[Frage] Hochwasserfestigkeit eines Outdoor-DSLAM-Kastens

Micha0815

IPPF-Promi
Mitglied seit
25 Feb 2008
Beiträge
5,539
Punkte für Reaktionen
510
Punkte
113
Anlässlich eines jüngsten Unwetters kommt mir in den Sinn, wie die typischen Outdoor-DSLAM-Kästen mit Wasserständen, die über den Betonsockel (imho ca. 30cm) steigen, zurecht kommen? Dunkel habe ich in Erinnerung, dass die Netzteile weiter unten verbaut sind? Die Türen können sicherlich Regen/Spritzwasser ab. "Tauchfest" werden sie wohl mutmasslich nicht sein ;)
Muss der Betreiber z.B. die Telekom da das komplette "Innenleben" tauschen und/oder genügt eine Reinigung nebst Trocknung (Pressluft/Heizgebläse) neben dem Tausch einiger "Kleinteile" e.g. Sicherungen.
LG
 
I.d.R. sind Schaltschränke heutzutage aus Edelstahl*), gerade im Outdooreinsatz schon fast zwingend.
Daher tippe ich drauf, beim Ausfall, wie auch nach Absolvierung des ersten Tauchscheins, werden die defekten Teile gewechselt, die Klemmen gereinigt und fertig.

*) Die aktuelle Vorschrift besagt, dass die Montageplatte nicht lackiert/isoliert sein darf und geerdet sein muss. Das geht wegen Korrosionsschutz eigentlich nur noch als Edelstahlausführung. Schaltschrank-Firmen wie Rittal haben auch nur solche Montageplatten für ihre Schränke im Sortiment. Der Rest ist dann entweder verzinkt oder auch Edelstahl. Das Gehäuse gibt auch als Edelstahl, was dann beim Outdooreinsatz fast immer vorgeschrieben ist.
 
Danke für den Simbach-Link den ich nicht kannte und der in Bezug auf die technische Instandsetzung recht aufschlussreich ist (Bilder sagen oft mehr als Worte). Das Schadensbild dort war sicherlich heftiger.
LG
 
Moin,

ich denke mal da kann es noch böse Überraschungen geben. Läuft ja alles auch (nur) aus der Steckdose. Wo ich das mal richtig gelernt habe stand eine 60V Batterieanlage im Keller und der Teilnehmer konnte "passiv" telefonieren...

Sicher wollen wir heute alle etwas mehr;-) Das aber der gesamte sichere Unterbau entsorgt wird macht die Kommunikation nicht verfügbarer - und sage keiner dann nehme ich meine Funke - die Steckernetzteile haben dann auch keinen Strom :-(

Sonnige Grüße

Andreas
 
ich denke mal da kann es noch böse Überraschungen geben.

Das sehe ich ähnlich, wobei mich ohne Häme + dem Heischen nach Sensationsgier (= Anmerkungen/Kommentare im Video wie "geil") einfach aus Kundensicht, der ggfs. an einem temporär gefluteten Outdoor-DSLAM-Kasten hängt, der technische Aufwand interessiert.

Imho ist die Elberfelder-City zwischen den gezeigten Stellen Mina Knallenfalls und dem Zuckerfritz als VDSL-Vectoring-Zone ausgewiesen. Da wäre es schon interessant/von allgemeinem Interesse, wie sich das Schadensbild auswirkt, da zudem ersichtlich auch eine Post/DHL-Gebäude nebst Postbank mit ihrem Parkplatz betroffen war!
LG
 
Muss der Betreiber z.B. die Telekom da das komplette "Innenleben" tauschen und/oder genügt eine Reinigung nebst Trocknung (Pressluft/Heizgebläse) neben dem Tausch einiger "Kleinteile" e.g. Sicherungen.
Ich würde sagen:
Kommt drauf an.

In den normalen Schaltkästen ist ja nur passive Technik, die können sicher durch reinigen wieder nutzbar gemacht werden, wenn das Fundament nicht neu gesetzt werden muss.

Doch die DSLAM enthalten recht empfindliche Technik. Die wird so ein Schlammbad wohl nicht unbeschadet überstehen.

Das Netzteil und die Klimaanlage, die ja auch noch in den Dingern drin sind, sind auch empfindlich, wobei die Klimaanlage normalerweise oben unter dem "Dach" sitzt.

Bei den Schaltverteilern das Innenleben tauschen würde ein komplettes Neuauflegen bedeuten. Das will normalerweise niemand, denn das steigert die Fehlerrate.

Übrigens:
die Fundamente sind unten offen. Wen auch nur ein bisschen Strömung ist, hilft es nicht viel, wenn das Fundament nach oben noch aus dem Wasser sieht.
 
Kostenlos!

Statistik des Forums

Themen
248,872
Beiträge
2,303,453
Mitglieder
378,532
Neuestes Mitglied
Nik320