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CISCO 7940 CLIP/Anruferliste

Dieses Thema im Forum "Cisco" wurde erstellt von Slavewarrior, 5 Juni 2005.

  1. Slavewarrior

    Slavewarrior Neuer User

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    Tach zusammen ;-)

    Ich habe da mal eine Frage für`s Forum:
    Kann das 7940 (FW 7.4) auch via CLIP die Namen der im Adressbuch gespeicherten Namen/Nummern auflösen? Bei ISDN bekomme ich ja den Namen, wenn er im Telefonspeicher korrekt abgelegt ist, bei Anruf angezeigt anstatt der Nummer.
    Mit meiner bisherigen config hat mein 7940 das noch nicht geschafft :?

    Beste Grüße,
    Slavewarrior

    P.S.: ein richtig geiles Forum hier. Habe schon ne Menge gelernt :D
     
  2. onekilometer

    onekilometer Neuer User

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    Das habe ich gestern mir auch überlegt und mein Ergebnis war, dass es nicht geht. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.
     
  3. Slavewarrior

    Slavewarrior Neuer User

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    Wie kommst Du darauf das es nicht geht? Ist es nur eine Vermutung oder hast Du da klare Erkentnisse? Ggf. muß ich mich noch mal mit dem CISCO-Vertreter bzw. dem CISCO-Techniker reden. Ich meine das Ding ist wahrlich nicht billig und wenn es diese Kleinigkeiten schon nicht kann... :?

    Greetz
     
  4. onekilometer

    onekilometer Neuer User

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    Ich habe einfach Folgendes gemacht, nachdem mir aufgefallen war, dass der Name meines Bruders nie im Display auftaucht, obwohl er im Gerät gespeichert ist:

    Die Nummer meiner Eltern und meines Freundes im "Personal Directory" gespeichert und mich anrufen lassen. In diesen Fällen zumindest wurde jeweils nur die Nummer angezeigt. Vielleicht liegt das aber auch an meiner Asterisk-Konfiguration. Also: Ich habe eine klare Erkenntnis, was das Ergebnis meiner Versuche angeht; aber ich bin mir unsicher, was die generelle Funktionalität des Gerätes betrifft.
     
  5. RB

    RB Aktives Mitglied

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    Moin!

    @Slavewarrior
    Hast Dich ja doch angemeldet :) Willkommen im Forum!

    Also bei meinem Cisco 7960 habe ich es auch noch nie geschafft, daß Einträge aus dem internen Telefonbuch angezeigt werden. Das kann aber auch daran liegen, daß die Identifikation der ankommenden Rufe ja eigentlich über die mitgeschickte Caller-ID funktionieren soll (beim Cisco als "linex_displayname"). Diese ist aber nicht unbedingt/meistens nicht identisch mit der Rufnummer. Könnte also einfach ein Gleichheitsproblem der IDs sein.

    Nachtrag:
    Habe soeben einen Versuch gemacht und meine Büro-Nummer in das Personal Directory eingetragen. Darauf einen Anruf über ISDN mit dieser abgehenden MSN auf einen Sipgate-Account, der direkt auf dem Cisco landet (ohne Asterisk dazwischen). Ergebnis: Die Rufnummer wurde als Nummer angezeigt! Und zwar genauso, wie ich sie auch ins Directory eingetragen habe. Ein Directory Lookup wurde also wohl nicht gemacht. Ich würde daraus schließen, daß es nicht geht.
     
  6. Slavewarrior

    Slavewarrior Neuer User

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    Das ist aber echt arm für eine Telefon was richtig Geld kostet, oder? Ist das denn bei allen VoIP-Phones der Fall, also ein genrelles Problem, oder gibt es auch welche die ein directory lookup machen. Technisch sollte das ja wohl locker möglich sein, oder irre ich mich da irgendwie?

    Greetz,
    Thomas
     
  7. RB

    RB Aktives Mitglied

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    Zu anderen Telefonen kann ich nicht viel sagen.

    Grundsätzlich gilt zu der Problematik aber, was ich oben schon geschrieben habe. Hier noch mal in etwas abgewandelter Form:

    Bei einem VoIP-VoIP-Telefonat liegt es im Einflußbereich des Anrufers, was im Display des Angerufenen zu sehen ist. Für gewöhnlich ist das in den Soft- und Hardware-Phones konfigurierbar. Der Anrufer kann also ohne weiteres z.B. seinen vollen Namen mitschicken, der dann im Display angezeigt würde.

    Bleibt also die Festnetz-VoIP-Telefonie. Hier haben wir das Problem, daß die angezeigte Rufnummer wohl davon abhängt, wie sie vom Gateway signalisiert wird. Ich habe schon Rufnummern im Format 001149xxxyyy, 49xxxyyy und 0xxxyyy gesehen. Bei Sipgate auch schon mal 0xxxyyy@sipgate.de. Es gibt bestimmt noch weitere Varianten, die mir hier nicht einfallen.

    Für ein Directory Lookup müsste man also eine Methode der unscharfen Mustererkennung benutzen, den Eintrag mit der größten Ähnlichkeit raussuchen, so ein bißchen wie einen ggT. Ist nicht unbedingt trivial und vor allen Dingen nicht unbedingt 100% sicher. Aber natürlich schon machbar mit etwas Phantasie.

    Grundsätzlich gebe ich Dir aber natürlich Recht: Die Cisco 79xx sind nach wie vor um Welten von einem ISDN-Telefon der Oberklasse entfernt, was Komfort und Praxisnutzbarkeit angeht.

    Spaßig ist ja auch, daß ich keine Möglichkeit habe, im Directory abzulegen, über welche Line der Anruf rausgehen soll. Es wird immer die erste genommen, was nicht immer für jede Provider-Kombination funktioniert!

    Interessant ist bei diesem letzten Beispiel übrigens, daß so etwas aber wohl funktioniert, wenn man eine Rufnummer aus dem "Missed Calls"-Directory ins Personal Directory übernimmt. Dann merkt das Telefon sich irgendwie, über welche Line der Anruf reinkam und benutzt diese auch wieder beim Raustelefonieren. Das gleiche bei Wahlwiederholung/Rückruf.

    Ist halt noch 'ne Public Beta-Firmware (zumindest die SIP-Variante).
     
  8. Slavewarrior

    Slavewarrior Neuer User

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    Ich werde heute mal meine connections nach CISCO spielen lassen und mal nachfragen ob diese die SIP-Veriante immer noch als Stiefkind bezeichnen.
    Und "RB" hat schon Recht -klingt sehr nach einer public beta. Die grobmotorischen Funktionen sind vorhanden, aber die richtig mächtigen Tools wie sie in den anderen Softwareversionen außerhalb SIP vorhanden sind, sind völlig außer Acht gelassen worden.
    Ich hau da mal auf den Sack und mal schauen was raus kommt :wink:

    Greetz
     
  9. chaos2000

    chaos2000 Aktives Mitglied

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    Hallo,

    die gleichen Problem hatte ich auch. Da ich aber mein Cisco 7940 hinter einen Asterisk betreibe, mache ich einfach einen Lookup im asterisk und setze dann die CallerIDName und CallerIDNUM (bei PSTN-Anrufen über reverselookup vom örtlichen).
    Als Adressbuch verwende ich ein LDAP welches über das externe directory eingebunden wird - somit ist der lookup das asterisk nach Adressbucheinträgen auch kein problem.
     
  10. Slavewarrior

    Slavewarrior Neuer User

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    Soooo,

    ich hatte heute ein längeres Gespräch mit CISCO/Düsseldorf und einer der Consultans hat mir schlicht und ergreifend nahe gelegt, das alles andere als ihr "Skinny" eine properitäre Lösung sei und auch nicht von CISCO vorangetrieben wird. Diese "Skinny"-Geschichte muß wohl das non plus ultra darstellen. Was er mir da alles an Möglichkeiten erklärt hat, nicht schlecht. Aber diese Geschichte mit dem CallManager kostet ein Vermögen, egal ob man den Service mietet oder sich gar selber ins Netzwerk stellt.
    Also mit den SIP-Lösungen wird es wohl nicht annähernd die Hälfte der Möglichkeiten geben da auch scheinbar der Standard nicht so leistungsfähig sein soll.
    Sein Wort in Gottes Gehörgang :wink:
     
  11. chaos2000

    chaos2000 Aktives Mitglied

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    dann bleibt nur noch asterisk mit chan_sccp (Skinny) - das ist zwar noch nicht vollständig entwickelt, aber das kann ja noch werden.


    greetz
     
  12. Slavewarrior

    Slavewarrior Neuer User

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    Mit Asterisk habe ich mich überhaupt noch nicht beschäftigt aber vielleicht sollte ich es mal wenn es so viel bringt.
    Ist das ein selbständiges Linux-OS oder kann ich das in meine vorhanden SuSE-Server einmodulieren?
     
  13. chaos2000

    chaos2000 Aktives Mitglied

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    ja, du kannst es auf einen bestehenden Server installieren. Ab Suse 9.2 ist Asterisk bereits als rpm dabei - ist aber nicht zu empfehlen.
    Die meissten features biete die CVS-Version.
    Anschauen lohnt sich :)
     
  14. RB

    RB Aktives Mitglied

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    @Slavewarrior
    Die haben allen Ernstes die Stirn zu behaupten, SIP sei eine proprietäre Lösung? Ein recht eindeutiges Indiz für Inkompetenz bzw. Unwillen des Consultants! Der Schuh passt natürlich andersrum: Das "Skinny"-Protokoll ist proprietär, also Cisco-Eigentum.

    Daß der Cisco-Mensch versucht, Cisco-Waren zu verkaufen, ist ja wohl einleuchtend. Es stimmt allerdings, daß die Callmanager-Lösungen von Cisco sehr mächtig sind, aber sie gehen auch mächtig ins Geld...

    Das SIP-Protokoll ist für meine Begriffe schon sehr vielseitig und hat auch Erweiterungsmöglichkeiten. Außerdem ist es, wie alle RFCs, natürlich nicht in Beton gegossen, sondern kann und wird im Zuge der Erfahrungen im praktischen Gebrauch weiterentwickelt werden.

    Die Unfähigkeit bzw. der Nichtwille von Cisco, SIP zu unterstützen/implementieren, steht auf einem anderen Blatt. Es ist aber nur dies: ein Entschluß von Cisco! Also kein Naturgesetz...
     
  15. Slavewarrior

    Slavewarrior Neuer User

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    @RB

    Das Problem ist aber, das wirklich irgendwie der SIP-Standard noch nicht allzu sehr gefestigt ist um da technologisch weiter zu machen. Ich meine wie z.B. bei meinem Anfangs-Thread ist die Sache mit dem Name-Lookup in der Callmanager-Lösung längst integriert. Auch Dinge wie Telefonbuchübernahme auf andere Geräte etc. die eigentlich nur in Betrieben in Betracht kommen, sind ein sehr nettes Gimick.
    Dennoch habe ich die Befürchtung das es nach und nach nur 1-2 Standards gibt und alles andere auf der Strecke bleibt. Das Ende vom Lied ist wohl das nur noch ein Standard übrig bleiben wird welches die Firma mit dem meißten Geld durchsetzt.
    Ist doch alles Sch*** :(
     
  16. RB

    RB Aktives Mitglied

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    Das mit dem nicht gefestigten Standard kann ich so nicht bestätigen. Es ist eher so (wie bei allen Standards übrigens - ist ein Naturgesetz nach Murphy), daß die Interpretation und Implementierung des Standards nicht überall gleich ist und dadurch Inkompatibilitäten auftreten.

    Und die fehlenden Features, die Du bemängelst, sind absolut keine Sache des Standards! Hier handelt es sich um Features einer "übergeordneten" Software, vergleichbar einer Telefonanlage, die dafür da sein müsste. Hier werden also quasi Äpfel mit Obstsalat verglichen. Ohne CM/CME könne n die Dinger nicht so fürchterlich viel, schätze ich...

    Die Möglichkeiten, die die Cisco-Telefone beim Einsatz mit CM oder CME haben, sind im CM/CME begründet und nicht im "Skinny"-Protokoll! Ein ähnliches Ergebnis würdest Du erzielen, wenn Du ein Snom (oder ein anderes Telefon mit vernünftiger SIP-Firmware) an einem gut konfigurierten Asterisk mit entsprechenden Zusatzmodulen betreiben würdest. Oder halt auch bei einem Cisco-Telefon an Asterisk, wenn denn dessen SIP-Firmware aus ihrem Beta-Stadium heraus käme...

    Und die Asterisk/SIP-Lösung könnte um den Faktor 100 billiger werden :)
    Nicht zu vergessen, daß man Asterisk und Co selbst erweitern kann, wenn man Fähigkeiten vermisst.
    Prinzipiell ist ein offener Standard immer vorzuziehen. Sonst ist man der Willkür von solchen Firmen wie Cisco oder M$ unterworfen, was ich absolut gar nicht leiden kann!

    Ich habe speziell im Fall Cisco für mich die Konsequenz gezogen, daß ich allen meinen Kunden und Kollegen vom Einsatz von Geräten/Software dieser Firma abrate. Die eigenen Erfahrungen mit dem Support und der Hotline sowie den "Fachfirmen" und die ähnlichklingenden Stories von eben diesen Kollegen und Kunden waren doch recht abschreckend.
    Aber das muß jeder für sich entscheiden. Es hängt ja auch vom Budget ab. Wenn man es sich leisten kann, die richtig guten (und entsprechend teuren) Leute zu bezahlen, wird hinterher schon alles so laufen, wie man's möchte. Technisch sind die Geräte ja wirklich nicht übel.
     
  17. MarkusS

    MarkusS Neuer User

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    Nu gehts aber a bisserl Kraut und Rüben :D

    Ohne CM/CME können die Cisco-Phones mit SCCP-Image eigentlich nix ausser Bootmeldungen anzeigen :D

    Ob ein Telefon mit SIP-Firmware die CLIP auf ein Directory matchen kann oder nicht hat wohl kaum was mit SIP zu tun. Die "SIP"-Firmware der Cisco-Phones ist eine der schlechteren am Markt (nicht weil SIP schlecht implementiert wäre sondern weil kaum "Komfortfunktionen" drin sind), andere Hersteller können da deutlich mehr - und das auch noch zu deutlich geringeren Preisen.

    Cisco positioniert sich eigentlich mit allen Produkten im Business-/Enterprise-Umfeld, der SOHO-Bereich wird von der Linksys-Truppe bedient - und die haben keine Telefone im Sortiment. Die SIP-Firmware für die Telefone steht bei Cisco ganz sicher nicht auf Platz 1 der Prioritätenliste und ich glaube nicht, dass sich da mittelfristig viel dran ändert. Cisco hat sich im Telefoniebereich seit je her auf Businesslösungen fokussiert, Einstiegsstückzahl so ab 50 Telefone an einem CallManager, lieber ein paar 100 oder ein paar 1000 Telefone. Wie schwer sich Cisco mit den "kleinen" Installationen getan hat kann man an der Historie des CME leicht ablesen - vom ICS über ITS zum CME war es ein langer Weg - mit ein paar Abzweigungen die in Sackgassen führten.

    Die SIP-Firmware war bei Cisco eigentlich immer eine "Technologiestudie" nach der Devise "können wir auch". Ansonsten hat Cisco mit dem CME ein System der Businessklasse das mit jeder besseren Telefonanlage mithalten kann und auch in der Lage ist, die Telefone entsprechend zu bedienen. Andererseits kann der CME von Haus aus SIP, das Feature muss man bei den anderen VoIP-PBX-Anbietern oft teuer bezahlen - wenn es denn überhaupt erhältlich ist.

    SCCP ist übrigen keine wirklich proprietäre Lösung. Das kann man auch daran sehen dass Asterisk SCCP (zumindest rudimentär) implementiert. SCCP ist eine Entwicklung einer Firma Namens Selsius. Selsius war Ende der 90er so ziemlich der erste Hersteller weltweit der eine VoIP-Lösung der Business-Klasse hatte - wobei die im Vergleich zu jeder anderen TK-Anlage grottenschlecht war. Cisco hat Selsius 1998 aufgekauft um VoIP-Knowhow zu kriegen (so wie sich Cisco so ziemlich jedes andere Know-How auch eingekauft hat (die PIX-Firewalls, die VPN-Gateways (Altiga), die Wireless-Produkte (Aironet), ...). Selsius hat damals SCCP entwickelt (ist im Prinzip ein kastriertes H.323) weil es keinen Bedarf für hochintelligente Endgeräte (mit kompletter H.323-Implementierung z.B.) gab - zumindest dann nicht wenn man mit einer zentralen Intelligenz (CallManager) arbeitet. Es gab damals diverse Anbieter die SCCP-Komponenten im Portfolio hatten. Aus Inkompatibilitätsgründen hat sich dann jeder IP-PBX-Anbieter ein eigenes Protokoll gekocht, damit wird schlussendlich das Geld verdient.

    Auf der anderen Seite fallen mir keine alternativen Anbieter von Business-Telefonanlagen ein, die für ihre Telefone eine SIP-Firmware zur Verfügung stellen mit der es möglich wäre, diese Telefone ausserhalb der jeweiligen herstellerspezifischen TK-Anlage zu betreiben. So ziemlich jeder Anbieter hat eigene Protokolle um seine Telefone an die zentrale Intelligenz anzuflanschen - 3COM, Avaya, Mitel, Siemens ...

    Interessante Einstellung für den Moderator des Cisco-Unterforums :wink:

    Gruss
    Markus
     
  18. RB

    RB Aktives Mitglied

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    @MarkusS
    Moderator hier bin ich eigentlich mehr, weil ich so ein Gerät einsetze und mich demzufolge damit auch ein wenig beschäftigt habe (und ein geduldiger Mensch bin). Das muß aber natürlich nicht heißen, daß ich Fan bin oder so (wie man vielleicht bemerkt :wink: ). Für den Preis erwarte ich eigentlich doch mehr. Dazu dann die Erfahrungen aus dem beruflichen Umfeld... Da bildet man sich nun mal irgendwann seine Meinung.

    Die erwähnten Erfahrungen beschränken sich bei mir im übrigen nicht nur auf Cisco. Ähnliches habe ich z.B. auch bei einigen Bereichen der Firma Siemens erlebt/gehört (um nur ein Beispiel zu bringen). Es scheint wohl mehr mit der Größe der jeweiligen Firma zu tun zu haben...

    Ach ja - die Hintergrund-Infos sind sehr interessant. Schönen Dank auch.
     
  19. schakal2k

    schakal2k Mitglied

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    Also wenn ich mir das hier so durchlese, sollte ich mir meine Entscheidung mir ein Cisco-Telefon anzuschaffen nochmal durch den Kopf gehen lassen...

    Übrigens bietet Siemens für das OptiPoint 600 Office jetzt auch eine SIP-FW an. Über Funktionen, Kompatibilität usw lässt sich jetzt natürlich auch wieder streiten, ich wollte es nur mal erwähnt haben.
     
  20. MarkusS

    MarkusS Neuer User

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    Die Entscheidung, ein Cisco- oder ein anderes Telephon zu kaufen solltest Du sehr wohl abwägen.

    Abgesehen davon dass das Cisco derzeit wohl das einzige "Systemtelefon" mit SIP-Unterstützung ist spricht nicht viel für das Cisco - wenn man mal davon absieht dass es durch sein aussergewöhnliches Design und aufgrund der Werbung und dem Produktplacement in diversen Filmen einen recht hohen Boaaa-Faktor hat.

    Gegen das Cisco (als SIP-Telefon) spricht meiner Meinung nach:

    - alte Hardware - das Design ist von 2000 (5-6 Jahre in der IT sind normalerweise 6-12 Produktgenerationen). Die einzige Änderung war das Facelift mit den Buttons, da stand ursprünglich im englischen Klartext die Funktion drauf, weil die Telefone damit z.B. in Frankreich unverkäuflich waren wurde das in der E-Generation auf Piktogramme geändert. Das 7940/7960 hat eine relativ lahme CPU und wenig Speicher (ist hier schon jemand auf die Nase gefallen der versucht hat, die CNF- und XML-Dateien anzupassen?)

    - Das Display hat keine Hintergrundbeleuchtung, die Knöpfe sind auch nicht beleuchtet - Features die heute jedes billige DECT-Fon hat. Problem war damals wohl dass das 7960 zuviel Strom zieht und es für eine Beleuchtung zusammen mit PoE nicht mehr gereicht hat (Ascom hatte mit dem Eurit 30 am ISDN-Bus ein ähnliches Problem). Dass Cisco das in den Griff bekommen hat sieht man am 7970 - und für das gibt es - zumindest derzeit - keine SIP-Firmware.

    - PoE bei den "alten" Cisco-Telefonmodellen ist "Pre-Standard" im Sinne von inkompatibel zu 802.11af. Bevor jetzt jemand aufschreit "Cisco ist böse": Als Cisco das Phone entwickelt hat gab es 802.11af noch nicht (zumindest nicht als Standard). Cisco hat in die Glaskugel geschaut und etwas implementiert von dem man dachte dass es der Standard wird, leider hat $STANDARDGREMIUM auf der Zielgeraden nochmal die Adernbelegung +/- getauscht und das wars dann - und Cisco hatte inkompatible Access-Points und Telefone (das neuere 7970 und die neuen APs (z.B. 1131) können 802.11af). Wer Inline-Power am 7960 will muss entweder einen (relativ teuren) Power-Injector von Cisco kaufen (oder einen Catalyst-Switch mit Inline-Power) oder z.B. einen Injector von PowerDsine.

    Für das Cisco spricht die Qualität der Freisprecheinrichtung, da kenne ich derzeit nix besseres. Cisco hat da nicht gegeizt und sich das Feinste vom Feinsten (Polycom) eingekauft.

    In Kombination mit CM/CME sind die Cisco-Telefone klasse, da können sich diverse konventionelle PBXen einige Scheiben abschneiden. Ich habe sowohl CM als auch CME als auch die "besseren" Telefone 7920, 7640, 7960+7914, 7970 (fragt mich bitte nicht warum sich jemand "privat" solches Gerödel kauft) und bin absolut zufrieden damit, gerade der CME ist im letzten Jahr zu einer wirklich preiswerten, sehr leistungsstarken Business-Telefonielösung entwickelt worden und die Roadmap für den CME sieht sehr vielversprechend aus.

    Auf das SIP-fähige Optipoint warte ich noch. Für das 400er gibt es eine SIP-Firmware - nur gibt es leider niemanden der das mit einem SIP-Provider ans Fliegen bekäme. Was VoIP-Implementierungen angeht lebt Siemens hinterm Mond links, meine Meinung dazu schreibe ich nicht öffentlich.

    Nachdem der SIP-Markt seit einigen Monaten boomt würde ich mit grösseren Anschaffungen etwas warten, etliche Hersteller haben neue Geräte in der Pipeline, bis zur nächsten Cebit wird sich da eine Menge tun (wahrscheinlich wird man nicht so lange warten müssen). Ob Cisco demnächst auch ein tolles SIP-Telefon auf den Markt bringt weiss ich nicht, wetten würde ich allerdings nicht drauf weil das eigentlich nicht der Fokus von Cisco ist. Vielleicht kommt ja was von Linksys.

    Gruss
    Markus