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Bundesnetzagentur: Grundzüge fürs Abhören von Voice-over-IP

Dieses Thema im Forum "Nachrichten" wurde erstellt von Rocky512, 25 Nov. 2005.

  1. Rocky512

    Rocky512 IPPF-Promi

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    Bundesnetzagentur: Grundzüge fürs Abhören von Voice-over-IP

    25.11.2005
    Die Bundesnetzagentur stellte auf dem sechsten Symposium "Datenschutz in der Telekommunikation und bei Telediensten" in Bad Godesberg die Grundzüge für die Überwachung von Voice-over-IP vor. Hintergrund ist die rechtliche Vorgabe, dass Anbieter für Internet-Telefonie bis Ende des Jahres technische Vorkehrungen treffen müssen, um die Verbindungsdaten ihrer Kunden an Strafverfolgungsbehörden übermitteln zu können.

    In der Praxis gibt es allerdings noch Probleme. So bleibt das Abhören von Telekommunikationsinhalten ausgenommen, wenn Voice-over-IP nomadisierend oder wenn eine Um- und Weiterleitung verwendet wird. Bei der nomadisierenden Nutzung wird über den VoIP-Provider nur die Information ausgetauscht, ob ein Nutzer online ist. Der Aufbau des Gesprächs erfolgt dann unabhängig. Die Gesprächsdaten werden wie alle Daten im Netz über diverse Wege übermittelt. An Strafverfolgungsbehörden werden daher vorläufig nur die Ereignisdaten beziehungsweise die Verbindungsdaten übermittelt.
    Werden die Voice-over-IP-Gespräche über feste Endgeräte geführt, ist das Abhören unproblematisch, da es an den bekannten Endschnittstellen ansetzen kann.

    kompletter Artikel bei heise.online
     
  2. aerox-r

    aerox-r Guest

    Was soll das bringen? Wer tatsächlich was zu verbergen hat, wird die 'geheimen' Gespräche doch nach wie vor mit 'unter der Hand' verscherbelten, gebrauchten Prepaid-Handykarten abwickeln.
     
  3. Ghostwalker

    Ghostwalker IPPF-Promi

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    Oder mittels DynDNS und Direktrufen, anstatt Provider zu benutzen.
     
  4. kombjuder

    kombjuder IPPF-Promi

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    Dasist doch unfair! :cry:
     
  5. Ghostwalker

    Ghostwalker IPPF-Promi

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    Wieso? Weil der Staat nicht mithören kann?

    Schon mal drüber nachgedacht, dass die ganzen Abhörmaßnahmen eher die kleinen Lichter im Meer der ungeliebten Menschen erwischen? Vielleicht mal ein Glückstreffer, weil ein Großer nen saudummen Fehler gemacht. Aber die meisten werden wohl schon heute so kommunizieren, das kein Staat der Welt sie wirklich anhand von abgehörter Kommunikation zu fassen kriegen wird.
    Siehe:
    GnuPG für höchstgradig verschlüsselte Emails; der Autor des Vorgängers PGP wurde von den USA sogar wegen Verstoß gegen das Kriegswaffenrecht angeklagt. Die Verschlüsselung ist ZU gut.
    VPN, ebenfalls höchstgradig verschlüsselt. Am besten mehrfach, mit unterschiedlichen Algorithmen und mit ein paar Umleitungen drin.
     
  6. rollo

    rollo IPPF-Promi

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    Das ist genau die Haltung, die von treuen "Du bist Deutschland" Mitbürgern erwartet wird.

    Das Problem ist doch dass durch solche Massnahmen erstmal jeder unter Verdacht gestellt wird. Diejenigen die erwischt werden sollen, sind schlau genug die Maßnahmen zu umgehen. Damit steht der Aufwand in keinerlei Verhältnis zu einem möglichen Erfolg, zumindest nicht für den offiziell propagierten Zweck. Ich möchte es einfach nicht, dass von mir ein Profil erstellt wird, wann ich mit wem Mails ausgetauscht oder telefoniert habe, genausowenig wie ich meinem Hausmeister nicht darüber Rechenschaft ablege, wann ich wo hingehe. Letzlich soll ich dafür dann auch noch selbst bezahlen! Ist doch da klar dass die Kosten auf den Kunden und auf den Steuerzahler abgewälzt werden.

    Bleibt nur noch die Hoffnung, dass sie in ihren Daten ersticken.

    jo
     
  7. aerox-r

    aerox-r Guest

    Das ist das Einzige, was mich nervt. Ob meine Mails oder Telefonate von Polizei, Verfassungsschutz, BND, CIA, FBI, NSA, ATF, FKK, TKKG oder PDS mitgelesen werden, ist mir relativ egal. Nur bezahlen sollen sie es dann auch selbst.

    Und solange keine DNA-Tests an den, weltweit verfügbaren, anrufbaren Telefonzellen vor jedem Telefonat gemacht werden, oder jeder Gast einer Kneipe sich ausweisen muss, bevor er mal das Telefon benutzt, ist jede Form von Abhörmassnahme absoluter Stuss, der genau so wirkungslos ist, wie die schönen biometrischen Reisepässe, die nach fünf mal auf- und zuklappen schon den Geist aufgeben.

    Als ob das Klientel, welches 'Opfer' der Übewachung werden soll, nicht haargenau wüsste, Spuren erst gar nicht zu hinterlassen und sich jeder Form von Observation zu entziehen. Dazu gehört nicht mal ein besonderer IQ. Allein das Wissen um die technischen Möglichkeiten reicht. So wie der perfekt geplante Mord heute auch in einem 'Ganzkörper-Lackierer-Anzug' ausgefürht wird, bevor die Leiche kleingehächselt in das vorbereitete Säurefass zwei Meter tief im Waldboden verschwindet.

    An der absoluten Überwachung ist die StaSi genau so gescheitert wie der KGB oder die GeStaPo. Allerdings könnte man aus unseren Arbeitslosen IMs machen und hätte damit, quasi über Nacht, die Vollbeschäftigung wieder.
     
  8. kombjuder

    kombjuder IPPF-Promi

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    Ich hatte das eigentlich ironisch gemeint.