Austausch von Status-Meldungen zwischen verschiedenen Asterisk-Servern

eribula

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Hallo,

ich beschäftige mich gerade mit der Anschaffung einer neuen Telefonanlage für unsere Firma (5 kleinere Standorte mit insgesamt etwa 20 Arbeitsplätzen bei denen sehr viel übers Telefon läuft). Habe mir bereits Swyx angesehen, mich aber letztendlich dagegen entschieden, weil ich mich auf keinen Fall in eine Microsoft-Server-Umgebung einbinden lassen möchte und mir die Sache ohnehin zu teuer war.

Ein zentrales Problem von VoIP sehe ich in der verfügbaren Bandbreite. Im internen Netzwerk ist das kein Problem, aber sobald ich zwischen mehreren Standorten hin- und her telefoniere bekomme ich Schwierigkeiten.

Ich habe mir daher folgendes Modell ausgedacht: jeder Standort erhält einen eigenen Asterisk-Server, der ganz normal ans ISDN-Netz angeschlossen ist. Am Standort wird intern VoIP-basiert telefoniert. Die einzelnen Asterisk-Server sind aber untereinander vernetzt und tauschen Statusmeldungen aus (wer ist online, wer telefoniert gerade usw.). Sobald ein Standort nach "draußen" telefoniert greift er auf das klassische ISDN-Netz zurück. Auch interne Gespräche zwischen den Standorten laufen über ISDN.

Bisher habe ich mich noch so gut wie nicht mit Asterisk beschäftigt. Ginge das so?
Für mich hätte die Lösung nämlich zahlreiche Vorteile: sie ist beliebig skalierbar, ähnlich ausfallsicher wie eine klassische Telefonanlage, Mitarbeiter können zwischen den Standorten hin- und herwechseln, ich kann softwarebasiert arbeiten und unsere Backoffice-Software anbinden usw.

Schon jetzt vielen Dank für Eure Antworten!

Lg
Christian
 
Herzlich Willkommen im IP Phone Forum - for all your needs VoIP :-)

Prinzipiell korrekt und so realisierbar (und auch schon gemacht).

Ich würde den internen Gesprächsverkehr ggf. übers VPN/Internet per VoIP abwickeln. Alternativ Tarifierung der ISDN-Anschlüsse per Flatrate.

Damit Du ein standortübergreifendes Roaming der User hinbekommst benötigst Du einen entsprechenden Ansatz auf Basis von Asterisk (Datenbank verwaltet alles), sowie möglichst einen (intern) einheitlichen gemeinsamen Rufnummernplan - von extern kannst Du je Standort die vorhandenen Durchwahlen mappen.

Den Austausch von serverübergreifenden Statusmeldungen (frei/belegt, Server/User-übergreifend, Rufumleitungen, Pickup-Info, User aus/eingelogged, Endgerät verfügbar/nicht erreichbar) bekommst Du IMHO nur durch og. Ansatz hin, und mittels richtiger Ansteuerung sogar als Signalisierung auf die Endgeräte (z.B. Snom).
 
Das mit den Server-übergreifenden Statusmeldungen ist so ein Sache, ich würde es als "work in progress" bezeichnen: bristuff z.B. hat "res_esel" aber mir ist bislang niemand begegnet der dies einsetzt bzw. Erfahrungen vorweisen kann. Mittels einem backport von func_devstate für 1.4 und AMI Skripten ist die Aufgabe prinzipiell auch ohne bristuff lösbar.

Wenn Dir obiges zu wackelig ist, dann wäre ein zentraler Asterisk die bessere Lösung, mit lokalen Asterisk Boxen als fallback Lösung für die Nebenstandorte.
 
Serverübergreifende Statusmeldungen lassen sich auch mittels Java-Server und direkter Ansteuerung der Snom-Endgeräte realisieren (siehe diesen Thread). Voraussetzung ist eine datenbankbasierte Asterisk-Installation die die Stati der Endgeräte verwaltet.
 
Ja, ich kenne den thread, allerdings geht es dort um eine leicht andere Aufgabenstellung (SNOM 300 ohne BLF Tasten, detaillierte Anruferinformationen per SIP MESSAGE). Zudem gehen mir die dort vorgeschlagenen Lösungswege ein bisschen zu sehr am Asterisk vorbei, ich denke das ist auch was Guard-X in seinem Kommentar mit "das Rad neu erfinden" meinte.

Hier gibt es ein Beispiel einer AMI-2-AMI Lösung die ohne Datenbank, sipsak und direktes Ansprechen von SNOMs (am Asterisk vorbei) auskommt. Für Asterisk 1.6 ist von Seiten Digium res_ais vorgesehen (AIS beschränkt sich auf Einsatz im LAN).
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Server-App ist prinzipiell dieselbe, und mit dieser kann man verteilte Asterisk-Standorte auf diese Weise integrieren, inkl. stanortübergreifender Signalisierung ;-) Das Ganze geht nicht "am Asterisk vorbei" sondern ergänzt Asterisk, und ist unabhängig vom verwendeten Asterisk-Kern.

Hinzu kommt noch dass Roaming User standortübergreifend IMHO nur mit zentraler Datenbank-Lösung abbildbar sind. Weiterer Vorteil: die am Endgerät konfigurierten Leistungsmerkmale (inkl. BLF, Umleitungen etc) wandern beim Roaming mit.
 
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