Mal wieder Portfrage

heinzelrumpel

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Hi,

nachdem ich mich jetzt seit kurzer Zeit mit VoiP auseinedergesetzt habe, musste ich feststellen, dass man die Frage, welche Ports zu öffnen sind etc., nicht so pauschal beantworten kann. Auch hier im Forum tauchen immer wieder unterschiedliche Angaben auf. Wie es scheint, kocht auch jeder Provider sein eigenes Süppchen.

Daher wollte ich mal ein paar grundsätzliche, und auch spezielle Fragen stellen.

Nachdem ich X-Lite bei mir installiert habe, kann ich auch schön überall anrufen ( mit Portunity), es klingelt, der andere Teilnehmer kann abnehmen, aber zu hören ist nichts.

Obwohl ich "noch" keine Portfreigabe am Router vorgenommen, geht es mit dem anrufen, was mich doch entwas stutzig macht. Ich dachte, um erreichbar am PC zu sein, muss man Ports weiterleiten. Kann dies evtl. mit dem eingesetzten stun Server zu tun haben? MIr ist nämlich nicht ganz klar, welche Aufgabe dieser inne hat und ob der Port, den er nutzt, nur Providerseitig relevant ist. Bei Portunity sind es die Port 3478 und 3479 (UDP oder TCP ?).
Bei X-Lite kann mann noch Einstellen, auf welchen Ports er 'listen' soll, also default ist 5060/UDP für SIP und 8000/UDP für RTP. Meinem Verständnis nach sind das auch die Ports, die mein Router an mich weiterleiten müsste. Wenn dies so ist, kann ich diese frei wählen, oder sind die fest? Da wir zuhause mehrer Rechner aben, die alle erreichbar sein wollen, müsste diese Einstellung doch eigentlich veränderbar sein, da ein Router einen Port ja nur an 1 PC weiterleiten kann und nicht an mehrere. Gibt es ausser dem SIP und RTP Port noch andere, die man beachten und weiterleiten muss?

Es wäre nett, wenn mich jemand diesbezüglich etwas erhellen würde, insbesondere auch, was es mit den stun servern zu tun hat und ob man diese notwendigerweise braucht. Danke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Portweiterleitungen im Router betreffen normalerweise diejenigen Pakete, die in Dein Netzwerk von außen eindringen möchten. Die Ports, die wirklich benötigt werden, bestimmt Dein Endgerät, da es ja die Gegenstelle im internen Netz ist.

STUN verwendet z.B. die Ports 3478, kann jedoch auch andere Ports benötigen. Router mit Stateful Packet Inspection erkennen, daß ein Antwortpaket vom STUN-Server erlaubt ist und leiten dies ohne spezifische Portweiterleitungen weiter. Geht auch nicht, denn der tatsächliche Quellport am Endgerät wird i.a. dynamisch bestimmt.

SIP (Session Signalisierung) verwendet 5060/udp (und z.T. auch 5060/tcp), kann jedoch auch andere Ports verwenden (müssen), z.B. wenn mehr als ein Endgerät im Netz arbeitet und nach draußen nur eine IP-Adresse verfügbar ist. Dann würde man 5060, 5061, ... verwenden oder in Zweierschritten, wenn die Tools dies erfordern.

RTP (Nutzdaten, z.B. Sprache) verwendet einen dynamischen Portbereich, der jedoch in den meisten Endgeräten (Soft- und Hardphones) eingegrenzt werden kann. Dieser Verkehr ist normalerweise bei Routern mit Stateful Packet Inspection aus dem gleichen Grund nicht gesondert freizugeben wie bei STUN. Die Pakete finden ihren Weg zurück.

Schau auch mal hier zu Codecs rein: http://wiki.ip-phone-forum.de/infrastruktur:start

--gandalf.
 
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