Bluefritz mit AP-X hinter FBF 5050 oder 7050?

KillerGurke

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Hallo,

ich bin neu in diesem Forum angemeldet, habe aber schon einiges mitgelesen und dank der Informationen hier meine Eumex 300ip auf AVM umgeflasht. Obwohl hier alles problemlos funktioniert (analoger Anschluß und T-Online DSL 2000 mit T-Online VoIP-Account, den ich aber nur zum ausprobieren benutze), denke ich darüber nach, mit eine FritzBox mit internem S0-Bus zuzulegen. Ich habe da eine spezielle Konstellation im Auge und wollte mich daher erkundigen, ob soetwas überhaupt funktioniert:

Bei meinen Eltern ist problemlos ein Fritz AP-X mit Bluefritz USB-Stick am T-Com ISDN-Anschluß im Einsatz um Faxe zu schicken und ins Internet zu gehen (da dort kein DSL verfügbar). Da ich noch einen AP-X übrig habe und auch gerne bei mir zuhause auf diese Art Faxe verschicken würde, frage ich mich nun, ob diese Kombination auch am internen S0 einer FritzBox funktioniert? So wie ich das verstanden habe, können am internen S0 einer FritzBox (die eigentlich nur an einem analogen Anschluß hängt) problemlos Telefone betrieben werden, gilt das aber auch für ISDN-Karten (wie es der AP-X ja letztlich darstellt)? Ich kann mir durchaus vorstellen, daß die Faxerei über VoIP nicht funktioniert (schließlich sind da ja SRACH-Codes im Einsatz :) ), aber wie sieht es mit dem analogen Festnetz aus?

Zweite Frage, die mich beschäftigt: Kann man im Falle eines DSL-Ausfalls auch über diesen Weg (BlueFritz AP-X --> int. S0 --> analog) ins Internet gehen? Selbstverständlich kann auf diesem Weg (sofern es überhaupt funktioniert) nicht die volle ISDN-Geschwindigkeit erreichen, aber ist im wesentlichen 56k-Modem-Geschwindigkeit möglich? Was sagt eigentlich die ISDN-Karte (oder der AP-X) in diesem Fall zu dieser Leitung, eigentlich erwartet ja ein ISDN-Gerät eine 64 kBit-Leitung, die der Analoganschluß nicht leisten kann? Was mich halt etwas skeptisch macht, ist die Tatsache, dass selbst für 56k-Modem-Geschwindigkeit ja eigentlich eine bestimmte Aushandlung der Leitung, die eigentlich das 56k-Modem übernimmt...sowas gäbe es ja bei dieser Kombination garnicht. Übernimmt dann die FritzBox diese Aufgabe?

Die dritte Frage ist nun mal etwas weniger abgefahren: Falls das funktioniert, dann müsste ich mir natürlich eine FritzBox mit int. S0 kaufen. Da ich einen WLAN-AP habe, könnte ich durchaus auf ein Gerät mit WLAN verzichten (sofern sich dadurch etwas Geld sparen lässt). Daher die Frage: Abgesehen vom WLAN, sind die Boxen 5050 und 7050 dann eigentlich identisch? Oder gibts da weitere unterschiede?

Vielen Dank für die Beantwortung meiner etwas seltsamen Fragen. Großes Lob, ist ein super Forum hier... lese hier sehr gerne mit. Wirklich interessante Dinge hier zu finden!

mfg

KillerGurke

Edit: Soweit ich weiß gibt es ja bei den FritzBoxen auch sowas wie CAPI über Ethernet, selbst wenn das meine Anforderungen erfüllen könnte, kommt das leider nicht in Frage. Soweit ich weiß, gibt es die benötigte Software ja leider nur für Windows...
 
Hallo und herzlich willkommen im Forum!
Nun zu Deinen Fragen:
Klar kannst du über den internen S0 der Fritz an den analogen Amtsanschluss ein Fax verschicken. Das wird in der Box umgesetzt. Dabei geht aber nur ein "analoges Fax, kein "ISDN-Fax". Ein analoges Fax ist eigentlich nichts weiter als ein analoges 9600er bzw. 14400er Modem ;)
Bei DSL-Ausfall kannst du auch über den internen S0 ins Internet, aber auf keinen Fall mit 64kBit, da das ein Digitaler Datenkanal ist und der Dir bei einem Analogen Festnetzanschluss nicht zur Verfügung steht. Da hilft nur ein V.32-Emulator auf Deinem PC, der die Daten auf ein virtuelles V.32-Modem-Signal umsetzt, die dann per Fritzbox auf die analogen Frequenzen auf der Festnetzleitung weitergereicht wird.
Die Fritz 5050 und 7050 unterscheiden sich tatsächlich nur durch den WLAN-Teil.
 
Hi und vielen Dank für die informative Antwort!

Sehe ich das richtig: Eine normale, standardmäßige ISDN-Daten-Verbindung ist am internen S0 nicht möglich (da in diesem Fall ja der Modem-Emulator fehlt und aus der analogen Leitung nunmal auf "normalen" Wege keine 64 kBit/s herauszuholen sind)? Wenn ich über den internen S0 ins Internet will, dann baut die ISDN-Hardware also aus ihrer Sicht eine normale Sprachverbindung auf, die FritzBox setzt das um in eine analoge Verbindung über die dann halt statt Sprache emuliertes Modemgepiepse geschickt wird? Da zwischen den beiden "Endpunkten" (also dem Modem-Emulator auf meiner Seite und dem Provider auf der Remote-Seite) die Verbindung steht und für die beteiligte Software transparent ist, kann auf diese Weise die normale Modem-Leitungsaushandlung beginnen? Welche Geschwindigkeit unterstützt V.32 eigentlich? 32 kBit/s? Ein 56k-Modem wäre ja V.90...
Weißt du, ob es einen Modem-Emulator auch für Linux gibt? In den ISDN4linux Tools ist zwar eine Modem-Emulation integriert, aber ich glaube die stellt nur sicher, daß man die ISDN-Schnittstelle zur Not auch über AT-Kommandos bedienen kann...

Eventuell ist es wirklich einfacher, wenn ich mich mit der Faxerei begnüge und mir als Backup-Zugang ein altes analoges Modem zulege... Ich werde mal drüber nachdenken!

Hat hier im Forum schon jemand eine solche Lösung getestet? Also irgendeine ISDN-Karte am int. S0?

Vielen Dank nochmal für deine Hilfe!

mfg

KillerGurke
 
Das siehst Du soweit richtig. Wenn Du Dir aber eh ein analoges Modem zulegen willst, dann mache doch auch Dein Fax-Zeug damit. Dann hast du alles aus einer (Modem-) Hand ;)
Ob da mit intern S0 und extern analog mal jemand rumgespielt hat, um sich dann damit per Internet zu verbinden, weiss ich nicht. Ich meine aber, es hat mal jemand versucht, sich per Modem über Fon 1 der Fritz per VoIP ins Festnetz und darüber per Modem-Verbindung ind Internet einzuwählen. Soweit ich das noch in Errinnerung habe hat das auch (mit niedrieger Übertragungsrate) geklappt.
Schon krass, aber auf was für Ideen die Leute kommen, wer weiss das schon :noidea:
 
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