Das so etwas nicht sofort problemlos umgesetzt werden kann ist verständlich. Aber drei Jahre? Schon eine relativ lange Zeit...
Die Anzahl der VoIP-Nutzer, die ohne Festnetz leben wird in dieser Zeit mit Sicherheit deutlich ansteigen (Internet über Kabel oder nur DSL), spätetens wenn die DSL-Anschlüsse auch bei der Telekom ohne Festnetz angeboten werden.
Eine Lösung wie von sipgate angeboten halte ich für praktikabel (eine hinterlegte Adresse, mit deren Hilfe die "zuständige" Leitstelle ausgewählt wird). Allerdings sollte man seinen aktuellen Standort m.E. manuell ändern können, falls z.B. die Nummer auf die Wohnungsadresse registriert ist man diese Nummer aber vom Arbeitsplatz aus nutzt.
heise Pressetext schrieb:
Hingegen bietet VoIP-Anbieter Sipgate seinen Kunden seit Juli einen bundesweiten VoIP-Notruf an. Allerdings räumt auch der VoIP-Anbieter ein, dass damit nicht das Problem der Lokalisierung von so genannten "Röchelrufen" bei nomadischer VoIP-Nutzung gelöst werden kann. Damit sind Anrufe zu den Nummern 110 oder 112 gemeint, bei denen der Anrufer nicht mehr Informationen darüber geben kann, von wo er den Internet-Anruf führt.
Man soll sich nichts vormachen, auch bei Festnetz und Mobilfunk ist diese Funktion häufig auch nicht möglich.
Bei Notrufen aus dem Festnetz erkennen je nach technischer Ausstattung die Leitstellen auch nur aus welcher Gemeinde der Anruf kommt. Zur genauen räumlichen Lokalisierung muss dann ein Telekom Mitarbeiter nachschauen wo der Anrufer sitzt (Dauer: 10-30 Minuten).
Bei Anrufen aus dem Mobilfunknetz ist eine genau Ortung mit den vorhanden technischen Möglichkeiten unmöglich. Lediglich die grobe Region kann anhand der Funkzelle festgestellt werden, und die sind gerade in ländlichen Regionen sehr groß.
Trianguläre Peilung etc. werden meines Wissens nach nicht verwendet.