Vielleicht liest du dich erst mal richtig in die Materie ein, es gibt haufenweise How-Tos und Anleitungen dazu im Netz. Mit "mal eben Mailserver installiert" ist es bei Weitem nicht getan. Da es hier schon daran hapert, sich selber die nötigen Infos zu besorgen wäre meine Empfehlung das Vorhaben einzustampfen

Denn entweder macht man das richtig oder man lässt es.
+1
OT/Meinung/Erfahrung:
Eine der Ursachen für das übliche Blacklisting der dynamischen Bereiche ist es - neben Spam-Bots - ja auch, daß da gerne auch immer wieder mal ein "Hobby-SMTP-Server" dabei ist, der dann ruckzuck gekapert ist.
Ein Mail-Server ist eben kein einzelner Dienst ... da gehört ein Mailempfang per SMTP mit anschließender Speicherung (IMAP, schlechter: POP3) und eine Annahme von eingelieferten Mails per "submission" (früher auch mal üblich auf Port 25) mit anschließendem Mailversand dazu. Während man mit einem falsch konfigurierten Empfangsserver nur sich selbst schaden kann, ist das Potential eines falsch konfigurierten SMTP-Relays (Open Relay) für das Verursachen von erheblichen Schäden/Belästigungen schon wesentlich größer. Und bei aller Nachsicht, die man sicherlich üben sollte ... ein Betrieb eines SMTP-Relays ohne die erforderlichen Kenntnisse ist mindestens ebenso gefährlich wie das Segeln bei Windstärke 8 ohne Schwimmwesten oder wie das Freiklettern. Wenn dabei jemand anderes zu Schaden kommt, dann kann man sich nicht einfach auf "Unkenntnis" herausreden ... wenn der Anschluß eines Kunden Spam-Mails einliefert, liegt die Verantwortung dafür eindeutig beim Kunden. Ob das dann ein Zombie als Bestandteil eines Bot-Netzes ist oder ein falsch konfiguriertes SMTP-Relay ist vom Ergebnis her dasselbe ...
Nicht umsonst setzt es sich bei Postmastern immer mehr durch, daß von Mail-Servern, die im HELO/EHLO eine ungültige Angabe übermitteln bzw. wo der dort übermittelte Hostname nicht mit dem per Reverse-DNS ermittelten übereinstimmt, grundsätzlich keine Post mehr angenommen wird. Das muß noch nicht einmal etwas mit dem Vorhandensein der eigenen IP-Adresse in irgendeiner Blacklist zu tun haben.
Eine einmal angenommene E-Mail muß (zumindest nach der gültigen deutschen Gesetzgebung) eben auch zugestellt werden ... und das muß einem dann erst einmal gelingen, wenn das Spam ist und der Empfängerserver die Annahme von vorneherein ablehnt. Die dann fällige Benachrichtigung des Absenders erhöht als "Backscatter" dann das Mail-Aufkommen auch noch einmal und in vielen Fällen landet dann solcher E-Mail-Verkehr auch noch bei "unschuldigen Opfern", deren E-Mail-Adresse nur als Absender mißbraucht wurde.
Nachdem der E-Mail-Versand wohl der am meisten mißbrauchte Dienst im Internet ist, sollte man sich da nur heranwagen, wenn man wirklich weiß, was man da tut. Ansonsten kann einen ein ordentlich konfiguriertes SMTP-Relay beim Provider vor vielen Problemen und potentiellen Fehlern schützen ... das ist am Ende nichts weiter als die Übergabe der E-Mail (des Briefes) an den eigenen Briefträger, anstatt ihn selbst beim Briefträger des Empfängers abzugeben oder gar selbst in den Briefkasten des Empfängers zu stecken.
Während bei der ersten Variante der eigene Briefträger einen selbst als Absender noch identifizieren kann (und einem damit auch vertraut), wird das bei dem fremden Briefträger schon schwieriger. Wenn also der eigene Briefträger aufmerksam ist und die Annahme von Post von Fremden, die nur einen gefälschten Absender darauf geschrieben haben und damit quasi behaupten, sie wären jemand anderes, verweigert, sinkt das Spam-Aufkommen insgesamt entsprechend.
Die Einschränkungen durch die Benutzung eines SMTP-Relays beim Provider sind auch nur marginal ... event. ergeben sich durch einen weiteren Virenscan o.ä. unnötige Verzögerungen (wenn man selbst schon die Post gescannt hat), aber lieber einmal mehr geprüft, als gar nicht. Wenn der eigene Provider unangemessen in den E-Mail-Versand eingreift (z.B. durch die Änderung von vorhandenen Header-Informationen), dann ist das ein Grund zur Beschwerde. So wie die Post irgendwelche Zustellvermerke auf einem Brief anbringen darf, darf der Provider Daten
hinzufügen, aber ohne explizite Zustimmung
nicht ändern (aka fälschen).
Früher habe ich mich auch noch entsprechend aufgeregt und bei Spam-Versand aus bekannten DynIP-Bereichen eines in D ansässigen großen Providers mit vielen Punkten im Logo noch fleißig "abuse"-Nachrichten produziert ... nachdem dieser Provider da nach meinem Empfinden einfach nur die Segel gestrichen hat (ohne weitere Maßnahmen), landen solche Adressen bei mir für 30 Tage in einer ipset-Blacklist und ich nehme dann eben überhaupt keine Pakete von solchen Adressen mehr an, was am Ende auch DNS-Abfragen u.a. betrifft. Wenn sich dann (einige wenige) Leute direkt bei mir beschweren, erläutere ich ihnen die Ursache und gebe ihnen die Empfehlung, sich ihrerseits bei ihrem Provider zu beschweren.
Andere Provider lassen sich da wenigstens etwas einfallen und blockieren dann den Port 25 erst einmal komplett in ihrem Netz (z.B. die Swisscom). Das ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei (man muß erst mal darauf kommen), aber wenigstens kann man dort als Kunde dann - wenn man es wirklich will und weiß, was man da tut - den Port auch wieder freischalten lassen. Das nenne ich dann einen sinnvollen Beitrag zur Vermeidung von Spam und zur Verringerung von Abuse-Nachrichten ...
Das letzte, was man heutzutage noch braucht, sind am Ende dynamische Adressbereiche, wo dann der Kunde vielleicht wirklich noch den PTR-Record entsprechend beeinflussen kann. Dann greift nämlich eine Maßnahme (smtpd_helo_restrictions), die auf meinen Mail-Server (Postfix mit Blacklisting jeder IP-Adresse mit fehlgeschlagener RDNS-Auflösung des HELO-Namens für die nächste Stunde) inzwischen > 95% des Spams wegfiltert, ohne daß ich einen Scanner wie amavis damit beschäftigen müßte, nicht mehr.