit/s Nutzdatenrate; Dämpfung 15 dB laut FBF, Länge unbekannt; SNR: 9 dB RX / 13 dB TX; reduzierte Datenrate für mehr Stabilität;

    Hilfreiche Threads: Du bist Neuling? Bitte erst hier lesen! | Fritz!Fax für Fritz!Box Fon | HowTo: Festnetznummer zu VoIP portieren | ENUM-Suchmaschine für Firefox (ext. Link)

  3. #3
    Moderator Avatar von wichard
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    Zitat Zitat von Knuffi
    Als Dank für die Hilfe hier im Forum stelle ich die Ergebnisse meiner Recherche zusammenfassed in Form eines FAQ vor
    Und dafür auch von mir ein Danke sowie ein "Wichtig".

    Zitat Zitat von Knuffi
    Zur Wahrung der Übersichtlichkeit (welche ich im Forum manchesmal vermisst habe ) möchte ich darum bitten, hier keine Fragen zu eigenen Problemen zu stellen.
    Wir werden das im Auge behalten und notfalls den Thread schließen (müssen)!


    Gruß,
    Wichard
    VoIP-Hardware: FBF 7490,Fritz!OS06.60freetz-devel-13875, NETCAPI, Siemens Gigaset S675IP (Beta-Test)
    VoIP-Dienste: Sipgate | dus.net starter | Asterisk 1.4.11 auf vServer
    Anbindung: Telekom "Zuhause L Start" mit 100 MBit/s down/ 40 MBit/s up
    Telefone: 1 alte Gigaset-Basis (analog) 1 Gigaset micro, 1 Gigaset S675IP + 2 S67H (Beta-Test), 1 Gigaset DX800A

  4. #4
    IPPF-Einsteiger
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    Daumen hoch

    Zitat Zitat von Knuffi
    Eine nicht ganz vorschriftsmässige, aber oft wirkungsvollere Methode für "Bastler" ist es, einen Kondensator von ca (2,2 bis 10nF mit mehr als 250V Spannungsfestigkeit) zwischen b-Ader der Telefonleitung und VoIP-Box-Masse (Schirmung USB/Lan-Anschluss) zu legen. Damit wird das Massepotential der Box stark an das Potential der Postleitung gekoppelt. Das ganze funktioniert (wichtig!) nur, wenn man auf USB und geschirmte LAN-Leitung verzichtet ,denn eine direkte Verbindung zur Hauserde macht diese Massnahme unwirksam!
    Danke Knuffi für Deine Arbeit! Vom Testen bis zum Schreiben!
    Bei mir funktioniert obige Maßnahme seit einiger Zeit ohne Probleme. Hab damit das Brummen um ca. 95% reduzieren können. Jetzt macht Festnetztelefonieren wieder Spaß.

    Gruß
    Henry

  5. #5
    IPPF Fünfhunderter
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    [06.02.2006] Einige Formulierungen geändert, Fehler beseitigt und "Erfahrungen" von Forumsmitgliedern als "Nachtrag" hinzugefügt.
    Dank auch an waldwuffel, henrylev , avmfan und viele andere hier. Ich hoffe Ihr habt nichts dagegen, sonst bitte melden !

    Knuffi
    DSL2000 - Analog-AB - AMS1/2 (FeTap611 + Fritzbox7170 mit Gigaset 3015 und Gigaset A580, S685IP)

  6. #6
    IPPF Zweitausend-Club
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    Zum Brummproblem noch eine Ergänzung, es kann sich auch um eine Masse- (Erd-) schleife handeln, d.h. der PC ist ja über den Schutzkontakt geerdet. Wenn jetzt an anderer Stelle noch eine Erdverbindung besteht, z.b. über den Antenneneingang der TV/Radiokarte, kann es zu einem Einkoppeln von Wechselspannung kommen, weil die Massepunkte an unterschiedlichen Stellen sind und sich das Ganze im Prinzip wie eine große Spule verhält.
    Abhilfe schafft hier, nur einen einzigen Massepunkt zuzulassen, mit einem Mantelstromfilter an der Antennenbuchse dort die galvanische Trennung zur Erde unterbrechen. Das gilt natürlich auch für andere solche Verbindungen an Peripheriegeräten.
    Das Problem ist nicht immer unbedingt eines der FBF, es kann sich auch durch Brummen des angeschlossenen Lautsprechers am PC äußern, sollte aber auch bei unerklärlichen Brummen an der FBF in Betracht gezogen werden.
    Anbindung: 1&1 Komplettanschluss mit VDSL mit 51390/10048 kbit/s, Dämpfung: 11/10 dB, SNR: 16/13 dB (Vorwahlbereich: 06131)
    DSl-Modem/Router:
    FBF WLAN 7490, Vers. 113.06.69-42369
    mit 3x AVM C3 (3.47), 1x FritzDect 200 (3.83)

  7. #7
    IPPF Fünfhunderter
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    Die Brummeinkopplung bei der FB7050 "funktioniert" etwas anders, als bei einer PC-Soundkarte. Während bei der Soundkarte meist induzierte, oder "galvanisch" eingekoppelte Ströme die Ursache sind, ist es bei den Fritzboxen ein elektrisches Wechselfeld zwischen Amtseingang und Fritzbox-Masse.
    Es fliessen also keine (messbaren) Brumm-Ströme, dafür kann man die Brumm-Spannung messen, wenn man ein Multimeter mit Wechselspannungsbereich verwendet. (Wichtig dabei: Das Multimeter muss überlagerte Gleichspannungen unterdrücken).
    Wenn man nun zwischen a (oder b) der Postleitung und der Fritzboxmasse (LAN-Masse, oder Steckernetzteilmasse) "misst", wird man eine zum Brummgrad proportionale Wechselspannung feststellen....Ab etwa 0,1V (rms) ist ein Brummen hörbar...

    K
    Geändert von Knuffi (18.02.2006 um 21:35 Uhr)
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  8. #8
    IPPF-Fortgeschrittener Avatar von mag3rquark
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    Also eine Lösung für das Rauschen an den älteren Fritz!Boxen (7050) ist der Austausch über den Provider (1&1 in meinem Fall), hab angerufen, dasProblem geschildert, 1&1 kannte das Thema und hat nen Austausch angestossen. Kann also alles klappen wenn man nen kulanten provider hat.

  9. #9
    IPPF-Erfahrener Avatar von soerfer
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    Kostenloses Upgrade auf 7170!

    Zitat Zitat von mag3rquark
    Also eine Lösung für das Rauschen an den älteren Fritz!Boxen (7050) ist der Austausch über den Provider (1&1 in meinem Fall), hab angerufen, dasProblem geschildert, 1&1 kannte das Thema und hat nen Austausch angestossen. Kann also alles klappen wenn man nen kulanten provider hat.
    Ich hatte vergeblich versucht, die Sache mit 1&1 per Mail zu regeln. Ich wurde aber zu einem fünfminütigen Gespräch mit der 0900-Support-Nummer (0,99 EUR/Min.!) genötigt.
    Einige Tage später rief mich dann ein Techniker vereinbarungsgemäß zurück, um mich noch einmal zu interviewen, ob ich auch wirklich einen Austausch wolle, denn - einige Nutzer hätten mit einer neueren Fritz!Box mehr Probleme als vorher. (Angeblich liege es an der Software in der T-Com-Vermittlungsstelle.) Ich sagte dennoch zu - und erhielt kurz darauf eine brandneue Fritz!Box 7170! Die hat zwar andere Ports als die 7050 (kein USB, keinen Kabel-Anschluss für Nebenstelle ... - so muss ich meine ganze Installation ummodeln ), aber dafür einen USB-Port für einen Drucker oder ein USB-Speichermedium!! Außerdem soll die WLAN-Leistung besser sein. Ach ja: Das Rauschen ist auch praktisch verschwunden!

  10. #10
    IPPF-Einsteiger
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    Zum Thema "Rauschen" steht oben "Ich verwende eine Fritzbox mit Seriennummer T2xx.xxx und habe ein störendes Rauschen bei analog-Festnetzgesprächen ...".

    Meine Seriennummer beginnt mit T163. Ich vermute mal, dass die geschilderten Unzulänglichkeiten der Analog-Schaltung auch für diese alte Boxengeneration (meine wurde in KW16/2005 hergestellt) gilt, oder

  11. #11
    IPPF Fünfhunderter
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    Seriennummern mit erhöhtem Rauschen

    Ja, T1xx ist IMHO auch betroffen. Der Buchstabe gibt das Jahr an, die folgenden 2 Ziffern die Kalenderwoche (lt hörensagen )
    Die ersten Geräte mit geänderter Schaltung (die hier im Forum publik wurden) hatten die Seriennummer T3xxx. Lies mal hier nach...da sind auch Bilder vom Innenleben.

    Deinen Hinweis zu den T1xx-Geräten habe ich ins FAQ aufgenommen.

    Weitere Fragen der Übersichtlichkeit halber bitte nicht in diesem Thread stellen. Hier gehören nur "Kritik und Anregungen" zum FAQ hinein.
    Zum Rauschen gibt es 2 große Beiträge hier und hier .

    K
    Geändert von Knuffi (25.05.2006 um 10:50 Uhr)
    DSL2000 - Analog-AB - AMS1/2 (FeTap611 + Fritzbox7170 mit Gigaset 3015 und Gigaset A580, S685IP)

  12. #12
    IPPF-Einsteiger
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    Hallo,

    ist das alles nun bloß Theorie oder konkreter Fakt? Es sollte doch möglich sein Fakten zu der Angelegenheit zu ermitteln. Es geht ja nicht um den Ursprung des Universums oder so
    FBF7170, Festnetz: Deutsche Telekom, VoIP 1&1, Inet: 1und1 6000er-Flat, Analoganschluss, T-Sinus 411 + Pack, T-Sinus 300

  13. #13
    IPPF Fünfhunderter
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    836

    Rauschprobleme "behandeln"

    1.) Bei Rauschproblemen sollte man als erstes mit dem Telefon direkt am Splitter prüfen, ob es nicht am Telefon, oder am Amt liegt.

    2.) Fritzbox wieder anschließen und zur Probe alle USB/LAN -Anschlüsse entfernen.

    => Falls sich das Rauschen hierdurch deutlich bessert, hat man es mit einer Fremdspannungseinkopplung über den USB/LAN-Anschluß zu tun. Hier helfen eventuell die üblichen "Anti-Brumm-Maßnahmen", wie ungeschirmte LAN-Kabel, oder "Erdung" (siehe nächstes Posting)

    3.) Falls sich das Rauschen bei 2) nicht bessert, probiert man ob das Rauschen geringer wird, wenn man im Gespräch das DSL-Kabel von der Fritzbox abzieht. Bei Boxen mit Y-Kabel muss man den DSL-RJ45-Stecker am Splitter ziehen.

    => Falls ja, hat man es mit einem DSL-Störungs-Problem zu tun (Überkopplung des DSL-Signals in das Telefonsignal), welches behoben werden muß. Ursachen sind hier oft "vor" dem Splitter angeschlossene elektronische Geräte, wie parallele Telefone oder Wechselschalter, aber auch gelegentlich defekte Splitter. Siehe auch das FAQ von Novize Hier .

    4.) Falls sich nichts ändert, sollte man als nächsten Versuch im Telefongespräch in einem ruhigen Moment das TAE-Kabel am Splitter herausziehen und dabei das Rauschen beobachten. (Durch diesen Versuch wird das "Amt" als Fehlerquelle ausgeschlossen)

    => Falls sich das Rauschen stark verringert (etwas weniger wird es immer), kommt die Störung über die Amtsleitung...(hier kann man selbst meist wenig machen)

    5.) Falls sich das Rauschen kaum ändert , liegt es wahrscheinlich an der Box. Die Fritzbox 7050 mit der Seriennummer T1xx und T2xx haben generell ein starkes Grundrauschen. Irgendwann ab der Seriennummer T3xx wurde das von AVM durch Schaltungsänderung verbessert (auf ca 1/3 reduziert).
    Hinweis: auch "neuere" AVM-Boxen, erzeugen prinzipbedingt ein gewisses zusätzliches Grundrauschen, aber erheblich weniger, als die FB7050 der ersten Generation (T1xx bis T2xx bis ca Mitte 2005 gebaut)


    => Falls man Elektronik-Kenntnisse hat (löten), kann man bei der FB7050 (nur Sno. T1xx oder T2xx) eine Hardwaremodifikation machen, welche den Rauschpegel etwa halbiert, dann ist allerdings die Garantie futsch.

    => Oder (falls noch durchsetzbar) versuchen, die Box zu tauschen. Rauschen wird von AVM allerdings erfahrungsgemäß nicht als Mangel anerkannt, sondern meistens auf "lokal vorhandene Umstände, auf die man keinen Einfluß habe" geschoben!.
    Einige Nutzer im Forum haben die Box über ihren Provider in eine neure Version getauscht bekommen, und das Rauschen war anschließend oft "fast weg" oder "erträglich".

    6.) Ich habe mal darüber gelesen, dass man in manchen Ämtern die Möglichkeit hat, den Lautstärkepegel zu erhöhen (ob und wie, weiss ich nicht, einfach mal bei der Störungsstelle anfragen: "Signal ist generell sehr leise, so daß man kaum etwas versteht, kann man das lauter machen ???").
    => Bei höherem Sprachpegel würde sich natürlich das Rauschen weniger bemerkbar machen.

    K
    Geändert von Knuffi (16.03.2007 um 21:29 Uhr)
    DSL2000 - Analog-AB - AMS1/2 (FeTap611 + Fritzbox7170 mit Gigaset 3015 und Gigaset A580, S685IP)

  14. #14
    IPPF Fünfhunderter
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    Thema "Erdung"

    Im unten angehängten Dokument habe ich noch einmal beschrieben , wie man seinen VoIP-Router bei Brummproblemen (analoge Festnetztelefonate) "erden" kann.

    Nachtrag: Heute habe ich durch Zufall im Elektrobereich eines Baumarktes so genannte "Potential-Ausgleichschellen", passend für Heizungsrohre gefunden. Preis um 2..5 Euro je nach Qualität, erhältlich für alle gängigen Rohrdurchmesser.

    Damit lassen sich "professionell" Erdungsanschlüsse zur Heizung herstellen. Die Schelle wird an eine blanke Stelle des Heizungsrohres geschraubt (notfalls Farbe wegkratzen/Schmirgeln) und hat eine spezielle Schraube zum Anschließen eines Erdungsdrahtes.

    Ein weiterer (preiswerter) Tip sind Schlauchschellen (für Waschmaschinenschläuche oder Gartenschläuche) aus dem Sanitärbereich bzw Gartenbereich, welche man um das (blanke) Heizungsrohr legt und den Erdungsdraht dann darunter "einquetscht".

    K
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    Geändert von Knuffi (16.03.2007 um 21:36 Uhr)
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  15. #15
    IPPF-Aufsteiger
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    44
    Bezüglich der Fritzbox 7170:

    Habe auch öfters Rauschen am Telefon, welches direkt an der Fritzbox hängt. Die Fritzbox wiederrum ist mit der der TAE- Dose (dazwischen noch der Splitter)
    verbunden.


    Ausgangssituation:
    • Beim Abnehmen des Telefonhörers hört man ein Rauschen und ein paar Knackse, die auch beim Telefonat zu hören sind


    Problemlösung:
    • Das Netzteil der Fritzbox vom Stromnetz trennen und wieder anschließen
    • 30 Sekunden warten, bis der Router wieder startklar ist und den Hörer abnehmen


    Bei mir verschwindet das Rauschen spätestens bei der zweiten Wiederholung dieser Prozedur.
    Muss ich leider täglich machen , aber naja, was soll man machen
    DSL 16000 Freenet-Komplett
    FRITZ!Box Fon WLAN 7170, Labor-Version 29.04.99-9167
    mein PC - per LAN Kabel angeschlossen
    zweit PC - per WLAN angeschlossen
    VoIP aktiviert
    DSL 15752/1091 kBit/s

  16. #16
    IPPF Fünfhunderter
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    836
    Ich habe alle paar Wochen ein ähnliches (dasselbe?) Problem (meist bei Frost) .
    Das Rauschen wird von den Knisterstörungen auf der Leitung ausgelöst => Irgendwo zwischen Amt und Fritzbox ist ein Wackelkontakt (Knistern).
    Das Knistern wirkt sich auch auf die DSL-Verbindung aus und das Fritz-Modem versucht der damit verbundenen Fehlerrate durch Erhöhung der DSL-Sendeleistung entgegenzuwirken. => Erkennbar an ansteigenden Forward Correction Errors im Fritzbox-DSL-Info-Menue.
    Dabei übersteuert das Modem und das DSL-Sendesignal wird als Rauschen hörbar.

    Bei mit hilft folgendes: Splitter aus TAE-Dose ausstöpseln. Mit Schraubendreher die 2 Kontakte unten rechts in der TAE-Dose mehrmals kurzschließen und Splitter wieder einstecken. Durch den direkten Kurzschluß zwischen a-b fliesst ein erhöhter Leistungsstrom der die oxidierte Kontaktstelle freibrennt.

    Letztendlich handelt es sich um ein Leitungsproblem, welches die Telekom beseitigen muss (über "Knistern" auf der Leitung beschweren).
    Bei mir war der Fehler bisher immer gerade weg, wenn die Telekom mal vorbeigeschaut hat. Aber da es so selten auftritt stört es mich nicht mehr.
    K
    DSL2000 - Analog-AB - AMS1/2 (FeTap611 + Fritzbox7170 mit Gigaset 3015 und Gigaset A580, S685IP)

  17. #17
    IPPF-Erfahrener Avatar von DaCapo
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    Hallo.... Ich habe auch ein extremes Brummen bei meiner 7170. Stecker habe ich schon gedreht und gewendet. Mittlerweile habe ich alle anderen Geräte außer PC, Monitor und Fritzbox vom Stromnetz genommen. Anfangs hat es geholfen die Box neuzustarten. Auch beim Erden mit der Heizung bleibt ein leises aber deutlich, hörbares Brummen. Erst wenn ich alle Lankabel entferne ist das Brummen weg.

    Im Anhang befindet sich ein Schema meiner Verkabelung ich bin echt total Ratlos... Kann man da irgendwie was Messen.

    Die Kabel zwichen Dlink Switch und Fritzbox sowie Fritzbox und Gaming PC sind geschirmt

    Das Kabel zwischen Dlink Switch und MCE PC ist ebenfalls geschirmt. Der Büro PC ist mit einem geschirmten Kabel verbunden. Die Schirmung geht aber nur bist zu den Steckern (ohne Schirmung)
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  18. #18
    IPPF-Fan
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    Das mit dem LAN-Kabel kommt mir sehr bekannt vor. Wenns drin ist brummt das Telefon. Versuch mal die Schirmung beider Enden des LAN-Kabels auf die gleiche Masse zu legen. Also an den gleichen Heizkörper z.B. und schau/höer obs dann weg ist

  19. #19
    IPPF-Erfahrener Avatar von DaCapo
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    Nein geht leider nicht habe es gerade am Gaming PC getestet...

  20. #20
    IPPF-Fan
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    schon mal versucht die Metallenden des LAN-Kabels mit Tesa oder Isolierband zu überkleben? Also so dass das keine direkte Verbindung über die Schirmung der Geräte zustande kommt?

    BTW Die Zeichnung find ich witzig. Ne Heizung mit LAN-Anschluss

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