BACNET+VOIP (Probleme mit Gebäudeleittechnik)

Michael92

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Guten Abend,

heute erhielt ich einen Anruf von einem Kollegen aus der Haustechnik: "Seitdem wir diese neue VoIP-Anlage haben, würde bei ihm die Gebäudeleittechnik abstürzen"

- Aha. Gut, er musste mir dann erst einmal erklären, wie diese funktioniert: Ich hoffe, ich bekomme das noch zusammen:

Die Gebäudeleittechnik war früher per analogem Modem an die Telefonanlage angeschlossen. Die Unteranlagen selbst waren über angemietete S2M/S0-Leitungen der deutschen Telekom miteinander verbunden.
Die neue Anlage spricht SIP, die Modems der GLT wurden dann an VoIP-ATAs angeschlossen.

Nun zeigt sich folgendes Problem: Regelmäßig brechen Verbindungen zu verschiedenen GLTs ab. Einzige Hilfe: Der Kollege geht vor Ort, zieht den Stromstecker aus den VoIP-ATAs und es geht wieder.
nun hat mein Kollege beim Hersteller der GLT angerufen. Antwort: Das läge an der VoIP-Technik. Demnach sprechen die GLTs "BACNET", welches seine Verbindung nicht aufrechterhalten kann, wenn die Signallaufzeit zwischen den GLTs zu hoch ist. An die Verlängerung diese Laufzeit sind die VoIP-ATAs verantwortlich.

Aber selbstverständlich gibt es eine Lösung vom Hersteller (Zynismus an): Er montiert vor jeder GLT einen (DCD?-)Server, der dann über IP angebunden wird.

Klar mit dem VoIP-ATAs kommen ein paar Millisekunden dazu..., aber ergänzt um das "Angebot" kommt mir das ganze nun irgendwie suspekt vor. Oder ich habe alles falsch vestanden...

Ach ja, da wir nicht gerade eine kleine Anzahl von GLTs haben, sprechen wir hier von einer 6-stelligen Summe, die wir hier nun ausgeben "müssen",


Und nein seid Ihr dran. Der Anruf kam heute nachmittag. Den Begriff "BACNET" habe ich heute zum ersten Mal in meinem jungen Leben vernommen.

Ist da also was dran an den Aussagen? Was könnte man ändern? Gibt es günstigere Wege oder müssen wir in den saueren Apfel beißen?

Grüße und einen schönen Abend.
Michi

PS: Ich sehe gerade, dass ich wohl im falschen Forum gepostet habe. Mein Beitrag passt wohl eher nicht in die Quasselecke...
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Kernaussagen sind erst einmal richtig - analoge Modemübertragung über IP/VoIP (also Modem per G.711/SIP) kann funktionieren, ist aber nicht besonders definiert (und kann damit instabil sein). Für Fax gibt es T.38, wobei je nach Qualität der IP-Verbindung und der ATAs am Modem und der Terminierung am Amt es auch durchaus ohne geht. Frankiermaschinene sind auch so ein Beispiel. Analoge Datenübertragung per G.711: je höher die versuchte Übertragungsrate, desto warscheinlicher ist es daß es nicht funktioniert.
 
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