Home Server Speed+ zwingend nötig?

Gubtibubti

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Hallo,

Diese Frage hat den Zweck herauszufinden ob ich 600km ungeplant zu meinen Eltern (über 70) zum umklemmen fahren muss oder nicht.

1und1 hat Wartungsarbeiten am Anschluß meiner Eltern angekündigt (seit einer Ewigkeit geht da nicht mehr als 16 Mbit/s) und einen kostenlosen Home Server Speed+ geschickt. An diesem Anschluß hängt noch eine alte Fritzbox 7490 die einwandfrei läuft.

Ich habe vor kurzem den Vertrag für sie verlängert und dafür einen Speed+ (7590AX) verhandelt. Diesen habe ich nie in dieser Wohnung angschlossen sondern in meiner Wohnung in Verwendung. Die Frage ist nun, muss ich die existierende Fritzbox 7490 (50.000+) gegen den neuen (7590AX) tauschen (1und1 will das wohl so) oder ist DSL immer DSL und ich kanns lassen obwohl 1und1 das anders will und alles wird weiter funktionieren?

Ich weiss, dass es für Kabelmodems verschiedene DOCSIS varianten gibt, für DSL über Kupfer gibt es aber doch nur ADSL und VDSL und selbst eine ältere Fritzbox 7490 sollte schon VDSL können, oder?

Ist das Supervectoring neuerer Boxen auch dann zwingend notwendig wenn 1und1 was am Netz ändert sofern keine Steigerung der Geschwindikeit gewünscht ist und nur 16 MBit über die Leitung dümpeln?


Danke
 

Novize

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1und1 hat Wartungsarbeiten am Anschluß meiner Eltern angekündigt (seit einer Ewigkeit geht da nicht mehr als 16 Mbit/s) und einen kostenlosen Home Server Speed+ geschickt.
Die Gretchenfrage ist nun: Was für eine DSL-Geschwindigkeit soll denn da geschaltet werden?
 

commander

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Die 7490 kann VDSL bis 100 Mbit/s. Supervectoring bis 300 Mbit/s wird nicht unterstützt.
Kommt also darauf an was geschaltet werden soll.
 

Micha0815

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Gubtibubti

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An dem Anschluß liegen theoretisch 16 Mbit/s (in der Praxis laut FB ca 14 Mbit/s die so gut wie nicht genutzt werden. Meine Eltern sind nicht IT trainiert und nutzen das quasi nicht. Die schasuen noch nicht mal Netflix auf meinem account obwohl sie könnten.
Unsererseits ist keine höhere Geschwindigkeit geplant oder angefordert worden und es sind auch keine neuen Verträge geschlossen worden.
 

keller-s

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Ja weil Supervectoring kann die 7490 nicht:

Modem : 7490ADSL
ADSL2+
VDSL2 (+ Vectoring)


Modem : 7590/AX/V2ADSL2+
VDSL2 (+ Vectoring, Supervectoring)

Bis 16 Mbit/s sollte die 7490 auf ADSL2+ weiterhin funktionieren
 

Novize

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Unsererseits ist keine höhere Geschwindigkeit geplant oder angefordert worden und es sind auch keine neuen Verträge geschlossen worden.
Dann reicht auch die 7490 aus, denn dann wird auch kein Supervectoring geschaltet
 

Micha0815

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Dass "alte" Hardware in den weit entfernten Vermittlungsstellen aufgegeben/abgebaut werden ist ja kein Geheimnis. Dass ein alter ADSL-Anschluss im nächstgelegenen Verteilerkasten auf einen mutmasslich VDSL2 inkl. Vectoring umgeklemmt wird ist sehr wahrscheinlich. Dass es einer mit Supervectoring wird, ist eher unwahrscheinlich. Zudem meine ich gelesen zu haben, dass dann ein Fallback greift.
LG
 
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NDiIPP

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Ich weiss, dass es für Kabelmodems verschiedene DOCSIS varianten gibt, für DSL über Kupfer gibt es aber doch nur ADSL und VDSL und selbst eine ältere Fritzbox 7490 sollte schon VDSL können, oder?
Na so einfach ist das nun auch wieder nicht! Es gibt u.a. ADSL1, ADSL2, ADSL2+, VDSL1, VDSL2, V-VDSL2, SV-VDSL2 (quasi VDSL2-Profil 35b mit Vectoring, gibt es aber außerhalb von DE auch ohne Vectoring) oder G.fast. Die ADSL-Varianten gibt es bspw. wiederum in versch. Annex-Varianten die relevant sein könnten, die VDSL2-Varianten in versch. Profil- und Bandplan-Varianten und G.fast u.a. in der 106 oder 212MHz-Variante.

Aber lange rede kurzer Sinn, die 7490 kann bis (V)-VDSL2 mit 100Mb/s (bzw. max VDSL2-Profil 17a oder 30a) weiterhin verwendet werden.

Welche xDSL-Standards die 7490 oder 7590ax jeweils unterstützen kann an bspw. direkt bei AVM nachlesen:
https://avm.de/service/wissensdatenbank/dok/FRITZ-Box-7490/37_Unterstutzte-DSL-Anschlusse/
https://avm.de/service/wissensdatenbank/dok/FRITZ-Box-7590-AX/37_Unterstutzte-DSL-Anschlusse/

BTW/Edit:
VDSL ist nicht gleich VDSL, VDSL1 unterstützt bspw. die 7490 nicht. Aber auch keine andere Fritzbox. Zudem VDSL1 in DE nie wirklich zum Einsatz kam.
 

Daniel Lücking

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Ich administriere mindestes einen ADSL2+ Anschluss aus der Ferne und rate vom Experiment mit der 7490 ab. Warum?

Vor einigen Monaten hatte ich testweise eine 7390 an einem Anschluss, der auf VDSL2+ mit 270 MBit/s Leitungskapazität läuft. Die 7390 hat nach Ewigkeiten dann ein Portprofil ausgehandelt, mit dem immerhin 20 MBit/s Zustande kamen. Eine 7412 hat da besser performt und lieferte mit einem anderen Portprofil dann ungefähr 50% der Geschwindigkeit.

Funktioniert also - könnte man meinen.

Da du aber darauf angewiesen bist, dass der 600 km entfernte Anschluss ( bei mir sind es 450km) störungsfrei funktioniert, würde ich dort mindestens eine 7510 / 7520 / 7530 einsetzen. Die Vorteile:

- Resyncs dauern nicht 5, 10 oder 15 Minuten
- 1&1 wird nur bei geeigneter Hardware Service und Support leisten
- Updates und Fernwartung sind weiterhin auf aktuellem Stand

Ja - hinfahren und Einrichten ist nervig, aber zumindest aktuell planbarer, als wenn du im Alltag dann irgendwann auf Probleme stößt, die dir kein Provider beheben wird, weil die Hardware zu alt ist. Es ist auch denkbar, dass mit kommenden Updates der VDSL-Line-Cards irgendwann die Kompatibilität mit der 7490 gänzlich flöten geht oder Probleme auftreten, die überhaupt noch nicht absehbar sind.

An meinem Fernwartungs-Anschluss läuft stets eine Box, die noch mit aktuellen Updates versorgt wird, nicht zuletzt auch, weil ein DRK-Notfall-Knopf in Betrieb ist, der im Notfall unbedingt funktionieren muss.

Tatsächlich ist das auch der einzige Anschluss in meinem Bestand, an dem es eine FRITZ!Box deswegen auch mal auf mehr als 90 Tage ohne Reboot bringt. An allen anderen Anschlüssen gehe ich gerne sämtliche Labor / Inhaus / Releaseversionen mit. Beim Update in 450 Km Entfernung halte ich immer die Luft an

(Bilder:
Nachdem ich die 7390 angehängt hatte, syncte die 7590ax auch zunächst ersteinmal mit dem reduzierten Portprofil, ging aber nach weiteren Neustarts dann wieder auf das volle Portprofil.)

:D
 

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Da muss ich mal (deutlich) widersprechen!

Eine 7390 wurde ja bisher hier nicht angesprochen seitens des TO, dieser wollte weiterhin eine 7490 einsetzen und da ist nichts dagegen einzuwenden in diesem Fall. Eine 7390 kann man dbzgl. auch keineswegs mit einer 7490 vergleichen, das ist eine (ganz) andere Geschichte bzgl. Modem.

Und auch bzgl. VDSL2-Profil 35b (aka Super-Vectoring), das wird am betreffenden Anschluss nicht zum Einsatz kommen. Ich empfehle zwar auch gerne bereits bei VVDSL100 Anschlüssen Modelle mit neuerem (Super-Vectoring fähigem) Modem aber da geht es u.a. um die max. mögliche Geschw. (auch im US) die einem dann das DLM "gewährt", gerade bei ggf. etwas längeren Leitungen (s.h. bspw. >hier<). Aber gerade wenn es bis VDSL100 nicht auf das letzte Mb/s ankommt und auch die VPN-Performance eher sekundär ist, spricht weiterhin nichts gegen eine 7490! Mit einer 7390 darf man das natürlich nicht vergleichen, die kann man da keineswegs empfehlen, sollte hier aber auch nicht eingesetzt werden.

Und selbst an einem Super-Vectoring (Profil 35b) Anschluss der Telekom (mit vielleicht einer Leitungskapazität von >200Mb/s) spricht nichts gegen den Einsatz einer 7490 (oder 7412), wenn es um die Betrachtung der Stabilität geht (es gibt sogar Fälle, wo dies einen positiven Einfluss auf die Stabilität haben kann bei bspw. eher suboptimalen Anschlussleitungen). Es findet (zumindest im Netz der Telekom, bei anderen Netzbetreibern ggf. jedoch nicht) regulär (und unproblematisch) ein Fallback auf Profil 17a statt. Natürlich sind dann mehr als ca. 130-140Mb/s maximal im DS nicht mehr möglich. Aber das ist ja hier eigentlich gar kein Thema.

Ich selbst kenne noch zwei 1und1 Kunden die einen alten 16Mb/s Tarif von 1und1 verwenden welche aber mittlerweile über aktuelle FTTC-Technik der Telekom versorgt werden (auf Basis von V-VDSL2), an dem einen kommt nach wie vor eine 7490 zum Einsatz und an dem anderen eine 7412, das funktioniert problemlos (und das meine ich nicht nur so). Zudem es sich in beiden Fällen auch um (unterstützte) 1und1-Modelle handelt, Resyncs (sofern sie denn überhaupt mal vorkommen dauern da auch nicht länger als mit einem neueren Modell (kommt ja eh kein Profil 35b zum Einsatz weshalb kein Fallback-Profil ausgehandelt werden muss) und automatische Updates und Fernwartung (TR069) funktioniert da ebenfalls.
 

Daniel Lücking

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Dann gehen wir mal kurz in den rechtlichen Aspekt:

Wenn der Provider einen gewissen Modemstandard ausruft, der Kunde aber dadrunter bleibt, wird es im Streitfall leicht, dass sich der Provider aus der Verantwortung zieht.

Das würde ich schlichtweg - aber auch nur deswegen - aufgrund der langen Entfernung zum Gerät nicht riskieren.
 

NDiIPP

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  1. wurde hier keine Rechtsberatung gewünscht,
  2. müsste es erst einmal zum Störungsfall kommen, damit das überhaupt relevant werden könnte,
  3. wurde bei den letzten mir bekannten Störungsmeldungen gegenüber 1und1 i.V.m. <=VDSL100 nicht auf SuperVectoring fähige Hardware seitens 1und1 bestanden (wenn man mal davon absieht, das pauschal ggf. ein defektes CPE angenommen wird aber das passiert bereits auch bei SuperVectoring fähiger Hardware wie 7510, 7520 7530 usw.) und
  4. hatte 1und1 selbst einige Jahre lang u.a. die 7362 SL, 7412 und 7490 ausgeliefert (bei xDSL basierten Tarifen mit <=100Mb/s) obwohl 1und1 in der LB/Schnittstellenbeschreibung schon länger Profil 35b Unterstützung forderte (bzw. darin auch nur pauschal auf die Telekom-Schnittstellenbeschreibung 1TR112 verweist wo das enthalten ist, eine eigene Schnittstellenbeschreibung hat 1und1 für VDSL2 gar nicht).
 
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Der rechtliche Fall wird da eher beim Sohnemann enden, der gefälligst seinen Allerwertesten in Bewegung zu setzen hat, wenn Telefon, Mails usw nicht mehr gehen. Bei Telefon nimmt dann die ältere Herrschaft das Mobilphone, bei Mails wird eben gewartet. Das ist aber eine interne Sache, das sollte man in einer solchen Situation nicht überbewerten: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Daher sollte es völlig ausreichen, wenn hier die 7490 zum Einsatz kommt. Immerhin wird auch die von 1&1 und auch vom DSL-Protokoll unterstützt
 
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Am DSL-Anschluss ein eher fragwürdiges Zubehör...
Auf diesen Aspekt bin ich in dem Zusammenhang hier (7490 vs 7590) extra nicht eingegangen, denn dem Knopf ist es egal, ob die neuste Firmware auf welcher Box auch immer ist oder eine ältere. Wobei auch bei älteren EOS-Boxen werden sicherheitsrelevante Firmware-Updates bereitgestellt, so die bisherige Historie der FBs.
Zu 99% der Zeit wird die Telefonleitung auch hier funktionieren und eine Garantie hatte man früher mit älteren Hausnotrufsystemen am analogen Anschluss auch nicht - keiner konnte garantieren, dass der Anschluss auch immer funktionierte.
 
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