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Ist Sipgate ein Beamtenmolloch?

Dieses Thema im Forum "sipgate" wurde erstellt von suffi, 28 Jan. 2005.

  1. suffi

    suffi Neuer User

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    Über die Verfügung der Regtp keine ortnetzbezogenen Rufnummern an Fremde zu vergeben gibt es ja schon genug Abhandlungen. M.E. ist diese Entscheidung in der jetzigen Form nicht o.k.

    Aber:
    Warum schiesst Sipgate so maßlos über das Ziel hinaus?

    Ich meine hier konkret die Schufa Abfrage bei der Neukundenanmeldung.

    Keiner hat m.E. Sipgate dazu gezwungen dies zu tun. Auch die DTAG tut das nicht, wenn allenfalls zur Bonitätprüfung.

    Warum bietet Sipgate nicht intelligente Lösungen, wie z.B. die kostenlose Mitgliedschaft in einem Verein o.ä. an und entsprechende Nutzung des "Vereinsanschlusses", um jedem entsprechende Nummern zur Verfügung zu stellen?

    Oder der Kunde gibt einfach die Daten ein wo er vorgibt den Anschluss zu nutzen (Nutzungsadresse). Vielleicht nutzt er ja den Anschluss über sein Datenhandy mit Notebook im Auto auf dieser Adresse. Eine Meldung beim Einwohnermeldeamt ist hier m.E. nicht notwendig und nicht geboten.

    Ich frage konkret, warum lässt sich Sipgate von der REGTP verarschen, anstatt diese selbst zu "verarschen"?
     
  2. Katzenjens

    Katzenjens Mitglied

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    ... die DTAG legt einen Anschluss zu der gewünschten Adresse und weiss daher auch ohne Schufa, ob die Adresse stimmt.

    ... [verarschen lassen]
    Du scheinst noch recht jung und unerfahren zu sein, oder?!

    Viele Grüße,
    Jens
     
  3. xlephant

    xlephant Mitglied

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    letztendlich sehe ich diese "lösung" als clevere erprobung für den ernstfall wenn auch bezahlung per rechnung möglich ist, denn dann ist eine schufa abfrage durchaus sinnvoll. ansonsten sehe ich es auch als ein wenig übertrieben an, alleine für die adresse überprüfung eine schufa abfrage zu starten, wobei sipgate sich ja so auf der sicheren seite bewegt und keine klagen etc von der regtp befürchten muss. aus sicht von sipgate vielleicht verständlich.


    anmerkung:
    die überschrift dieses themas finde ich in bezug auf den inhalt nicht sehr glücklich gewählt.
     
  4. kombjuder

    kombjuder IPPF-Promi

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    Sag mir eine schnellere und bequemere Möglichkeit, die Richtigkeit der Adresse zuverlässig zu überprüfen. Die Schufa gilt als zuverlässig.

    Als Ersatz für den Adressabgleich mit der Schufa sehe ich nur die Einsendung einer Meldebescheinigung deinerseits. Die Kostet dich 5 Eur. Plus die Kosten die Sipgate hat, alles zu überprüfen und das ganze Papier dann behördensicher aufzubewahren.
    Unter den Voraussetzungen wirst du deine Rufnummer nicht umsonst, sondern für 50 Eur bekommen.
    Bei 2 Prozent Fehlern die von Hand nachzubearbeiten sind, schlucken sie den Mehraufwand, für jeden User ist das aber nicht tragbar.

    Dann weise mal bitte einem Beamten nach, das du die Überprüfung mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt hast. Ich sehe selbst die Methode mit dem Personalausweis und Fax schon als sehr kritisch an, da das zu leicht zu fälschen ist.

    Nein, die DTAG hat ihr Kabel bis in deine Wohnung.
     
  5. spunk_

    spunk_ Mitglied

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    okay, nicht direkt die Adresse, aber zumindest eine Prüfung auf ein existierendes Girokonto ist kostengünstig möglich indem der Anbieter z.b. 0.01EUR und im Verwendungstext eine PIN zur Aktivierung überweist.

    Diese PIN muss der künftige Nutzer dann eingeben und schon ist sichergestellt, dass er zumindest Einsicht in die angegebenen Kontodaten hat.

    Was kostet eigentlich eine Adress-Prüfung über die Schufa? wenn das billiger wie eine Postkarte ist lohnt es sich allemal für jeden Anbieter.
     
  6. Klingelding

    Klingelding Neuer User

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    Es ging aber darum den Wohnsitz zu ueberpruefen. Ob man ein Girokonto hat oder nicht ist dabei ziemlich egal.
    Schnell ist die Ueberweisungsgeschichte auch nicht wenn es nicht die gleich Bank ist dauert es bis zu 3Tage ...
    Bei den Kosten bleibt es auch nicht bei den 0.001EUR, sondern Gebuehren kommen i.d.R. auch noch dazu.
     
  7. spunk_

    spunk_ Mitglied

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    das habe ich ja damit gemeint "nicht direkt der Wohnsitz" :D

    diese Art der Bankverbindungskontrolle wird zumindest praktiziert - aus welchen Gründen auch immer.

    aber nochmal: was kostet denn diese Schufa-Adresskontrolle eigentlich für den jeweiligen Anbieter? kostenlos wird sicher nicht sein.


    btw: wie läuft das denn grade bei ebay bei Neumitgliedern?
     
  8. PURtel.com

    PURtel.com Aktives Mitglied

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    Weil der Anbieter unter anderem für die Rufnummer bei kriminellen Handlungen verantwortlich ist und im Bedarfsfall den Nutzer nachweisen muss!
     
  9. mipo

    mipo Mitglied

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    Kling logisch ... Anschrift, IP Adresse der Einwahl, Uhrzeit und schon ist bei kriminellen Handlungen zumindest einmal der Inhaber der Kennungen identifizierbar.

    @suffi: Was mich nur wirklich stört, nein finde es schlichtweg primitiv, was hat das eigentlich mit den Beamten zu tun? Es gibt genug Angestellte und Arbeiter die ebenfalls genau und nach Vorschriften arbeiten ...

    MfG Michael
     
  10. suffi

    suffi Neuer User

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    Sorry wenn ich Euch provoziert habe, aber ich schiebe da ein bisschen Frust (Kleinstadt Auswanderer).

    ...

    Die DTAG weiss da auch nicht so viel über die Identität der Personen, jeder kann Wohnungen mieten.

    Auch bin ich nicht ganz so unerfahren, nur heute ein bisschen provokativ.




    Ich halte das Verfahren, welches ja auch bei Ebay verwendet wird für äußerst problematisch und hier unsinnig.

    Die entsprechenden Daten für eine Fake Anmeldung bekommt man bekanntlich in jeder Zeitung auf der letzten Seite von Personen die kein Interesse mehr daran haben dürften. Vielleicht makaber aber es ist so. Und wer es darauf anlegt, braucht sicherlich nicht viel (kriminelle) Energie.

    Die Ehrlichen die nicht in einer entsprechenden Stadt wohnen sind jedoch die Verlierer des Systems.

    Ggf. in eine Wohnung die unter falschem Namen gemietet werden sein konnte.

    Halte ich für gewagt. Hätte die Regtp gerne ist aber definitiv nicht praktiziert. Gerade bei Handys - Stichwort Tchibo - ist kaum eine Personenüberprüfung anhand eines Ausweises erfolgt. Auch denke ich an Ebay Gebraucht-Karten.

    Mir ist keine solche Vorschrift für VOIP bekannt.

    Die REGTP hat nur verfügt, dass die Nummern ortsbezogen sein müssen.

    Das könnten genausogut die Kunden versichern, den Anschluss dort zumindest nutzen zu wollen.

    Offenbar wird hier viel hineininterpretiert, was so bisher nicht publiziert wurde.

    Ich kritisiere hier nicht nach Vorschriften zu arbeiten (=korrekt arbeiten), sondern in Vorschriften Dinge zu interpretieren die derzeit gar nicht existieren.

    Gerade das ist jedoch ein Zeichen von Beamtentum (die konkrete Form des Dienstverhältnisses ist nicht zwingend erheblich), des Verwaltungwillens neue Verwaltungsvorschriften so zu interpretieren, dass diese neuen Verwaltungsvorschriften bedürfen um zukünftig "richtig" interpretiert zu werden, was zusätzliche Beamte erfordert, die dann Ihrerseits wieder beim Verwaltungswillen beginnen.

    Nimm nur die Regtp Entscheidung über den Kram hier und vielleicht weisst Du dann was ich damit meine.

    Ich sehe es so, was nicht verboten ist, ist erlaubt.
    Beamte (im Bild gesprochen) sehen es wohl mehr so, dass alles was nicht explizit erlaubt ist, verboten ist.

    Und Sipgate verhält sich hier genau so.
     
  11. thomas-stolz

    thomas-stolz Neuer User

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    IP-Adresse & Uhrzeit ist zwar bei vielen Anbietern eine praktikable Möglichkeit, einen Benutzer ausfindig zu machen, jedoch gab es AFAIK im September 2004 ein Gerichtsurteil, daß eine Speicherung bei Flatrate-Kunden obsolet macht. Versatel z.B. speichert IP-Daten eines speziellen "Kunden" nur auf Anfrage durch eine gerichtliche Instanz - aber auch nicht rückwirkend. Dagegen haben sie keine Daten, wenn ich IP + Uhrzeit durchgebe gespeichert. Ich weiß das in diesem Fall deshalb, weil ich selbst Probleme mit einem User meiner Seite hatte. Und nur auf dem Wege der IP an die Person heranzukommen ist in diesem Fall fast unmöglich. T-Online dagegen speichert die Daten für einen endlichen Zeitraum.

    Thomas

    PS. Gerade keine Quelle zur Hand, da ich mich dezentral bewege ;-)
     
  12. Christoph

    Christoph IPPF-Promi

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    Zur Überprüfung per Kontodaten:

    Man denke hierbei auch mal an diejenigen, die gar kein Konto haben, das sind nicht wenige. Diese Leute sind eh schon sehr benachteiligt und würden in dem Fall auch keinen VoIP-Zugang erhalten, wenn der Anbieter mit Kontodaten verifiziert - auch wenn das Bezahlverfahren eh schon Vorkasse ist.

    Die IP-Nummer kann nur im Falle von kriminellen Handlungen herangezogen werden und Angaben dazu werden auch nur auf Anweisung der Polizei herausgegeben.
     
  13. PURtel.com

    PURtel.com Aktives Mitglied

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    Nö, - wenn wir hier ab und an Anfragen der Staatsdiener über den Carrier hereinbekommen, müssen wir KLAR angeben, WER diese Ortsrufnummer nutzt! Dies machen wir in Form von Ausweiskopie, Meldebescheinigung oder Handelsregisterauszug mit Unterschrift. Fälschungen liegen (abgesehen davon, dass das eine strafrechtliche Geschichte ist [Betrug, Urkundenfälschung?]) dabei nicht mehr in unserer Verantwortung.

    Der Ortsbezug muss in JEDEM Fall nachgewiesen werden, - und zwar so effektiv wie eben zumutbar.
     
  14. suffi

    suffi Neuer User

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    100% ACK!

    Aber: Keiner verpflichtet Euch derzeit dies anhand von Ausweiskopien o.ä. nachzuweisen. Mag zwar bequem für die Ordnungshüter sein, aber die bekommen sie wohl auch bei der DTAG nicht.

    Im übrigen würde z.B. die Versicherung des Kunden bei der Anmeldung eine Nummer nur innerhalb des gewählten Ortnetzbereichs nutzen zu wollen vollkommen genügen um der Regtp Verfügung z.Zt. genüge zu tun.

    Deshalb kann sich der Kunde ja durchaus woanders gemeldet sein.

    Hier ist mein Ansatzpunkt!
     
  15. rollo

    rollo IPPF-Promi

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    Genau umgekehrt. Du darfst die Nummer überall auf der Welt benutzen, das ist sogar ausdrücklich erlaubt. Nur dein Wohnsitz und die Ortsvorwahl müssen übereinstimmen.

    jo
     
  16. PURtel.com

    PURtel.com Aktives Mitglied

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    Ausweiskopie ist zumutbar, - eine Alternative wäre eine Klage wegen Beihilfe zu kriminellen Handlungen (ganz abgesehen von dem wettbewerblichen Risiko die solch leichtfertiges Handeln in sich birgt). Ich denke, da ist Ausweiskopie besser (Das gilt übrigens auch für die Übermittlung der CLIP).
     
  17. spunk_

    spunk_ Mitglied

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    was gibt es da für Vorschriften? - also welche Absendernummer darf der Anbieter übertragen - und welche kann er überhaupt übertragen?

    sowas ist sicher auch im Bereich free-sms interessant - es gab zumindest Anbieter in den besten Zeiten des werbefinanzierten Internets, wo man die Absendekennung frei eintragen konnte.
     
  18. PURtel.com

    PURtel.com Aktives Mitglied

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    Erlaubt sind:
    - die eigene Ortsnetz-Rufnummer beim VoIP-Provider
    - die Ortsnetz-Rufnummer eines Anschlusses der einem selber gehört
    - die 0180x-Gasse
    - die 0700er-Gasse
    - die 0800er-Gasse

    Nicht erlaubt sind:
    - die 0190x-Gasse
    - die 013x-Gasse
    - fremde Rufnummern
    - Phantasienummern
    - Mobilfunknummern