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Mir wurde ja von der IPPF comunity empfohlen einen Vergleich zu schreiben, also here we go, ich hoffe es kann helfen, ich bin kein guter Schreiber, und das ist aus meiner Sicht, ich habe ja ein sehr kritischen Blick auf alles, andere mögen das vielleicht anders empfinden, ihr könnt ja eure Erfahrungen hier unter schreiben.
Aber ich hoffe es gibt euch trotzdem einen brauchbaren Überblick durch meine Brille.
Bsp hier 4060 auf UCG Max mit Flex Mini Switches, und U7 Lite:
Pro:
Oder kurz: Man ist endlich Gott in seinem Netzwerk.
Con:
Oder kurz: was davon braucht man wirklich (Bufferbloat trotzdem A+, und zudem hab ich echtes Dual Stack).
Neutral:
Oder kurz: schulterzuck
Interne Apps für Router ab UCG Max aufwärts:
Oder kurz gesagt: Komplette Ökosystem Verwaltung in einer Oberfläche möglich
FYI: Das Dashboard in APP und Web hat ein extrem hohes suchtpotenzial, das ist im Vergleich wie Kampfjet Cockpit gegen gemeißelte Steintafel, besonders im Dark Theme!
Der Grund für den (temporären) Abbruch:
Das UCG Max wird sehr warm, CPU Temperatur bei 80 Grad, und 64 Grad im Inneren, SSD Temperatur auch bei 50 bis 55 Grad, bei Zimmertemperatur 22 Grad und freistehend, Unterseite vom Gerät glüht, alles im quasi idle zb keiner Zuhause.
Es ist ein Lüfter verbaut den man per SSH aktivieren kann, dieser ist aber ein billiger Gleitlager Lüfter und somit auch höchstens für zwei bis drei Jahre lautlos zu gebrauchen.
Durch die möglicherweise vorsätzliche Fehlkonstruktion haben wir hier entweder Verschleiß oder Elektromigration, No-Go und Abbruch.
Bastelkram wie einen Lüfter drunter stellen, auf die Seite stellen, oder auf den Kopf stellen kommen nicht in Frage, es hat out of the box fehlerfrei zu funktionieren.
Der Support redet sich übrigens raus, und geben an dass es bis über 100 Grad kein Problem ist.
Wenn man die CPU Statistiken per SSH aufruft dann wird dort schon 70 Grad als hoch angezeigt und bei über 100 Grad wird es schon als kritisch angezeigt, und ich traue den ausgelesenen technischen Daten aus der Linux Console auf jeden Fall mehr als einen Mensch der die Firma für die er arbeitet verteidigt.
Alternative UCG Fiber hat direkt den aktiv Lüfter welcher auch nur ein billiger Gleitlager Lüfter ist, und somit begrenzte Lebenszeit, Lüfter proprietär und verklebt, Austausch durch Kunde nicht vorgesehen, dafür aber 2 sfp+ Ports frei konfigurierbar, 1x 10Gbit LAN, 1x PoE+, einer der schnellsten CPUs bei ubiquiti.
Ohne die Lebenszeit Zündschnur von dem aktiv billig Lüfter wäre das hier mein Favorit.
Alternative UCG Ultra Temperaturen sind im Rahmen, passiv gekühlt, aber nur 1Gbit/s LAN Ports, und auf internen emmc beschränkt da kein SSD Einschub, dadurch auch begrenzt was die Statistiken etc angeht, welche anscheinend den Speicher verschleißen würden, und für vollständigen Umfang SSD benötigen, scheidet hier deswegen aus, kann aber für viele reichen und kostet nur 100 €, das wäre wenn einem das reicht der perfekte Einstieg in das Ökosystem, ohne sichtbare sollbruchstellen.
Alternative UDM SE aufwärts hier wird es dann interessant, gute Leistung, Metall Gehäuse, größere Kühler, diese wahrscheinlich austauschbar, HDD Einschub, PoE Ports etc, kostet dann auch über 400 € und ist ein 19 Zoll Gerät.
Wäre dann wohl meine Empfehlung für denjenigen der den Platz dafür hat.
Also hier ist das Projekt quasi aus Platzmangel gescheitert bzw ich Konstruktionsfehler oder möglicherweise auch sollbruchstellen rauskristallisiert haben, die genannten negativpunkte sind jetzt nicht einmal schlimm, und die Vorteile überwiegen so sehr dass ich eigentlich schon auf Entzug von meinem Dashboard bin, aber ein Router der sich selber grillt oder ein Router wo ein Timer bis zum kaputt gehen rückwärts läuft ist halt keine Option für mich.
Das Problem sind somit die Aktionäre nicht das Konzept an sich.
Ich bin hier auch ganz hart mit der KI am knobeln wie ich das Problem löse, denn ich möchte 100% wieder zurück zu UniFi, UCG Max kopfüber installieren, UCG Fieber kaufen und Geld parat liegen haben für einen Router Ausfall bzw Lüfter Ausfall, Geld in die Hand nehmen und Platz schaffen für UDM SE.
Am liebsten wäre mir ein UCG Fiber mit ausreichend dimensionierter passiv Kühlung, dafür würde ich auch noch mal 50 € mehr bezahlen, oder halt mit einem langlebigen MagLev Lüfter, ich würde viel extra Geld geben plus haufenweise Marge oben drauf, wenn ich dafür ein langlebiges kühl Konzept bekomme.
Also die mangelnde Qualität bei der Kühlung hat hier das ganze Projekt zum Scheitern gebracht, und zum Glück ist es mir noch im 14 Tage Return Fenster alles aufgefallen.
Extreme Arbeit habe ich dadurch hier doppelt, erstmal mein ganzes Netzwerk auf das neue Netzwerk umbiegen, und das ganze jetzt noch mal wieder zurück zur Fritzbox bringen, nicht schön wenn die ganzen Smart Geräte oft in ihren Apps ein Resett verlangen statt einem WLAN Wechsel, und im iobroker muss ich auch sehr viel basteln.
Habe bis jetzt auch nur das nötigste wieder zurück ins Haupt Netzwerk geholt, ich habe immer noch einen Funken Hoffnung dass ich eine Lösung finde und wieder zurück zu UniFi kann, ich vermisse mein Dashboard und die Kontrolle über mein Netzwerk extrem, ebenso vermisse ich fast Roaming und die schnelle Reaktionszeit beim Surfen mit dem Handy.
Kein Traffic Shaper Cake verkrafte ich, kein IPv6 DDNS ist mir auch egal, habe zum Glück echt dass dual Stack, und lässt sich glaube ich auch per SSH aktivieren, das wäre nicht das Problem, maximaler WLAN Durchsatz wäre ja sowieso nur für ein Balken in der Hose, die Vorteile überwiegen die Nachteile ganz ganz ganz extrem.
Ich bin echt am überlegen mir das Ökosystem wieder aufzubauen auch wenn die Router möglicherweise als Verschleißteile mit Vorsatz gebaut werden, aber das ist nur der Entzug von Dashboard, wenn man genau nachdenkt darf man diesen nicht nachgehen.
Das ist die gleiche Spirale wie mit anderen Produkten aus derselben Region, von Amazon bis Microsoft, man muss ständig neu kaufen weil etwas zufällig kaputt geht, das macht mir die einzigen Sorgen, da das Netzwerk die wichtigste Infrastruktur ist.
Aus dem Grund bin ich hier mit mir selbst am kämpfen, UDM SE wäre das Beste, das Geld könnte ich zähneknirschend in die Hand nehmen, aber wohin mit einem 19 zoll-klotz wenn alles hier eigentlich rund um meinem Schreibtisch aufgebaut ist.
Fazit:
UniFi ist eine andere Welt, vorausgesetzt man gibt sich mit einsteigerklasse zufrieden zB UCG ultra welches wirklich ein sehr günstige Einstieg ist, man ist mit Kompromissen einverstanden ucg Max oder ucg fiber, oder man hat Platz und greift gleich tiefer in die Tasche ab UDM SE aufwärts.
Vor- und Nachteile die ich herauskristallisiert habe sehe in den Beschreibungen.
Warum man zwischen low end und High end kein qualitativ sehr solides auf Langlebigkeit getrimmtes Produkt platzieren möchte muss man dann mal auf der Jahres Konferenz die Aktionäre Fragen, das kann ich nicht beantworten, und lässt mich wie man hier hört auch etwas verzweifeln.
Zur Fritzbox:
Gegner ist sie wohl beste Fritzbox die jemals gebaut wurde 4060, aufrecht stehend für top kühl Design, CPU die auch noch Jahre später einer der besten ist, sehr hohe WLAN Kapazitäten durch sehr viele Antennen im super stabilen und ausgereiften WiFi 6, ausreichend RAM der nicht auf Kante genäht ist, Firmware Releases grundlegend stabil.
Absolut unterschätztes Gerät was die verkaufszahlen und die dadurch stiefmütterliche Behandlung betrifft.
Das ist wirklich hochwertige Qualität die meisten anderen Fritzboxen ja eigentlich auch, genau das macht mir auch die Kopfschmerzen auf so eine thermische Fehlkonstruktion zu wechseln.
Grundsätzlich bekommt man bei AVM preis-Leistung sehr viel für sein Geld geboten, da alles in einem Gerät ist und die Ausstattung wirklich grundsolide wofür man dann bei einem modularen System sehr viel Geld in die Hand nehmen muss, und die Software und Funktionsumfang ist für die meisten Haushalte auch ausreichend.
Also zur Fritzbox kann ich nicht einmal etwas wirklich schlechtes sagen da es ja für die breite Masse produziert ist, dennoch gibt es halt besseres, aber auch dort ist halt nicht alles Gold was glänzt.
Und jetzt auch noch mal was zum ewigen nörgelthema WLAN:
Hier ist der konfigurationsumfang wirklich riesengroß, die reaktionszeit extrem schnell, und trotz allem sind kompatibilitätsprobleme ganz schnell behoben.
Man kann hier zb einfach eine weitere SSID aufspannen, und dort dann eigene WLAN-Einstellungen machen, zB für WiFi 7 mit MLO etc, aber trotzdem noch ein eigenes WLAN mit Mixed wpa und ggf ohne fast Roaming etc falls Probleme für die älteren Geräte, und beides landet dann zB trotzdem im selben Netzwerk zB hauptnetzwerk etc.
Die Möglichkeiten sind hier riesengroß und man muss nicht sein ganzes Netzwerk auf irgendein aus der Reihe tanzendes Gerät anpassen etc.
Ebenso ist hier das leidige Thema bei mehreren Access Points und springenden Geräten kein Problem, man kann stationären Smart Geräten, fire sticks etc einfach ein Access Point zuweisen auf welches er dann festgenagelt ist usw.
Auch muss man sich hier nicht für die Smart Geräte mit dem Gäste WLAN rumplagen, auf welches man dann von hauptnetzwerk kein Zugriff mehr hat, und auf welchen man auch keine Ports im Fall des Falles öffnen kann etc, eigenes VLAN Smart Geräte rein, Client Isolation an, und dem eigenen Handy im zB hauptnetzwerk dann erlauben auf dieses Netzwerk zuzugreifen, Problem erledigt.
Und zu guter Letzt Probleme beim Roaming verhalten, hier kann der Schwellwert zum bandwechsel in dBm angegeben werden, man könnte also nachjustieren falls Geräte zu lange kleben bleiben.
Und dann noch was zur Bevormundung welche inzwischen ja leider in den Fritzboxen eingezogen ist, hier kann man für jedes Band bestimmen wie viel MHz kanalbandbreite genommen wird, und auch wie viel senderleistung jeweils ein Band haben soll, kann man also seiner eigenen wohnumgebung genau anpassen.
Für wen ist ein Wechsel was?
Für jeden der sich ein bisschen mit Netzwerk beschäftigen möchte, und das was ich oben aufgelistet habe halbwegs nachvollziehen kann, bzw auch nutzen möchte, bei Beachtung der mögliche Nachteile, und wenn man diese umgeht eine ganz klare Empfehlung, für Leute die alles in ihrem Netzwerk sehen und kontrollieren möchten, gegebenenfalls auch Familien und freundes-admin bist, und auch Standorte bei den anderen per onle click administrieren möchtest, du mal in der kommandozentrale eines Sternenzerstörers sitzen möchtest (Darkmode Dashboard Por*o), usw.
Oder kurz gesagt, Wechsel wenn du Gott in deinem Netzwerk sein möchtest.
Wer sollte bei AVM bleiben, du möchtest es einfach bezüglich Netzwerk Verwaltung, du benötigst das was ich aufgelistet habe nicht, oder verstehst den Inhalt von pro/con oben nicht, du möchtest nicht zu viel Geld bezahlen für Netzwerktechnik, dir fehlt nichts in deinem jetzigen Netzwerk, du brauchst kein VLAN samt multi SSID WLAN, im Falle falls du Hilfe brauchst auf Deutsch mit einer großen Community, du bist Familien admin und möchtest one klicken Kinder Sicherungen anstatt VLAN etc manuell zu konfigurieren, oder Netzwerk kein Hobby werden soll in dass man sich einarbeiten muss.
Oder hier kurz gesagt, bleibe wenn du einfach mit dem Internet verbunden sein möchtest um zu surfen, Netflix und etc zu schauen.
Zusatz: Nicht geeignet für diese "ich mache mein Router nachts aus um 1 Cent Strom zu sparen" Fraktion, unter Umständen könnte einfaches Strom kappen Datenbanken beschädigen.
Weiterer Zusatz: Bei eingeschränkten Internetanschlüssen ohne öffentliche IPv4 zB nur IPv6 mit DS-Lite etc, muss sich für Erreichbarkeit von außen selber gekümmert werden für IPv6 DDNS, zB per SSH Befehl, oder separaten Raspberry Pi etc.
Zumindest wird dies benötigt wenn man selber Dienste nach außen hin betreibt, per App kann man sich aber auch indirekt mit der Benutzeroberfläche verbinden, und auch automatisch einen Teleport (integriertes VPN der UniFi App) nutzen.
Also je nachdem was der eigene anwendungsfall ist, und was für einen Internetanschluss man hat, sollte man dies gegebenenfalls beachten.
Was würde ich aus meinem alten Setup mitschleppen und was nicht?
WLAN Name und Passwort vom Haupt WLAN, und für das Gäste VLAN auch alte Name und Passwort, sofern sich denn gekümmert wurde nicht den Standard wlan-name des alten Routers zu nutzen.
Wo würde ich in den sauren Apfel beißen, ich würde meine IP range nicht auf 169.168.178.x umbiegen, sondern mit 168.168.1.x neu anfangen, einfach damit es sauber ist.
Man muss sich ja eh den Spaß geben und den ganzen Smart Kram etc in VLANs schmeißen, dann kann man gleich alles frisch machen, artet eh in Arbeit aus.
Spoiler: So einiger Smart Kram möchte nicht einfach per passworteingabe in der jeweiligen App das WLAN wechseln, sondern bedarf zt einer Neueinrichtung oder im Fallezb Ring Klingel den Code hinten von der Klingel etc, jetzt schon mal viel Spaß dabei.
Was wäre gewesen wenn ich keine Mängel beim kühl Konzept entdeckt hätte:
Dann hätte ich mich nie wieder nur eine Sekunde umgedreht und zurückgeschaut, auch wenn eine Fritzbox grundsolide ist.
Hätten sie auf der zielgerade nicht gepatzt, dann hätten sie mich jetzt an den Klöten, und ich hätte den freiwillig immer Geld gegeben, aber durch die wegelagerei kommt halt der trotz in mir hoch.
Was man noch mitbringen muss, sind ein paar grundlegende englischkenntnisse, es ist zum einen nicht alles perfekt übersetzt, und zum anderen wird hier die normale internationale Sprache für die Bezeichnungen einzelner Netzwerk Dinge genommen, also merkwürdige Eigenkreationen gibt es dort nicht zB keine "LAN Brücke" etc, ist aber definitiv sehr angenehm wenn dort normal mit einem gesprochen wird.
Gerne eure Erfahrungen, Lösungen, Probleme, und Fragen hier Posten.
Ggf passe ich den Post noch an, habe erstmal alles aufgeschrieben was mir spontan einfällt.
Aber ich hoffe es gibt euch trotzdem einen brauchbaren Überblick durch meine Brille.
Bsp hier 4060 auf UCG Max mit Flex Mini Switches, und U7 Lite:
Pro:
- UI umfangreich und wunderhübsch
- IDS/IPS
- Internetqualitätsüberwachung zb Ping auf 8.8.8.8
- Automatische speedtests von Speedtest.net
- Dual WAN Failover
- 2,5Gbit/s auf allen Ports
- VLAN mit Matrix zum einfachen Verständnis
- VLAN zentral zu verwalten wenn alles UniFi
- Diverse Firewall Regeln
- Adblocker
- App mit Benachrichtigungen nach Belieben
- Sehr gute Topologie mit Bildern der Geräte
- Umfangreiche Statistiken zu jeden Krümel
- Mehrere WLAN SSID
- Geräte an AP festnageln
- Fast Roaming
- Diverse WLAN-Einstellungen je SSID
- WLAN spürbar reaktionsschneller
- SSH Console für vollständigen Zugang (Vorsicht!)
- Ländersperren
- Automatische Cloud Backups
- Trotz Riesen Funktionsumfang schnell eingelernt
- VPN Management umfangreicher
- QoS Regeln extrem umfangreich
- Management für einzelne Dienste zB Netflix usw
- DoH kaum als DNS zu blocken oder zu erkennen
- WLAN Access Points für Decken/wandmontage
- Fast alle Geräte zb AP haben PoE Versorgung
- Standortmanagement für mehrere Systeme
- Router automatisch von außen erreichbar
- Ersteinrichtung mit App per Bluetooth
- Integration in Home assistant oder iobroker
- Externe log Server unterstützt
- Identitätsverwaltung (privat eventuell Overkill)
- 2fa und passkey Account Unterstützung
- Rein Lokales offline Management möglich
- Optional bei UniFi 2fa App one click Freigabe
- Gute WiFi Analyse App, ggf alle UniFi Apps gut
- One klick VPN nutzt wireguard Protokoll
- Logs und Statistiken überleben Neustart
- UI hat auch dark theme
- Zonen mit eigenen Regeln für Geräte
- Geräte mit hashtags gruppierbar
- Alle Ports können LAN/WAN sein
- zb Netzwerk App Updates ohne Router Neustart
- Zurück zu Vorherigen FW per one klick
- Statistiken und Regeln für einzelne Dienste zB YouTube
- Honey Pots
- Manuelle wlan-kanalbahnbreite
- Geräte an AP festnageln
- Roamingwerte justieren
Oder kurz: Man ist endlich Gott in seinem Netzwerk.
Con:
- Shaper fq_codel statt Cake
- QoS regeln durch fehlendes Cake mmn nicht perfekt
- Kein IPv6 DDNS out of the box
Oder kurz: was davon braucht man wirklich (Bufferbloat trotzdem A+, und zudem hab ich echtes Dual Stack).
Neutral:
- WLAN wohl nicht für Max Durchsatz optimiert
- WLAN Reichweite leicht schlechter
- RAM auf Kante durch SSD aktiviert sich swap
- DDNS muss selber konfiguriert werden
- Kein DECT on board ggf Fritzbox IP client nötig
- Echte alles 4x4 Access Points sehr teuer
- IPv6 Verwaltung nur Nebensache
- Flex Mini Einschränkung VLAN ja aber keine Client Isolation Je Switch
Oder kurz: schulterzuck
Interne Apps für Router ab UCG Max aufwärts:
- Objektgrundriss mit Platzierung der Geräte
- UniFi Talk für deren Telefonanlagen
- Protect um Kameras direkt einzubinden
- Und Access für zugangsverwaltung
Oder kurz gesagt: Komplette Ökosystem Verwaltung in einer Oberfläche möglich
FYI: Das Dashboard in APP und Web hat ein extrem hohes suchtpotenzial, das ist im Vergleich wie Kampfjet Cockpit gegen gemeißelte Steintafel, besonders im Dark Theme!
Der Grund für den (temporären) Abbruch:
Das UCG Max wird sehr warm, CPU Temperatur bei 80 Grad, und 64 Grad im Inneren, SSD Temperatur auch bei 50 bis 55 Grad, bei Zimmertemperatur 22 Grad und freistehend, Unterseite vom Gerät glüht, alles im quasi idle zb keiner Zuhause.
Es ist ein Lüfter verbaut den man per SSH aktivieren kann, dieser ist aber ein billiger Gleitlager Lüfter und somit auch höchstens für zwei bis drei Jahre lautlos zu gebrauchen.
Durch die möglicherweise vorsätzliche Fehlkonstruktion haben wir hier entweder Verschleiß oder Elektromigration, No-Go und Abbruch.
Bastelkram wie einen Lüfter drunter stellen, auf die Seite stellen, oder auf den Kopf stellen kommen nicht in Frage, es hat out of the box fehlerfrei zu funktionieren.
Der Support redet sich übrigens raus, und geben an dass es bis über 100 Grad kein Problem ist.
Wenn man die CPU Statistiken per SSH aufruft dann wird dort schon 70 Grad als hoch angezeigt und bei über 100 Grad wird es schon als kritisch angezeigt, und ich traue den ausgelesenen technischen Daten aus der Linux Console auf jeden Fall mehr als einen Mensch der die Firma für die er arbeitet verteidigt.
Alternative UCG Fiber hat direkt den aktiv Lüfter welcher auch nur ein billiger Gleitlager Lüfter ist, und somit begrenzte Lebenszeit, Lüfter proprietär und verklebt, Austausch durch Kunde nicht vorgesehen, dafür aber 2 sfp+ Ports frei konfigurierbar, 1x 10Gbit LAN, 1x PoE+, einer der schnellsten CPUs bei ubiquiti.
Ohne die Lebenszeit Zündschnur von dem aktiv billig Lüfter wäre das hier mein Favorit.
Alternative UCG Ultra Temperaturen sind im Rahmen, passiv gekühlt, aber nur 1Gbit/s LAN Ports, und auf internen emmc beschränkt da kein SSD Einschub, dadurch auch begrenzt was die Statistiken etc angeht, welche anscheinend den Speicher verschleißen würden, und für vollständigen Umfang SSD benötigen, scheidet hier deswegen aus, kann aber für viele reichen und kostet nur 100 €, das wäre wenn einem das reicht der perfekte Einstieg in das Ökosystem, ohne sichtbare sollbruchstellen.
Alternative UDM SE aufwärts hier wird es dann interessant, gute Leistung, Metall Gehäuse, größere Kühler, diese wahrscheinlich austauschbar, HDD Einschub, PoE Ports etc, kostet dann auch über 400 € und ist ein 19 Zoll Gerät.
Wäre dann wohl meine Empfehlung für denjenigen der den Platz dafür hat.
Also hier ist das Projekt quasi aus Platzmangel gescheitert bzw ich Konstruktionsfehler oder möglicherweise auch sollbruchstellen rauskristallisiert haben, die genannten negativpunkte sind jetzt nicht einmal schlimm, und die Vorteile überwiegen so sehr dass ich eigentlich schon auf Entzug von meinem Dashboard bin, aber ein Router der sich selber grillt oder ein Router wo ein Timer bis zum kaputt gehen rückwärts läuft ist halt keine Option für mich.
Das Problem sind somit die Aktionäre nicht das Konzept an sich.
Ich bin hier auch ganz hart mit der KI am knobeln wie ich das Problem löse, denn ich möchte 100% wieder zurück zu UniFi, UCG Max kopfüber installieren, UCG Fieber kaufen und Geld parat liegen haben für einen Router Ausfall bzw Lüfter Ausfall, Geld in die Hand nehmen und Platz schaffen für UDM SE.
Am liebsten wäre mir ein UCG Fiber mit ausreichend dimensionierter passiv Kühlung, dafür würde ich auch noch mal 50 € mehr bezahlen, oder halt mit einem langlebigen MagLev Lüfter, ich würde viel extra Geld geben plus haufenweise Marge oben drauf, wenn ich dafür ein langlebiges kühl Konzept bekomme.
Also die mangelnde Qualität bei der Kühlung hat hier das ganze Projekt zum Scheitern gebracht, und zum Glück ist es mir noch im 14 Tage Return Fenster alles aufgefallen.
Extreme Arbeit habe ich dadurch hier doppelt, erstmal mein ganzes Netzwerk auf das neue Netzwerk umbiegen, und das ganze jetzt noch mal wieder zurück zur Fritzbox bringen, nicht schön wenn die ganzen Smart Geräte oft in ihren Apps ein Resett verlangen statt einem WLAN Wechsel, und im iobroker muss ich auch sehr viel basteln.
Habe bis jetzt auch nur das nötigste wieder zurück ins Haupt Netzwerk geholt, ich habe immer noch einen Funken Hoffnung dass ich eine Lösung finde und wieder zurück zu UniFi kann, ich vermisse mein Dashboard und die Kontrolle über mein Netzwerk extrem, ebenso vermisse ich fast Roaming und die schnelle Reaktionszeit beim Surfen mit dem Handy.
Kein Traffic Shaper Cake verkrafte ich, kein IPv6 DDNS ist mir auch egal, habe zum Glück echt dass dual Stack, und lässt sich glaube ich auch per SSH aktivieren, das wäre nicht das Problem, maximaler WLAN Durchsatz wäre ja sowieso nur für ein Balken in der Hose, die Vorteile überwiegen die Nachteile ganz ganz ganz extrem.
Ich bin echt am überlegen mir das Ökosystem wieder aufzubauen auch wenn die Router möglicherweise als Verschleißteile mit Vorsatz gebaut werden, aber das ist nur der Entzug von Dashboard, wenn man genau nachdenkt darf man diesen nicht nachgehen.
Das ist die gleiche Spirale wie mit anderen Produkten aus derselben Region, von Amazon bis Microsoft, man muss ständig neu kaufen weil etwas zufällig kaputt geht, das macht mir die einzigen Sorgen, da das Netzwerk die wichtigste Infrastruktur ist.
Aus dem Grund bin ich hier mit mir selbst am kämpfen, UDM SE wäre das Beste, das Geld könnte ich zähneknirschend in die Hand nehmen, aber wohin mit einem 19 zoll-klotz wenn alles hier eigentlich rund um meinem Schreibtisch aufgebaut ist.
Fazit:
UniFi ist eine andere Welt, vorausgesetzt man gibt sich mit einsteigerklasse zufrieden zB UCG ultra welches wirklich ein sehr günstige Einstieg ist, man ist mit Kompromissen einverstanden ucg Max oder ucg fiber, oder man hat Platz und greift gleich tiefer in die Tasche ab UDM SE aufwärts.
Vor- und Nachteile die ich herauskristallisiert habe sehe in den Beschreibungen.
Warum man zwischen low end und High end kein qualitativ sehr solides auf Langlebigkeit getrimmtes Produkt platzieren möchte muss man dann mal auf der Jahres Konferenz die Aktionäre Fragen, das kann ich nicht beantworten, und lässt mich wie man hier hört auch etwas verzweifeln.
Zur Fritzbox:
Gegner ist sie wohl beste Fritzbox die jemals gebaut wurde 4060, aufrecht stehend für top kühl Design, CPU die auch noch Jahre später einer der besten ist, sehr hohe WLAN Kapazitäten durch sehr viele Antennen im super stabilen und ausgereiften WiFi 6, ausreichend RAM der nicht auf Kante genäht ist, Firmware Releases grundlegend stabil.
Absolut unterschätztes Gerät was die verkaufszahlen und die dadurch stiefmütterliche Behandlung betrifft.
Das ist wirklich hochwertige Qualität die meisten anderen Fritzboxen ja eigentlich auch, genau das macht mir auch die Kopfschmerzen auf so eine thermische Fehlkonstruktion zu wechseln.
Grundsätzlich bekommt man bei AVM preis-Leistung sehr viel für sein Geld geboten, da alles in einem Gerät ist und die Ausstattung wirklich grundsolide wofür man dann bei einem modularen System sehr viel Geld in die Hand nehmen muss, und die Software und Funktionsumfang ist für die meisten Haushalte auch ausreichend.
Also zur Fritzbox kann ich nicht einmal etwas wirklich schlechtes sagen da es ja für die breite Masse produziert ist, dennoch gibt es halt besseres, aber auch dort ist halt nicht alles Gold was glänzt.
Und jetzt auch noch mal was zum ewigen nörgelthema WLAN:
Hier ist der konfigurationsumfang wirklich riesengroß, die reaktionszeit extrem schnell, und trotz allem sind kompatibilitätsprobleme ganz schnell behoben.
Man kann hier zb einfach eine weitere SSID aufspannen, und dort dann eigene WLAN-Einstellungen machen, zB für WiFi 7 mit MLO etc, aber trotzdem noch ein eigenes WLAN mit Mixed wpa und ggf ohne fast Roaming etc falls Probleme für die älteren Geräte, und beides landet dann zB trotzdem im selben Netzwerk zB hauptnetzwerk etc.
Die Möglichkeiten sind hier riesengroß und man muss nicht sein ganzes Netzwerk auf irgendein aus der Reihe tanzendes Gerät anpassen etc.
Ebenso ist hier das leidige Thema bei mehreren Access Points und springenden Geräten kein Problem, man kann stationären Smart Geräten, fire sticks etc einfach ein Access Point zuweisen auf welches er dann festgenagelt ist usw.
Auch muss man sich hier nicht für die Smart Geräte mit dem Gäste WLAN rumplagen, auf welches man dann von hauptnetzwerk kein Zugriff mehr hat, und auf welchen man auch keine Ports im Fall des Falles öffnen kann etc, eigenes VLAN Smart Geräte rein, Client Isolation an, und dem eigenen Handy im zB hauptnetzwerk dann erlauben auf dieses Netzwerk zuzugreifen, Problem erledigt.
Und zu guter Letzt Probleme beim Roaming verhalten, hier kann der Schwellwert zum bandwechsel in dBm angegeben werden, man könnte also nachjustieren falls Geräte zu lange kleben bleiben.
Und dann noch was zur Bevormundung welche inzwischen ja leider in den Fritzboxen eingezogen ist, hier kann man für jedes Band bestimmen wie viel MHz kanalbandbreite genommen wird, und auch wie viel senderleistung jeweils ein Band haben soll, kann man also seiner eigenen wohnumgebung genau anpassen.
Für wen ist ein Wechsel was?
Für jeden der sich ein bisschen mit Netzwerk beschäftigen möchte, und das was ich oben aufgelistet habe halbwegs nachvollziehen kann, bzw auch nutzen möchte, bei Beachtung der mögliche Nachteile, und wenn man diese umgeht eine ganz klare Empfehlung, für Leute die alles in ihrem Netzwerk sehen und kontrollieren möchten, gegebenenfalls auch Familien und freundes-admin bist, und auch Standorte bei den anderen per onle click administrieren möchtest, du mal in der kommandozentrale eines Sternenzerstörers sitzen möchtest (Darkmode Dashboard Por*o), usw.
Oder kurz gesagt, Wechsel wenn du Gott in deinem Netzwerk sein möchtest.
Wer sollte bei AVM bleiben, du möchtest es einfach bezüglich Netzwerk Verwaltung, du benötigst das was ich aufgelistet habe nicht, oder verstehst den Inhalt von pro/con oben nicht, du möchtest nicht zu viel Geld bezahlen für Netzwerktechnik, dir fehlt nichts in deinem jetzigen Netzwerk, du brauchst kein VLAN samt multi SSID WLAN, im Falle falls du Hilfe brauchst auf Deutsch mit einer großen Community, du bist Familien admin und möchtest one klicken Kinder Sicherungen anstatt VLAN etc manuell zu konfigurieren, oder Netzwerk kein Hobby werden soll in dass man sich einarbeiten muss.
Oder hier kurz gesagt, bleibe wenn du einfach mit dem Internet verbunden sein möchtest um zu surfen, Netflix und etc zu schauen.
Zusatz: Nicht geeignet für diese "ich mache mein Router nachts aus um 1 Cent Strom zu sparen" Fraktion, unter Umständen könnte einfaches Strom kappen Datenbanken beschädigen.
Weiterer Zusatz: Bei eingeschränkten Internetanschlüssen ohne öffentliche IPv4 zB nur IPv6 mit DS-Lite etc, muss sich für Erreichbarkeit von außen selber gekümmert werden für IPv6 DDNS, zB per SSH Befehl, oder separaten Raspberry Pi etc.
Zumindest wird dies benötigt wenn man selber Dienste nach außen hin betreibt, per App kann man sich aber auch indirekt mit der Benutzeroberfläche verbinden, und auch automatisch einen Teleport (integriertes VPN der UniFi App) nutzen.
Also je nachdem was der eigene anwendungsfall ist, und was für einen Internetanschluss man hat, sollte man dies gegebenenfalls beachten.
Was würde ich aus meinem alten Setup mitschleppen und was nicht?
WLAN Name und Passwort vom Haupt WLAN, und für das Gäste VLAN auch alte Name und Passwort, sofern sich denn gekümmert wurde nicht den Standard wlan-name des alten Routers zu nutzen.
Wo würde ich in den sauren Apfel beißen, ich würde meine IP range nicht auf 169.168.178.x umbiegen, sondern mit 168.168.1.x neu anfangen, einfach damit es sauber ist.
Man muss sich ja eh den Spaß geben und den ganzen Smart Kram etc in VLANs schmeißen, dann kann man gleich alles frisch machen, artet eh in Arbeit aus.
Spoiler: So einiger Smart Kram möchte nicht einfach per passworteingabe in der jeweiligen App das WLAN wechseln, sondern bedarf zt einer Neueinrichtung oder im Fallezb Ring Klingel den Code hinten von der Klingel etc, jetzt schon mal viel Spaß dabei.
Was wäre gewesen wenn ich keine Mängel beim kühl Konzept entdeckt hätte:
Dann hätte ich mich nie wieder nur eine Sekunde umgedreht und zurückgeschaut, auch wenn eine Fritzbox grundsolide ist.
Hätten sie auf der zielgerade nicht gepatzt, dann hätten sie mich jetzt an den Klöten, und ich hätte den freiwillig immer Geld gegeben, aber durch die wegelagerei kommt halt der trotz in mir hoch.
Was man noch mitbringen muss, sind ein paar grundlegende englischkenntnisse, es ist zum einen nicht alles perfekt übersetzt, und zum anderen wird hier die normale internationale Sprache für die Bezeichnungen einzelner Netzwerk Dinge genommen, also merkwürdige Eigenkreationen gibt es dort nicht zB keine "LAN Brücke" etc, ist aber definitiv sehr angenehm wenn dort normal mit einem gesprochen wird.
Gerne eure Erfahrungen, Lösungen, Probleme, und Fragen hier Posten.
Ggf passe ich den Post noch an, habe erstmal alles aufgeschrieben was mir spontan einfällt.
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