Heizungsleistung optimieren mit Lüftern

alexander_s

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Wurde ausgelöst von https://www.ip-phone-forum.de/threa...tz-dect-300-301-und-comet-dect.292856/page-71 - by stoney

das war nur ein Vorschlag. Ich habe unter dem Heizkorper Boosterventilatoren eingebaut die ebenfalls vom FB Netzteil eingespeist sind
Hi,

das habe ich bei meinen Heizkörpern (HK) auch. Habe die HK-Ventilatoren selbst gebastelt. Werden mit einem 12V Netzteil betrieben.
Anbei ein paar Bilder vom Projekt für die, die es interessiert. Kabel vom Netzteil hab ich hinter der Sockelleiste versteckt und dann an einer Stelle hochgezogen hinter dem HK. Da ist nun von der Sockelleiste zum HK ein kleiner Kabelkanal. An der Seite des HK, wo auch das Ventil ist, habe ich eine kleine 3D gedruckte Box geklebt. In der Box befindet sich eine Relais-Schaltung, die entweder An oder Ausschaltet, gesteuert über die Temperatur. Der Temperaturfühler sitzt beim Ventil.

D.h. eine Stromquelle ist bereits bei meinen HK (einigermaßen) sauber verlegt vorhanden. Klar - kann man noch ein bisschen schöner machen...
Hatte deshalb auch mit dem Gedanken gespielt, hiervon Strom abzuzweigen und die 301er damit zu versorgen, um mir den Batterie-Tausch zu ersparen.

Habe mir gestern Spannungsregler (um von 12V auf 3V herunter zu regeln) bestellt. Kommende Woche werden Dummy-Batterien 3D gedruckt.
Wahrscheinlich komme ich erst nächstes WE dazu alles zusammen zu löten und zu testen.

Wenn euch das Projekt interessiert, schreibe ich gerne, ob und wie es geklappt hat bzw. funktioniert.

Viele Grüße
Alexander
 

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FlyingToaster

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Gibt es denn nun irgendeinen gefühlten Spareffekt durch die Ventilatoren oder ist es in der Bude nur etwas schneller warm und der Kuschel-Effekt größer, weil sonst bei 3,6 m Raumhöhe erst nach 2 h was ankommt?
 

alexander_s

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Ob und wie viel man sich einspart, kann ich nicht wirklich sagen. Zumindest habe ich noch nichts diesbezügich gemessen. Der Kuschel-Effekt ist aber tatsächlich da. Im Wohnzimmer ist es wirklich gefühlt wärmer, ohne die Temperatur zu ändern. Die Wärme kommt irgendwie "anders" an. Schwer zu beschreiben. Bei den anderen Zimmern bin ich um 0,5 bis 1 °C (je nach Zimmer) heruntergegangen. Merke aber nicht, dass es kälter ist. Auch meine Frau hat es nicht gemerkt, obwohl sie eine richtige Frostbeule ist.
 

pa-jt

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Ich habe die Lüfter unter dem HK platziert, die werden dann nicht vom HK erwärmt, und 2 Stück in der Reihe geschaltet, so laufen die mit 6V leiser
 

Novize

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Ob und wie viel man sich einspart, kann ich nicht wirklich sagen
Das einzige, was man damit erzielt, ist die virtuelle Vergrößerung des Heizkörpers durch die Zwangs-Luftumwälzung. Die abgegebene Energie ist identisch, halt schneller und die Vorlauftemperatur wird besser genutzt, dafür aber ist auch die Rücklauftemperatur geringer - die Energieabgabe ist unter dem Strich identisch.
ABER: Wenn die Heizkörper einen Wärmekostenverteiler haben, also Mehrfamilienhaus mit zentraler / gemeinsamer Heizungsanlage o.ä., dann ist ein solches Gebilde verboten, weil es die anderen Mieter benachteiligt, die Heizkosten werden "mit Schieflage" ermittelt. Das läuft dann unter Betrug!
Daher bitte nur nachmachen, wenn es die eigenen Butze mit eigener Heizungsanlage ist ;)
 
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alexander_s

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Unter dem HK hatte ich sie auch als erstes. Also das kalte Luft in den HK eingezogen wird. Oben drin, sodass warme Luft ausgeblasen wird, ist es aber mE deutlich effektiver.
Bei meinen Netzteilen kann ich die Spannung umschalten (leider nicht Stufenlos). Die Lüfter von mir brauchen die Einstellung mit 7,5V Anlaufspannung. Bei der Stufe drunter (6V) fangen sie nicht an zu drehen. Mit 7,5V oder 9V sind sie leiser bzw. wirklich fast nicht mehr zu hören, aber auch nicht so effektiv, wie auf 12V. Im Schlafzimmer betreibe ich sie deshalb mit 9V. Alle anderen mit 12.

Edit.:
@Novize
Danke für den Hinweis und die Ergänzung für alle anderen. Ja ist in meinem Fall ein Eigenheim (EFH).

Aber ich glaube wir (bzw ich) sind eh schon zu weit vom Ursprungsthema abgedriftet. Eigentlich gehts ja hier um die 301er und mit meinem ersten Beitrag um das Projekt Stromversorgung durch Netzteil statt Batterie. Die HK Ventilatoren sind halt schon da und damit auch eine potentielle Stromquelle für die 301er
 

Joe_57

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Wenn euch das Projekt interessiert, schreibe ich gerne, ob und wie es geklappt hat bzw. funktioniert.
Das ist ein wirklich interessantes Projekt!
Leider kann ich auf den Fotos die Lüfter unter der HK-Abdeckung nicht vernünftig erkennen.
Welche "Blasrichtung" ist denn da eingestellt?
Nach unten zum Fußboden oder nach oben zur Zimmerdecke?
 

alexander_s

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Danke :)

Blasrichtung ist von unten nach oben zur Zimmerdecke. Also er zieht die Warme Luft aus dem HK und bläst sie oben raus.
Also unterstützend in Konvektion-Richtung. Das ist ja das Prinzip der Plattenheizkörper (Strahlungswärme + Konvektionswärme). Strahlungswärme kann man dadurch nicht verstärken, die Konvektion aber schon.
 
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Wechseler

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ABER: Wenn die Heizkörper einen Wärmekostenverteiler haben, also Mehrfamilienhaus mit zentraler / gemeinsamer Heizungsanlage o.ä., dann ist ein solches Gebilde verboten, weil es die anderen Mieter benachteiligt, die Heizkosten werden "mit Schieflage" ermittelt.
Die Schieflage gibt es schon, wenn "smarte" FRITZen auf den Thermostat-Ventilen sitzen, da Heizkostenverteiler auf der Annahme beruhen, daß sich alle Heizkörper im Haus gleich verhalten. Bei einer Heizungsanlage mit ausgeprägtem Uhrzeit- und Witterungsprogramm, kann jemand da richtig "sparen", indem er die DECT-Regler so programmiert, daß sie gezielt gegen die Heizungssteuerung arbeiten. Sprich wenn die Heizungssteuerung (z. B. morgens bei Frost) die Vorlauftemperatur erhöht, macht die eigene Steuerung alle Ventile zu, durch den hydraulischen Ausgleich landet die zusätzliche Wärme nun bei den Nachbarn auf den HK-Verteilern, am Ende verteilt sich die Wärme natürlich trotzdem in der ganzen Hütte. Damit der "smarte" Nutzer nicht friert, werden bei sinkender Vorlauftemperatur die Heizkörper-Ventile wieder geöffnet. So heizt jemand maximal ineffizient aber mit den wenigsten Einheiten auf den Verteilern...

"Gerecht" wird es nur, wenn es echte Wärmemengenzähler (keine Einheiten-Verteiler) gibt und außer der Raumtemperatur nichts manipuliert werden kann.
 

Novize

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Nein, das ist so nicht richtig, da die Heizkörper sich weiterhin gleich verhalten zu dem Zeitpunkt vor den smarten Thermostaten:
Heizkostenverteiler arbeiten nach einem simplen Prinzip und ermitteln nicht die absolute Wärmeabgabe. Denn dafür bräuchte es einen Durchflussmesser sowie einen Temperaturfühler in Zu- und Ablauf jedes Heizkörpers, wie Du ja im letzten Absatz selbst schreibt.
Der Name verrät es schon, es wird einfach die Verteilung der Heizkosten ermittelt. Dafür wird je eine Raum- und Heizkörper-Temperaturmessung benötigt, der Heizkörpercharakter (die angegebene Wärmeabgabe) als fester Faktor parametriert und schon sind diese Dinger am Ende ihrer Möglichkeiten angekommen.
Wie weit das Heizkörperthermostat öffnet, spielt keine Rolle, entscheidend ist nur, wie viel Wärmeenergie der Heizkörper bei der (überall) gleichen Vorlauftemperatur an den Raum abgibt, das entscheidet die Umgebungstemperatur:
Hat der Heizkörper sowie die Raumtemperatur 25°, zählt der Verteiler auch nichts. Wann genau das Ventil öffnet - bei Nachtabsenkung oder danach, mittelt sich über die Zeit sehr schnell. Hast Du Dein Heizkörperthermostat geschlossen, spielt es keine Rolle, wann und wozu. Die Energie wird einfach nicht mehr dem Raum zugeführt. Da auch andere Heizkörper in anderen Wohnungen geringere Vorlauftemperatur haben, gleicht sich das recht gut aus.
[Nachtrag]
Selbst wenn du durch eine Reduzierung Deiner Heizwasserzufuhr in ganz engen Zeitfenstern durch smarte Thermostate und eine schlecht / nicht eingestellte Umwälzpumpe andere Mitbewohner dazu zwingst, mehr heißes Wasser durch deren Heizkörper zu pressen, dann passiert nur eines: Deren Räume werden minimal wärmer, das passt denen nicht und sie drehen ihre Ventile geringfügig herunter. Schon ist die Balance wieder hergestellt. ;)
[/Nachtrag]

Der hydraulische Abgleich spielt dafür in diesem dynamischen System auch keine Rolle, denn seit Jahrzehnten werden zwecks Stromersparnis "intelligente" Umwälzpumpen eingesetzt, die je nach Menge der geöffneten Ventile (Drehmoment/Gegendruck) schneller oder langsamer fördern und somit geschlossene Ventile in Echtzeit aus der Regelung raus nehmen. Der hydraulische Abgleich ist "nur" dafür da, dass der Zufluss des zu groß dimensionierten Heizkörpers gedrosselt wird, damit ein normales Thermostat nicht zu viel Wärme dem System entnimmt und in den Heizkörper/Raum abgibt, also den Raum nicht überheizt. Es wird damit nur eine Balance aller Heizkörper eingestellt, damit dieser, im Extremfall bei (zu) eng dimensionierten Heizungsanlagen und gleichzeitig extremer Kälte, nicht abgeglichene Heizkörper nicht die gesamte Wärme abzieht und andere Räume/Wohnungen kalt bleiben.
Btw: Eine zentrale Nachtabsenkung war das Mittel der Wahl, als Thermostatventile den Markt eroberten, um einfach darüber die Heizungswärme und den -verbrauch zentral zu senken, ohne am Ventil stellen zu müssen. Zu große Nachtabsenkungen werden seit vielen Jahren schon zurück genommen, weil einfach ineffizient und zusätzlich die Bausubstanz schädigen (Stichwort Kondenswasser, Schimmel). Aber auch früher erkannte man schon, das ist eher im niedrigen Prozentbereich wirkungsvoll gewesen, mit inzwischen an allen Heizungen vorhandenen Heizkörperthermostaten wird diese Effekt noch weiter reduziert, weil das gesamte Haus nachts runter kühlt und morgens mehr Wärme zur Aufheizung benötigt wird. Der einzige Effekt ist, dass durch die geringere Wärme der Außenhaut des Hauses die Differenz zur kalten Nachttemperatur auch geringer ausfällt, somit eine etwas geringere Wärmeenergie an die Umwelt abgegeben wird.
Die Thermostate hingegen öffnen nicht weiter aber dafür längere Zeit, was unter dem Strich auf eine ähnliche Energieabgabe hinausläuft. Ob dieses Ventil nun "smart" ist oder nicht, darauf kommt es nicht an.
Es gibt hier nur einen Effekt, den man nicht außer acht lassen darf: Wenn der Heizkörper hinter Schrank/Vorhang sein Dasein fristet, dann wird extrem viel Energie an den Heizkörper abgegeben, diese landet aber nicht im Raum sondern wieder im Rücklauf. Der Heizkostenverteiler zählt aber trotzdem und man zahlt mehr, als Wärme dem Raum zugeführt wurde. Das ist aber eigenes Verschulden und unter Pech anzusiedeln.
Einen Vorteil gegenüber den Mitmietern kann man normal nur erlangen, wenn einem 19° ausreichen, die Omi im Stock darunter aber ihre 25° braucht und man so zu einer gratis-Fußbodenheizung kommt.
 
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FlyingToaster

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Es bleibt noch die Wahl der Heizkörperfarbe, im im mittleren Infrarotbereich "schwarze" sind bei der Strahlung effizienter.
 
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Novize

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Ach deswegen zählt der Verteiler bei uns in der Küche nicht: Der Heizkörper ist schwarz
Oder liegt es eher an dem dauerhaft geschlossenen Ventil? Wahrscheinlich nicht :cool:
Mal im Ernst - die Heizkörperfarbe ist eher theoretischer Natur und hier wahrlich vernachlässigbar, da die Konvektionswärme kaum durch die Farbe beeinflusst wird, nur die sehr geringe Strahlungswärme...
außer in einem "völlig bizarren Abzweig der Realität". ;)
 

FlyingToaster

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Immer diese Physik-Leugner. :)
Der Anteil an Konvektionswärme wird hauptsächlich von der Geometrie der Heizkörper bestimmt und der liegt zwischen 37% (Plattenheizkörper einreihig, ohne Konvektorblech) bis 90% Rippenrohrkonvektor.
Also meine ca. 60% Strahlungswärme willst du jetzt vernachlässigen und den Unterschied von ca. 2 Prozentpunkten* von weißem und mattschwarzen Lack beim Emissionsgrad auch gleich?
*Da hätte ich nicht gedacht, dass der Unterschied vergleichsweise klein ist, aber man lässt sich gern von der sichtbaren Farbe ablenken.
 

Novize

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Ich leugne nicht die Physik sondern falsche Zahlen, eine Basis, die in der Realität nicht haltbar ist:
Die Strahlungswärme ist relevant, wenn der Vorlauf, die Heizkörpertemperatur, mehrere hundert Grad besitzt - hast du die allen Ernstes? Der Anteil der Strahlungswärme (bzw technisch erzeugte Wellenlänge der Infrarotstrahlung) ist primär von der Temperatur abhängig, weniger von der Geometrie.
Als Beispiel aus einem anderen Bereich nimm ein Cerankochfeld - mit weniger, als den paar 100° würde ein Topf kaum erwärmt werden: Das Teil schickt fast nur Strahlungswärme raus... Die Isolation der Ceranfläche ist hierbei irrelevant.
Hast du aber eine Glasfläche vor einem Heizkörper deiner Wahl stehen, dann kommt auf der anderen Seite fast nichts an Wärme an!
Ein heutiger Kaminofen mit massiv Feuer und Glut (500°..1000°) hat eine Verteilung von nur 60..70% Strahlungswärme, der Rest ist Konvektionswärme. Diese Strahlungswärme kommt primär aus dem Bereich der Glasscheibe und dem offenen Feuer. Bei einem schnöden Heizkörper fehlt aber die hohe Temperatur(differenz), um wirklich nennenswert Strahlungswärme abgeben zu können. Auch ein schwarzes Blatt Papier in 30cm vor Deinem Heizkörper erwärmt sich nicht nennenswert, vor einer Halogenbirne (als IR-Strahlungsquelle) ähnlicher Leistungsabgabe hingegen schon - was als Beleg für die fehlende Strahlungswärme eines normalen Heizkörpers ausreichen sollte...
 
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FlyingToaster

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Die 37% etc. habe ich aus keinem gammligen Forum, sondern von hier https://www.reuter.de/magazin/strahlungswaerme-vs-konvektionswaerme.html und hier https://www.baunetzwissen.de/heizun...rmeabgabe-mit-strahlung-und-konvektion-161232.
Die Werte sind übrigens (selbst für mich) überraschend "anders herum", also höhere Vorlauftemperatur = weniger Strahlung.
Wenn es dir speziell um den Anteil an der Erhöhung der Raumlufttemperatur geht, müssten die Werte natürlich anders interpretiert werden.
 

Novize

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Das Problem ist, die Strahlungs- und Konvektionswärme geht ineinander über und es gibt keine knallharte Grenze dazwischen. Das nutzen die Verkäufer natürlich aus. Ist bei diesen Seiten auch nur 1% gerichtete Strahlungsausbreitung in der gewünschten Wellenlänge, sprechen die von Strahlungswärme, auch wenn 99% ungerichtete Konvektionswärme ist, die sich einzig durch die Luftbewegung ausbreitet, was imo doch zu hinterfragen ist. Aber ganz falsch ist das halt nicht. Dann ist weiterhin zu hinterfragen, wie belastbar diese Zahlen sind oder wer wann durch Übernahme (Abschreiben) der Zahlen von anderen Seiten evtl. Fehler eingebracht hat. Eine Verlinkung zu einer echten Zahlenbasis, eine seriöse Quellenangabe, kann ich dort nirgends finden.
Diese Zahlen und Definitionen finde ich ehrlich gesagt reichlich an die Grenzen des Plausiblen gedehnt und arg konstruiert. Bloß warum machen die das? *)
Die wollen natürlich neue Heizkörper verkaufen und geben dafür alles, dehnen die Begrifflichkeiten bis zum Anschlag.
Was bei solchen Seiten immer wieder zum Tragen kommt, ist die einheitliche Wärme eines Raumes, möglichst wenig differierende Wärmezonen, das macht es physiologisch angenehmer und das erreicht man mit möglichst großen (lauwarmen) Heizkörpern, idealerweise eine ganze Wand oder der gesamte Boden. Das mag ja alles irgendwie noch stimmen, hat aber mit der Wärmeabgabe irgendwann nichts mehr zu tun, denn bei einem großen Heizkörper brauchst du nur geringere Vorlauftemperatur, dafür aber mehr Volumen, um die benötigte Energiemenge zu transportieren. Auch betrachte ich da den Anteil der wirklichen Strahlungsenergie als weit überhöht angesetzt, denn diese ist nicht einmal ansatzweise in der Lage, irgendwas zu erwärmen, diese kann nur noch zum Teil die Wärme erhalten - siehe das Beispiel von mir mit dem schwarzen Blatt. In einem Marmeladenglas (mit Deckel) sollte sich das Blatt Papier ja erwärmen - kontaktlos von außen per Infrarotthermometer messbar, denn Strahlungswärme geht durch Glas durch, sie ist nichts weiter als gerichtetes unsichtbares Licht im unteren Spektrum. Noch darunter ist dann die ungerichtete IR-Strahlungsausbreitung, die auch bei Konvektionswärme zum Tragen kommt.
Hier kommt also primär die Konvektionswärme zum Tragen, die ihre Energie in die Luft abgibt, die dann sekundär die Objekte und damit den gesamten Raum erwärmt. Und ja, bei einer riesigen Heizung ist die Wärmeabgabe pro Fläche weit geringer, als bei kleinen Heizkörpern. Dadurch ist auch die absolute Konvektionswärme auf die Fläche bezogen geringer.

*) Wir hatten hier einmal einen Energieberater, der uns weis machen wollte, dass wir uns mit neuen 3-fach verglasten Fenstern so unglaublich besser stehen, wie mit den aktuell recht guten 2-fach verglasten...
Dumm nur, dass ein Freund von mir eine Firma für Türen/Fenster und Markisen hat, der die realistischen Zahlen kennt.
Die erreichbare leicht bessere Isolation und damit Heizkosteneinsparung beträgt nämlich im Vergleich zu den vorhandenen Fenstern nur noch 3..5%, die aber auch auf 1..2% einbricht, wenn wir 1..2x am Tage Stoßlüften. Vom Preis reden wir am besten nicht. Sogar er hat sich (natürlich zu seinem EK) die letzten Jahre neue Fenster von seinen Jungs einbauen lassen. Gute 2-fach verglaste (mit entsprechender Gas- statt Luftfüllung sowie Wärmeschutzbeschichtung), weil alles andere reine Ideologie ist.
Bei der Ölheizung ist es ebenso, eine modernere Heizung würde ja so unglaublich viel Energie/Öl einsparen, die würde sich lt. Energieberater in 5..10 Jahren locker amortisieren. Sogar der Schornsteinfeger hat uns gegenüber ein Veto eingelegt und uns vorgerechnet, dass wir auf eine Ölreduzierung von 2000ltr per anno auf 1800-1900 ltr kommen. Auf Details der Rechentrickserei will ich hier nicht eingehen, der Schornsteinfegermeister hat es aber sehr plausibel vorgerechnet, was da für Schindluder getrieben wird. Was dabei einzig zum Tragen kommt ist bei einer neuen Heizung mit noch geringerer Wassertemperatur ist auch die größere Wärmedifferenz von der Flamme zum Wasser höher, der Energieübergang ein wenig leichter. Und dann sind wie Wärmeverluste durch Rohre in der Wand auch geringer, die auch aber wieder ausgleichen muss durch höheren Energieeintrag in die einzelnen Räume - das rechnet sich weg. Selbst die leicht höhere Abgastemperatur wird beim Schlechtrechnen nur einseitig negativ betrachtet, obwohl auch diese in gewissen Grenzen Wärme ans Haus abgibt. Auch hier schon würde ohne ausreichendes Gebläse schon lange nichts mehr durch den Schornstein abziehen. Und eine Mindesttemperatur muss nun einmal erhalten bleiben, damit der besagte Schornstein nicht verrottet.
Die Physik können die alle nicht leugnen, die Energieerhaltung bleibt natürlich bestehen, die Bereiche verlagern sich nur geringfügig. Daher glaube ich diesen ganzen Berechnungsseiten nicht wirklich viel, weil schon die Grundlage hoffnungslos in die gewünschte Richtung gepresst wurde:
"Traue keine Statistik,. die Du nicht selbst gefälscht hat"
Mal provokativ hinterfragt: Wenn denn der Anteil der direkten Strahlungswärme bei niedrigeren Temperaturen so viel besser wäre, genau ausschließlich dieser Anteil aber in Außenbereichen der Gastro usw benötigt wird, warum ist dann die Heizquelle der IR-Strahler so heiß und deren Angaben zufolge ineffizienter als bei niedrigeren Temperaturen, wo diese IR-Strahler doch trotzdem weit effizienter sind, als beim ollen Heizpilz?

In diesem Sinne sollten wir uns an dieser Stelle von vorgeblicher Strahlungswärme mit unterschiedlichen Farben zur Erwärmung eines Raumes verabschieden
 

FlyingToaster

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*) Die Krux bei 3fach verglasten Fenstern im hyperdichten aber nicht hypersanierten Haus kann sein, dass die Luftfeuchtigkeit nicht mehr wie üblich am Fenster(glas) kondensiert und sich irgendwo anders niederschlägt. Da gibt es das schnell mal üblen Schimmel.
Zur Wärmestrahlung: Im Büro stehen bei unseren CAD-Zeichnern jeweils 3 Stück 32"-IIyama-Monitore, die einem mit ca. 180W ins Gesicht heizen, was man besonders nicht im Sommer schätzt.

Bei meinem 1-Plattenheizkörper ist der Strahlungsleistungsanteil definitiv so hoch, weil die Konvektion wegen der fast glatten Vorder/Rückseite so unterirdisch schlecht ist. Das muss ich nicht mal nachrechnen (lassen) durch "meine" beiden Bauphysik-Doktoren aus der Firma.
 

Novize

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Schimmelbildung ist nur einer der Faktoren, warum diese Fenster nur in bestimmten Gebäuden sinnvoll sind. Das trotz hypermoderner Sanierung in jedem Gebäude notwendige Stoßlüften (wenn keine Lüftungssteuerung verbaut ist) ist jedoch der energetisch relevante Teil.

Zu den Monitoren: Die geben echt keine Konvektionswärme ab, die geben kein sichtbares Licht nach vorne?
Alles nur reine Strahlungswärme durch eine unsichbare Linse gebündelt zum Anwender?
Das müssen ja ziemlich blöde Monitore sein - die würde ich umtauschen lassen :cool: SCNR
Was du dann noch bei Deinen Plattenheizkörpern empfindest, ist rein subjektiv, solange da keine Messung statt findet, ist das alles nur eine Hypothese. ;)
 

Micha0815

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Der Heizkostenverteiler zählt aber trotzdem und man zahlt mehr, als Wärme dem Raum zugeführt wurde.

Ich meine -auch aus langjähriger Beobachtung im Hause- dass die üblichen HKVs die Temperaturdifferenz zwischen Heizkörperoberfläche (Kupfer-/Alu-Kontaktplatte) und direkter Raum-/Umgebungstemperatur als Zählgrosse (Zeitgetaktet) für ihre "Einheiten" heranziehen.

Falls durch einen Wärmestau um/vor dem HKV annähernd identische Temperatur herrscht zur Heizkörper-Oberfläche, fallen die gezählten Einheiten geringer aus. Lässt man einen solchen Heizkörper ohne grosse Ventilhübe "lauwarm" den grössten Teil des Tages "Vor sich hin"-Heizen, sind weniger Einheiten "auf der Uhr" als wenn -wie ich hier schon öfters gelesen habe- "Schaltjunkies" ihre smarten Thermostate komplett abschalten für ein/zwei Stunden Abwesenheit und dann wieder "Vollgas" geben, um in kurzer Zeit die Wunschtemperatur wiederzuerlangen. Dabei trifft "kühlere" Umgebungstemperatur auf ggfs. hohe Vorlauftemperatur, was gewaltig Einheiten produziert.

Im Übrigen sollte man mit Aussagen wie
dann ist ein solches Gebilde verboten
sorgsam umgehen, da m.W. dazu bisher kein Gerichtsurteil bekannt ist, was dies als Betrug, Diebstahl, Vergehen gegen die Heizkostenverordnung o.ä. manfestiert hat? (Lasse mich aber gerne belehren, zumal kein einschlägiger Verkäufer von Heizkörperlüftern auf dieses mögliche Problem für MieterInnen mit HKV+Zentralheizung/Fernwärme hinweist). Auch wäre dann jedwedes Gerät, was einen Luftstrom erzeugt (Deckenventilator, Standventilator, PC-Gehäuse, Luftentfeuchter ...) nahe eines Heizkörpers manipulationsverdächtig?

LG
 

FlyingToaster

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Wenn Vermietern was fehlen würde am Ende des Ablese-Turnus, hätten wir schon längst was davon gehört. Aber das ist praktisch nicht möglich.
"Schaltjunkies" gefällt mir!
 
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