Umzug - Neuanschaffung - VOIP?

compucreak

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Moin zusammen!
Unsere Firma baut komplett neu und selbstverständlich soll ggf. auch die Telefonie neu erfunden werden.
Zur Diskussion steht VOIP ja/nein - vorerst allerdings dann nur intern mit VOIP/extern weiterhin per ISDN. Darin sehe ich persönlich nicht die Sinnhaftigkeit?! Welchen Vorteil hat das? Kostenvorteile habe ich doch nur, wenn ich extern mit VOIP telefoniere?

Wir haben ca. 90 NS (Tendenz steigend) und telefonieren zurzeit handelsüblich mit einer ISDN Telefonanlage.

Meine bisherigen infos haben ergeben: Privat gut+schön, aber bei einer Firma in unserer Größenordnung = Finger weg, weil wir auf das Telefon usw. angewiesen sind.
Was sagt das "Fachforum" dazu?
 
Hallo,
Meine bisherigen infos haben ergeben: Privat gut+schön, aber bei einer Firma in unserer Größenordnung = Finger weg, weil wir auf das Telefon usw. angewiesen sind.
Was sagt das "Fachforum" dazu?
in der Mehrheit hier genau das Gleiche!

PS: Willkommen im Forum! :)
 
Hi,

naja das kommt ganz darauf an, ich würde das nicht so pauschalisieren.
Bei 90 Teilnehmern und mehr das sollte auf jeden Fall ISDN beibehalten werden, VoIP würde ich ausgehend nützen aber ob das geht hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen wieviel Telefonate werden denn gleichzeitig nach außen geführt, und wieviele Telefonieren gleichzeitg intern/extern?
Weiters hat VoIP intern den Vorteil, der Infrastruktur, es kann die Netzwerktechnik verwendet werden=viel billiger und einfacher, da ISDN Verkabelung nicht sternförmig sondern ein Bussystem ist. Du kannst somit auch nicht einfach ein Telefon mehr dran hängen, da muss dann auch ein Port auf der ISDN Anlage frei sein, mehrere Ports kosten. Weiters gibt es komfort Vorteile wie z.B. das der Name am Display des Anrufers steht und nicht nur die Rufnummer, usw.
Zurück zur externen Anbindung mit VoIP, aus dem Lesen hier im Forum bekomme ich den Eindruck, dass es wohl in DE keinen vernünftigen, Qualitätsbewussten VoIP-Provider gibt, bei uns in AT gibt es das Nemox.net, da kann ich wirklich sagen, wenn eure Internetleitung groß genug ist, so ist das mit dem Nemox.net kein Problem das die externen Gespräche über VoIP geführt werden.
Ich vermute dass das an den Flatrates liegt, denn da ist der Kostendruck einfach zu hoch um vernünftig in die Infrastruktur zu investieren. In AT gibt es keine Flatrates beim Festnetz.


Grüße
Timm
 
Das Fachforum sagt dazu: "VoIP" als Betriebstechnik im LAN, zum Amt hin ISDN. Als Überlauf oder zur Anbindung von verteilten Standorten ebenfalls VoIP.

Die Überlegung ist eher: möchte ich mich weiterhin abhängig machen vom Anbieter eines (herkömmlichen) TK-Systems, und aus einer Quelle Wissen, Geräte und Lizenzen für mein Tk-System kaufen, oder nicht.

Falls nicht, so sind Lösungen auf Asterisk ein gut gangbarer Weg, aus dieser "Falle" herauszukommen.
 
Das eine tun ohne das andere zu lassen ist angesagt.

Einen Asterisk als Telefonanlage aufsetzen. Dies bedeutet nicht daß die altbewährte ISDN-Telefonanlage verschrottet werden muß. Sie kann als integrierter Bestandteil des Asterisk durchaus weiterverwendet werden.

Asterisk ist flexibel genug sowohl analoge als auch ISDN- und VoIP-Telefone untereinander zu verbinden und somit den sonst nötigen Overhead zu entlasten. VoIP-Telefone bieten den Vorteil daß neben den Sowieso unabdingbaren ethernet-Kabeln nicht noch separate Telefonkabel durchs Haus gezogen werden müssen. Asterisk ist erstmal eine reine Softwaretelefonanlage - ergänzt um Hardwareschnittstellen zu analogen und ISDN-Leitungen. und kann zwischen allen Hard- und Softwaretelefonen vermitteln.

Extern empfiehlt es sich doch alleine aus Kostengründen sich bei einem oder mehreren VoIP-Providern (zusätzliche) MSN zuzulegen und ausgehend über diese zu telefonieren.

Asterisk selbst ist Freeware. Anbieter die darauf aufbauen kommerziellen Service anbieten in jeder Qualitätsstufe und jedem Service zu jedem Preis gibt es zu Hauf, Somit läßt sich die gepante Telefonanlage zu jeder Qualitätsstufe und jedem (erweiterbaren) Umfang einrichten und warten. Angefangen bei alles wird auf extern ausgelagert über einen Mix bis alles wird intern erledigt hat man die Qual der Wahl.

Je nach Inanspruchnahme des Internets mit/ohne VoIP bestimmt sich die Leistungsstärke Des Internetanschlusses. DSL dürfte bei der Anzahl der Mitarbeiter überfordert sein.

Hier tritt dann die Frage nach einer Standleitung oder zwecks Auisfallsicherung mehrerer auf.

Für den externen Telefonanschluß ist zu überlegen wieviel zeitgleiche Telefongespräche geführt werden können. Mit wachsender Anzahl Kunden/Lieferanten und Mitarbeiter steigt diese Anzahl und damit die neben den Telefonapparaten nötige Anzahl Leitungen - sprich Kabel. Da mit ISDN maximal 2 Gespräche pro Kabel machbar sind, ist dies ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Mit VoIP sind pro Richtung und Gespräch ca. 80bps zu veranschlagen wenn man vernünftige Gesprächsqualität haben will.

Da man Ortsnetznummern einfach nicht ansehen kann ob sie über VoIP oder Festnetz geführt werden kann und es bekannt ist daß Weltkonzerne nicht nur ihren Datenverkehr sondern auch ihre Telefongespräche über ethernet abwickeln, VoIP somit also schon länger im Geschäftsumfeld integriert ist, und selbst die T-Com mittlerweile analog/ISDN bestenfalls noch auf der TAL auf denselben Drähten wie DSL/VDSL führt ist die Überlegung analog/ISDN oder VoIP rein akademisch.

Kurz: bei einer Neuplanung von Grund auf:
hausintern: VoIP und nur um Investition in Telefonapparate zu vermeiden, also Wiederverwendung vorhandener Telefonapparate analoge Leitungen von Telefonzentrale (Askterisk) zum Arbeitsplatz (Einzeltelefon) oder ISDN-Leitung (2 Telefone).
Extern: VoIP über Datenleitung mit mehr oder weniger Verzicht auf ISDN. Wenn nötig noch ISDN/analog für P2P-Verbindungen, soweit diese nicht durch IP völlig abgelöst werden können.
 
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