sipgate-Umfrage: VoIP etabliert sich als Alternative zum FN

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sipgate-Umfrage: VoIP etabliert sich als Alternative zur Festnetz-Telefonie

- 78 Prozent der sipgate-Kunden führen regelmäßig kostenlose VoIP-Telefonate
- sipgate: 59 Prozent der Nutzer voipen schon länger als 6 Monate
- Bereits 25 Prozent der sipgate-Kundschaft telefoniert ausschließlich über VoIP

Düsseldorf, 15. Dezember 2005 – Bereits 46 Prozent der sipgate-Kunden führen mit bis zu 3 Personen regelmäßig kostenlose Gespräche von VoIP zu VoIP. Das ermittelte die im Dezember abgeschlossene Kundenumfrage von sipgate, an der über 4.200 Kunden teilgenommen haben. Rund 32 Prozent der sipate-Nutzer kennen sogar über 5 Bekannte, die ebenfalls voipen und damit zum Nulltarif erreichbar sind. Damit nutzen viele sipgate-Kunden bereits intensiv einen wesentlichen Vorteil der Internettelefonie – die für VoIP charakteristischen kostenlosen Telefonate.

Rund zwei Jahre nach Einführung von VoIP in Deutschland hat sich die Situation auf dem Telefoniemarkt grundlegend geändert: Zu Anfangs belächelt, entwickelt sich VoIP zunehmend zu einer festen Größe: 59 Prozent der sipate-Kunden nutzen VoIP bereits über 6 Monate und belegen damit eindrucksvoll die Alltagstauglichkeit – 22 Prozent der Nutzer davon sogar länger als ein Jahr. Ihre Telefonie ganz auf VoIP umgestellt haben insgesamt 25 Prozent der sipgate-Kunden, 68 Prozent nutzen sowohl Internet- als auch Festnetztelefonie. Nach Meinung von sipgate ist dies vor allem auf die Zwangsbündelung des Internet- an den Festnetzschluss zurückzuführen.

Auch die Nutzungsintensität steigt kontinuierlich: Bereits über 20 Prozent der Voiper telefonieren 5 Stunden und länger pro Monat über ihren VoIP-Anschluss von sipgate, über 74 Prozent bis zu 4 Stunden monatlich. Auch die VoIP-Nutzung von unterwegs – ein weiterer Vorteil gegenüber der Festnetz-Telefonie – stößt auf starkes Interesse der Verbraucher: 60 Prozent der Befragten gaben an, VoIP künftig auch von unterwegs – wie beispielsweise im Urlaub – nutzen zu wollen.

Attraktiv ist VoIP vor allem auch wegen transparenter, einheitlicher und günstiger Tarife in die Fest- und Mobilfunknetze: So sparen 33 Prozent der sipgate-Kunden laut Umfrage dank VoIP bis zu 30 Prozent der Telefoniekosten (ohne Grundgebühr) gegenüber ihrem alten Festnetz-Anbieter ein. Einsparungen zwischen 40 und 70 Prozent realisieren rund 30 Prozent der sipgate-Kunden. 10 Prozent der Nutzer können sogar über 70 Prozent der Kosten durch VoIP reduzieren. (27 Prozent machten keine Angaben)

Beim VoIP-Dienst von sipgate schätzen Kunden vor allem die Netzunabhängigkeit (57 Prozent), die vertragliche Unabhängigkeit (77 Prozent), die fehlende monatliche Grundgebühr (84 Prozent) sowie die Bereitstellung einer kostenlosen Ortsrufnummer (74 Prozent). Seine Kunden gewinnt sipgate mehrheitlich von den Internet-Providern 1und1, T-Online, Arcor, den Kabelnetz- sowie Citynetz-Betreibern. Aufgrund seiner Netzunabhängigkeit ist sipgate an jedem Breitband-Internetanschluss einsetzbar.

Herausragend ist die hohe Kundenzufriedenheit: So beurteilen 21 Prozent sipgate mit sehr gut, 65 Prozent mit gut.

Weitere Informationen unter www.sipgate.de .

Quelle: Pressemitteilung

Über sipgate:
Unter der Marke „sipgate“ bietet die indigo networks GmbH seit Januar 2004 netzunabhängige Internettelefonie für Privatkunden an. sipgate.de erlaubt kostenlose Telefonate über das Internet und steht kostenfrei zur Verfügung (keine Anschlussgebühr, keine Grundgebühr, keinen Mindestumsatz). Anrufe aus den klassischen Telefonnetzen (Festnetz, Mobilfunk) können an jedem sipgate-Anschluss geführt und entgegengenommen werden. Dazu stattet sipgate jeden Kunden mit einer Rufnummer aus – inklusive der geografischen Vorwahl (1.000 Ortsnetze). Durch Zusammenschaltungen mit elf nationalen und internationalen Partnern (wie freenet.de und web.de) können sipgate-Kunden mit mehr als einer Millionen VoIP-Nutzern weltweit kostenlos telefonieren. sipgate ist ebenfalls in Großbritannien ( www.sipgate.co.uk ) und Österreich ( www.sipgate.at ) verfügbar.
 
Das sind ja recht interessante Umfrageergebnisse. Für mich ergeben sich aber aus diesen Zahlen auch noch ein paar andere Schlußfolgerungen:

- Viele Sipgate-Kunden nutzen VoIP tatsächlich noch als "Insider-Technik" (netzübergreifende VoIP Gespräche mal eingeschlossen)

- Wenige Kunden sehen VoIP tatsächlich als vollwetigen Eratz für die klassische Festnetztelefonie. Leider kenne ich die Umfrage an sich nicht, deshalb weiß ich nicht, ob es dabei z.B. die Frage gab "Würden Sie auf die klassische Festnetztelefonie verzichten, wenn Sie die Möglichkeit hätten, einen Breitbandanschluß ohne Telefonanschlußzwang zu bekommen ?"

Interessant wäre auch eine Auswertung gewesen, ob sich die VoIP-Nutzung in einem Art Schneeballsystem (durch Mund-zu-Mund-Propaganda) ausbreitet oder dies nur auf Marketingerfolge (Internet, Provider, Testberichte) zurückzuführen ist.

Vielleicht könnte man diese Fragen bei einer irgendwann stattfindenden nochmaligen Umfrag mit berücksichtigen.

Interessant wäre auch ein Hinweis auf diese Umfrage, die im November-Newsletter von Sipgate angekündigt wurde, hier im Forum gewesen. Scheinbar haben viele Nutzer diese Umfrage im Newsletter einfach übersehen.

Bitte hier jetzt keine Diskussion über nichterhaltene Newsletter anfangen :!: (Ich habe die Umfrage seinerzeit auch übersehen) Dazu gibt es einen Diskussionsthread hier

Insofern würde ich das Fazit der Umfrage ein wenig anders interpretieren. Anstatt

sipgate-Umfrage: VoIP etabliert sich als Alternative zur Festnetz-Telefonie

würde ich sagen "VoIP etabliert sich als Ergänzung zur Festnetz-Telefonier"

Und solange bei vielen Breitbandnutzern nach wie vor der Zwang zum Telefonanschluß (laut einer aktuellen Statistik der Bundesnetzagentur von heute nutzen in Deutschland nur ca. 240.000 Anwender ihren besteheenden Breitbandkabelanschluß auch für Internet) besteht, wird sich die Aussage "Alternative" wohl auch nicht wirklich bewahrheiten.
 
Denke nicht, dass es zum Großteil nur daran liegt, dass der Telefonanschluss nach wie vor dazu gehört. Dürfte bei den meisten vor allem auch daran liegen, dass die Stabilität bei den VoIP-Dienstleistern einfach noch nicht gegeben ist, der Internetzugang de facto immernoch öfters ausfällt als das reguläre Telefonnetz und vor allem die Fluktuation noch zu hoch ist. Sieht man ja shcon allein an den Signaturen hier im Forum, wieviele verschiedene Anbieter die Leute verwenden.
Wenn mir jemand 5 Rufnummern in die Hand drückt und sagt "versuchs einfach der Reihe nach welche funktioniert", streich ich ihn aus dem Telefonbuch und er wird nur noch per eMail kontaktiert...

Wenn dann auch noch tagelange Ausfälle und Schwierigkeiten wie bei 1&1 auftauchen, machts die Entscheidung pro VoIP-Only nicht gerade attraktiver. Und das wissen die Kunden sehr genau.

=> nicht die Zwangsbündelung von DSL mit Telefonanschluss (was IMHO durchaus verständlich ist - damit verdient man eben das meiste Geld - die Telcos wären ja schön blöd, wenn sie das abschaffen würden) ist in meinen Augen nicht der Grund sondern immernoch die Unzuverlässigkeit.

Sicherheitsaspekte mal aussen vor gelassen. Die kommen ja noch dazu.
 
betateilchen schrieb:
... ob es dabei z.B. die Frage gab "Würden Sie auf die klassische Festnetztelefonie verzichten, wenn Sie die Möglichkeit hätten, einen Breitbandanschluß ohne Telefonanschlußzwang zu bekommen ?"
Ist zwar schon ein Weilchen her, aber solche Fragen waren auch bei der Umfrage dabei.
betateilchen schrieb:
... ob sich die VoIP-Nutzung in einem Art Schneeballsystem (durch Mund-zu-Mund-Propaganda) ausbreitet oder dies nur auf Marketingerfolge (Internet, Provider, Testberichte) zurückzuführen ist.
Auch dazu gab es Fragen.
 
@Rocky danke für die Info.

Dann finde ich es schade, daß zu solchen Aspekten in der Analayse keine Ergebnisse präsentiert wurden.
 
betateilchen schrieb:
Und solange bei vielen Breitbandnutzern nach wie vor der Zwang zum Telefonanschluß (laut einer aktuellen Statistik der Bundesnetzagentur von heute nutzen in Deutschland nur ca. 240.000 Anwender ihren besteheenden Breitbandkabelanschluß auch für Internet) besteht, wird sich die Aussage "Alternative" wohl auch nicht wirklich bewahrheiten.
240.000 aktuell wäre doch gar keine so schlechte Zahl. Bei der Suche auf den BNetzA-Seite hab ich nur die Statistik für 2004 gefunden. Dort steht etwas von 145000. Das wäre also ein Wachstum um 66% in diesem Jahr und gerade fängt es an, sich herumzusprechen, daß es auch hier und da tatsächlich Internet über TV-Kabel gibt. Und die Verfügbarkeitstendenz scheint auch deutlich steigend...
Gerade viele kleinere, regionale Anbieter / Wohnungsgesellschaften usw. bieten das immer häufiger an, wo sie ihre Netze complett unabhängig von KDG & Co. betreiben, haben aber meist kein Budget für die große Werbetrommel, so daß dies im Marketing-Geschrei von KDG und DSL-Anbietern übersehen wird...
 
Internet über Kabel ist einfach de facto keine Alternative da es viel zu anfällig ist und bei größeren Kundenanstürmen einfach zu schnell in die Knie geht. Das würde mir nie ins Haus kommen.

ISH hatte schon des öfteren mit Ausfällen oder extrem niedrigen Datenraten sowie Paketlaufzeiten zu kämpfen und jetzt ist KabelDeutschland dran nachdem das Angebot immer mehr Zuspruch findet:

http://www.onlinekosten.de/news/artikel/19480

SharedMedia ... niemals.
 
Habe Ish schon seit mehr als 2 Jahren und gerade mal 2 Ausfälle gehabt.
 
Internet über Kabel ist einfach de facto keine Alternative da es viel zu anfällig ist

Bei mehr als 40 von mir betreuten Anwendern keine Ausfälle bei Primacom seit Mai 2004 :!:
 
Ich rede nicht von Ausfällen ;)

Aber jeder wie er mag. Kommt auch eben immer darauf an, wie die Nachbarschaft damit durchsetzt ist. Hängt ja alles am selben Strang.

Für mich steht - wie gesagt - ein sharedmedium nicht zur Debatte. Ich bin glücklich mit meiner dedicated line. Keine Lust auf Experimente obs hier läuft oder nicht ;)
 
Die Anbindung der DSL-Anschlüsse ist auch ein "shared medium". Aber jeder, wie er es mag oder wie es bei ihm zur Verfügung steht. Im Gegensatz zu DSL spielt die Leitungslänge beim Kabel nicht die Rolle. Auch Probleme durch "übersprechen" gibt es nicht. Wenn auf einem Telefonkabel erst alle Anschlüsse DSL haben wollen, wird es dort schwierig.

Man sollte sich über jede Alternative freuen, erhöht sie doch die Wahrscheinlichkeit, daß man selber dauerhaft gut versorgt ist, egal für welche Technik man sich entscheidet. In Zukunft wird wohl nur das jetzt noch verschmähte Glasfaserkabel die nötigen Ressourcen bereitstellen können. Wer da zuerst aktiv wird, könnte der zukünftige Gewinner auf dem Markt werden. Leider ist noch niemand bereit, die nötigen Unsummen zu investieren. Aber die verlegten Telefonkabel haben auch nicht das ewige Leben, obwohl sie uns alle wohl überdauern werden.
 
DSL ist bis zum DSLAM dedicated. Der DSLAM ist natürlich gemeinschaftlich angebunden. Nur lässt sich diese Anbindung theoretisch beliebig erweitern, während die Bandbreite in einem Kabelsegment beschränkt ist und sich diese Bandbreite alle dort angeschlossenen Kunden teilen müssen. Und wenns zu viele werden, siehts für den einzelnen schlecht aus. Eine Bandbreitenerweiterung ist faktisch kaum möglich. Ausser man unterteilt die Segmente weiter, was hohe Investitionen nach sich zieht, die Topografie ändert und ganze Straßenzüge müssten teilweise anders "verkabelt" werden.

Noja. Ab Sommer wird hier VDSL geschalten. Freu mich schon drauf ;)
 
Moin!

Christoph schrieb:
Habe Ish schon seit mehr als 2 Jahren und gerade mal 2 Ausfälle gehabt.
Also ich hatte hier in (Ratingen-)Hösel schon etliche Komplett-Ausfälle und häufiger auch merkwürdige "Verstopfungserscheinungen". Mein Rekord war 4 Stunden komplett ohne Internet, wenn ich mich recht entsinne. Scheint in letzter Zeit aber besser geworden zu sein.
 
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