VO-IP und DSL

jolibola

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Hallo zusammen,
ich habe eine generelle Frage was VO-IP betrifft. Ich muss zugeben ich hatte damit wenig Berührungspunkte, daher können einige meiner Fragen den einen oder anderen vielleicht irritieren.
Bei Bekannten und Verwandten habe ich zwar schon viele DSL-Anschlüsse eingerichtet auch in Verbindung mit VO-IP, aber das hat immer sofort funktioniert. Dementsprechend bin ich was die Fehlerbehebung beim Einrichten von VO-IP angeht relativ ahnungslos.

Folgender Sachverhalt: Eine Freundin von mir hat ein Haus mit mehreren Parteien. In allen Parteien die VO-IP nutzen, funktioniert es bis auf bei einer Mieterin im Keller. Jeder Mieter hat seinen eigenen Anschluss bei einem beliebigen Provider. Besagte Mieterin aus dem Keller ist bei der Telekom. Es hat schon mehrmals ein Telekom-Techniker vorbeigeschaut und das Problem wurde nicht behoben. Das Internet funktioniert bei ihr normal allerdings kein VO-IP.
Letzte Aussage der Telekom ist, dass das Internet zwar funktioniert aber VO-IP nicht möglich ist. Auch wenn ich mich bisher nur theoretisch damit befasst habe, bin ich der Meinung, dass wen das Internet funktioniert auch das VO-IP funktionieren muss.
Soweit ich gelesen habe, meldet man sich über das Internet an einem SIP Server an und das sollte es dann eigentlich gewesen sein.
Ich gehe im Moment davon aus, dass die Telekom-Techniker auch geprüft haben, ob es ein VO-IP fähiger Router mit entsprechend fähigem Telefon ist.
Seit ich mich allerdings mit einem Telekom-Techniker auseinander setzen musste, ob es portforwarding bei einem Router gibt und er dann gesagt hat, so etwas wie portforwarding gibt es nicht und er hat auch noch nie davon gehört, bin ich vorsichtig geworden was deren Aussagen betrifft.
Leider kann ich noch keinerlei Aussagen dazu treffen welche Hardware Vorort im Einsatz ist.

Daher die Frage: Benötigt man für VO-IP noch etwas anderes als einen funktionierenden DSL Anschluss (richtige VO-IP Hardware natürlich vorausgesetzt).

Grüße, jolibola.
 
Zuletzt bearbeitet:
dass wen das Internet funktioniert auch das VO-IP funktionieren muss
Wenn der Zugang im guten Zustand ist: maximal einzelne Prozent Paketverlust; maximal 50 ms Latenz; mindestens 100 kbit/s in beide Richtungen gleichzeitig, bei weiterer Nutzung für andere Sachen sollte so viel immer frei bleiben
 
Auch wenn ich mich bisher nur theoretisch damit befasst habe, bin ich der Meinung, dass wen das Internet funktioniert auch das VO-IP funktionieren muss.
VoIP Amtseitig funktioniert nur, wenn man auch einen gültigen VoIP-Account bei einem VoIP-Provider hat der erreichbar ist (der VoIP- und Internetzugangs-Provider kann natürlich auch identisch sein), ein funktionierender und ausreichend schneller (s.h. #2) Internetzugang ist somit erst einmal nur eine Voraussetzung von mehreren für VoIP.

Soweit ich gelesen habe, meldet man sich über das Internet an einem SIP Server an und das sollte es dann eigentlich gewesen sein.
Eigentlich ja, das funktioniert aber natürlich nur wenn der entsprechende SIP-Server die Registrierung akzeptiert, also muss man 1. die richtigen Zugangsdaten besitzen und 2. muss der SIP-Server diese auch akzeptieren/kennen. Kennt der SIP-Server z.B. die Anmeldedaten nicht weil z.B. für ihn diese Rufnummer(n) nicht existiert (warum auch immer, könnte z.B. bei der Portierung etwas schief gegangen sein), dann hilft natürlich ein funktionierender Internetanschluss alleine nicht weiter.

Das ist so ähnlich wie beim Anmelden in einem Forum, ohne gültigen Account kannst du dich z.B. hier im IPPF nicht anmelden, funktionierender Internetanschluss hin oder her.
Hast du dich für das Forum registriert und bist somit im Besitz der Zugangsdaten (Benutzername + Passwort) und das Anmelden funktioniert trotzdem nicht (trotz funktionierendem Internetzugang) dann kann das 2 Ursachen haben, 1. du hast das korrekte Passwort vergessen oder falsch eingegeben (vertippt) oder beim Forenbetreiber ist etwas schief gelaufenen und er hat z.B. deinen Account (versehentlich) gelöscht.
So ähnlich ist es auch bei VoIP, es gibt die jeweiligen VoIP-Provider (der muss auch nicht unbedingt etwas mit dem Internetzugangs-Provider zu tun haben) und auch entspr. Zugangsdaten für einen evtl. vorh. Account bei einem solchen.
In einem IP-Telefon kann man dann z.B. diese Zugangsdaten eines "SIP-Account" (SIP ist nur einer von mehreren VoIP-Standards/Protokollen wobei SIP eben mittlerweile am verbreitetsten ist, SIP ist auch nur eines von vielen Protokollen die im Internet üblich sind wie z.B. FTP, HTTP usw. usw...) einrichten und das IP-Telefon (muss natürlich das SIP unterstützen) kann dann über den Internetanschluss telefonieren, in diesem Fall muss der Router auch kein VoIP können, dass muss dieser nur wenn man z.B. ein klassisches analoges Telefon am Router anschließen möchte.

Kurzum: Mit der Aussage "VoIP geht nicht" kann man nicht viel anfangen, die Ursache warum es nicht geht kann schließlich verdammt vielfältig sein, auch wenn man davon ausgeht, dass der Internetzugang an sich funktioniert. Die erste Frage die z.B. zu klären wäre ist, ob es sich überhaupt um die zum Telekom-Anschluss zugehörigen VoIP-Rufnummern handelt (und dann natürlich die Frage ob zu diesem Anschluss überhaupt VoIP-Rufnummern gehören, wenn nicht hat sich das schon einmal erledigt wenn es sich z.B. noch um einen Standard- oder Universal-Anschluss handelt) oder ob es z.B. um Rufnummern bei einem anderen VoIP-Provider (wie z.B. dus.net, Easybell oder Sipgate) geht.


ob es ein VO-IP fähiger Router mit entsprechend fähigem Telefon ist.
Für VoIP muss kein VoIP-fähiger Router eingesetzt werden, das wird immer wieder durcheinandergebracht. Ein "VoIP-Router" ist i.d.R. eigentlich nur ein normaler Router der zusätzlich auch ein VoIP-Gateway für klassische Telefonie-Schnittstellen beinhaltet, wenn man aber stattdessen z.B. ein IP-Telefon verwendet hat der Router mit VoIP selbst nicht direkt etwas zu tun bzw. muss er dann kein VoIP-Gateway integriert haben. Beispiel Telekom: Die HomeTalk-App, die macht aus einem normalen Smartphone z.B. ein "IP-Telefon" und ist zum Testen von Telekom All-IP Anschlüssen daher immer Tipp No. 1.

Einen "VoIP-fähigen Router" braucht man eigentlich nur, wenn man z.B. ein klassisches analoges oder ISDN-Telefon am Router anschließen möchte, dann muss das Telefon aber auch nicht "VoIP-fähig" sein, ein stinknormales klassisches analoges oder ISDN-Telefon reicht dann schon wenn der "VoIP-Router" einen Anschluss für analoge Telefone (sog. FXS-Anschluss/Port) und/oder einen S0-Bus (für ISDN-Telefone) hat.
 
Moins


Daher die Frage: Benötigt man für VO-IP noch etwas anderes als einen funktionierenden DSL Anschluss (richtige VO-IP Hardware natürlich vorausgesetzt).
Ja.
1. VoIP Soft/Hardware die das NAT des Routers überwinden kann
2. Einen Anschluss, der mindestens 1 Megabyte pro Minute in beide Richtungen pro aktives Gespräch schafft
Damit mein ich vor allem die Uploadbandbreite.
...und die Telekom Aussage wahrscheinlich auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Antworten. Das hilft mir fürs erste schon weiter.
In erster Linie ging es auch nur darum, zu verstehen wie es ungefähr funktioniert.
Ich kann mit Sicherheit mehr sagen, sobald ich mir ein Bild Vorort gemacht habe.
 
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