Asterisk auf dem Raspberry Pi

Mr. Brooks

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Hallo,

ich wollte mich kurz über das grundsätzliche Funktionsprinzip von Asterisk (oder einer darauf aufbauenden Portierung) auf dem Raspberry Pi informieren. Ich habe ein paar Anleitungen gefunden wo Leute Android-Geräte mit einer installierten App über WLAN mit Asterisk verbinden und so telefonieren können. Ist es auch möglich „normale“ Festnetztelefone zu nutzen? Wenn ja, wie werden die verbunden? Weder hat der Pi die Anschlüsse für die Kabel noch unterstützt er den Funkstandard (Name vergessen), den kabellose Telefone nutzen.

Mich würden 2 Punkte im speziellen interessieren:
  • über die Kommandozeile per Fernzugriff (VPN und SSH) ein Fax (eine PDF, nicht nur reinen Text) versenden
  • über Kommandozeile einen Anruf auf einer bestimmten Nummer starten
Ist das möglich? Braucht es dazu den Anschluss eines Festnetztelefones?

Grüße,
Mr. Brooks
 
Ich habe ein paar Anleitungen gefunden wo Leute Android-Geräte mit einer installierten App über WLAN mit Asterisk verbinden und so telefonieren können.

Wenn du einen RaspberryPi mit WLAN-Modul (entweder onboard wie beim Modell 3B/3B+ oder per USB-Adapter nachgerüstet) benutzt, sollte die Kommunikation darüber funktionieren.

Ist es auch möglich „normale“ Festnetztelefone zu nutzen? Wenn ja, wie werden die verbunden?

Um analoge Festnetztelefone am RaspberryPi zu benutzen, benötigst du einen ATA (Analog-Telefon-Adapter). Viele Fritzbox-Modelle eignen sich dazu aber auch. Wenn du eine FB mit ISDN-S0 Anschluss verwendest, kannst du auch ISDN Telefone einbinden.

...noch unterstützt er den Funkstandard (Name vergessen), den kabellose Telefone nutzen.

Der Standard heißt DECT. Auch dafür benötigst du eine entsprechende Basis, wie z.B. eine Gigaset GoBox oder eine N510. Alternativ kannst du auch hier eine FB mit integriertem DECT-Modul verwenden.

Der RaspberryPi hat nur einen Netzwerkanschluss (RJ45). Das bedeutet, dass du einen Switch benötigst, wenn du den SBC mit dem WAN und einem ATA verbinden willst. Wenn du den RaspberryPi "hinter einen geeigneten Router hängst", sollte der eine vorhandene RJ45-Anschluss am Pi aber ausreichen.

Um über den RaspberryPi Faxe zu senden bzw. zu empfangen kann z.B. die Software HylaFax installiert werden. Anleitungen dazu findet man im weltweiten Netz.
 
Aktuell hängt ja der pi und auch das Telefon an einer 7490. das Telefon über DECT. Daher sollte die Ansteuerung des Telefons auch gehen. Was das faxen betrifft. Das braucht es ja auch einen faxanschluss und einen Anbieter der das mit drin hat. Ich bin mir zwar nicht sicher, aber 1und1 bei mir hat das glaub ich. Hatte das auch mal an der Fritz box eingerichtet aber nie genutzt, da es die Software von avm nur für Windows gibt. Das sollte dann aber auch für das faxen ueber den pi gehen? Oder reicht zum faxen jede beliebige Telefonnummer? Da bietet 1und1 ja 3 an.
 
Schau mal hier. Ich denke da findest du Antworten. Läuft bei mir perfekt.
 
Aktuell hängt ja der pi und auch das Telefon an einer 7490. das Telefon über DECT. Daher sollte die Ansteuerung des Telefons auch gehen.

Korrekt. Das sollte nach entsprechender Konfiguration des RaspberryPi und der FB 7490 funktionieren.

Oder reicht zum faxen jede beliebige Telefonnummer?

Grundsätzlich sollte der Faxempfang sowie der Faxversand über jede Festnetz-Telefonnummer (auch VOIP) gehen.

Ich selbst benutze zum (gelegentlichen) Faxversand über eine 1und1 VOIP-Rufnummer entweder ein Faxgerät (Brother MFC bzw. Canon Fax JX200) an einer Fritzbox 7490 oder eben die AVM Software FritzFax unter Windows 7. Das hat bis jetzt immer funktioniert. Den Faxstandard T.38 habe ich in der Fritzbox aber deaktiviert.

Für den Faxempfang nutze ich eine kostenlose sipgate VOIP-Rufnummer sowie die integrierte Faxfunktion der FB. Sobald ein Fax ankommt, was ebenfalls zuverlässig funktioniert, bekomme ich das als email-Anhang (pdf) zugesendet. Die integrierte Faxfunktion der FB reicht mir zum Faxempfang vollkommen aus. Keine komplizierte Konfiguration (die HylaFax Installation und Konfiguration erscheint mir nicht gerade trivial, wenn man es noch nie gemacht hat) und es muss auch kein Faxgerät/MuFuGe das ganze Jahr im Standby laufen und Strom "verbraten", da die FB sowieso immer "online" ist.

Da bietet 1und1 ja 3 an.

Das hängt von deinem gebuchten Tarif ab. Bei meinem Vertrag ist z.B. das sog. 1&1 ISDN-Komfort Paket inklusive, bei welchem ich bis zu zehn Festnetznummern einrichten kann.
 
Wenn du über den Asterisk faxen willst musst du dann ggf. HylaFax mit IAXModem auf dem Raspi installieren, dann sollte das auch über die Kommandozeile gehen (vom Komfort mal abgesehen ^^). Als Rufnummer kannst du jede deiner Nummern verwenden, das ist erstmal zweitrangig
 
Mir geht es auf dem Pi zunächst erstmal nur um den Versand. Ich habe an der Fritzbox eine der verfügbaren Nummern als Faxnummer eingerichtet, aber noch nicht getestet. Für den Empfang hab ich Weiterleitung per eMail eingestellt, da brauche ich nichts auf dem Pi.

Laut Ubuntuusers ist HylaFax eher ein richtiger Fax-Server, ich denke zum einfachen senden oversized. Ich will nur in der Lage sein möglichst einfach über die Fax-Nr. der Fritzbox ein Fax zu senden. Testwiese - nicht auf dem Pi und nicht mit Kommandozeile - hab ich mal die Faxfunktion von XSane unter Ubuntu versucht. Der will als Input Postscript-Dateien. Einfach eine Bilddatei geht nicht. Die ganzen INfos um Netz drehen sich eher um das empfangen, weniger das simple senden.
 
Ist es normal, dass keine pdfs gefaxt werden können? Das von dir genannte sendfax kann ja auch nur TIFF. Die Frage ist ob es ueberhaupt Software gibt die das kann.

Brauch ich für das senden den kompletten haylafax-server oder genügt ein anderes Paket dafür? Das was ich im Netz finden konnte bezieht sich auf einen ganzen Server und oft auch mit modem und nicht mit Verwendung der Fritz box.
 
Die Frage ist ob es ueberhaupt Software gibt die das kann.
Die sollte es geben, zB FritzFax wie in #5 bereits erwähnt (wird dann als virtueller Drucker angelegt und öffnet dann die Faxsoftware, welche die Faxnummer "abfragt" man kann auch das Telefonbuch der SW nutzen, wenn man es "füttert"), damit habe ich auch schon 30+ Seiten verschickt.
 
Wenn du Asterisk zum Faxen nutzen willst musst du mit SendFax oder HylaFax vorlieb nehmen. Mit FRITZ!Fax geht's natürlich viel einfacher (ganz ohne Asterisk)

Für HylaFax gibt es aber auch Faxclients für den Desktop -> https://linuxwiki.de/HylaFAX
 
Moinsen


Ist es normal, dass keine pdfs gefaxt werden können? Das von dir genannte sendfax kann ja auch nur TIFF.
Ja.
Vor und nach dem Senden kommt die Konvertierung.
Unter Linux mit: https://wiki.ubuntuusers.de/ImageMagick/
...und "gs" (GhostScript) kann prima mit PDFs umgehen ;)

Beispiel, eine Skriptfunktion "img2fax" die mit "convert" und den richtgen Parametern ein gerastertes TIFF (faxbar) erzeugt...
Code:
#!/bin/sh
# Converting an image into faxable TIFF format
# Example: img2fax infile.png outfile.tif
img2fax () {
convert -define quantum:polarity=min-is-white -endian MSB -units PixelsPerInch -density 204x196 -monochrome -compress Fax -sample 1728 ${1} ${2}
}
if [ ${#} -eq 2 ]
then
img2fax ${1} ${2}
fi
#eof
Wenn Quelldatei PDF, dann nehm ich "pdf2fax" mit "gs" ;)
Code:
#!/bin/sh
# Converting a PDF into faxable TIFF format
# Example: pdf2fax infile.pdf outfile.tif
pdf2fax () {
gs -q -dNOPAUSE -dBATCH -sDEVICE=tiffg4 -sPAPERSIZE=a4 -sOutputFile=${2} ${1}
}
if [ ${#} -eq 2 ]
then
pdf2fax ${1} ${2}
fi
#eof
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry, ich komm hier auf keinen Grünen Zweig. Ich finde im Netz Infos zu monströsen Telefonanlagen aber nichts wie man einfach ein Fax von A nach B senden kann.

FritzFax ist für Windows, ich arbeite (nicht nur auf dem Pi) mit LInux.

Ich hab mal einen Test über die Fritzbox gemacht (an mich selbst, hatte leider keine andere Fax-Nr.). Es kam eine Fehlermeldung es sei nichts gefaxt worden, dann kam aber dennoch eine Mail an. Es wurde mein Text gefaxt, die Anlage aber nicht.

Wenn ich nun mit irgendeiner Software unter Linux versuche ein Fax zu senden, muss dem Programm ja irgendwie mitgeteilt werden, dass es dazu die in der Fritzbox eingerichtete Fax-Nr. verwenden soll. Ob das nun über XSane oder HylaFAX oder einem anderen läuft ist für den Test erstmal egal. Nur wie mache ich das?

Einer der 1. Punkte im HylaFax-Handbook ist: Understanding your Server. Ich brauch keinen Server, ich will nur senden.
 
Du legst in der Fritz!Box ein IP-Telefon als Nebenstelle zu (diesem Telefon weisst du dann die von dir gewünschte externe Fax-Rufnummer zu). Mit den Zugangsdaten registrierst du den Asterisk an der FRITZBOX, damit dieser Anrufe darüber erhalten und tätigen kann. Und dann gehts mit SendFax oder Hylafax weiter

### Zusammenführung Doppelpost by stoney ###

Ansonsten schau mal unter https://wiki.ubuntuusers.de/Fritzbox/Roger_Router/ .. ein Faxclient für Linux und Fritz!Box
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zum Senden von Faxen habe ich (auf meinem Linux-Server) HylaFax installiert, an diesem hängt dann ein USB-Modem, das auf ein den PAP geht, um dann per VoIP und die 7390 das Fax zu versenden.
Ja, von hinten durch die Brust ins Auge.
Aber es geht.
;-)

Das Software um das Fax zu erzeugen, verwende ich zwei Methoden.
Einmal einen HylaFax-Druckertreiber, und als zweitens ein Script, das per Cron in einem Verzeichnis nach einer Datei sucht, deren Name die Zielnummer ist und in der die Namen von Bild-Dateien (TIFF oder JPEG) liegen, die versendet werden sollen.
Diese Datei haben den gleichen Namen, nur die Endung ist nicht TXT, sondern JPG.
Wurde das Fax versendet, wird die TXT-Datei mit 'gesendet' als neuer Dateierweiterung umbenannt.

Auf dem Linux-Server läuft ein Cron-Job alle 5 Minuten, der nachsieht und dann alles passende versendet.

Pfusch hoch drei:
Code:
#!/bin/bash
#
# gescannte bilder an die uebergebene fax-nummer senden.
# es wird dazu nach einer text-datei gesucht, in der die namen
# der bilder stehen.
# ist das system fertig, werden die jeweiligen bilder und zum ende
# auch die text-datei geloescht.
# im namen der textdatei steht das erstellungsdatum und die faxnummer
# an die gefaxt werden soll.
# wenn mehrere bilder vorhanden sind, diese nacheinander bearbeiten
# dazu erste feststellen, wie das bild jeweilige liegt und es gegebenenfalls
# drehen.
# dann die bilder-namen in eine variable packen und das dann lossenden.
# nach dem absenden die neu generierten tiff-bilder loeschen

PATH=/bin:/sbin:/usr/bin
datum=`date +%Y%m%d_%H%M%S`
cd /var/www/bilder/fax
dateien_zahl=`ls -1 *|grep -c txt$`

if [ ${dateien_zahl} -gt 0 ]
then
  dateien=`ls -1 *.txt`
  for i in ${dateien}
  do
    faxdatei=${i}
    zielnummer=`echo ${faxdatei}|cut -d"_" -f3|cut -d"." -f1`
    bilder=`cat ${i}`
    for j in ${bilder}
    do
      eingang=${j}
      e_name=`echo ${eingang}|cut -d"." -f1`
      zielbild="fax_${e_name}.tiff"
      formatx=`tiffinfo ${eingang} |grep Image|awk '{print $3} '`
      formaty=`tiffinfo ${eingang} |grep Image|awk '{print $6} '`
      xy=`echo $formatx / $formaty|bc`
      if [ $xy -eq 1 ]
      then
          tiffcrop -R 90 ${eingang} ${zielbild}
        else
          cp ${eingang} ${zielbild}
      fi
    done
    faxbilder=`ls -1 fax_*.tiff`
    sendfax -n -d ${zielnummer} ${faxbilder}
    aaa=`echo ${faxdatei}|cut -d"." -f1`
    mv ${faxdatei} ${aaa}.fax_send
    touch ${aaa}.fax_send
    rm fax_*.tiff
    exit
  done
fi
 
Hab meine Ansprüche jetzt soweit runter gefahren, dass ich erstmal irgendwie ein Fax gesendet bekommen will, egal wie. Da ich auch normal mit Ubuntu arbeite geht leider FritzFax nicht. In einer Windows-VM findet er die Fritzbox nicht.

Zunächst ein Versuch mit Roger_Router. Das Programm funktionierte nur direkt nach der Installation und auch nur mit 'sudo'. Inzwischen startet es überhaupt nicht mehr. Faxen konnte ich nicht, da angeblich die Logindaten zur Fritzbox falsch sind. Die habe ich aber x-mal geprüft, die waren korrekt - ich kann mich unmöglich jedesmal vertippt haben.

SendFax ist Teil von Asterisk und ich muss erst Asterisk komplett ein einrichten?

HylaFax ist davon unabhängig und könnte auch ohne Asterisk laufen?
 
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