[Frage:] Verzögerung ohne kein CLIP bei Analoganruf (an X100P)

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unisys

Guest
Hallo,

Ich habe das Problem mit meinem Asterisk und einer X100P-Karte (Anschluss an einer analogen Festnetzleitung), dass zwischen der ersten Signalisierung und dem definitiven Klingeln des Telefones rund 3-6 Sekunden vergehen, wobei ich mich frage, warum dies so ist?

Hier der Auszug aus der Console:

Code:
    -- Starting simple switch on 'Zap/1-1'
    -- Executing Dial("Zap/1-1", "SIP/31|30|r") in new stack
    -- Called 31
    -- SIP/31-081a13e8 is ringing
Eigenartig ist warum der Asterisk zwischen "Starting simple switch..." und "Executing Dial..." rund 3-6 Sekunden Pause einlegt, wobei er doch diesen Vorgang bereits an der X100P-Karte bemerkt hat. Gibts hierfür eine Lösung und/oder Antwort?

Weiters ist mir aufgefallen, dass bei einem Anruf am Analoganschluss keine Callerid (Rufnummer) an den Asterisk übertragen wird?

Sollten die Profis unter euch Konfigurationsdateien oder Logdateien brauchen, dann bitte sagen, ich trage diese dann gerne in diesem Thread nach. DANKE!
 
unisys schrieb:
Ich habe das Problem mit meinem Asterisk und einer X100P-Karte (Anschluss an einer analogen Festnetzleitung), dass zwischen der ersten Signalisierung und dem definitiven Klingeln des Telefones rund 3-6 Sekunden vergehen, wobei ich mich frage, warum dies so ist?
Wenn CLIP auf einen Analoganschluß geschaltet ist wird die Rufnummer, zumindest in Deutschland, zwischen dem ersten und zweiten Klingeln übertragen. Ein analoges Endgerät, das CLIP erwartet fängt deshalb nicht sofort an zu klingeln, sondern wartet erstmal auf die Rufnummer um sie zusammen mit dem Klingeln anzuzeigen.
Weiters ist mir aufgefallen, dass bei einem Anruf am Analoganschluss keine Callerid (Rufnummer) an den Asterisk übertragen wird?
Kann der Analoganschluß CLIP? Wenn ja: möglicherweise erkennt die Karte die Rufnummer nicht, vermutlich kann man das verwendete Verfahren einstellen. Falls der Anschluß kein CLIP kann stellt sich die Frage, woher der Asterisk die Rufnummer kennen sollte ;)
 
Hallo,

clan schrieb:
Wenn CLIP auf einen Analoganschluß geschaltet ist wird die Rufnummer, zumindest in Deutschland, zwischen dem ersten und zweiten Klingeln übertragen. Ein analoges Endgerät, das CLIP erwartet fängt deshalb nicht sofort an zu klingeln, sondern wartet erstmal auf die Rufnummer um sie zusammen mit dem Klingeln anzuzeigen.

Nun, das Endgerät ist in diesem Fall ein VoIP-Telefon (Snom360), dass ja immerhin auch Rufnummern anzeigen kann, aber woher kommt nun die Verzögerung, die auf jeden Fall vom Asterisk produziert wird.

clan schrieb:
Kann der Analoganschluß CLIP? Wenn ja: möglicherweise erkennt die Karte die Rufnummer nicht, vermutlich kann man das verwendete Verfahren einstellen. Falls der Anschluß kein CLIP kann stellt sich die Frage, woher der Asterisk die Rufnummer kennen sollte ;)

Ja, der kann definitiv CLIP. Ich habe diese Funktion vor einigen Jahren selbst freischalten lassen und es funktioniert auf bei einem (direkt angeschlossenen) Siemens Gigaset Telefon einwandfrei.
 
clan schrieb:
Wenn CLIP auf einen Analoganschluß geschaltet ist wird die Rufnummer, zumindest in Deutschland, zwischen dem ersten und zweiten Klingeln übertragen. Ein analoges Endgerät, das CLIP erwartet fängt deshalb nicht sofort an zu klingeln, sondern wartet erstmal auf die Rufnummer um sie zusammen mit dem Klingeln anzuzeigen.

:crazy: satz des tages...

gruss
/alex ;)
 
unisys schrieb:
Nun, das Endgerät ist in diesem Fall ein VoIP-Telefon (Snom360), dass ja immerhin auch Rufnummern anzeigen kann, aber woher kommt nun die Verzögerung, die auf jeden Fall vom Asterisk produziert wird.
Ich wollte eigentlich darauf hinaus, daß die TDM-Karte auf ein CLIP vom Analoganschluß wartet bevor das klingeln an den Asterisk weitergereicht wird.

Allerdings war ich da wohl auf dem Holzweg, ich glaube eher, daß der Asterisk auf eine Durchwahl wartet. Beim analogen Anlagenanschluß kann man, wie beim ISDN, zu einem Zielapparat durchwählen. Falls keine Durchwahl kommt schlägt ein Timeout zu. Deine 3-6 Sekunden passen in etwa zu dem Timeout beim ISDN-Anlagenanschluß. Hast du in der Konfiguration für die Karte, die wohl in /etc/zaptel.conf zu finden ist, irgenwo ein 'overlapdial' zu stehen? Am normalen analogen Telefonanschluß dürfte der überflüssig sein.

Zur Rufnummernübermittlung: hast du meinen Hinweis auf verschiedene Verfahren der Übermittlung übersehen?
 
Hallo Clan,

clan schrieb:
Beim analogen Anlagenanschluß kann man, wie beim ISDN, zu einem Zielapparat durchwählen.

Laut Telekom Austria Hotline soll eine Durchwahl an einem analogen Anschluss (anscheinend) nicht möglich sein. Dies wird offensichtlich nur bei ISDN angeboten, was ich aus Kostengründen aber auch gar nicht machen lassen möchte.

clan schrieb:
Hast du in der Konfiguration für die Karte, die wohl in /etc/zaptel.conf zu finden ist, irgenwo ein 'overlapdial' zu stehen? Am normalen analogen Telefonanschluß dürfte der überflüssig sein.

Ich nicht wo ich den von dir abgesprochenen Parameter in /etc/zaptel.conf finden sollte, da für eine X100P (Clone) folgende Dinge von mir im Forum und via Google gefunden wurden, was auch mehr oder weniger funktioniert, nur eben so seine Fehler hat:

/etc/zaptel.conf

Code:
fxsks=1
loadzone=at
defaultzone=at

/etc/zaptel.conf

Code:
[channels]
language=de
context=from-pots
signalling=fxs_ks
usecallerid=yes
echocancel=yes
echocancelwhenbridged=yes
channel => 1
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
clan schrieb:
Zur Rufnummernübermittlung: hast du meinen Hinweis auf verschiedene Verfahren der Übermittlung übersehen?

Nun ist mir klar, dass CLIP in verschiedenen Ländern anders funktioniert, jedoch wie und wo kann ich dies einstellen, damit die X100P-Karte dies mitbekommen? Bei einem ATA-Adapter sind diese Parameter eigentlich bekannt, aber nicht für diese Karte - oder?

**** <EDIT> ****

Fehler gefunden: Ich hatte gemäss einem Beispiel in der 'zapata.conf' den Parameter 'signalling = fxs_ks' gesetzt. Richtig sollte es heissen 'signalling = fxo_ks', was eigentlich auch logisch gewesen wäre, da ich die Karte als FXO betreibe... :)

**** </EDIT> ****
 
unisys schrieb:
Laut Telekom Austria Hotline soll eine Durchwahl an einem analogen Anschluss (anscheinend) nicht möglich sein. Dies wird offensichtlich nur bei ISDN angeboten, was ich aus Kostengründen aber auch gar nicht machen lassen möchte.
Vermutlich werden analoge Anlagenanschlüsse nicht mehr verkauft, auch das Angebot an TK-Anlagen, die das unterstützen dürfte nicht mehr allzu groß sein...
Ich nicht wo ich den von dir abgesprochenen Parameter in /etc/zaptel.conf finden sollte, da für eine X100P (Clone) folgende Dinge von mir im Forum und via Google gefunden wurden, was auch mehr oder weniger funktioniert, nur eben so seine Fehler hat:
Ich habe auch noch keine Analogkarte benutzt, beim ISDN wäre in der asterisk/zapata.conf 'overlapdial=no' zu setzen. Ob das bei analogen Anschlüssen eine Auswirkung hat weiß ich aber auch nicht, in der Beispielkonfiguration taucht sie jedenfalls im allgemeinen Teil auf.

Ansonsten gibt es bei den Asterisk-Quellen im Verzeichnis 'configs' Beispiele für die Konfigurationsdateien, zumindest alle Optionen sollten da erwähnt sein.
 
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