FBF 7050 - LAN "zu schwach"?

Perseus

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Hallo!

Ich schildere kurz meine bisherige Situation:

Splitter & DSL-Modem im Keller, am LAN-Port des Modems war über eine Hausverkabelung eine Leitung in den ersten Stock gelegt, dort befand sich ein Router, der in zwei weitere Zimmer vermittelte.


Jetzt mit der FBF ists ein wenig anders: Die FBF ist im Keller, weil da auch die Tel-Anlage ist.
Lasse ich die FBF nur als Modem laufen, schalte den internen Router ab, kann ich wie bisher im ersten Stock meinen Router betreiben, indem ich eben die Wandverkabelung an einen LAN-Ports der FBF anschließe.

Schalte ich jedoch den Router der FBF an und schließe die Wandverkabelung an, kann ich im ersten Stock keine Internetverbindung aufbauen (zu diesem Zeitpunkt wird im ersten Stock die Verbindung von einem einzelnen Rechner abgegriffen) - ich bekomme zwar eine IP durch die FBF, aber erhalte keine Internetverbindung, kann nicht auf die Konfigurationsseite und habe beim Pingen ständige Paketverluste.
Statt des Routers sollte in den ersten Stock ein Switch - nachdem aber oben scheinbar nichts ankommt, was die Fritz!Box ausgibt, glaube ich nicht, dass das Sinn macht.

Lasse ich einen Rechner im Keller und einen oben, ist auch eine Verbindung untereinander möglich, schließe ich die Wandverkabelung an einen LAN-Port meines alten Routers an, kann ich auch normal vom Laptop im Keller auf alles zugreifen - am Kabel kann es also nicht liegen.

Kurz: Sobald die LAN-Anschlüsse der FBF als Router ins Spiel kommen, ists vorbei mit lustig. Und sollte ich den Router der FBF abschalten, wäre der Kauf komplett sinnlos geworden, da ich ja dann auch VOIP nicht nutzen kann....
 
Hallo Perseus,
um es kurz zu machen:
1. Die Fritzbox gehört bei Dir in den Keller
2. Die Wandverkabelung ist scheinbar nicht so ganz ok, um ohne TCP-Paketverlusten z arbeiten. Ist aber scheinbar der einzig sinnvolle Weg ins 1.OG
3. Oben gehört ein Switch bzw. Hub hin, der das LAN an die beiden PCs koppelt.
Also müssen wir einen Weg finden, das Lan zwischen FBF und Switch stabil zu bekommen.
Da ist der in meinen Augen sinnvollste Weg:
Schalte zwischen den Switch und der FBF einen alten Hub (Möglichst im Keller). Der kann nämlich nur 10MBit und schaltet damit die Netzwerkschnittstelle in der FBF auf 10 MBit. Der Switch schaltet ebenfalls (auf dieser Schnittstelle) auf 10 MBit und damit ist die Kommunikation zwischen dem Keller und dem 1. OG meiner Erfahrung nach wesentlich stabiler, in den meisten Fällen auch vollkommen ausreichend! Die Kommunikation im 1.OG selbst läuft (dank Switch) trotzdem weiterhin auf 100MBit.
Versuche es und berichte wieder, was es gebracht hat. :)

Noch etwas: Wieviele LAN-Ports hat Dein Router im 1. OG?
Wenn Du genug frei hast, dann kannst Du die Leitung aus dem Keller einfach an einen der freien LAN-Ports hängen, die bilden dann nämlich einen Switch nach, damit brauchst Du Dir erst einmal keinen extra Switch kaufen. Den WAN-Anschluß deine Routers lässt Du einfach frei. Das irritiert den Router zwar, damit muss er aber einfach klar kommen - sonst hätte er kein Router werden sollen, sondern vielleicht nen Toaster oder so ;)
 
Novize schrieb:
2. Die Wandverkabelung ist scheinbar nicht so ganz ok, um ohne TCP-Paketverlusten z arbeiten. Ist aber scheinbar der einzig sinnvolle Weg ins 1.OG
Die Wandverkabelung ist älter, das stimmt und entspricht sicher nicht Cat5 ;)
Da von den 8 Adern jedoch nur 4 gebraucht werden, hat der damalige Installateur je ein Adernpaar für eine Leitung verwendet - vorher war es eine ISDN-Leitung.

[...]
Versuche es und berichte wieder, was es gebracht hat. :)
Ich tu mein Bestes!

Noch etwas: Wieviele LAN-Ports hat Dein Router im 1. OG?
[...]
Das irritiert den Router zwar, damit muss er aber einfach klar kommen - sonst hätte er kein Router werden sollen, sondern vielleicht nen Toaster oder so ;)
Er hat 4, also ausreichend - ich habe es bereits probiert, ihn als reinen Siwtch laufen zu lassen, aber bin nicht so recht dahinter gestiegen: Zwar habe ich keine Verbindung mehr zu irgendeinem Modem, auch den DHCP des Routers hab ich deaktiviert, aber wollten tat er trotzdem nicht wirklich, :/



//edit: Ich werd zum Stier...auf einmal klappts. Hab meinen alten Router jetzt über Wandverkabelung an einen seiner normalen Lan-Ports mit dem LAN-Port der FBF verbunden, dann DHCP des Routers deaktiviert und es klappt....vll hatte ich heut morgen beim ersten Test die FBF an den Uplink-Port des Routers (Uplink, nicht WAN) geschlossen? Ich weiß es nicht mehr. Seis drum...Es geht, vorläufig - sonst meld ich mich nochmal :D
 
Wenn DU schreibst, die Leitung hätte 8 Drähte, dann versuche, die paarweise verdrillten zu nutzen:
1 Paar = Ltg 1, Ltg 2
1 Paar = Ltg 3, Ltg 6
 
Meinst du? Bis jetzt ist es so, je ein verdrilltes Paar steht für eine Leitung:

Ein Paar für Ltg 1
Ein Paar für Ltg 2
Ein Paar für Ltg 3
Ein Paar für Ltg 6


Wie gesagt, es klappt jetzt - sollte ich über die Woche dennoch Fehler feststellen, kann ich es ja mal probieren, wie du schreibst
 
Nein, nimm bitte
1 verdrilltes Paar für Ltg 1+2
1 verdrilltes Paar für Ltg 3+6.
Dadurch reduzierst Du dir viele Störungen auf dem Kabel!
Nicht ohne Grund sind die Paare auch bei fertig konfektionierten CAT 5/7-Kabeln so wie oben beschrieben!
Die Paare 1,2 und 3,6 stellen je eine Sende- und eine Empfangs-Stromschleife dar, d.h. die Störung kommt z.B. positiv auf Leitung 1 UND positiv auf Leitung 2. Da eine Leitung hingeht und eine zurückgeht, ist die Störung beim Empfänger quasi nicht mehr vorhanden!
Als Nebeneffekt hast Du dann noch 4 Drähte für was anderes frei :)
Auf die Leitungsdicke (von wegen 2 Drähte) kommt es hier wirklich nicht an, da keine Leistung über die Drähte geht. Störungsunempfindlicher ist es mit 2 Drähten pro Leitung auch nicht. Wie auch :!:
Google mal danach, du wirst sehen, es so, wie von mir beschrieben ;)
 
wow 8)

Hab das grade mal umgeklemmt, auch wenn ich nur ein verdrilltes Paar direkt identifizieren konnte (die andern kommen stark geknickt aus der Wand, denke aber dass ich noch ein Paar erwischt hab) - jetzt rockt das ja durchs Netz wie sonstwas :)

Danke für die Hilfe :)
 
Keine Verbindung über Wandverkabelung

Hallo Novize,

vielleicht gibt es Dich ja noch in diesem Forum, so dass Du mir evtl. helfen kannst, da Du wohl Ahnung über Wandverkabelung etc. zu haben scheinst.
Mein Status: Im EG befindet sich seit neuestem ein DSL-Modem von Alice mit 4 LAN-Ports, und ISDN-Port. Durch die Wand geht bei mir ein schon seit längerem verlegtes 16-adriges (Telefon-?)-Kabel.
Vom DSL-Modem habe ich das ISDN-Signal über eine Aufputzdose, (1. Buchse, Netwerk-Dose mit 2 getrennten Buchsen, CAT5+) über das 16er-Kabel in den 1. Stock wiederum an eine Unterputzdose gelegt. Dort geht das ISDN-Kabel in meine ISDN-Anlage und an die Telefone. Funktioniert einwandfrei. Jetzt versuche ich die ganze Zeit, das Netzwerk ebenso über dieses Kabel nach oben zu den Rechnern zu legen, indem ich einen der LAN-Ports des DSL-Modems mit der 2. Buchse der unteren Dose verbinde. Oben gehe ich aus der 2. Buchse an den Netzwerkrouter mit 4 LAN-Ports und einem "Breitband"-Port, an den ich das Kabel anschließe. Geht nicht. Stelle ich die Verbindung über ein 10m-Kabel über die Treppe her geht es. Es muss also an der Verkabelung liegen. Einen kleinen Erfolg hatte ich, aber die Verbindung war wohl so schwach, dass die Ethernet-Diode am Router und am DSL-Modem nicht ständig leuchtete, sondern immer unterbrochen blinkte. Eine Verbindung ins Internet ging nicht. Dann dachte ich, da ich noch 4 weitere Kabel aus dem 16er übrig hatte, schalte ich diese dazu, also 2 Kabel pro Stecker-Pin. Dann ging aber gar nichts mehr.
Woran kann das liegen? :confused:
 
Hallo,

Mein Status: Im EG befindet sich seit neuestem ein DSL-Modem von Alice mit 4 LAN-Ports, und ISDN-Port.

Das kann wegen der vier LAN-Ports eigentlich nur ein Router (mit eingebautem Switch und Modem nebst Telefonieteil) sein.

Durch die Wand geht bei mir ein schon seit längerem verlegtes 16-adriges (Telefon-?)-Kabel.

Das dürfte eine Leitung mit acht paarweise verdrillten Adern sein. Netzwerk-Verlegekabel hat vier Adernpaare oder in doppelter Ausführung acht Paare. Diese doppelte Ausführung besteht aus zwei durch einen Steg verbundene einfache Netzwerkleitungen und ist daher leicht von einer 16-adrigen Schlauchleitung zu unterscheiden. Solche Leitungen korrespondieren mit den bei der strukturierten Verkabelung häufig verlegten Doppeldosen.

Vom DSL-Modem habe ich das ISDN-Signal über eine Aufputzdose, (1. Buchse, Netwerk-Dose mit 2 getrennten Buchsen, CAT5+) über das 16er-Kabel in den 1. Stock wiederum an eine Unterputzdose gelegt. Dort geht das ISDN-Kabel in meine ISDN-Anlage und an die Telefone. Funktioniert einwandfrei.

Die elektrischen Anforderungen eines ISDN-S0-Busses sind viel geringer als die einer Ethernet-Verbindung, selbst wenn man sich auf nur 10 MBit/sec beschränkt.

Jetzt versuche ich die ganze Zeit, das Netzwerk ebenso über dieses Kabel nach oben zu den Rechnern zu legen, indem ich einen der LAN-Ports des DSL-Modems mit der 2. Buchse der unteren Dose verbinde. Oben gehe ich aus der 2. Buchse an den Netzwerkrouter mit 4 LAN-Ports und einem "Breitband"-Port, an den ich das Kabel anschließe. Geht nicht. Stelle ich die Verbindung über ein 10m-Kabel über die Treppe her geht es.

Die bei Dir verlegte Leitung ist für Netzwerkzwecke nicht ausreichend. Du kannst aber Glück haben, wenn Du für die beiden Fast-Ethernet-Stromkreise jeweils ein paarweise verdrilltes Adernpaar anklemmst. Das solltest Du auch für die Adern des S0-Busses sicherstellen, die andernfalls künftig durch das Netzwerksignal gestört werden könnten. Zur Belegung von Dosen, Steckern und Leitungen siehe http://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0510151.htm.

Dann dachte ich, da ich noch 4 weitere Kabel aus dem 16er übrig hatte, schalte ich diese dazu, also 2 Kabel pro Stecker-Pin. Dann ging aber gar nichts mehr.

Damit hast Du nur die elektrische Kapazität Deiner Leitung erhöht, also praktisch einen Kondensator parallelgeschaltet und so das hochfrequente Signal kurzgeschlossen.

Mit freundlichen Grüßen
LPW
 
Hallo LPW,

danke für die Antwort. Die Elko-Seite habe ich schon gekannt, ist aber klasse.
Ich denke, ich habe keine paarweise verdrillten Adern. Die liegen einfach so in dem Kunststoffmantel, aber mit Abschirmung und Seele.
Eine Chance sah ich noch, indem ich das Telefon-Signal, welches direkt aus der Wand im EG kommt, gleich durch das 16er-Kabel ins OG Leite, und dann das Alice-Modem oben mit dem restlichen Gedöns anschließe. Ergebnis: Die Telefonlampe des Modems leuchtete nur kurz, dann hat sich das Modem irgendwie aufgehängt. Als ich es dann wieder "normal" also im EG angeschlossen habe, ging das Telefon gar nicht mehr, wohl aber DSL. Bis zum Abend hat dann der Alice-Techniker per Fernreboot usw. das Telefon wieder zum laufen gebracht.
Seltsamerweise konnte ich das DSL-Signal aus dem Splitter, als ich noch bei Arcor war, durch die Wand leiten, und habe den Arcor-Router oben angeschlossen. Der Unterschied besteht wahrscheinlich darin, dass ein DSL-Signal wohl genauso unempfindlich ist, wie das ISDN-Signal?
Wenn dem so ist, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als bei Alice nach anderer Hardware zu fragen, bei der wieder ein externer Splitter dabei ist.
 
Hallo,

Ich denke, ich habe keine paarweise verdrillten Adern. Die liegen einfach so in dem Kunststoffmantel, aber mit Abschirmung und Seele.

Kaum vorstellbar. Wenn es so ist, dann ist mit dieser Leitung ja kaum etwas anzufangen. Prüfe es nach, indem Du den äußeren Mantel auf ca. 10 cm entfernst oder schlitzt und nachsiehst.

Eine Chance sah ich noch, indem ich das Telefon-Signal, welches direkt aus der Wand im EG kommt,

Du meinst die Amtsleitung?

gleich durch das 16er-Kabel ins OG Leite, und dann das Alice-Modem oben mit dem restlichen Gedöns anschließe. Ergebnis: Die Telefonlampe des Modems leuchtete nur kurz, dann hat sich das Modem irgendwie aufgehängt. Als ich es dann wieder "normal" also im EG angeschlossen habe, ging das Telefon gar nicht mehr, wohl aber DSL. Bis zum Abend hat dann der Alice-Techniker per Fernreboot usw. das Telefon wieder zum laufen gebracht.

Eine Leitung, wie Du sie beschreibst, stellt eine enorme Kapazität dar. Das macht eigentlich alles kaputt. Trotzdem sollte solche Hardware nicht abstürzen, auch wenn sie mit den Signalen nichts anfangen kann.

Seltsamerweise konnte ich das DSL-Signal aus dem Splitter, als ich noch bei Arcor war, durch die Wand leiten, und habe den Arcor-Router oben angeschlossen. Der Unterschied besteht wahrscheinlich darin, dass ein DSL-Signal wohl genauso unempfindlich ist, wie das ISDN-Signal?

Die Amtsleitung kann ja bereits mehrere Kilometer lang sein, da tun 10 oder 20 m zu Hause nicht mehr viel. Deine Leitung ist allerdings besonders ungünstig.

Mit freundlichen Grüßen
LPW
 
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