Outbound Proxy und Port-Forwarding

supernova

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Hallo

Ich versuch schon seit einiger Zeit das Sipura 2000 zuverstehen, doch etwas ist mir immer noch nicht klar.

Was ist der Unterschied zwischen dem Outbound Proxy und Port-Forwarding?

Bedeutet dies nun wenn ich von meinem Provider einen Outbound Proxy gemeldet bekomme, dass ich an meinem Router nichts machen muss, kein Port-Forwarding und wenn mein Provider keinen Outbound Proxy angibt, dann muss ich die Ports 5060-5061 UDP und 16384-16482 UDP in meinem Router unter Port-Forwarding eintragen?

Muss ich sonst noch was im Sipura 2000 ändern wenn ich kein Outbound-Proxy habe?

Vielen herzlichen Dank für die Hilfe
Gruss Supernova
 
Proxy: Hier muss der SIP-Server des Providers rein.

Outbound-Proxy: Ist der Proxy, über den du den SIP-Server des Providers erreichst. Quasi der Proxy für den Proxy.

Den Outbound-Proxy brauchst du, wenn du auf deinem Router ein Proxy (z.B. siproxd) betreibst. [s:27f0450c7c]Der Provider wird dir NIE einen Outbound proxy nennen. [/s:27f0450c7c] (EDIT)

In der Regel musst du an deinem Router Port-Forwarding verwenden.

Wenn du keinen Outbound Proxy hast, setzt du:
Use Outbound Proxy: NO
Use OB Proxy In Dialog: NO


Aber ich sehe gerade, dass du einen Linksys WRT54GS hast. Da kannst du OpenWRT draufspielen und siproxd installieren und den dann als deinen Outbound Proxy angeben. Aber dafür solltest du Linux-Kenntnisse haben!
 
Moment moment das habe ich jetzt nicht ganz verstanden!

Ich habe zwei Provider die mir die folgenden Daten angegeben haben.

Provider1:
SIP-Server: sip.backbone.ch
Out Bound Proxy: sip.backbone.ch:5060

Provider2:
SIP-Server: sip.netvoip.ch
SIP-Port: 5060

Was muss ich jetzt genau wo eintragen?

Im Moment habe ich:

Line1 -> Proxy and Registration
Proxy: sip.backbone.ch
Outbound Proxy: sip.backbone.ch
Use Outbound Proxy: YES

Line2 -> Proxy and Registration
Proxy: sip.netvoip.ch
Outbound Proxy: sip.netvoip.ch
Use Outbound Proxy: YES

Und am Linksys-Router habe ich das Port-Forwarding (Port 5060-5061 UDP und 16384-16482) auf die IP meines SPA 2000 eingestellt.

Line1 funktioniert eigentlich und ich denke da habe ich auch alles richtig eingetragen, doch die Line2 klappt nicht.
 
Hallo

Ich habe die Einstellungen für meine beiden Provider hinbekommen und sie funktionieren auch.

Was mich jedoch noch interessieren würde ist, muss man die Ports (Port 5060-5061 UDP und 16384-16482 UDP) am Router wirklich öffnen oder kann man dies auch weglassen?

Kann es sein das wenn ich die Ports nicht geöffnet habe, dass dann das Telefon nicht klingelt? Oder was ist die Folge davon?

Ich hoffe es kann mir hier noch jemand eine Antwort geben.

Vielen herzlichen Dank
Gruss Supernova
 
supernova schrieb:
Was mich jedoch noch interessieren würde ist, muss man die Ports (Port 5060-5061 UDP und 16384-16482 UDP) am Router wirklich öffnen oder kann man dies auch weglassen?

Kann es sein das wenn ich die Ports nicht geöffnet habe, dass dann das Telefon nicht klingelt? Oder was ist die Folge davon?
Tja, auf diese Frage gibt's leider keine eindeutige Antwort. Das hängt von deinem Router, ATA-Adapter, VoIP-Provider und deiner Konfiguration ab. Bei mir funktioniert alles auch ohne Portweiterleitungen (dafür nutze ich den STUN-Server, Outbound-Proxy, NAT-Mapping und NAT Keep Alive).
Hier findest du einen Artikel, der die ganze NAT-Problematik speziell im Zusammenhang mit VoIP sehr gut erläutert.
 
@supernova: Du sagst zwar, dass die Line2 jetzt läuft, aber nicht, was das Problem war. Kannst Du Deine Lösung bitte nochmal posten.
 
@Robinson

Klar kann ich dass.

Also das Problem lag daran, dass mein 2.Provider keinen Outbound-Proxy anbietet und somit musste ich dafür das Port-Forwarding in meinem Router einstellen.

Zusätzlich musste ich dann beim Sipura noch unter Line2 die beiden folgenden Werte anpassen.
Use Outbound Proxy: NO
Outbound Proxy: leer

Ja und nun klappt es, doch wie gesagt so richtig verstanden habe ich die ganze NAT-Geschichte immer noch. So wie ich hier im Board gelesen habe gibt es anscheinend Router bei den man das Port-Forwarding nicht machen muss und es klappt trotzdem. Was man genau einstellen muss und ob das mein Router auch kann (Linksys WRT54GS)habe ich noch nicht raus gefunden.

Gruss Supernova
 
Hallo zusammen,

ein kurzer Abriss meines Weltbildes zu der Angelegenheit:

Normalerweise wäre ja ein SPA (wie jeder Rechner im internen Netz) von außen niemals erreichbar, deshalb gibt es Portmappings am Router, mit denen man bestimmte Portanfragen von außen an bestimmte Geräte weiterleiten kann.
Da dies nicht von jeden Anwender so einfach zu handhaben ist, nutzen die Entwickler von VoIP-Adaptern etc. das natürliche Verhalten von Routern aus: Jedes ausgehende Paket erzeugt einen Eintrag in der Routingtabelle des Routers. Darin steht, auf welchem Port das ausgesendete Paket beantwortet werden soll und macht folglich diesen Port für eine bestimmte Zeit auf (bei UDP ein paar Sekunden und bei TCP oft sogar ein paar Minuten).
Da durch das NAT KEEP ALIVE kontinuierlich Pakete an den Provider gesendet werden, ist eigentlich immer der entsprechende Antwortport offen, so dass ein Mapping nicht erforderlich ist und trotzdem Pakete von außen (ein Anruf) an den Adapter oder das Telefon weitergeleitet werden.

Da an jedem VoIP-(SIP-)Paket die Quell-IP als Absender hängt, muss ein VoIP-Adapter oder -Telefon wissen, dass es hinter einem Router steht um nicht die interne (meist 192.168.x.y) als Absenderadresse anzugeben, da dann eine Antwort niemals ankäme. Die Erkennung der externen IP (und die Art des Routers) passiert über den STUN-Server, damit der VoIP-Adapter sich entsprechend "verhalten" kann.

Der Outbound-Proxy war eigentlich dazu gedacht, dass er als Mittler zwischen VoIP-Endgerät und SIP-Proxy (oder anderem VoIP-Endgerät) fungiert, falls anders keine Verbindung zustande kommt. Komischerweise findet man bei vielen Anbietern den Proxy auch als Outbound-Proxy, was eigentlich völliger Unsinn ist, da der Outbound-Proxy immer ein anderer Server sein sollte als der Proxy (Registrar).

Im Normalfall sollte immer STUN und NAT genutzt werden und im Zweifelsfall ist ein Portmapping das Mittel der Wahl (für die SPAs die Ports 5060-5061 TCP/UDP und 16384-16482 UDP). Die Nutzung eines Outbound-Proxys ist nur in Ausnahmefällen angebracht (ich habe es bisher noch nie erlebt).

Viele Grüße
C.
 
Carli schrieb:
Der Outbound-Proxy war eigentlich dazu gedacht, dass er als Mittler zwischen VoIP-Endgerät und SIP-Proxy (oder anderem VoIP-Endgerät) fungiert, falls anders keine Verbindung zustande kommt. Komischerweise findet man bei vielen Anbietern den Proxy auch als Outbound-Proxy, was eigentlich völliger Unsinn ist, da der Outbound-Proxy immer ein anderer Server sein sollte als der Proxy (Registrar).


Genau das meinte ich auch.

Eigentlich sollte es reichen, bei einem Provider (z.b. freenet.de) nur den Proxy anzugeben. Der Client müsste dann den Outbound Proxy (hier: iphone.freenet.de) selbst anhand einer DNS SRV-Anfrage ermitteln und entsprechend verwenden. Leider können das nicht alle Clients von sich aus. Daher geben viele Provider ihren Kunden gleich den Outbound Proxy mit an, so dass es auf jeden Fall bei ihren Kunden funktionieren wird.

Sofern dir ein Provider einen Outbound-Proxy angibt, der den gleichen Namen wie der Proxy hat, kann man ihn auch weglassen.

In dem Fall, in dem dir der Provider einen Outbound-Proxy angibt, der von dem Proxy verschieden ist, ist es meistens so, dass der Proxy der Domainname des Providers ist und der Outbound-Proxy der eigentliche SIP-Server ist.


zoo
 
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