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Softmodem(s) auf der FritzBox umsetzen

Dieses Thema im Forum "FRITZ!Box Fon: Modifikationen" wurde erstellt von schwulerJensUwe, 4 Feb. 2007.

  1. schwulerJensUwe

    schwulerJensUwe Neuer User

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    Hallo!
    Trotz dass ich Programmierer bin, habe ich (noch) kaum Ahnung von den Fritz!Box-Interna und VoIP-Software. Bevor ich mich einarbeite bzw. überhaupt Dinge rumprobiere, wollte ich fragen, ob hier jemand mein Vorhaben für realisierbar hält (ich denke mir halt, dass die Rechenpower der Box einfach nicht dafür ausreichen könnte).


    Die Idee:
    Leuten ermöglichen, sich von fern per Analog-Modem (oder auch ISDN oder auch FAX, wird aber beides erstmal nicht betrachtet) auf einer Fritz!Box einzuwählen und so Zugriff auf das lokale Netzwerk und auch durchgeschleift Zugriff auf das Internet zu erhalten.
    Ein wichtiger Eckpfeiler dabei: es müssen sich mehrere Leute gleichzeitig einwählen können, deswegen ist die Verwendung des analogen Telefoneingangskanals (auf der Fritz!Box-Seite) ausgeschlossen, d.h. nur VoIP-Kanäle. Ebenfalls kann kein echtes Modem zur Signal-Demodulation verwendet werden, da so pro eingewählter Person ein eigenes Modem erforderlich wäre (selbst angenommen, man würde mehrere analoge Modems verwenden, so wäre deren Zahl dennoch auf die Anzahl der analogen Fon-Ports der Fritz!Box beschränkt, außerdem stünden diese so zum Telefonieren nicht mehr zur Verfügung, was sehr unpraktisch wäre).

    Was für Möglichkeiten sich ergäben, ist klar.
    (Man betrachte nur den Fall, dass die Fritz!Box die entfernten Personen anruft anstatt andersrum bzw. "zurückruft", und man vllt. noch eine Phone-Flat mit mehreren abgehenden Rufnummern hat ... pssst!)


    Was zu realisieren Wäre:

    Der "digitale" VoIP-Stream muss in ein Audio-Signal dekodiert werden (kann die Box, schließlich kommt ja Sprache an den FON-Anschlüssen raus...). Ich weiß jedoch nicht, wie das intern realisiert ist. "Sound"-Hardware wäre blöd, dann könnte man es nicht abfangen, wenn per Software, dann könnte man sich den Wave-(oder was auch immer)-Stream sicher irgendwie abgreifen.

    Realisierung eines Softmodems. Anstatt nun ein echtes Modem an einem FON-Ausgang zu betreiben müsste eine Softmodem-Software (dummes Wort) den Audio-Stream auswerten (wieder "digitalisieren"). Die so erhaltenen Anfragen an Netzwerk/Internet müssten normal weitergeleitet/geroutet werden (was halt die FritzBox sonst auch den ganzen Tag macht). Die Daten, die zurückkommen, müssten wieder vom Softmodem in einen "analogen" Wave-Stream verpackt und von der Fritz!Box wieder "digitalisiert" via VoIP übertragen werden.
    Dass das eine umständliche Lösung ist (doppelte Konvertierung) steht außer Frage. Dennoch heißt umständlich ja nicht notwendigerweise unmöglich (falls jemand 'ne Idee hat, die Konvertierung abzukürzen - immer her damit!)

    Der Sinn des ganzen ist, dass das Softmodem ja nur ein Programm ist, d.h. dass es beliebig oft parallel ausgeführt werden kann (eben für jeden, der sich einwählt). Ich habe halt nur Bedenken, dass die Fritz!Box diesem Rechenaufwand nicht Herr wird. Alternative wäre, diesen Part einen per LAN verbundenen Rechner machen zu lassen (zwar nicht die optimale Lösung wegen des Stromverbrauchs, aber man könnte sich ja eine WoL-Lösung bauen).

    Ich bin für jeden Diskussionsbeitrag zur Realisierbarkeit offen und dankbar. Das wird entscheiden, ob ich mich da vllt. reinarbeite ;-)
     
  2. schwulerJensUwe

    schwulerJensUwe Neuer User

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    #2 schwulerJensUwe, 4 Feb. 2007
    Zuletzt bearbeitet: 4 Feb. 2007
    EDIT: es sind tatsächlich verdammt viele Konvertierungen drin:
    D->A->D->A->D (Benutzer(D) -> sein Modem(A) -> VoIP-Abieter(D) -> Fritz!Box([pseudo-]A) -> [Soft-]Modem(D))
    rückwärts dasselbe. Jemand 'ne realistische Einschätzung, was da noch an Datenrate rumkommt? Klar, kann man's einfach ausprobieren, aber bevor ich sonstwas aufbaue: hat sowas schonmal jemand versucht, äquivalent wäre die Einwahl mit einem Modem bei einem Provider über eine VoIP-Leitung.
     
  3. schwulerJensUwe

    schwulerJensUwe Neuer User

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    Ich hab da mal was gefunden:
    http://www.araneus.fi/audsl/

    Da könnte man sicherlich einigen Code, was (De-)Modulation angeht, wiederverwenden.
     
  4. olistudent

    olistudent IPPF-Urgestein

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    Wer nutzt denn heutzutage noch ein analog Modem?
    Für mich hört sich das nicht machbar an, wobei ich von dem technischen Hintergrund keine Ahnung hab. (im Bezug auf die Softmodem-Sache)

    MfG Oliver
     
  5. KuniGunther

    KuniGunther Aktives Mitglied

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    In Anbetracht der Tatsache, dass schon das Faxen über VoIP immer noch Probleme macht, ist eine Datenübertragung schon eine Herausforderung. Und so ein Softmodem wäre ja auch eine Realtime-Anwendung ... im Multiuser-Betrieb? Und es darf Dir kein komprimierender Codec unterkommen ... Ich glaube nicht, dass das geht.

    Wäre es nicht wesentlich einfacher (und je nachdem auch günstiger), der Benutzer würde sich einfach über einen der vielen Internet-by-Call Tarife einwählen und Du bietest einen VPN Zugang auf der Box an?
     
  6. schwulerJensUwe

    schwulerJensUwe Neuer User

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    Hallo, danke für die Antworten!

    Mir ist klar, dass die moderne Antwort VPN heißt...
    Ungeachtet dieser Tatsache hatte ich trotzdem vor, den Leuten quasi eine direkte Einwahl in unser Netz zu ermöglichen... Verschlüsselung hin oder her, ich halte das außen vor lassen des Internets dennoch für die bessere Lösung (ja, da gibt es auch wieder wenn's und aber's ... ich würde eben diese klassische Lösung bevorzugen).

    Mir ist klar, dass der VoIP-stream auch nur über's Internet geht, aber da muss ja auch erstmal einer drauf kommen, dass dort ein analoger Datenstrom reingepackt ist.

    Wenn ich an Uni-Zeiten zurückdenke: da hat man auch den Uni-Server kurz angerufen (also via Modem) und Usr+PW übertragen und wurde dann zurückgerufen und konnte ins Uninetz und von da aus auch ins Internet.

    Ich will den Mitarbeitern so außerdem die für sie kostenlose Nutzung ermöglichen, da ich ja die Abrechnung habe, wenn der Rückruf von der Fritz!Box aus erfolgt (bzw. könnte ich ja dann sogar mitloggen, wofür's verwendet wird ;-))

    Wie gesagt, vor allem für die Nutzer soll's wie 'ne ganz normale Modem-Verbindung aussehen...
     
  7. KuniGunther

    KuniGunther Aktives Mitglied

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    Der Uni-Server hatte aber mindestens ein Elektronik-Rack an seiner Seite in der viele Modem-Einschübe steckten, also Hardware.

    Wie gesagt, ich glaube nicht, dass die FritzBox technisch dazu in der Lage ist, das zu leisten, was Dir vorschwebt.
     
  8. schwulerJensUwe

    schwulerJensUwe Neuer User

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    #8 schwulerJensUwe, 4 Feb. 2007
    Zuletzt bearbeitet: 4 Feb. 2007
    hmmm... das klingt nicht gerade aufbauend...

    ich sag mal so: in meinem Fall würden vllt. höchstens 3, allerschlimmstens 5 Leute sich einwählen (mehr sind hier nämlich gar nicht ;-)) ... ich dachte halt nur, dass man es ja publizieren könnte, falls jemand anderes interessiert ist ...

    von Nutzen wäre das Softmodem-Programm ebenfalls, wenn DSL mal wieder zickt, dann könnte man damit einen "Fallback" auf die analoge Leitung machen und diese dann im Netzwerk herumrouten (das wäre mit einem normalen Analog-Modem gar nicht so einfach - zumindest nicht ohne einen Rechner, der dann Brücke spielt) ... das ist zwar lahm, aber in der Not besser als nix

    was mich halt animiert hat ist, dass die Fritzbox ja auch live den VoIP-Datenstrom in audiosignale übersetzen kann und andersrum ... so weit weg von einem Modem ist das doch eigentlich auch nicht ... hmm ....

    und wenn man die modulation/demodulation auf einen externen rechner auslagert, sprich: die Fritzbox sendet den VoIP-Strom an der rechner (das kann sie), dieser wandelt in quasi in audio und das audio demoduliert er zum eingentlichen datenstrom. dieser wird ausgewertet, die anfragen ins netzwerk/internet werden abgewickelt (letztlich auch über das LAN der FritzBox), die zurückkommenden datenpakete werden wieder moduliert, der audiostrom wird in VoIP-Strom verpackt und geht über die Box wieder raus...
    also alles wie gehabt, nur das ein anderer Rechner das Modem emuliert?

    wie gesagt, wenn FAX schon Probleme macht, sollte man vllt. wirklich einfach mal mit einem echten Modem an VoIP testen und dann entscheiden ob das lohnt... deshalb nochmal die frage (bevor ich sowas aufbaue): hat das zufällig schonmal jemand ausprobiert? *ganzliebfrag*

    nur so: ein analoges Modem ließ sich bei mir an einem ISDN-Adapter (also ein Wandler, der eigtl. dazu da war, analoge Telefone mit [digitalem] ISDN zu benutzen) immer problemlos betreiben... lieferte um die 42kBit... diesen Aufbau (war auch nur eine Art Not-Fallback) habe ich aber schon vor Jahren ausgemustert...
     
  9. bodega

    bodega Aktives Mitglied

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    Das Einspeisen eines analogen Datenstroms in einen Voip/SIP-Datenstrom hört sich zunächst logisch an, ist aber mit vielen Nachteilen verbunden: der Voip Datenstrom könnte Lags verursachen, welche ein Modem nicht tolleriert. Die Verbindung bricht dann ab. Auch die technische Umsetzung wäre ein Drahtseilakt.

    Eine Modememulation (für Fax, z.B. spandsp) wurde schon erprobt. Leider gibt es hierbei Synchronisationsprobleme.

    Ich denke mal, ein Hardwaremodem wird da sicherlich mehr helfen. Ich wüsste jetzt nur nicht, wie man das anschließen würde.
     
  10. schwulerJensUwe

    schwulerJensUwe Neuer User

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    mmhh... lags?
    da hackt wohl die kompression "nicht hörbare" amplitudenanteile weg? (ok, das dürfte ziemlich tödlich für einen analogen Datenstrom sein)

    wie ist das mit der abschaltung der kompression in der fritzbox (abgesehen davon, dass es größer wird)? kann man davon ausgehen, dass dann mit z.B. 64 kbit/s digital übertragen wird oder ist es trotzdem weniger oder wird es gar an anderer stelle im VoIP-Netzwerk trotzdem komprimiert (schweinerei ;-)) - wie gesagt, bei ISDN reichten damals 64 kbit/s Digitalkodierung um ca. 42 kbit/s analoges Datensignal fehlerfrei durchzutunneln (das lief wirklich einwandfrei)

    ... naja, erstmal gute nacht & vielen dank für alle antworten!
     
  11. KuniGunther

    KuniGunther Aktives Mitglied

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    Lags können dadurch verursacht werden, dass einzelne Pakete einfach länger unterwegs sind bzw. auch verloren gehen können.