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[INFO] ENUM-Lookup mit Provider FWD bei e164.org

Dieses Thema im Forum "Grundsätzliches" wurde erstellt von rollo, 2 März 2005.

  1. rollo

    rollo IPPF-Promi

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    Von FWD erreicht man e164.org Teilnehmer mit dem Prefix **164

    Umgekehrt, also von e164.org nach FWD geht es schon länger mit 8829990

    Mit dem County Code +878 gefolgt von 393 11 kann man übrigens schon seit langem FWD Teilnehmer über e164.arpa erreichen. Leider wird bei einigen Providern der CC +878 verworfen.

    jo
     
  2. micro

    micro Aktives Mitglied

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    Hmmm.. Das verstehe ich nicht so ganz... Wenn man bei einem Provider ist, der den Enum-Lookup macht, dann sollte ein zusätzlicher Prefix doch überflüssig sein oder? Oder macht FWD nur den Lookup, wenn man diesen **164-Prefix nutzt? Ich habe mich manuell mal bei e164.org registriert und auch bei e164.arpa (über Portunity). Interfoni-Teilnehmer z.B. können meine Sipgate-Nummer automatisch kostenlos erreichen durch den Enum-Lookup. Diesen ellen-langen Prefix von e164.org nach FWD (8829990) verstehe ich daher auch nicht so ganz.


    Gruss, Micro :)
     
  3. ike

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    FWD macht eigentlich nur interne Telefonie, man kann nicht nach aussen telefonieren. Deswegen macht es durchaus Sinn, das getrennt zu haben.
     
  4. rollo

    rollo IPPF-Promi

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    Es macht schon Sinn, alle Nummern eines Poviders mit einem eindeutigen Prefix zu versehen, so sind alle FWD Nummern (die ja keine PSTN Nummern sind) über 8829990<fwdnummer> erreichbar.

    Umgekehrt wäre es tatsächlich einfacher zusätzlich zur e164.arpa Abfrage noch eine nach e164.org zu machen. Ich denke, das ist erstmal experimentell und mit einem zusätzlichen prefix einfacher in ein laufendes System einzubauen.

    e164.arpa Nummern von fwd (+8781039311<fwdnummer>) sind übrigens immer noch nicht wieder auflösbar.

    jo
     
  5. micro

    micro Aktives Mitglied

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    Also so ähnlich wie die Ortsnetz-Vorwahlen im Festnetz? Um es mal mit dem Festnetz zu vergleichen, haben private Carrier im Festnetz ja auch keinerlei eigene Vorwahlen. Ein Arcor-Kunde bekommt genauso eine Ortsnetz-Nummer wie ein Telekom-Kunde. Man muss auch keine speziellen Provider-Vorwahlen nutzen, um z.B. von einem Arcor-Anschluss einen Telekom-Anschluss anrufen zu können. Der Sinn von Enum (so habei ch es jedenfalls bei Portunity gelesen) soll es sein, bestehende Festnetz-Nummern im Internet abzubilden.

    Wenn ich mir überlege wie viele VoIP-Provider es international
    gibt und wie viele es noch werden, dann wird das ja ein heilloses Vorwahlen-Durcheinander. Allein schon die 11 Provider, mit denen sich Sipgate verschaltet hat, haben je eine eigene Vorwahl für Sipgate die man nutzen muss, und das teilweise zusätzlich noch mit Sonderzeichen wie "**" .

    Ein Beispiel:

    Anrufe von IPTel.org zu Sipgate: "2222"
    Anrufe von FWD zu Sipgate: "**777"

    Wenn ich aber per Enum-Lookup eine Enum-Nummer wähle, dann ist der betreffende Anschluss immer unter ein und der selben Nummer erreichbar - egal von welchen Enum kompatiblen Provider ich anrufe. Ich muss mich nicht durch Lange Listen mit zich verschiedenen Provider-Vorwahlen kämpfen, und ich muss auch nicht eine irre lange Vorwahl (8829990) gefolgt von einer evtl. genau so langen Teilnehmernummer wählen. Ich muss mir auch keine Gedanken machen, ob der betreffende Anschluss nun bei e164.org oder .arpa registriert ist, und ich dann eine entsprechende Vorwahl nutzen muss oder nicht... Kurzum: Ich muss mich um solche Dinge garnicht kümmern, sondern gebe einfach nur die Nummer des Teilnehmers ein und der rest wird in entsprechenden Enum-Verzeichnissen automatisch nachgeschlagen.

    So sollte es doch eigentlich sein. Wenn ich meine VoIP-Nummer z.B. auf einer Visitenkarte angeben würde, dann müsste ich ja anderenfalls noch alle möglichen in Frage kommenden Vorwahlen von Providern mit auflisten...

    Oder habe ich das immer noch nicht begriffen?

    Gruss, micro :)
     
  6. rollo

    rollo IPPF-Promi

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    Doch hast Du im Prinzip.

    Das geht aber nur mit eindeutigen Telefonnummern nach dem e164 Standard, weil die weltweit einmalig sind. Eine 5 bis 6 stellige Benutzerkennung von z.B. FWD ist das nicht, deshalb machen sie durch voranstellen von +8781039311 ein e164 Nummer daraus, mit der 8829990 ist es auch nur ein Hilfskonstruktion und sicher auch eine Schwäche von e164.org.

    Die Netzvorwahlen haben mit ENUM nichts zu tun, sie setzen i.R. nur eine Rufnummer/Benutzerkennug um nach sip:nummer@provider.com.Das könnte man im Prinzip bei den meisten auch selber machen, nur lässt sich das derzeit auf einem Telefon schlecht wählen. (In ein paar Jahren ist das vermutlich kein Thema mehr.)

    ENUM löst keine VoIP Nummern auf sondern Telefonnummern. Wenn Du Deine Telefonnummer per ENUM mit Deinem VoIP Account verknüpfst, musst du nur diese Telefonnummer angeben. Zusätzlich würde ich immer die SIP URI mit angeben, z.B: 1234567@sipgate.de.

    jo
     
  7. micro

    micro Aktives Mitglied

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    Ahhhh Jetzt verstehe ich... Anbieter, die keinerlei echte Festnetz-Nummern vergeben sondern lediglich eigene interne Nummern, können diese trotzdem durch die einheitliche e164.org-Vorwahl zu einer Weltweit einzigartigen Nummer wandeln. Das macht Sinn, aber dafür so eine lange und unhandliche Vorwahl zu nehmen ... Naja.

    Aber wenn man das bisherige Telefonnummern-Prinzip des Festnetzes beibehält, dann ist doch alles weiterhin geklärt. Man muss sich nur die altbekannte Nummer merken und wird dann automatisch mit dem jeweiligen VoIP-Anschluss verbunden. Durch das direkte Veröffentlichen der Sip-Adresse umgeht man zwar solche Probleme, es ist aber auch wieder von Nachteil beim Wechseln des Providers. Per Enum wäre man dann sogar bei einem Wechsel des VoIP-Anbieters immernoch unter der selben Nummer erreichbar, da lediglich die Sip-URI hinter der Enum-Domain geändert wird. Naja und die geographische Zuordnung würde auch etwas leichter fallen als bei Sip-Adressen.

    Gruss, micro :)
     
  8. tscoreninja

    tscoreninja Mitglied

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    ENUM löst das Problem aber nur für bestehende Telefonnummern, sozusagen einem von der ITU kontrollierten Namespace. Was ist mit SIP-Adressen, die kein Festnetzäquivalent haben, wie z.B. FWD? ENUM mappt derzeit nur vom Namespace der Festnetznummern auf den Namespace der SIP Adressen. Und das nicht mal notwendigerweise eindeutig (e164.arpa, e164.org, e164.info).
     
  9. micro

    micro Aktives Mitglied

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    Hmm da ist was drann... Habe das bisher wohl zu sehr Festnetz-Lastig betrachtet. So betrachtet finde ich die FWD-Lösung mit e164.org garnicht schlecht. Aber diese Vorwahl sollte auf jedenfall handlicher werden. Ausserdem ist es auch nicht förderlich, wenn es mehrere Enum-Verzeichnisse gibt, die untereinander wohl nicht in Kontakt stehen.

    Was gibt es denn für alternativen zu diesem Verfahren?
     
  10. tscoreninja

    tscoreninja Mitglied

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    Das ist aber vor allem eine politische Sache:
    -e164.arpa verwaltet durch die herkömmlichen Internetverwaltungen, wobei die ITU um die Hoheit darüber kämpft, träger Fortschritt.
    -e164.info verwaltet durch etliche VoIP Provider, weil arpa zu träge und politisch ist
    -e164.org, als Grassroots Bewegung, wo sich jeder selbst registrieren kann.
    Jedes hat irgendwie seine Berechtigung, aber zusammengenommen gibt es ein Chaos...
    Dundi, http://www.voip-info.org/wiki-DUNDi , technisch interessant, aber ob noch ein System zur Lösung des Chaos beiträgt...
     
  11. micro

    micro Aktives Mitglied

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    Ich dachte man hätte aus vergangenen Tagen gelernt, dass einheitliche Standards und Offenheit unabdingbar sind... Es ist doch immer wieder das selbe. Bleibt zu hoffen, dass sich da auf lange Sicht was brauchbares herauskristallisiert. So jedenfalls ist das ja ein unhaltbarer Zustand wenn in Zukunft alles über Internet laufen soll.

    Nun gut noch ist es ja nicht so weit fortgeschritten...

    Danke jedenfalls für die Info :)

    Gruss, micro
     
  12. ike

    ike Aktives Mitglied

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    Ausserdem: Wie kann DUNDi dafür sorgen, dass kein Missbrauch stattfindet?
     
  13. Aachen

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    Die beste Lösung wäre, wenn die ENUM-Abfrage(n) nicht vom Provider, sondern vom IP-Phone/Box gemacht würden. Dann könnte man die "Politik" der SIP-Provider umgehen.
    Dann noch die Box/das IP-Phone über Dyndns anbinden und fertig.