[Gelöst] 6360 Cable als IP-Client -- wirklich keine Chance? Doch ;)

wusel-09

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Salve,

nachdem 6.04 auffindbar war, habe ich meine verstaubende 6360 mal damit aktualisiert und debrandet. Leider, aber das war ja schon abzusehen, scheint es keine UI-basierte Möglichkeit zu geben, eine Kabel-FB als reinen IP-Client zu betreiben. Als IP-Router geht's (mit AVM-Branding jedenfalls), aber da dann auch nur per IP (also keine PPPoE-Option für den Betrieb an, z. B., einer 7570); gut, ist auch nicht ganz überraschend.

Der Versuch, die IP-Client-Konfiguration einer 7270 mit 6.04-Labor auf der 6360 mit 6.04 einzuspielen war ... nur teilweise erfolgreich. Im LAN war die 6360 unter der konfigurierten IP erreichbar, aber weder zeigte das UI eine Internetverbindung an, noch wollten sich eingetragene SIP-Verbindungen außerhalb des LANs verbinden. Lt. Logfile wurde für eine Sekunde die gewünschte IP-Client-basierte Internetverbindung aufgebaut, danach aber sofort wieder abgebrochen und dabei bleib es :(

Die Suche fördert i. d. R. Posts für die andere Richtung, Box 7xxx als IP-Client hinter 6360, zu Tage; auch nicht verwunderlich. Aber bevor sie wieder zum traurigen Staubfänger wird: gibt es nicht doch eine Möglichkeit, z. B. über Änderungen der gespeicherten ar7.cfg (NoChecks=yes funktioniert ja), der 6360 einen funktionierenden IP-Client-Mode beizupuhlen? Technisch dürfte es ja gehen, IP-Client benötigt weniger technische Voraussetzungen als Internet über LAN1 ...
 
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wusel-09

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War doch einfacher als gedacht. 6.04 installieren, Branding auf "AVM". Box als "über LAN1" konfigurieren, IP auf die zukünftige Client-IP, Heimnetz auf Heimnetz-Daten konfigurieren, DCHP-Server aus. Config speichern. Config editieren ("NoChecks=yes", damit geänderte Datei angenommen wird), "mode" in ar7.cfg auf "dsldmode_bridge". Abspeichern, in Box einlesen. Ggf. Box powercyclen, wenn sie nicht wiederkommt; meine war danach stolzer IP-Client ;)

Code:
--- "Downloads/FRITZ.Box 6360 Cable 85.06.04_17.05.14_1821.export.bak"  2014-05-17 18:21:36.966801351 +0200
+++ "Downloads/FRITZ.Box 6360 Cable 85.06.04_17.05.14_1821.export"      2014-05-17 18:24:23.115977659 +0200
@@ -6,6 +6,7 @@
 OEM=avm
 Country=049
 Language=de
+NoChecks=yes
 **** CFGFILE:ar7.cfg
 /*
  * /var/flash/ar7.cfg
@@ -15,7 +16,7 @@
 meta { encoding = "utf-8"; }
 
 ar7cfg {
-        mode = dsldmode_router;
+        mode = dsldmode_bridge;
         active_provider = "other";
         active_name = "";
         igddenabled = yes;
Mögen noch viele ausgemusterte 6360 so ein erfülltes zweites Leben haben ;)
 

PeterPawn

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"NoChecks=yes", damit geänderte Datei angenommen wird
Das ist dann offenbar auch vom Branding abhängig.

Eine 6360 mit kdg-Branding und 06.04 akzeptiert jedenfalls keine NoChecks-Option. Aber eine Änderung der Konfigurationsdateien ist mit einem aktuellen FBEditor trotzdem möglich.

Ich verstehe bloß den Sinn einer 6360 als IP-Client noch nicht so richtig.

Das WLAN kann zwar 2,4 und 5 GHz, aber nur alternativ und MIMO ist mit 2 Antennen auch nicht der Rede wert. Die Reichweite einer 7390/7490 ist bei mir (Wände aus Kalksandstein) deutlich größer. Die DECT-Basis reißt auch keine Bäume aus, eine 7270v3 ist (wohl dank der größeren Antenne) bei DECT deutlich besser. Für einen "dummen" Switch (auch wenn sie GBit-LAN hat) frißt sie eindeutig zuviel Strom und ist nicht ohne weiteres managebar/VLAN-fähig.

So bleibt bei mir persönlich eigentlich nur der Wunsch übrig, auf der (in Betrieb befindlichen) 6360 dem Anbieter auf die Finger zu sehen, unerwünschte Updates zu blockieren und ggf. noch einige Skripte zeitgesteuert ablaufen zu lassen.

Was ich mir aber für eine ausgemusterte 6360 gut vorstellen könnte, ist der Einsatz als Streaming-Server für DVB-C. AVM hat da jedenfalls mal etwas mit einer leicht geänderten (aber sicherlich nur firmwareseitig modifizierten) 6360 demonstriert. Das wäre in meinen Augen das deutlich interessantere Projekt. :)
 

wusel-09

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(Ich schrieb ja, "Branding auf AVM".) DECT habe ich gestern noch ausprobiert, bei mir ist der Empfang mit MT-M2 genauso bescheiden wie mit der 7270v3 (SIP-Anmeldung an lokalen Asterisk, ECHO angerufen, G.722). 6360 im OG, 7270v3 im EG. Stehe ich mit laufenden Telefonat an der 6360 dort, wo die 7270v2 steht, zirpt, knackt und rumpelt es absolut induskutabel, und das MT-M2 fängt, trotz 1-2 Balken, im Hintergrund das piepen an (Reichweitenwarnung?). Traurig, die SX353isdn hat von der EG-Position das ganze Haus bis in den Keller (dort dann aber mit, weniger fiesen, Knacksern) versorgt.

Für mich wird die 6360 wohl in den Anschlußraum wandern und die dortige 7270v3 ins OG, statt 7270v3 aus Wohnzimmerecke versorgt dann die 6360 als DECT-Basis die 7270v3 im EG und OG. Eine Box reicht bei mir eh' nicht für sinnvolle WLAN-Abdeckung (u. a. da ums Haus noch IP-Cams zu versorgen sind), da kommt die 6360 als IP-Client ganz praktisch. (Telefonie kommt dann halt statt über ISDN über SIP von der 7570 im Keller.)

(Das Gehäuse im Bild ist eher eine 6320/6340, keine 6360?) Für DVB-C-Streaming halte ich ja einen Raspberry (oder größer) mit DVB-C-Sick für die geeignetere Wahl ;)

Das TV-Streaming von IP-TV bietet AVM ja auch in einigen DSL-Boxen an -- ziemlich sinnfrei aus meiner Sicht, denn entweder habe ich den (Entertain-) Multicast eh' in meinem Netz (und dann zumindest bei nicht-AVM-APs ein von Multicast geflutetes WLAN; daher ist bei mir Entertain in eigenes VLAN eingesperrt, nur der Receiver und ein VDR haben da direkten Zugang), oder, ohne Client im Fritz-Netz, keine Emfpangsmöglichkeit ...
 

PeterPawn

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Für DVB-C-Streaming halte ich ja einen Raspberry (oder größer) mit DVB-C-Sick für die geeignetere Wahl ;)
Ist dann aber Single-Tuner ... das ginge mit einem Sundtek-Stick (gibt es die eigentlich noch ?) ja auch mit einer "normalen" Box. Die Himbeere sehe ich mehr in der Rolle des Empfängers.

Die 6360 sehe ich eher in der Rolle eines Reel Multimedia Netceivers. Für 2x kleines HD sollte der Prozessor der Box schon reichen. Dabei ist ja nichts weiter als eine geeignete PID-Filterung zu machen. Wenn dann noch Leistung übrig ist, kommt einfach noch ein Kartenleser dran ...

Wenn ich überlege, wie man jahrelang die uralte Technik der dbox2 durch performante Software (Neutrino) zu immer neuen Höchstleistungen getrieben hat ... da sollte die Hardware der 6360 eigentlich auch mitspielen, sie muß ja selbst keine AV-Decodierungen ausführen.

Das TV-Streaming von IP-TV bietet AVM ja auch in einigen DSL-Boxen an
Na gut, das ist für Leute, die sich keine eigene Playlist mit den richtigen Streams erstellen können und die bunten Bilder haben eindeutig den höheren WAF.

ein von Multicast geflutetes WLAN
Klar, das macht bei WLAN nur auf der "letzten Meile" (vom AP zum Gerät) Sinn. Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, daß das mit mehr als einem WLAN-Repeater ausreichend performant ist, wenn man nicht mitten im Wald (also fernab von anderen Sendern) wohnt.

Ansonsten ist immer noch eine ordentliche Verkabelung mit IGMPv3-fähigen Switches (der Netgear GS10XE ist ein schönes Beispiel für viel Leistung für kleines Geld) die beste und vor allem eine störfeste Lösung.

Aber egal ... hast Du inzwischen eine Toolchain für das Kompilieren von zusätzlicher Software für die 6360 ?
 

wusel-09

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Ich denke nicht, daß die 6360 mehr könnte; das TV-Signal im Kabel ist DVB-C, mehr als ein Bouquet wird sie dann auch nicht können (und daher denke ich, auf der CeBIT war das eine DOCSIS-Box mit durchgeschliffenem DVB-C-Tuner).

Ansonsten ist immer noch eine ordentliche Verkabelung mit IGMPv3-fähigen Switches

Als ich 2007(?) mit VDSL/Entertain anfing, war IGMPv3 noch nicht so verbreitet, und sporadische WLAN-Ausfälle durch zu den damaligen 802.11g-WLAN-APs trotz IGMPv2-Switchen durchgelassenes Multicast drängten auf eine schnelle, günstige Lösung. Daher: VLAN für Entertain, separates VLAN (hinter Router) für IP. (FB hat 192.168.x/24, Netz hinter Router ist 192.168.y/24, FB hat für 192.168.y/24 192.168.x.2 als GW, also nur 1x NAT, FB nattet beide Netze nach außen.)

Toolchain? Nope. Ich habe nicht vor, auf/für die 6360 was zu bauen, abgesehen vielleicht von telnetd, das wäre interessant.

Nachtrag: der DECT-Chip ist ja der gleiche wie in den als DECT-Repeater fungieren könnenden Boxen 7240, 7270v3, 7390; da wäre es mal interessant zu schauen, ob man den Repeater-Modus bei der 6360 nicht auch aktivieren kann.
 
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PeterPawn

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Toolchain? Nope. Ich habe nicht vor, auf/für die 6360 was zu bauen, abgesehen vielleicht von telnetd, das wäre interessant.
Und was willst Du konkret noch haben ?

Es ist doch alles schon da ...

Bring die Box zur Ausführung von "while true; do nc -l -p 1234 -e /bin/sh; done" und Du hast ein wunderbares "rcmd" auf Port 1234, allerdings ohne große Authentifizierung.

Ansonsten enthält auch busybox den telnetd und das login-Applet. Selbst ar7login ist im Image enthalten. Du kannst Dir also die Art und Weise der Authentifizierung (boxusrxx bei login, FB-Benutzer bei ar7login) sogar aussuchen.

Selbst die debug.cfg wird ausgeführt, wenn es Dir gelingt, sie zu befüllen.

Ich denke nicht, daß die 6360 mehr könnte; das TV-Signal im Kabel ist DVB-C, mehr als ein Bouquet wird sie dann auch nicht können (und daher denke ich, auf der CeBIT war das eine DOCSIS-Box mit durchgeschliffenem DVB-C-Tuner).
Hier haben wir unterschiedliche Begriffswelten ...

Bouquet => Senderangebote einer "Sendergruppe" (z.B. ZDFvision, ARD, KD Home) über mehrere Transponder verteilt
Transponder => Multiplex mit den Daten *mehrerer* Sender in QAM-Modulation auf einem Träger, der einem "analogen" Fernsehkanal entsprach

Meine 6360 "empfängt" in Download-Richtung auf 4 verschiedenen Trägerfrequenzen:
Code:
Empfangsrichtung
Kanal 	1 2 3 4
Kanal ID 	9 14 13 10
Frequenz [MHz] 	666 706 698 674
Modulation 	QAM256 QAM64 QAM64 QAM256
Power Level [dBuV] 	67.8 62.7 62.7 68.2
MSE [dB] 	35.2 34.0 33.7 35.4
Das macht nach meinem Verständnis 4 potentielle Transponder, die verarbeitet werden könnten, wenn der Prozessor es dann schafft.
 
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wusel-09

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Selbst die debug.cfg wird ausgeführt, wenn es Dir gelingt, sie zu befüllen.

Du siehst, ich habe das Image mir noch nicht weiter angesehen; aber mit debug.cfg, da sollte dann ja selbst Pseudo-Image tun? Hab' jetzt mal 'ne ungebrandete Box aus der Bucht geordert zum spielen ;)

s/Bouquet/Transponder/, stimmt.

Meine 6360 "empfängt" in Download-Richtung auf 4 verschiedenen Trägerfrequenzen: [...] Das macht nach meinem Verständnis 4 potentielle Transponder, die verarbeitet werden könnten, wenn der Prozessor es dann schafft.

Meine technische Involvierung in Kabelinternet ist ca. 14 Jahre her; aber meinem Verständnis nach sind die Datenkanäle/-frequenzen andere als die für TV. Die 4 Tragerfrequenzen, die Du siehst, sind IMHO die 4, die die 6360 nach EuroDOCSIS für den Downstream bündelt und da Deinen Datenstrom rauszieht. Da dürfte kein TV Platz haben ;)
 

KunterBunter

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Meine technische Involvierung in Kabelinternet ist ca. 14 Jahre her; aber meinem Verständnis nach sind die Datenkanäle/-frequenzen andere als die für TV.
Die Kanalbelegung der Downstream-Kanäle ist auf jeder Kopfstation anders, z.B. hier für München oder Augsburg. Das 8 MHz-Kanalraster ist aber natürlich immer gleich. ;)
 
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wusel-09

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Quintessenz bleibt aber, auf den für EuroDOCSIS genutzten Kanälen finden sich keine Fernsehdaten, ergo kann die 6360 ohne zus. DVB-Hardware kein TV empfangen. Richtig?
 

PeterPawn

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Die 4 Tragerfrequenzen, die Du siehst, sind IMHO die 4, die die 6360 nach EuroDOCSIS für den Downstream bündelt und da Deinen Datenstrom rauszieht. Da dürfte kein TV Platz haben ;)
Die Downstream-Kanäle in EuroDOCSIS sind ganz normale Transponder. Die CTMS nimmt den ankommenden Datenstrom, teilt ihn ggf. auf, wenn mehrere Downstream-Kanäle zum Einsatz kommen (channel bonding, wie bei Ethernet u.a.), adressiert ihn, verschlüsselt die Nutzdaten mit AES128 (damit der Nachbar nicht meine Daten empfangen kann ... er kann nur feststellen, daß ich etwas empfange, aber nicht was) und moduliert das Ergebnis auf den Träger auf. Mein Kabelmodem (in der 6360) sucht sich die an mich adressierten Pakete aus dem demodulierten Datenstrom heraus und decodiert diese.

Bis auf die Punkt-zu-Punkt-Verschlüsselung ist das genau das gleiche Prinzip bei einem DVB-C-(TV)-Transponder.

Und wie KunterBunter schon bemerkt hat, sind bei DOCSIS3 keine "reservierten" Kanäle für Daten vorhanden. Das hängt jeweils von der konkreten Konfiguration der CTMS ab und das Kabelmodem kann i.d.R. den gesamten Frequenzbereich abdecken. Damit das Channel-Bonding genutzt werden kann, muß die Box auch auf allen verwendeten Kanälen gleichzeitig "lauschen", da die Daten ja simultan übertragen werden. Aus der bei DOCSIS3 minimal geforderten Anzahl von 4 möglichen(!) Kanälen im Downstream und dem theoretischen Durchsatz von 50 MBit/s pro Kanal bei QAM256-Modulation ergibt sich auch die oft kolportierte Download-Geschwindigkeit von 200 MBit/s. Dabei ist laut Spezifikation die Anzahl von 4 Kanälen nur das Minimum, was jedes DOCSIS3-Modem können muß ... mehr Downstream-Kanäle würden auch einen vielfach höheren Durchsatz erlauben (solange CTMS und Modem dafür ausgelegt sind).

Für die Ausleitung eines TV-Transponders ist es also - nach meinem Dafürhalten - nur interessant, ob es möglich ist, den demodulierten Datenstrom unmittelbar nach der Demodulation (also da, wo aus Rauschen ein Bitstrom geworden ist :) ... möglichst schon nach dem Ausfiltern aller Sicherungsschichten gegen Bitfehler) abzugreifen und entsprechend weiter zu verarbeiten.

aber mit debug.cfg, da sollte dann ja selbst Pseudo-Image tun?
Gibt es denn bei AVM-Branding einer 6360 im GUI die Punkte zum manuellen Firmware-Update ?

Vielleicht besteht bei AVM-Branding ja dann wirklich eine Chance ... bei kdg-Branding wird jedenfalls jedes Pseudo-Image abgelehnt, auch wenn man direkt an 'firmwarecfg' posted; ohne korrekte Signatur für das Image wird das da sicherlich nichts.

Und den von AVM zum Signieren von Firmware-Images verwendeten Algorithmus hat meines Wissens noch niemand dokumentiert / nachvollzogen ... ich habe irgendwann mal mit dem Gedanken gespielt, einfach ein AVM-Image neu zusammen zu bauen und dabei einen eigenen Public-Key in das Image zu packen. Nach dem einmaligen Einspielen (da meine ich jetzt nicht die 6360) müßte dann jedes - ebenfalls neu gepackte und mit meinem zugehörigen Private-Key signierte - neue Firmware-Image auch von 'firmwarecfg' klaglos akzeptiert werden.

Ich nehme jedenfalls an, daß AVM beim Signieren auf asymmetrische Verschlüsselung setzt (die Filenamen legen das auch nahe) ... ansonsten wäre es sicherlich zu einfach, die verwendeten Schlüssel aus dem Image zu extrahieren (/etc/avm_firmware_public_key[1-3]). Ich nehme weiterhin an, daß die Kabelbetreiber eine entsprechende Dokumentation vorliegen haben und auf diese Art und Weise ihre eigenen Images bei Bedarf neu signieren können und hoffe irgendwann mal auf einen "Whistleblower".
 

KunterBunter

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Soweit ich weiß, haben die Kabelbetreiber bis jetzt noch keine eigenen Images gebaut. Sie bekommen die immer von AVM geliefert.
Da ein manuelles Firmware-Update nicht geht, besteht vielleicht aber die Möglichkeit, eine Firmware in einem vorhandenen Recover-Programm austauschen und damit die Kabelbox zu recovern. Bei Speedport2Fritz wurde früher genauso vorgegangen.
 

wusel-09

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Gibt es denn bei AVM-Branding einer 6360 im GUI die Punkte zum manuellen Firmware-Update ?

Mist, das hatte ich glatt vergessen ;) Nein, und auch der Aufruf der Update-URL, wie sie die 7270v3 kennt, führt zu einem "Seite nicht gefunden"-Fehler. (Ganz anders als die DECT-Repeater-URL, die geht auf der 6360 auch; ein schneller Test aus der Ferne gestern konnte aber die 6360 nicht an eine 7270v3 (stehen 5m auseinander, 400km entfernt) koppeln ...) Aber mal schauen, was man noch so alles findet, nachdem nun eine Firmware mal da ist ;)
 

PeterPawn

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Da ein manuelles Firmware-Update nicht geht, besteht vielleicht aber die Möglichkeit, eine Firmware in einem vorhandenen Recover-Programm austauschen und damit die Kabelbox zu recovern.
Soweit ich feststellen konnte/mußte, testen aktuelle Recover-Programme die Version der gefundenen Box sehr genau und bei der 6360 scheint die Variante mit dem Start des Recover-Programms für eine andere Hardware, damit die Box dann im FTP-Modus quasi stehen bleibt, auch nicht zu funktionieren. Das "Zusammenfrickeln" eines Recover-Programms aus Teilen anderer Programme könnte in meinen Augen auch ein winziges Problem in Form einer Kollision mit dem Urheberrecht (der Autoren der dabei verwendeten Teile) herauf beschwören.
Bei Speedport2Fritz wurde früher genauso vorgegangen.
Da lag - wenn ich mich recht erinnere - die Firmware aber auch noch als gesonderte Datei neben dem Recover-Programm vor und war nicht dort "integriert".

Es ist aber auch gar kein Pseudo-Update notwendig ...

Es gilt weiterhin: Das Befüllen der debug.cfg (die dann von der 06.04 ganz normal abgearbeitet wird) ist auch ohne Pseudo-Update oder Hardware-Eingriffe möglich. Ich hatte seit einiger Zeit (und zwar ohne die Box zu bricken) eine Variante wie weiter oben an wusel geschrieben (nc mit sh in einer while-Schleife, ohne Authentifizierung) vollkommen ohne Probleme am Laufen.
Code:
  PID USER       VSZ STAT COMMAND
    1 root      1212 S    init
...
 2122 root      2928 S    /sbin/ti_udhcpc -i wan0 -plugin /lib/libdocsis_dhcp4
 2129 root       780 S    /bin/run_clock -c /dev/tffs -d
 2136 root      1212 S    /bin/sh /var/rcmd.sh                    <=== in /var/rcmd.sh steht die Zeile mit der while-Schleife, /bin/sh ist mit nohup gestartet
 2140 root      1204 S    /usr/bin/nc -l -p 1234 -e /bin/sh   <=== 
 2249 root      4148 S    /bin/avmike
...
Es ist mit wenigen Kommandos auch problemlos möglich, den in der Busybox enthaltenen telnetd zu aktivieren. Dazu ist nur die Existenz eines Symlinks /usr/sbin/telnetd im Dateisystem notwendig, wie der dorthin gelangen könnte, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen.
 
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meemann

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Salve,

... Vollzitat gemäß Boardregeln entfernt by stoney
Moin
Kannst du mir vielleicht sagen wie du die 6.04 installiert hast b.z.w gefunden hast ?
Vielen Dank im voraus

Mfg Meemann

P. S. Sorry hatte ich nicht mehr dran gedacht

Psps habe die recovery sowie die Firmware Image gefunden letzteres sogar original von avm
 
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