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[GELÖST] IGMP mit Linux-Router

Dieses Thema im Forum "IP-TV" wurde erstellt von lord-of-linux, 6 Nov. 2008.

  1. lord-of-linux

    lord-of-linux Mitglied

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    #1 lord-of-linux, 6 Nov. 2008
    Zuletzt bearbeitet: 5 Dez. 2008
    Hallo,

    ich habe in der c't 22/2008 den interessanten Artikel zum Ausreizen von VDSL gelesen und danach bei einem Verfügbarkeitscheck festgestellt, dass unsere Leitung sogar VDSL 50 ermöglichen würde. Also habe ich mal begonnen, mich genauer einzulesen. Allerdings habe ich noch ein paar Fragen.

    Grundsätzlich noch folgendes: Eigentlich habe ich nur interesse an VDSL, aber wenn man schon diese IP-TV bezahlen soll...

    Also, hier meine Fragen:

    1. Ist es möglich über einen Linux-Router IP-TV zu nutzen und wenn ja, wie geht man vor (zwecks IGMP)?
    2. Ich habe irgendwo hier im Forum gelesen, es seien IGMP-fähige Switches nötig und diese seinen ziemlich teuer. Was ist da dran? Erwartet die Telekom wirklich, das jeder ein direktes Kabel von Router zu Reciver ohne Switch hat?

    3. Fragen zum Speedport, falls Nutzung des Linuxrouter für IP-TV nicht möglich
    • unterstützt der Standard-Speedport (also W721V) auch Exposed Hosts, so dass ich einfach das IP-TV vom Rest über den Linux-Router abkoppeln könnte? (Reciver per W-LAN, Rest über Linux-Router am Speedport-LAN)
    • Wie gut sind die W-LAN-Komponenten in Reciver und Speedport? Den ein extra Kabel wäre sehr schlecht zu verlegen. Der komplette Netzwerkausbau steht soweit und die Verbindung am Fernseher/Reciver läuft über einen Switch.
    Vielleicht fallen mir im laufe der Diskussion ja noch ein paar Dinge ein, aber diese Punkte sind mir für den Anfang mal wichtig, da ich dieses IGMP-Zeugs noch nicht wirklich verstehe.
     
  2. frank_m24

    frank_m24 IPPF-Urgestein

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    Hallo,

    Klar. Man benötigt Multicast- und Multicast-Routing-Unterstützung im Kernel und dann noch einen Multicast Routing Daemon - mrouted, mrd6 oder sowas. Will man komplexere Szenarien realisieren (mehrere Router und Subnetze im Haus), dann braucht man noch Routing Frameworks wie z.B. Quagga.

    Man benötigt Switches, die Multicast und IGMP Paketen keine Hindernisse in den Weg legen, das sind aber mittlerweile die meisten. Multicast Pakete werden auf spezielle Ethernet-Broadcast Adressen umgelegt, die müssen von den Switches korrekt behandelt werden.
    Einen Schritt weiter gehen Switches mit "IGMP Snooping". Die sind allerdings wahrscheinlich recht teuer. Sie sind in der Lage, den IGMP Verkehr zwischen Multicast Client und Router ihrerseits auszuwerten und leiten dann den Multicast-Datenverkehr nur in die Netz-Segmente, die ihn auch wirklich angefordert haben. Sonst verteilt ein Switch Multcasts gnadenlos an alle angeschlossenen Geräte - und flutet das Netz mit Video-Daten, die niemand sehen will. Besonders wenn an einem Switch-Port noch ein WLAN-AP hängt, ist das drahtlose Netz platt: Geflutet vom Multicast-Stream.

    Ich verstehe nicht wirklich, was du da vorhast ... Exposed Host und Portfreigaben haben nicht wirklich was mit Multcast-Routing zu tun. Im Zweifel also: Was immer du da auch vorhast, es wird nicht funktionieren.

    Wenn du eine persönliche Meinung hören willst: Video-Multicast über WLAN ist unbrauchbar. Das WLAN ist zu störanfällig und am Kapazitätslimit (oder darüber) selbst unter guten Bedingungen. Unabhängig davon unterstützen die Speedports meines Wissens keine Ausgabe des IP-TV Streams über WLAN - eben aus genau diesen Gründen. Es gibt jedenfalls oft genug Fragen hier im Forum, warum man IP-TV nicht über WLAN empfangen kann. Ausgabe des Multicast-Streams funktioniert an Speedports nur an den beiden speziell gekennzeichneten LAN Ports.
     
  3. lord-of-linux

    lord-of-linux Mitglied

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    OK,

    ich habe vielleicht zu ungenau Angaben gemacht. Mein Netzwerk sieht so aus, dass ein Linux-System als Router zwischen einer DMZ und dem Internet. In der DMZ hängt ein zweites Linux-System als Router zwischen der DMZ und dem Internen Netzwerk. Das ganze läuft per Xen, aber das sollte ja keinen Unterschied machen. Dies würde ich ungern aufgeben, da ich damit um einiges mehr machen kann als mit einem einfachen Router.
    Diese Lösung habe ich unter anderem aufgesetzt, da ich mit der Fritz!Box in einer Sache unzufrieden wahr: Durch Bittorrent (z.B. Download der Knoppix-DVD) brachte ich sie reproduzierbar zum Absturz. Wahrscheinlich hat die CPU die vielen gleichzeitigen Verbindungen nicht mitgemacht. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Speedports da viel besser sind.

    Hat hier schon jemand konkrete Erfahrungen mit einem Aufbau dieser Art und IGMP-Unterstützung?


    OK, das es grundsätzlich realisierbar sein sollte, erfreut mich schonmal. Muss ich wohl mal ein bisschen recherchieren.

    In der c't las sich das für mich wie eine reine Umstecklösung zwischen Speedport für IP-TV und anderem Router zum Ausnutzen der Leitung.

    OK, wenn das mit modernen Switches kein Problem ist, dann ist das schon die zweite gute Nachricht. In naher Zukunft steht wahrscheinlich der Kauf eines Gigabit-Switch von Netgear an. Da werde ich vorher mal schauen, ob ich Infos dazu zum Thema IGMP finde. Das das Netzwerk dadurch leicht geflutet wird ist mir klar, ich denke aber, dass ist vielleicht nicht so ein großes Problem, wenn ein paar MBit/s "wegfallen".


    Die Anderen Fragen sind sowieso nur Interessant, wenn es nicht möglich wäre, IGMP über einen Linux-Router laufen zu lassen.
     
  4. frank_m24

    frank_m24 IPPF-Urgestein

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    Hallo,

    dein Setup macht es nicht einfacher. Es hört sich für mich so an, als ob dort der Multicast-Stream 2 Router überwinden muss, bevor er am Empfänger ankommen kann. Das erfordert dann auf jeden Fall den Einsatz komplexer, multicast-fähiger Routing-Protokolle, wie sie z.B. Quagga zur Verfügung stellt (OSPF, RIPng). Ob das aber trotzdem für T-Home Entertain funktioniert kann ich nicht sagen. Wenn ich so komplexe Szenarien konfiguriert habe, dann hatte ich immer Zugriff auf alle beteiligten Komponenten inkl. aller Router und auch dem Multicast Sender. Letzteres geht bei dir ja nicht. Von daher könnte das problematisch werden. Es wäre aber interessant, das mal anzugehen. Ich würde dafür auch gerne eine laaange Diskussion hier in Kauf nehmen. ;)
     
  5. alfinatorius

    alfinatorius Neuer User

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    Hi,

    ich hab das ganze bei mir mal Versucht...

    WinServ2003 als LAN-Router mit 3NW-Karte.
    Eine hängt am Speedport mit NAT an.
    Die anderen 2 sind interne LAN's die über den Server ins Internet gehen.
    Hab auch IGMP-Routing aktiviert.

    Nach 10sek bekomm ich Standbild am MediaReciever.


    ...achso, nur so neben bei. Mein MediaReciever geht ohne Probleme über W-LAN da der DSL-Anschluss incl. Router in nem anderen Gebäute ca. 300m weit weg ist und ne Straße auch noch dazwischen ist. ^^
     
  6. lord-of-linux

    lord-of-linux Mitglied

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    Cool, das du das getestet hast. Das Ergebnis dagegen finde ich nicht so super :-(
    Wobei vielleicht liegt es da ja auch am Windows. Davon halte ich ehrlichgesagt sowieso nicht viel. :)

    Vielleicht bekommt man es ja hin, wenn man da einen gut Konfigurierten Router wie Quagga oder ähnliches einsetzt. Mal schauen, wenn ich meinen Vater von VDSL vollends überzeugt bekomme, dann werde ich das auf alle Fälle versuchen.

    Habt ihr eine Idee, wo ich Infos finde, ob ein Switch problemlos IGMP an die Ports aussendet? Wir planen, uns einen Netgear GS116 zuzulegen und unseren Netgear FS116 dadurch zu ersetzen. Bisher habe ich aber nichts zum Thema IGMP und diesem Switch gefunden.


    EDIT:
    @frank:
    So denke ich auch. Der Spaß des Tüftelns ist es ja eigentlich schon fast wert. *g*

    Hab ich das oben richtig verstanden, du kennst dich ziemlich aus mit der Einrichtung von Multicast und ähnlichem?
     
  7. frank_m24

    frank_m24 IPPF-Urgestein

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    Hallo,

    ich glaube nicht, dass du mit dem noch Schwierigkeiten bekommst. Wir haben vor einiger Zeit mal einen Stapel 100Mbit und 1 Gigabit-Switches für die Firma gekauft, billiges Zeug von D-Link und Allnet mit 5 - 16 Ports. Alle haben kein Problem im Multicast-Testnetz, selbst mit IPv6 Multicasts, die noch mal wieder besondere Anforderungen an die Switches stellen. Ich glaube nicht, dass heutige Gigabit-Switches da noch Probleme machen, da die Multicast Standards alt genug sind, dass jeder Hersteller sie dort einfließen lassen konnte.
     
  8. lord-of-linux

    lord-of-linux Mitglied

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    OK, super. Dann denke ich, ist es mit dem Netgear kein Problem. Die Geräte arbeiten super zuverlässig und haben noch nie Probleme gemacht.

    Hast du mir vielleicht noch nen kleinen Tipp, wie ich "einfach" mal IGMP Multicasting selbst testen kann? Irgend ein kleines Testprogramm, mit dem ich mal ein bisschen probieren kann?
     
  9. frank_m24

    frank_m24 IPPF-Urgestein

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  10. lord-of-linux

    lord-of-linux Mitglied

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    Coole Sache, habe ich ausprobiert, das läuft ja echt spitze. Danke für den Tipp. Also der bisherige Switch ist scheinbar kein Problem und ich denke ja nicht, dass die neuen einen Rückschritt gemacht haben.

    Auf dieser Basis kann ich ja ggf. auch mal das Multicast Routing anschauen und vor allem testen.
    Hast du mir vielleicht ein paar coole Links?
     
  11. frank_m24

    frank_m24 IPPF-Urgestein

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    Hallo,

    nee, eigentlich bin ich selbst immer auf der Suche nach solchen Links. Rund um erweitertes Multicast-Routing ist freie Literatur leider dünn gesät. Es gibt ein paar Howtos rund um Quagga, aber Hintergründe werden selten erklärt. Ist im Augenblick offensichtlich noch ein Feld für Freaks, weniger für Otto-Normal-Verbraucher.
     
  12. lord-of-linux

    lord-of-linux Mitglied

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    Hallo,

    ich habe mich nun weiter mit einigen Tests befasst und noch ein bisschen recherchiert, u. a. habe ich weiter nach Quagga-Doku gesucht. Aber so wirklich erfolgreich war ich da nicht. Vor allem habe ich nichts zum Thema IGMP gefunden. Dann habe ich noch ein bisschen den mrouted angeschaut. Der soll doch IGMP routen können. Was spricht dagegen, mrouted einfach auf den beiden Gateways zu einzurichten? Und über was für ein Protokoll läuft der Verbindungsaufbau, also der Beitritt zur Multicast-Gruppe?

    Und nochmals zum Thema W-LAN und Multicast: Ich habe versucht einen VLC-Videostream mit einer Bitrate von <1 Mbit/s über eine W-LAN-Verbindung zu schauen. Das ging total in die Hose, selbst mit dem Rechner neben dem Router. Aber vielleicht liegts ja auch an der Hardware im Wind oder an Windows (gehört leider nicht mir, deshalb auch Win).

    Vielleicht kann mir jemand von euch ja noch sagen, wo ich Infos zum W721V finde. Eine Seite mit allen Details. Auf meiner Suche fand ich bisher meist nur unsinnige Preisvergleiche oder Shops, aber keine wirklichen Infos. Folgendes interessiert mich.
    1. Kann ich diese einfach als Modem konfigurieren und er leitet Pakete mit VLAN 7 an sein Modem?
    2. Sperrt er wie die Fritz den IP-Telefonie-Teil, wenn er nur als Modem läuft?
    3. Kann ich den Speedport mit seinem ISDN einfach als ISDN-Analog-Bridge für zwei analoge Telefone nutzen, falls 2. zutrifft?

    Die Ersetzung unserer Telefonanlage könnte meinen Vater vielleicht überzeugen, der bisher abgeneigt ist, bei VDSL noch ein Gerät mehr im Keller zu haben, neben der Fritz und der Telefonanlage? Da wir 4 analoge Phones haben, reicht die Fritz bisher leider nicht aus. Somit könnte ich dann den Speedport statt der Eumex hinter der Fritz anschließen.


    PS: Der Netgear GS116 ist nun da und läuft wie erwartet auch im Multicast-Betrieb.
     
  13. frank_m24

    frank_m24 IPPF-Urgestein

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    Hallo,

    Könnte daran liegen, dass es bei IPv6 "MLD" heißt und sich rund um Multicast mittlerweile fast alles auf IPv6 konzentriert.
    Das Routing der IGMP Pakete ist auch weniger das Problem. Den eigentlichen Multicast Stream muss der Router ans Ziel bringen, das ist viel aufwendiger.

    Gar nichts, solange du bei IPv4 bleibst.

    Das ist IGMP. Aber wie gesagt: Das ist nur die halbe Miete. Der RTP Stream muss auch ans Ziel kommen.

    Die Beobachtung habe ich schon öfter gemacht. Ich halte nicht viel von Multicast über WLAN. Vielleicht wird es mit WMM besser.

    Hat der W721V direkt ein VDSL taugliches Modem, oder muss der auch noch hinter ein VDSL Modem? :confused: Ich habe keine Ahnung, aber wenn er ein VDSL Modem hat, dann sollte der PPPOE mit VLAN ID 7 unterstützen.
    Übrigens könnte genau das für IP-TV wieder Probleme machen. Es kann sein, dass IP-TV über eine eigene PVC mit anderer VLAN ID abgewickelt wird. Darüber habe ich bislang nichts gefunden.

    Ja, ganz sicher, das ist unabhängig vom Endgerät. Wenn er keine eigene Verbindung hat, kann er keine VoIP Nummern registrieren.

    Ja.
     
  14. lord-of-linux

    lord-of-linux Mitglied

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    Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Es läuft doch bisher sowieso alles IPv4. Also dürfte es ja kein Problem sein. Und was hat es mit dem RTP-Stream aufsich? Ich dachte der Stream kommt als IGMP-Multicast?!?

    Kannst du mich vielleicht kurz aufklären? Ich denke einfach, ich richte mrouted auf beiden Gateways ein und diese Routen dann jeweils den Verkehr weiter. Was brauche ich mehr?


    Ich halte auch nicht wirklich viel von W-LAN und nutze es nur manchmal für iPod oder unterwegs Hot-Spots. Fürs Heimnetzwerk ist es nicht zu gebrauchen, da ist ein Kabel viel besser.


    Der Speedport hat ein eigenes Modem. Das dürfte nicht das Problem sein. Und VLAN-ID ist unter Linux ja auch nicht problematisch. Wenn später einmal mehrere VLANs genutzt werden sollten, dürfte es doch auch kein Problem sein, unter Linux eine zweite PPPoE-Verbindung über das weitere VLAN-Device zu starten.
    Außerdem ist mir dieser unsinn IP-TV sowieso eigentlich egal. Ich sehe es mehr als Spielewiese, die Multicasts und ähnliches zum Laufen zu bringen. Wir haben DVB-S und da kommt T-Home einfach nicht ran. Ich interessiere mich vorrangig wegen dem Upload für VDSL. Also ist es nicht schlimm, wenn es nicht sofort und Problemlos läuft.


    Das ist ja die Sache, warum ich es nicht verstehe. Die Geräte haben ja trotzdem ihre Netzwerkverbindung. Als LAN-Clinet kann die Fritz beispielsweise VoIP nutzen, aber wenn sie Modem ist, geht es nicht, obwohl sie trotzdem noch LAN-Client ist.


    Übrigens habe ich nun ein paar Kleinigkeiten geklärt und wir stehen nun kurz vor der Umstellung auf T-Home mit VDSL.
     
  15. frank_m24

    frank_m24 IPPF-Urgestein

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    Hallo,

    IGMP ist nur das Management Protokoll und regelt das Verteilen, das Beitreten bzw. Verlassen der Multicast-Gruppen. Der eigentliche Multimedia-Stream mit z.B. Video-Inhalten wird aber meistens über UDP/RTP versendet. Ähnlich wie bei VoIP: SIP regelt das Session Management ( => den Rufaufbau), RTP überträgt die Sprache.

    Genau das hat bei mir auch immer funktioniert - solange zwischen Multicast-Sender und -Empfänger nur ein Router war. Sobald mehr dazwischen waren, habe ich erweiterte Routing-Protokolle benötigt, wie z.B. RIPng oder BGP. Kann aber sein, dass dieses nicht unbedingt nötig ist. In neueren Linux Kerneln (2.6.26 und neuer) sind Multicast-Routing Mechanismen Bestandteil der Standard-Kernel. Das habe ich aber noch nicht ausreichend durchgetestet.

    Richtig. Das ist auch so eine Baustelle, an die ich gerne mal ran möchte.

    Das ist die richtige Einstellung! :) Der Weg ist das Ziel. Ich darf an dieser Stelle meinen Chef zitieren: "Alles, was funktioniert, ist langweilig. Aber bis es funktioniert ist es interessant". Recht hat er.
     
  16. lord-of-linux

    lord-of-linux Mitglied

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    Dieser Satz könnte ja fast von mir sein *g*
    So ähnlich habe ich es gegenüber einem Klassenkammerad auch formuliert.

    Jetzt verstehe ich die Sache jedenfalls schonmal ein bisschen besser. Wenn ich das T-Home Paket habe werde ich halt testen, ob ich einfach oder kompliziert ans Ziel komme. Ankommen werde ich bestimmt. Und wenn es der komplizierte Weg ist, lerne ich dabei auch wieder mehr.
     
  17. lord-of-linux

    lord-of-linux Mitglied

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    #17 lord-of-linux, 2 Dez. 2008
    Zuletzt bearbeitet: 5 Dez. 2008
    So, am Freitag sollte es soweit sein, da ist der Schaltungstermin für unser VDSL25-Paket. Den Speedport habe ich nun schonmal testweise als Modem in Betrieb. Nun würde ich mich gerne dem Thema Multicast-Routing wieder ein bisschen widmen.

    Ist das wirklich grunsätzlich so wenig Konfigurationsaufwand wie hier dargestellt: http://www.jukie.net/~bart/multicast/Linux-Mrouted-MiniHOWTO.html? Oder habt ihr noch ergänzende Hinweise?


    PS: Noch ne kleine Frage: Hat jemand von euch eine Idee, wie ich den Speedport überede, mir die Leitungsdaten (mögliche Geschwindigkeit) anzuzeigen? Ich will ja gerne wissen, ob es sich ggf. lohnt, auch gleich mal VDSL50 zu buchen. Habe nun schon ein bisschen rumprobiert und bekomme nur die aktuelle Geschwindigkeit aus dem Speedport heraus.
    Irgendwo habe ich schon debugfile oder so etwas der Fritz!Boxen gesehen, in denen meines Wissens auch alles mögliche stand. Gibt es so etwas auch beim Speedport.


    EDIT: Ich habe nun in den letzten zwei Tagen viel Experimentiert mit VLC und den Multicasts gemacht. Leider schaffe ich es nicht mal über eine Router-Ebene. Meine Tests mache ich mit VLC als Streamserver und -Client. Dazu starte ich vlc im Netz 192.168.1.0/24 den stream nach 239.255.1.2, mit dem Client im Netz 192.168.2.0/24 versuche ich den Stream abzurufen.
    Auf dem Router habe ich igmpproxy installiert, da dieser scheinbar die einzigste Möglichkeit ist, um das T-Home IP-TV über einen Linux-Router zu schauen. Allerdings kommt keine Verbindung zustande. Als Anhang hänge ich mal die Ausgaben von igmpproxy an. Vielleicht hat ja einer von euch eine Idee.

    PS2: Wenn ein IGMP-Proxy läuft, möchte ich wenigstens versuchen, ob zwei hintereinander funktionieren. Doch wie muss ich dann den WAN-seitigen einrichten? Als Ziel nur das DMZ-Netz und der zweite Proxy sollte dies dann wieder umsetzen, oder?


    EDIT2:
    Es funktioniert. VLC habe ich zwar nicht dazu gebracht, mit dem igmpproxy zu nutzen, aber mit dem T-Home IP-TV geht es ohne Probleme. Gleich auf den ersten Versuch hat alles funktioniert. In den nächsten Tagen werde ich wohl auch eine kurze Einleitung zusammenstellen.
     

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