Hallo zusammen,
ich habe ein reproduzierbares Problem auf einer FRITZ!Box 7590 AX (FRITZ!OS 259.08.25, Internetanschluss über DS-Lite bei 1&1) und würde mich über Einschätzungen freuen.
Setup: Hinter der FRITZ!Box läuft ein kleines Heimnetzwerk mit einem zusätzlichen Subnetz, das über einen eigenen lokalen Router (NAT/Masquerade) angebunden ist — ähnlich einem Consumer-Router "hinter" der FritzBox, nur mit einer virtuellen Maschine statt Hardware.
Symptom: Sobald aus diesem Subnetz heraus ein Download mit ausreichend hohem, anhaltendem Durchsatz (~9 MB/s aufwärts) läuft, bricht für ca. 1-2 Minuten das gesamte Heimnetz ein: WLAN-Geräte melden "kein Internet", die FritzBox selbst reagiert nur noch träge (Ping zur FritzBox-IP selbst steigt auf 50-100ms), externe Ziele sind teils komplett nicht erreichbar (Timeouts). Nach Ende des Downloads normalisiert sich alles von selbst wieder.
Was wir bereits ausgeschlossen haben:
- Nicht software-/dienstspezifisch: reproduziert sich identisch über zwei komplett unabhängige lokale NAT-Setups (Linux-VM als Router, separater Docker-Host mit eigenem Bridge-NAT).
- Direkte Downloads von normalen LAN-Geräten (ohne lokales NAT davor) bleiben bei gleichem/höherem Durchsatz unauffällig.
- Nicht verbindungsanzahl-abhängig: eine einzelne TCP-Verbindung reicht.
- Nicht CPU-abhängig auf der Router-Seite (1/2/4 Kerne getestet, identisch).
- FritzBox-QoS-/Priorisierungsregeln entfernt: keine Verbesserung.
- MTU/Fragmentierung ausgeschlossen (identisch auf funktionierendem und betroffenem Pfad).
- Hoher Durchsatz direkt zur FritzBox selbst (eigener Iperf-Messpunkt) verursacht nur eine kurze, milde Latenzspitze — keinen Totalausfall.
Konkreter Befund (zweifach unabhängig reproduziert): Support-Daten-Export vor/nach einem sauberen Repro-Test verglichen (zwei Paare, ~33 Min. bzw. ~5,5 Min. Abstand). Immer dasselbe Muster: dsl (WAN/DS-Lite)-Interface: 0 neue Paketverluste. lan-Interface: neue RX-Paketverluste genau im Testfenster (+212 bzw. +32), TX-Seite durchgehend 0.
Frage an die Runde: Bekanntes Verhalten/bekannte Grenze der FritzBox in dieser Konstellation? Einstellung, die hilft, oder eher ein Firmware-Bug für AVM direkt?
Anonymisierte Support-Daten kann ich bei Bedarf bereitstellen. Danke schon mal!
ich habe ein reproduzierbares Problem auf einer FRITZ!Box 7590 AX (FRITZ!OS 259.08.25, Internetanschluss über DS-Lite bei 1&1) und würde mich über Einschätzungen freuen.
Setup: Hinter der FRITZ!Box läuft ein kleines Heimnetzwerk mit einem zusätzlichen Subnetz, das über einen eigenen lokalen Router (NAT/Masquerade) angebunden ist — ähnlich einem Consumer-Router "hinter" der FritzBox, nur mit einer virtuellen Maschine statt Hardware.
Symptom: Sobald aus diesem Subnetz heraus ein Download mit ausreichend hohem, anhaltendem Durchsatz (~9 MB/s aufwärts) läuft, bricht für ca. 1-2 Minuten das gesamte Heimnetz ein: WLAN-Geräte melden "kein Internet", die FritzBox selbst reagiert nur noch träge (Ping zur FritzBox-IP selbst steigt auf 50-100ms), externe Ziele sind teils komplett nicht erreichbar (Timeouts). Nach Ende des Downloads normalisiert sich alles von selbst wieder.
Was wir bereits ausgeschlossen haben:
- Nicht software-/dienstspezifisch: reproduziert sich identisch über zwei komplett unabhängige lokale NAT-Setups (Linux-VM als Router, separater Docker-Host mit eigenem Bridge-NAT).
- Direkte Downloads von normalen LAN-Geräten (ohne lokales NAT davor) bleiben bei gleichem/höherem Durchsatz unauffällig.
- Nicht verbindungsanzahl-abhängig: eine einzelne TCP-Verbindung reicht.
- Nicht CPU-abhängig auf der Router-Seite (1/2/4 Kerne getestet, identisch).
- FritzBox-QoS-/Priorisierungsregeln entfernt: keine Verbesserung.
- MTU/Fragmentierung ausgeschlossen (identisch auf funktionierendem und betroffenem Pfad).
- Hoher Durchsatz direkt zur FritzBox selbst (eigener Iperf-Messpunkt) verursacht nur eine kurze, milde Latenzspitze — keinen Totalausfall.
Konkreter Befund (zweifach unabhängig reproduziert): Support-Daten-Export vor/nach einem sauberen Repro-Test verglichen (zwei Paare, ~33 Min. bzw. ~5,5 Min. Abstand). Immer dasselbe Muster: dsl (WAN/DS-Lite)-Interface: 0 neue Paketverluste. lan-Interface: neue RX-Paketverluste genau im Testfenster (+212 bzw. +32), TX-Seite durchgehend 0.
Frage an die Runde: Bekanntes Verhalten/bekannte Grenze der FritzBox in dieser Konstellation? Einstellung, die hilft, oder eher ein Firmware-Bug für AVM direkt?
Anonymisierte Support-Daten kann ich bei Bedarf bereitstellen. Danke schon mal!