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Fast jeder zweite Bürger lehnt Vorratsdatenspeicherung ab

Dieses Thema im Forum "Lesestoff" wurde erstellt von supasonic, 8 Sep. 2005.

  1. supasonic

    supasonic Admin-Team

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    Fast jeder zweite Bundesbürger lehnt EU-Pläne zur Vorratsdatenspeicherung ab
    Repräsentative Umfrage im Auftrag von COLT zeigt: Etwa 80 Prozent der Befragten sprechen sich gegen höhere Telefon- und Internetkosten aus

    (Frankfurt am Main) Fast jeder zweite Bundesbürger (47 Prozent) ist nach einer repräsentativen Befragung der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag von COLT Telecom nicht damit einverstanden, dass seine Telekommunikationsdaten über einen längeren Zeitraum detailliert gespeichert werden. Damit wendet sich knapp die Hälfte der Bevölkerung gegen die Pläne der EU-Kommission zur so genannten Vorratsdatenspeicherung: Danach sollen alle Verbindungs- und Standortdaten sowie Teilnehmer- und Nutzerdaten von Kommunikationsverbindungen langfristig von den Telekommunikationsanbietern gespeichert werden. Zu den Diensten, die überwacht werden sollen, zählen neben Telefon-, E-Mail- und Internet-Verkehr auch SMS-Kommunikation, Chatten und das so genannte Filesharing. Alle Kommunikationsdaten werden verdachtsunabhängig gespeichert und müssten für den Fall potenzieller Verfolgungsmaßnahmen der Straftverfolgungsbehörden bis zu einem Jahr aufbewahrt werden.

    Gleichzeitig lehnen es 78 Prozent der Befragten ab, die aus der Vorratsdatenspeicherung resultierenden Kosten zu tragen. Nach Berechnungen von COLT Telecom und der Initiative Europäischer Netzbetreiber (IEN) würden auf die gesamte Branche Kosten in Milliardenhöhe zukommen, wenn die Pläne der EU umgesetzt würden.
    Allein bei der COLT Telecom Group dürfte der Aufwand nach internen Schätzungen bei weit über 90 Mio. Euro pro Jahr liegen. Grund: Den Telekommunikationsunternehmen entstünden erhebliche Aufwendungen dadurch, dass sie in komplexe technische Lösung investieren müssten, um die vielfältigen Verbindungsdaten systematisch auslesen, archivieren und nach den spezifischen Anforderungen der Strafverfolgungsbehörden bereitstellen zu können.
    Wolfgang Essig, Vorsitzender der Geschäftsführung der COLT Telecom GmbH und Mitglied des Konzernvorstandes erklärt: "Die Befragung zeigt eindeutig: Trotz des aktuellen Rufs nach mehr Sicherheit und Schutz vor terroristischer Gewalt lehnt ein großer Teil der Bevölkerung die Pläne der EU zur Vorratsdatenspeicherung strikt ab. Der Schutz der Privatsphäre ist für knapp die Hälfte der deutschen Bevölkerung ein unantastbares Gut."

    Die Befragung unter 1.227 Bundesbürgern wurde im August dieses Jahres von der Forschungsgruppe Wahlen e.V. durchgeführt.

    EU-Pläne teilweise technisch nicht umsetzbar
    Die bisherigen EU-Pläne hegen bei Technikern und Systemlieferanten zudem erheblichen Zweifel an der technischen Machbarkeit der Erfassung der Vorratsdaten. Der Vielfalt an unterschiedlichen Anschluss-Techniken im Bereich der Internet-Zugänge wird in dem Entwurf der EU-Kommission nicht Rechnung getragen: So gibt es Netzwerk-Designs, die auf das Auslesen von IP-Paketen gar nicht ausgelegt sind und einen kompletten Umbau der Netzinfrastruktur notwendig machen würden. Damit würden bereits erfolgte Investitionen in Millionenhöhe verloren gehen.

    Öffentliche Sicherheit darf nicht auf Kosten der Unternehmen gehen Selbst wenn es gelänge, die genannten technischen Grenzen zu überwinden, wären die für die Speicherung auflaufenden Kosten für die Mehrzahl der Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen existenzbedrohend. Unterstellt man alleine die industrieüblichen Kosten für IT-Speicherplatz, so entstünden nach einer internen Schätzung nur für die Speicherung der IP-Adressdaten Aufwendungen in einer Größenordnung von etwa 90 Millionen Euro pro Jahr für die COLT-Gruppe.

    Dabei greift diese Schätzung der reinen Speicherplatzkosten noch wesentlich zu kurz, da zusätzliche Aufwendungen wie etwa für den Betrieb notwendiger redundanter Systeme, für die Übertragung der Daten zum Speicher sowie für den Betrieb der technischen Einrichtungen, des Personals- und Schulungsaufwandes etc. berücksichtigt werden müssten. Darüber hinaus bezieht sich diese Schätzung allein auf die IP-Netze - Kosten der Speicherung von Verbindungsdaten in den klassischen, vermittelnden Netzen, wie sie COLT zudem betreibt, sind hierin nicht enthalten.

    Wolfgang Essig: "Die tatsächlichen Kosten dürften daher noch um ein Vielfaches höher liegen, so dass wir die EU-Kommission nur dazu auffordern können, die öffentliche Sicherheit nicht auf Kosten privater Unternehmen abzuwälzen."

    (Quelle: Pressemitteilung COLT Telecom GmbH)
     
  2. Rupert

    Rupert Mitglied

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  3. dg7lbb

    dg7lbb Mitglied

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    @Rupert

    Rupert, es ist gut gemeint, stößt aber bei dem Autor dieses HEISE ONLINE Beitrages an. Die Herausgeber mögen es GAR NICHT, dass ihre Texte andernorts in Kopie abgedruckt sind. Schließlich wollen sie Ihre Kunden auf IHRE eigenen Seiten locken. Das kann zu einer Abmahnung des Forums hier führen.
    Lösung: Bitte NUR Links verwenden !

    Danke, dg7lbb
     
  4. TWELVE

    TWELVE Aktives Mitglied

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    :hehe:
     
  5. Rupert

    Rupert Mitglied

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    @ Ghostwalker
    Das ist kein Screenshot gewesen, ich hab das mit der Funktion "Insert Web Page into the post" gemacht.
    Für welche Zwecke sollte man diese Funktion sonst gebrauchen?
    Hab gleich mal ne Mail an Heise geschickt und angefragt, ob sowas erlaubt ist oder nicht.
    Da kenn ich mich zu wenig mit Internet-Copyright aus.
    Wenn du schon am editieren bist, kannst du auch gleich den Post von TWELVE löschen.
    Ich wüsste nicht was ein einziges Smiley als Beitrag bedeuten soll.

    @ dg7lbb
    btw: Dein Link in deiner Sig "Endgeräte : FRITZ!Box Fon ATA" ist falsch.
     
  6. Ghostwalker

    Ghostwalker IPPF-Promi

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    Hi Rupert,
    stimmt. Es sah halt wie ein Screenshot aus. Wenn Du möchtest, kann ich ja meinen Kommentar noch ändern.
    Auf den Seiten von Heise hatte ich mich schon mal umgesehen wegen einbinden des Tickers auf meiner Homepage. Da stand, dass das Verlinken auf Heise-Artikel sowie das Zitieren der Überschriften ausdrücklich erlaubt ist. Entsprechend wird ja auch ein RSS-Feed angeboten. Die Artikel an sich - oder auch Bestandteile davon - auf Deine Webseite einzubauen, wird genauso deutlich untersagt.

    Die Funktion "Insert Web Page ..." ist für genau diese Zwecke gebaut worden, allerdings muss der Urheber der integrierten Webseite damit auch einverstanden sein. Und Heise ist es halt nicht.

    Du hast Post.
     
  7. dg7lbb

    dg7lbb Mitglied

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    @Rupert
    Danke für den Link-Hinweis.

    @Ghostwalker
    Schließe mich dir an.
     
  8. Rupert

    Rupert Mitglied

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    OK OK, jetzt bin ich eines Besseren belehrt worden, hab grad die Mail von Heise bekommen.
    Um aber das wichtige Thema nicht zu vergessen, nochmals der Link zu heise online

    Ratsbeschluss zur Speicherung von Telefon- und Internetdaten steht auf der Kippe
     
  9. TWELVE

    TWELVE Aktives Mitglied

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    Es bedeutet, das ich mich köstlich amüsiere, das es hier scheinbar gar nicht mehr um ein Themen geht, sondern immer nur:

    Wie kann ich etwas in ein Forum schreiben, ohne mit dem Recht in Konflikt zu geraten...?

    Verstößt der Inhalt meines Textes evtl. gegen irgendein Gesetz...?

    Nicht, das hier jemand im Forum dafür verantwortlich gemacht werden kann, das es so ist wie es ist.Und nicht, das ich den Sinn von Gesetzen
    wie Copyright etc. anfechten wollen würde, aber einige scheinen dieses auch noch richtig auszukosten, anderen ständige Rechtsbelehrungen zu erteilen.

    Warum ist das alles so extrem geworden..? Nicht, das dies jetzt genau auf diesen Thread paßt ( hier ging es ja um ein Quellenzitat), aber gab es früher nichtmal sowas wie Meinungs-und Äußerungsfreiheit...?

    Die sehe ich ernsthaft gefährdet, da private Forumsbeiträge in einem Internetforum wohl offensichtlich nach Konformität mit den Copyright und Markenschutz-Gesetzen ( sowie noch vielen anderen Gesetzen) überprüft werden.

    Ich stelle mir das gerade übertragen aufs reale Leben vor:

    Du bist in einer Kneipe und hast eine Unterhaltung.Darin kommen Markennamen vor.Am nächsten Tag hast Du eine Anzeige im Briefkasten
    wegen Markenrechtsverletzungen.Oder Du erzählst einem Kumpel den Inhalt einer News auf einer bekannten Troll-Seite.Und hast eine Anzeige wegen Copyright Verletzung.

    Klingt das absurd..?..Oooh ja

    Anscheinend muß man seine Forumsbeiträge demnächst erstmal von einem
    Anwalt prüfen lassen, bevor man sie abschickt.Naja, eine Branche freut das bestimmt.

    Grüße

    TWELVE
     
  10. Clemens

    Clemens Aktives Mitglied

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    @ TWELVE

    Man kann ja alles hochspielen und übertreiben - stelle dir mal vor du hast eine Seite im Internet und jemand kopiert den Inhalt 1:1 - da willste doch vorher auch gefragt werden.

    Wir hatten das auch schon umgekehrt, ein Verlag hat Inhalte von diesem Forum übernommen ohne den Autor zu erwähnen oder zu fragen und musste dies dann im nächsten Heft auf dessen Wunsch nachholen.

    Im übrigen steht das alles hier schon im Forum:

    Wenn Ihr News posten möchtet...
     
  11. TWELVE

    TWELVE Aktives Mitglied

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    Schon klar.Früher gab es mal die Regel, das man etwas oder jemanden solange zitieren darf, wie man die Quelle angibt.Scheint nicht mehr so zu sein.Schade.Das war die Botschaft.

    Falls jemand ( außer mir) Interesse hat, da ein bißchen drüber zu "meckern" (*mäh*) und zu philosophieren, könnte ich ja einen neuen Thread aufmachen.

    Freiheit dem Internet..!

    Grüße

    TWELVE