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Heise: Skype verliert im VoIP-Markt an Boden

Dieses Thema im Forum "Lesestoff" wurde erstellt von supasonic, 2 Feb. 2006.

  1. supasonic

    supasonic Admin-Team

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    Skype verliert im VoIP-Markt an Boden
    Der Marktanteil des Voice-over-IP-Anbieters Skype sinkt drastisch. Gingen vor Jahresfrist noch 90 Prozent der in Europa vermittelten VoIP-Gesprächsminuten auf das Konto von Skype, schrumpfte dieser Anteil inzwischen auf 45 Prozent.

    Quelle und ganzer Artikel bei: Heise.de
     
  2. dg7lbb

    dg7lbb Mitglied

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    Ohhhh,
    dann bin ich dem "Markt" schon über 1,5 Jahre voraus geeilt :)
     
  3. johnnyt

    johnnyt Aktives Mitglied

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    keine überraschung!

    proprietäres überlebt eben heute nicht mehr all zu lange...

    so long&greetz

    JohnnyT
     
  4. TinTin

    TinTin Aktives Mitglied

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    Man sollte prozentuale nicht mit absoluter Userzahl/Minutenzahl verwechseln. Ich bin mir sicher, dass die absoluten Userzahlen/Minutenzahlen auch bei Skype im letzten Jahr noch gestiegen und nicht rückläufig sind. Nur ist die Userzahl/Minutenzahl bei nicht-Skype-VoIPlern halt um ein vielfaches mehr gestiegen, ergo geringer Marktanteil trotz steigender Userzahl/Minutenzahl.

    Gruß,
    Tin
     
  5. Psychodad

    Psychodad Mitglied

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    Mein Senf

    Hi

    Skype hatte erfolg weil sie (lang ists her) über Analogmodems gute Verbindungen hingekriegt haben, im Vergleich zu den damaligen Konkurenten.

    Heute hat ja jeder DSL, da laufen auch Festnetz-Codecs.

    BTW: Für alle die behaupten die Sprachqualität sei bei Skype besser: Den dort verwendeten Codec kann man auch mit SIP einsetzen. Es gibt aber inzwischen bessere....

    Grüsse

    Psychodad
     
  6. micro

    micro Aktives Mitglied

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    Ehm.... Wie jetzt? Wenn Skype immer weniger Minuten kostenpflichtig ins Festnetz vermittelt in Europa, dann ist es doch egal, ob da trotzdem mehr User Skype benutzen. Allein an den kostenpflichtigen Festnetz-Gesprächen verdient doch Skype (wie andere Provider ja auch). In sofern ist das natürlich keine gute Nachricht für Skype.

    Die schaufeln fleissig an ihrem eigenen Grab mit ihrer proprietären Technik. Kaum ein Hersteller interessiert sich für Skype, und stellt daher auch nichts für Skype her. Weil wenn Skype pleite geht, dann waren die ganzen Investitionen in die Entwicklung von Skype-Hardware für die Katz. Abgesehen davon, dass aufgrund der propretären Technik kaum seitens der Hersteller vernünftig ein Produkt für Skype entwickelt werden kann, da man schon in der Entwicklungsphase der Geräte von Skype abhängig ist (Integration des Clients ist ja vom Hersteller selbst nicht zu machen, da die ganze Technik proprietär ist und somit Skype da immer helfend zur Seite stehen muss). Man kann sich also als Hersteller da kein wirklich eigenes Knowhow aneignen. Es wird also für Skype nur über gezielte Kooperationen mit einzelnen Herstellern gelingen, überhaupt etwas an Hardware für die Kunden anbieten zu können. Wenn heuteige Festnetz-Carrier nur Telefone für ihr Angebot dem Kunden bieten könnten, die aus Kooperationen mit 2-3 Hardware-Herstellern speziell für ihre Netztechnik entwickelt wurden, dann würden diese Geräte auch wesentlich mehr Geld kosten als nötig, und die Auswahl wäre sehr begrenzt.

    Jegliche Hardware, die unabhängig vom PC läuft mit Skype, ist entweder nur in Asien und Amerika erhältlich, oder noch in Planung. Für die breite Masse an Skype-Usern hat Skype nichts weiter als seinen Soft-Client und ein paar Krüppel-Erweiterungen für den USB-Port auf Lager...

    Selbst das Verschlüsselungsargument wird immer schwächer in Anbetracht von SRTP und Sips (Sipgate und Snom sind da ja nun diesen Schritt gegangen). Was den schönen Client (jetzt mal nicht ironisch, sondern ernst gemeint) von Skype angeht, so gibt es da schon Sip-Alternativen von OpenWengo und Gizmo. Beide übrigens mittlerweile untereinander kompatibel. Wie schon von den Vorrednern erwähnt ist auch die Sprachqualität nicht vom verwendeten Protokoll, sondern vom Codec abhängig. Bei Gizmo ist mittlwerweile die Sprachqualität wesentlich besser als bei Skype. Auch die Firewall-Problematik ist inzwischen durch vorkonfigurierte Stun-Server eigetnlich kein Problem mehr. Man muss nicht mehr seine Firewall total löchricg machen, um mit Sip durchzukommen.

    Skype ist und bleibt einfach eine Proprietäre Insel, die kurzzeitig mangels ernstzunehmender Konkurrenz einen enormen Hype erzeugt hat. Nun wird ihr langsam das Land weggeschwemmt vom Ozean. Natürlich werden auch weiterhin viele millionen user weltweit mit dem Skype-Client chatten und VoIPen, aber eben kaum ins Festnetz und Skype-IN dürfte so auch kaum genutzt werden. Beides sind doch die finanziellen Säulen von Skype, sowie das ja auch bei Sip-Providern der Fall ist. Wenn ich das dann nur mit einem Soft-Client nutzen kann, oder mit einem USB-Phone, dann ist das eine nette Spielerei für Freaks, reiche Singles oder Gelegenheits-VoIPer, aber die breite Masse wird weiterhin kostenlos von Skype zu Skype per Softclient VoIPen und Chatten.

    Man muss ja auch sehen, dass eit dem Kauf von Skype durch Ebay, das ganze System wohl nur noch dazu genutzt werden soll, Ebayern die Kommunikation untereinander zu vereinfachen bei Onlineauktionen. Das mag für Ebay eine tolle Strategie sein, deckt aber letztlich auch nur eine Zielgruppe von vielen ab...
     
  7. TinTin

    TinTin Aktives Mitglied

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    Du liest die Meldung immer noch falsch, da steht nicht, dass sie immer weniger Minuten ins Festnetz vermitteln, da steht sie vermitteln prozentual vom Gesamtkuchen weniger als prozentual vom Gesamtkuchen in den Jahren davor. Die absolute Zahl der Minuten kann durchaus gestiegen sein, denn der Gesamtkuchen ist ja ebenfalls sehr stark gewachsen im letzten Jahr.

    Fiktives Beispiel:

    Gesamtzahl Minuten VoIP 2004: 1 Mio.
    Skype Minuten 2004: 900.000
    andere VoIP Minuten 2004: 100.000

    Damit hat Skype in 2004 90% Marktanteil

    Gesamtzahl Minuten VoIP 2005: 2,66 Mio.
    Skype Minuten 2005: 1,2 Mio
    andere VoIP Minuten 2005: 1,46 Mio

    Damit hat Skype in 2005 nur noch 45% Marktanteil, obwohl die Zahl der Minuten gestiegen ist.

    Gerade in letzter Zeit hat Skype viele neue Kooperationen auf den Weg gebracht...

    http://www.skype.com/company/news/index.html

    Aber damit man mich nicht falsch versteht - bin auch kein Skype-Fan, aber vor der Technik und der Vermarktung ziehe ich den Hut.

    Gruß,
    Tin
     
  8. micro

    micro Aktives Mitglied

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    #8 micro, 3 Feb. 2006
    Zuletzt bearbeitet: 3 Feb. 2006
    Achso, ja gut das habe ich in der Tat falsch interpretiert. Dennoch würde Skype in dem von dir genannten Szenario langsam an Marktanteilen verlieren und somit auch für Hersteller zunehmend uninteressant werden.

    Die Presse-Mitteilungen auf der Skype-Website habe ich auch gelsesen. Allerdings habe ich von den Produkten hier im Media-Markt oder sonst in irgendeinem Elektronik-Markt noch nichts gesehen. Auch im Internet kann man nur bei ausländischen Shops oder Ebay etwas bekommen...

    Das ändert auch an der Grundproblematik nichts. Skype versucht zentralistisch alles zu kontrollieren. Dafür müssen sie Hersteller gewinnen. Wieviele Hersteller sind das denn bis jetzt? Phillips, CreativeLabs und Netgear... Keines von deren angekündigten Produkte kann man hier in Deutschland kaufen so weit ich weiss (falls ich mich irre, bitte mal einen Link hier posten),

    Was hat Skype im Angebot, um gegen so etwas wie die FritzBox oder die neue Horstbox anzukommen? Nichts. Alle Skype-Adapter sind teuer, können nur Bruchteile der Telefon-Komfortfunktionen auch mit einem Analogtelefon umsetzen - geschweige denn die volle Skype-Funktionalität.

    Wer nutzt Skype-IN mit einem Soft-Client oder mit einer Hardware, die von einem eingeschalteten Windows-Rechner mit eingeloggten Internet-Zugang abhängig ist? Das dürften höchstens ein paar hunderttausend weltweit sein. Alleine Snom oder AVM dürften jeweils schon wesentlich mehr Sip-Hardware verkaufen, als Netgear, CreativeLabs und Phillips zusammen für Skype.

    Aus sicht der Hersteller ist es doch auch wesentlich lukrativer, Hardware für offene Standards zu entwickeln, da sie so keinerlei Lizenzgebühren an irgendeinen VoIP-Anbieter zahlen müssen, und gleichzeitig die volle Kontrolle über die Entwicklung und Implementierung haben. Wenn Sipgate oder 1&1 pleite machen, dann kann das AVM oder Grandstream total egal sein, da es noch genügend andere Anbieter gibt, die deren Hardware bestellen. Ausserdem muss sich AVM oder eben Grandstream nicht immer mit einem bestimmten VoIP-Anbieter absprechen bzw. Kooperationsverträge aushandeln, nur um ein neues Produkt auf den Markt bringen zu können.

    Anders herum ist es für die vielen kleinen VoIP-Provider kein Problem, ihren Kunden eine breite Palette unterschiedlichster Hardware anzubieten, da sie dafür nicht sebst um Kooperationen mit namhaften Herstellern bemüht sein müssen.

    So herrscht auch mehr Wettbewerb unter den VoIP- UND Hardware-Anbietern, was letztlich besser für Innovation und Preisentwicklung ist.

    Netgear und Co. werden mehr Kohle mit ihren Sip-Routern machen, als mit Skype. Wenn Skype dann mal den Bach runter gehen sollte, dann können Hersteller wie CreativeLabs, Phillips und Netgear eine ganze Produkt-Palette im Wert von mehreren Millionen Euro zu Grabe tragen. Auch keine tolle Aussicht, weswegen auch keiner dieser Hersteller ausschliesslich für Skype produziert
    und auch zurecht allgemein eher zögerlich und halbherzig auf Skype zugegangen wird.
     
  9. MikiM

    MikiM Neuer User

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    Die Tarife von Skype sind ja auch nicht die besten, vor allem die Handytarife..
    Da ist z.B. voipbuster und co. viel billiger und (zumindest bei mir) in der Sprachqualität um vieles besser!!!!!
     
  10. micro

    micro Aktives Mitglied

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    Es spricht eigentlich kaum noch etwas dafür, Skype zu benutzen. Am Anfang war es echt ungeschlagen, was die einfache Installation und Durchdringung von jeglichen Firewalls und Routern anging. Auch die Verschlüsselung aller Gespräche und Datei-Transfers sind gut gewesen. Mittlerweile gibt es das alles aber auch mit Sip zu wesentlich günstigeren Preisen (wenn es um Festnetz-Telefonie geht) und vor allem unabhängig vom verwendeten Anbieter. Wenn ich mir einen Sip-Router oder ATA kaufe, dann kann ich den mit allen möglichen Sip-Anbietern nutzen. Auch gibt es kostenlose Soft-Clients, die einfach zu nutzen sind und ähnliche Features wie Skype bieten. Wenn ich dagegen Skype-Hardware kaufe, und möchte dann mit meinem USB-Telefon über z.B. VoIP-Buster billiger telefonieren, dann kann ich mein Skype-Telefon in die Ecke legen. Gleiches gilt für den Skype-Client.
     
  11. Andre

    Andre IPPF-Promi

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    Ganz stimme ich den Argumenten nicht zu.

    vorweg: ich nutze kein Skype.

    Aber:
    • Die Skype-Codecs nutzen bei SIP wenig, da SIP einen wahnsinnigen Protokollüberhang hat. Mit Skype braucht man bei gleichem hochkomprimierenden Codec u.U. weniger als die Hälfte der Datenrate. Damit ist Skype eine sehr gute Möglichkeit, eine UMTS-Flat zum Telefonieren zu gebrauchen (leider gibts die base-Internetflat sowieso nur mit base-Handykarte, aber wenn man zu zweit ist, kann ja der eine das base-Handy bekommen (z.B. die Partnerin, wg. des besseren WAF) und man selbst telefoniert mit Skype über die UMTS-Karte).
    • Nach Lateinamerika sind Verbindungen via Skype deutlich stabiler und mit weniger Problemen behaftet, als SIP-calls (wie dieversen Beiträgen zu entnehmen ist)

    Nur sind das natürlich nicht die Massenanwendungen, weshalb nicht nur der relative, sondern auch der absolute Anteil runtergehen wird.
     
  12. micro

    micro Aktives Mitglied

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    Naja was den Protokollüberhang angeht, so bewegt sich das aber im Byte-Bereich. Ich nutze hier fürs Instant-Messaging z.B. Jabber. Dafür wird gerade eine JEP (Jabber Enhancement Proposal) erarbeitet in Zusammenarbeit mit Goolge, was bereits eine Bibliothek namens Jingle hervorgebracht hat, womit dann auch VoIP mit Jabber über XMPP möglich wird (als übergreifgender Standard). Dabei soll es sogar möglich sein Sip-kompatibel zu werden. Beide Protokolle (XMPP aka Jabber und SIP) machen im Prnzip das Gleiche, nur über andere Wege. Auch hier produziert Sip wesentlich mehr Overhead als Jabber, dennoch wirkt sich das bei VoIP-Verbindungen nicht wirklich aus - es sei denn man nutzt VoIP über eine 56K-Verbindung :D.

    Der Hauptanteil der übertragenen Daten geht für den Codec bzw. die damit komprimierte Sprache drauf.

    Zu den Auslands-Gateways von Skype kann ich nichts sagen. Habe die nie benutzt. Ich würde aber mal unterstellen, dass sicher andere Länder auch problematisch erreichbar sind unterSkype. Das ist bei jedem System so - egal ob Sip oder Skype. Ein paar Länder sind gut erreichbar, andere weniger gut, da die Gateway-Infrastruktur von Land zu Land qualitativ variiert. Erlebe ich bei Sip auch.

    Gruss, micro