Etwas verwirrend ist der Begriff Proxy. Ein Proxy ist im Allgemeinen ein Server, der nur als Zwischenstation dient.
So gibt es z.B. an der Uni Trier einen http-Proxy-server, der die (häufig) aufgerufenen Seiten speichert und so eine schnellere Auslieferung der Daten bewirkt und keinen Traffic über die Intwernet verbindung der Uni verursacht (um Kosten zu sparen).
So ähnlich gibt es einen SIP-Proxy. Der dient (normalerweise) nur als Zwischenstation, um von der Teefonnr. auf die IP-Adresse des Gesprächspartners zu gelangen. Das ist das, was SER macht (soweit ich weiß). Asterisk kann das natürlich auch. Für einen reinen VoIP-Dienst, der nicht ins Festnetz verbindet, ist mehr nicht nötig.
Wiederum so ähnlich als Zwischenstation dient ein RTP-Proxy. Über ihn werden die Audiodaten geleitet. Das hat in der Regel den Zweck
- ein NAT-Problem zu lösen
- Konferenzschaltungen zu ermöglichen für Clients, die das nicht selbst unterstützen
- Abhöhrmöglichkeiten für die zuständigen staatlichen Stellen zu schaffen
- eine Übersetzung von unterschiedlichen Audiocodecs vorzunehmen (transcoden).
Achja: Und natürlich kann nicht jeder RTP-Proxy alle diese Funktionen. Ich glaube, PURtel schreibt irgendwo auf seiner Seite, dass sie transcoden können. SipSnip bietet - gegen, ich glaube 2 Euro im Monat - auch einen rtp-Proxy an. Aber ob der transcoden kann, weiß ich nicht.
Gruß,
Pfeffer.