Batterie von DECT Comet/300/301 aufladen

HabNeFritzbox

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Hat von euch schon mal wer probiert die Batterie wieder aufzuladen obwohl es explizit keine Akkus sind?

Im Lieferumfang sind ja Varta industrial enthalten welche vom Typ Alkali sind.

Also soll wohl kein Problem sein ein paar mal, für Geräte die lange mit Batterien auskommen und keine starke Leistung brauchen. Bekommen weder 100% noch volle Spannung aber trotzdem wohl akzeptabel für bestimmte Langzeitgeräte wie Funkuhren, Wetterstation etc.

 

NDiIPP

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Ja, hatte ich bei Alkaline schon vor Jahren gemacht.

Es gibt (oder gab) ja auch entsprechende Alkaline-Batterien die offiziell wieder aufgeladen werden können (sogenannte RAM-Zellen), das funktioniert prinzipiell auch mit den handelsüblichen (kostengünstigen) Einweg Alkaline-Batterien. Allerdings habe ich dabei die Erfahrung gemacht, dass diese anschließend auch mal sehr schnell auslaufen können (insb. wenn man beim Laden nicht aufpasst und die Ladespannung zu hoch wird oder diese vorher schon zu stark entladen waren, oder auch bei Geräten mit höherem Strombedarf aber auch bei Geräten mit sehr geringem Energiebedarf (Uhren) welche längere Zeit nicht kontrolliert wurden). Hatte mir dadurch (durch wieder aufgeladene Alkalines, natürlich mit einem für RAM-Zellen geeigneten Ladegerät) auch die Batterieschächte einiger Geräte versaut.

Mittlerweile bekommt man aber Alkaline-Rundzellen so preiswert, dass sich das imo kaum oder nur noch selten noch lohnt bei Geräten mit vergleichsweise geringem Energiebedarf (wie bspw. den oben genannten ULE DECT-Geräten oder IR Fernbedienungen). Bei Geräten mit höherem Energiebedarf setze ich dann doch besser auf NiMH-Zellen mit geringer Selbstentladung. Aufgrund der Auslaufgefahr bei wieder aufgeladenen Alkaline-Batterien würde ich die in etwas wertvolleren Geräten (wie den genannten DECT-Geräten) nicht unbedingt verwenden wollen.

Handelsübliche Alkaline-Zellen würde ich aufgrund meiner Erfahrungen also nicht prinzipiell wieder aufladen, es sei denn es handelt sich um die sogenannten "RAM-Zellen" die dafür gedacht sind (die scheinen einen wesentlich besseren Auslaufschutz zu haben, ich habe davon noch 6 Stück, mehr als 6 oder 7 Jahre alt, noch keine von denen ist ausgelaufen und wurden schon ca. 50x wieder aufgeladen, die günstigen Einweg Alkalines hätten meiner Erfahrung nach schon lange aufgegeben), nur scheint es die kaum noch zu geben oder sind preislich unattraktiv (zumindest als ich vor ca. einem Jahr mal wieder danach gesucht hatte, vielleicht sieht das mittlerweile auch wieder anders aus).

Manchmal lasse ich es mir aber dennoch nicht nehmen, Einweg-Alkalines in häufiger genutzten und auch regelmäßig kontrollierten Geräten (bspw. IR-Fernbedinungen) mit einem Ladegerät für RAM-Zellen 1-2x nachzuladen, zumindest wenn die Zellspannung noch nicht unter 1,4V gefallen ist (meiner Erfahrung nach sind wieder aufgeladene Alkalines, die vorher stärker entladen wurden, häufiger ausgelaufen nach dem wiederaufladen, mehr als 2x mache ich das nicht denn früher oder später laufen die aus). Bei Geräten die länger unbeobachtet sind oder längere Zeit herumliegen würde ich dringend davon abraten wieder aufgeladene Alkalines einzusetzen (Auslaufgefahr).
 
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Kabuse

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Also als Geräte mit niedrigem Energiebedarf würde ich die Thermostate nicht unbedingt bezeichnen, trotz DECT ULE. Immerhin braucht der Stellmotor einiges an Strom. Deshalb glaube ich auch nicht, dass hier "aufgefrischte" Primärzellen eine gute Wahl sind.

Ich habe in meinen beiden Comet DECT jetzt schon in der dritten (!) Heizperiode meine anfänglich installierten Energizer Lithium drin und der Batteriestand wird mir immer noch mit 100% angezeigt. Für mich gibt es da keine andere Alternative.
 
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NDiIPP

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An den Stellmotor hatte ich jetzt in der Tat nicht gedacht. Der könnte, zumindest kurzzeitig, wohl auch mal etwas mehr Strom ziehen.
 

pw2812

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Meine Frage ist zwar etwas off-topic aber ich musste gerade daran denken, als ich das hier las. Hat von euch jemand Erfahrungen sammeln können mit den sog. Nickel-Zink Akkus, welche ja eine höhere Spannung als die verbreiteten NiMH-Akkus haben?

Hintergrund: Ich habe vor Jahren, als die bei Conrad auftauchten, mit dem Gedanken gespielt, darauf umzusteigen, aber es dann wieder verworfen und nutze seither die "ready to use"-Akkus a.k.a "Akkus mit geringer Selbstentladung". Ich habe kürzlich mal wieder zu den NiZk-Akkus recherchiert und dabei sehr durchwachsene und teils ernüchternde Nutzermeinungen gelesen. Die Rede ist von hohen Ausfallquoten/kurzer Haltbarkeit trotz Nutzung der passenden, freigegebenen Ladegeräte. Könnt ihr dazu etwas sagen?
 

pw2812

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@andilao

Danke für deinen Link, aber u.a. hatte ich genau diese Rezension gelesen. Das war es z.B. auch, was ich mit "ernüchternd" meinte. Sicher kann man das alles so machen, wie es der Rezensent beschreibt und ein Multimeter zu bedienen/benutzen ist kein Hexenwerk. Aber wie du richtig feststellst, hat das mit Komfort dann nicht mehr viel zu tun. Und genau das ist es doch vermutlich, worum es den meisten Nutzern in der "ach so tollen Smart-Home Welt" geht, nämlich um den Komfort.
Wahrscheinlich kann und muss man somit konstatieren, dass die Verwendung von Nickel-Zink-Akkus für die Mehrheit der "normalen" Anwender unter diesen Umständen wenig praktikabel und nicht zu empfehlen ist.
 
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andilao

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Ich könnte mir vorstellen, dass auf NiZn-Akkus eingestellte bzw. optimierte Geräte eine großartige Alternative wären, bis dahin kann ich nur die Lithium-Batterie-Strategie von Kabuse begrüßen und 3 überstandene Heizperioden geben ihm Recht.

Nach den akkuline.de-Batterie-Tests hat die beste Alkaline-AA 1,67 Wh und die beste Lithium-AA 3,91 Wh entnehmbare Energie, falls das Gerät überhaupt mit der hohen Anfangsspannung von max. 1,76 V klarkommt und die ersten 2..3 Wh nicht gleich mal als ungenutzte Wärme an die Umwelt verpuffen lässt. Beim comet scheint das nach Kabuse nicht der Fall zu sein, bei höherer Spannung dreht der Stellmotor sicher etwas schneller und ist dann eben entsprechend früher fertig mit dem Stellvorgang.

Ansonsten bin ich langsam auch der Meinung, dass meine Heizung im neuen Domizil etwas smarter werden müsste. Leider schreckt mich immer noch die alte Erfahrung ab, dass die immer bei leerer Batterie 100% geöffnet stehenbleiben und mich die Bude mit lustigen 35 °C begrüßt. Vor dem Jahresurlaub habe ich dann - weder smart noch komfortabel - immer halbmanuell auf Frostschutz gestellt und die Batterien entnommen und nach dem Urlaub mit gewollten 35 °C ging dann in der gefühlt mehr als eiskalten Hütte das Gefummel los, bis alle Regler wieder gnädig und laut ihren Dienst taten.
 
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7490tester

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Ich könnte mir vorstellen, dass auf NiZn-Akkus eingestellte bzw. optimierte Geräte eine großartige Alternative wären, bis dahin kann ich nur die Lithium-Batterie-Strategie von Kabuse begrüßen und 3 überstandene Heizperioden geben ihm Recht.
Das sehe ich, aus Kostengründen, doch erheblich anders. Die Energizer Lithium AA finde ich im 4-Pack für ca. 6,69 Euro. Bei Aldi gibt's 8 Stück Alkali für 1,59 Euro. Mit anderen Worten: die Energizer Lithium müßten schon 8/4 * 6,69 / 1,59 = 8,4x so lange halten (was sie wohl nicht tun).
 
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andilao

Guest
die Energizer Lithium müßten ... 8,4x so lange halten
Das käme auf einen Test an.

Die Aldi-Akali-Batterien haben zwar einen sehr guten Ruf beim Preis-Leistungs-Verhältnis, aber spielen Wh-mäßig eher nur hinten mit. Und dann nützt es einem wenig, nur rund 20 Cent pro Zelle ausgegeben zu haben, wenn ich diese z.B. aller 8,5 Monate wechseln muss oder öfter, damit sie nicht auslaufen. Die Qualität von Alkali-Zellen ist von ihrer Einführung bis heute ins Bodenlose gesunken und solche überraschenden Momente, einen noch funktionierenden DTMF-Sender mit über 10 Jahre alten und trockenen Batterien zu finden, dürften jetzt endgültig im Reich der Sagen angekommen sein.

Vielleicht sollten wir hier tatsächlich mal einen Batterie-Langzeit-Test anschieben: Aldi-Alkali vs. Spitzen-Alkali vs. Spitzen-Lithium.
 

Kabuse

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Das sehe ich, aus Kostengründen, doch erheblich anders. Die Energizer Lithium AA finde ich im 4-Pack für ca. 6,69 Euro. Bei Aldi gibt's 8 Stück Alkali für 1,59 Euro. Mit anderen Worten: die Energizer Lithium müßten schon 8/4 * 6,69 / 1,59 = 8,4x so lange halten (was sie wohl nicht tun).
Boah, was für eine Korinthenkackerei! Wenn du dich darüber aufregst, dann installiere dir doch wieder die manuellen Regler oder beantrage gleich Hartz IV Geiz ist geil, ich kaufe nur bei Aldi, egal was Stand der Technik ist! :rolleyes:
 
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Kabuse

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Das Problem ist, dass die Hersteller für die Batterieanzeige immer nur eine Standard-Entladekurve für Alkaline Primärzellen impementiert haben. Sobald du irgendwas anderes einlegst stimmt natürlich die Anzeige überhaupt nicht mehr.

Wie man es richtig macht zeigt z.B. Garmin. Bei meinem GPSmap 66 kann ich als Batterietyp Alkaline, NiMh, NiMh mit geringer Selbstentladung oder Lithium einstellen. Dann stimmt das auch. Leider blickt da der Ottonormalverbraucher nicht mehr durch. Mignon, ist doch alles das selbe, muss doch passen! o_O
 
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netline

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Ich wollte mal von meinem Test berichten, in den AVM DECT 301 Ni-MH Akkus zu verwenden:

Nach langer Recherche im Internet und lesen von zig Tests, habe ich mich für die Eneloop PRO Ni-MH Akkus entschieden. Es sind die einzigen im Test, die sehr lange eine relativ hohe Spannung von etwas mehr als 1.2 Volt bereitstellen. (Test hier: https://techtest.org/8x-aa-akkus-von-amazonbasics-ansmann-eneloop-varta-im-vergleich/). Da die AVM DECT 301 die Ladenanzeige über die Spannung berechnen, scheint das ganz wichtig zu sein. Alles andere wie max. Leistung usw. sind nicht relevant, da dies eh nicht genutzt werden kann, wenn die Spannung zu schnell auf unter 1.0 V fällt und die AVM DECT 301 dann in den "Batterie-Tauschen-Modus" umschalten (Batterietausch-Anzeige im Display und Ventil wird geöffnet). Die DECT 301 gehen ja davon aus, dass Alkaline Batterien drin sind, die normalerweise 1.5 V haben und unter 1.0 V dann fast leer sind.

Eingesetzt (in 6 AVM DECT 301) habe ich die Eneloop PRO am 14.6.2019. Anzeige (bei allen identisch) war zuerst (in den ersten paar Minuten) 80%. Danach dann auf 70%. Ein Tag später, fiel das auf 60%. Nach weiten 2 Tagen auf 50%. Am 19.06.2019 bis heute (25.06.2019) hat sich das dann auf 30% eingestellt und seither nicht mehr verändert.

Wichtig zu wissen: Die DECT 301 sind im Sommer-/Urlaubsmodus und müssen nichts regeln. Meine Hoffnung nun, dass die 30% Anzeige die Spannung von 1.2 V darstellen, in denen die Eneloop Pro nun sehr lange verbleiben sollten, bevor die DECT 301 in den "Batterie-Tauschen-Modus" fallen. Was ich nicht weiß ist, wann dieser Zeitpunkt Softwaremäßig einprogrammiert ist (vermutlich 1.0 V oder weniger) und was kurz davor in der Anzeige als % Angabe angezeigt wird.

Ich berichte, wenn sich wieder etwas ändert ...

Nachtrag am 28.06.2019: Akkustand jetzt 20%
 
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H. Bert