Kabel Phone: ab Februar auch mit ISDN-Geräten nutzbar

Habe das gleiche Problem

Hallo Wolfgang_M.

danke für deine Frage. Ich stehe im Moment auch vor der Entscheidung zu KD zu wechseln (bisherige DSL-Leistung grottenschlecht-wohne auf dem Dorf), ich möchte aber auch meine komfortable isdn-Telefonanlage mit insgesamt fünf MSN und acht Nebenstellen weiter nutzen. Die Antworten auf deine Fragen interessieren mich daher brennend. Habe mich extra deswegen hier im Forum angemeldet.

Vielleicht weiß einer der alten Hasen ja Rat?!
 
Hallo Wolfgang_M,

was Dir vorschwebt, funktioniert - mit Ausnahme der Rufnummernübermittlung.

Die Fritzbox kann:
eine Leitung auswählen, die eine (Rufnummern-)Kennung HAT (sie kann eine "maskierte" Leitung auswählen)

Die Fritzbox kann NICHT:
eine Leitung auswählen und dieser eine Rufnummernkennung mitgeben (sie kann also nicht "maskieren", das kann nur eine professionelle VoIP Telefonanlage).

Wie man es teilweise lösen kann, schreibe ich später.

Gruss vöxchen
 
Hallo vöxchen,

von mir auch noch mal vielen Dank für deine nützlichen Tipps. Du schreibst, eine professionelle VOIP Telefonanlage könne die Leitung auswählen und ihr eine Rufnummernerkennung mitgeben. Weißt Du zufällig, ob die Auerswald ComPact 5020 VOIP solch eine Anlage ist? Die habe ich seit kurzem installiert und hoffe auf Deine weiteren Antworten.
Danke
 
@tiffe13

Habe kurz in der Beschreibung der 5020 gestöbert und würde sagen: nein. Sicher bin ich aber nicht.

Kurze Erklärung: ich vergass weiter oben zu sagen, dass das mit der "freien" Zuordnung von Rufnummern-Kennnung und VoIP Account nicht nur von einer(professionellen) VoIP TK Anlage abhängt, sondern natürlich auch, dass der jeweilige Provider das unterstützen muss. Ein Asterisk-VoIP-Server unterstützt so etwas beispielsweise, ist aber nichts für Beginner.

Erschwerend kommt hinzu, dass es VoIP zwei "Identitäten" kennt: eine CLIP Kennung (im Zusammenspiel mit dem "normalen" Telefonnetz) und eine Kennung (gemeinhin als "Displayname" bezeichnet ) für den echten VoIP zu VoIP Verkehr.

@all

Oben angekündigte (teilweise) Lösungsmöglichkeit beschreibt sich länger als gedacht (in bin gerade an einem WOrd-Dokument dran). Bitte also noch etwas Geduld... Danke

Gruss vöxchen
 
Moin Wolfgang!

Das mit dem Wechsel zu KD hab ich grad hinter mir.

zu 1) Ja, das ist richtig. Ich habe von einem regionalen Anbieter zu Sipgate portiert. KD ist sogar sehr flexibel, so dass Du den Schaltungstermin unabhängig vom Bestelldatum auf den Tag der Abschaltung des Telefonanschlusses legen kannst (dann zahlt man nicht doppelt).
zu 2) Ja, so läuft das dann und mit Sipgate in gewohnter Manier sehr gut (ISDN-Merkmale).
zu 3) Da die eingehenden Gespräche über Sipgate reinkommen, habe ich mir den Stollmann-Adapter gespart und nutze nur eine der beiden analogen Leitungen ausgehend. Für den seltenen Fall, dass während eines _ausgehenden_ Gesprächs noch ein ausgehendes geführt werden soll, macht die Fritzbox ein Fallback auf einen Betamax-Ableger. Man muss die Bekannten halt darauf hinweisen, weiterhin auf der alten Nummer anzurufen.
Aber VORSICHT: Die übermittelte Rufnummer kannst Du bei KD in keinem Fall ändern. Die Leitung wird ja auch recht "dumm" über RJ11 und Tonwahl genutzt, insofern erübrigen sich Mutmaßungen zu Asterisk/VoIP etc.
Was noch ärgerlich ist: Das Wählen dauert länger, da zwar die Telefon/ISDN-Fritzbox-Verbindung sofort "wählt", das Amt nach draußen aber erst durch die Verbindung zum Kabelmodem initiiert wird. Muss man sich dran gewöhnen.
zu 4) Naja, auf DusTel/Sipgate/etc. muss man ja nicht zwangsläufig Guthaben führen. Im Zweifel hört man dann die Ansage, dass das Guthaben nicht reicht.

Die komfortablere Lösung wäre wahrscheinlich, einfach ausgehend eine VoIP-Flatrate zu nehmen, bei der man die (alten) Rufnummern mit übermitteln kann.
Entweder bei Sipgate (bzw. wo die Nummer dann liegt) direkt - noch günstiger fällt mir nur bellshare.de (die erlauben auch die Übermittlung einer anderen Nummer) ein, da habe ich aber keine Erfahrung bzgl. Qualität.
Fall Dir die ausgehenden Nummern also wichtig sind und auch öfter mal 2 ausgehende Gespräche gleichzeitig geführt werden, würde ich die Telefonie nicht über KD machen, sondern gleich bei VoIP/Fritzbox bleiben.
Kabel-Telefonie ist mir außerdem schon in einer Woche bereits einmal ausgefallen, obwohl Internet noch vorhanden war. Half nur Kabelmodem-Reset. Der KD-Techniker hatte bei der Installation auch schon gelästert à la "wenn die Telefonie denn mal geht". Das bekräftigt meine o.g. Meinung.

Grüße!hk
 
@hkoc:"Für den seltenen Fall, dass während eines _ausgehenden_ Gesprächs noch ein ausgehendes geführt werden soll, macht die Fritzbox ein Fallback auf einen Betamax-Ableger".

Wenn mit FON1 über Kabel (gemäss Wahlregel "Fern/Ort=Fest") telefoniert wird, ist ein weiteres Gespräch über FON2 nicht möglich. Wie stellst Du das "Fallback" (ich verstehe darunter die automatische Anwahl VoIP bei FN-besetzt) auf VoIP dar? Ich nutze derzeit FON 2 dann mit *2#XXXXX über den zweiten zugeordneten Anbieter (Betamax)?
 
@vanButen:

Also, eine völlig zufriedenstellende Antwort kann ich Dir dazu leider nicht geben, denn die ehrlichste wäre "keine Ahnung" - ich stelle nämlich nichts konkretes ein (das kann die Fritzbox ja auch gar nicht in Richtung Fallback auf VoIP).

Ich schätze aber mal, dass es an folgenden Faktoren liegt und hoffe, es ist Dir eine Hilfe:

- Ich nutze nicht die analogen FON-Schnittstellen, sondern eine Gigaset DECT-Basis am S0.
- Das analoge Amt ist bei mir "Hauptrufnummer" und eine der MSN in der ISDN-Anlage.
- Weitergehende Wahlregeln habe ich bzgl. des Festnetzamtes nicht (wozu auch?) - ich sperre lediglich die "01"-Gasse, die "118" und die "090"-Gasse.
"015","016" und "017" route ich über nonoh.net, genauso wie "00".
"0180" geht als Ausnahme zur "01" explizit übers Festnetz.

Ich könnte mir also vorstellen, dass die Fritzbox im Falle eines belegten Festnetzamtes, wenn _keine_ feste Wahlregel für das Festnetzgespräch, also in diesem Falle Fern/Orts-Gespräch herrscht, eigenständig einen Fallback auf VoIP macht.
Welchen VoIP-Provider sie dann nimmt, ist wahrscheinlich von der Reihenfolge der Einrichtung (oder vom Zufall?) abhängig.

Ist Dir das eine Hilfe?

Grüße!hk
 
Dazu fällt mir noch ein:

Das habe ich bisher an den 7050ern, an ner 7170 als auch an ner 7270 beobachtet. Ist also anscheinend gewollt.
 
@hkoc: "Ich nutze nicht die analogen FON-Schnittstellen, sondern eine Gigaset DECT-Basis am S0. Das analoge Amt ist bei mir "Hauptrufnummer" und eine der MSN in der ISDN-Anlage."

Bin auch nur "interessierter Laie", aber das wird es wohl sein (denn ich nutze die drei FON Schnittstellen). Aber das hat mich auf eine Idee gebracht. Am SO ist bei mir ein a/b Wandler angeschlossen (TA33USB), wenn ich das Gerät von "FON2" hier anschliesse und FESTNETZ (und gegebenenfalls eine weitere, z.B. Betamax, "zweitrangig") als MSN in die TA33 vorgebe - müsste das auch so funktionieren (können?) - ein Versuch Wert!

Danke für Deine Info!
 
Geht "im Prinzip" (wenn in der FB keine Wahlregel für Festnetz vorgegeben ist) - kollodiert dann aber mit dem Telefonverhalten,- zielen, hier vor Ort. Bleibe also bei *2# ...., oder aber, setzte für FON2 die Wahlregeln ausser Betrieb,so dass immer auf den ersten eingestellten Provider (z.B. SMS Discount) zurückgegriffen wird, deckt damit In- und Ausland (mit gewüschter Anzeige der Rufnummer ab).
 
Nochmals, weil hier der Thread nun ein wenig vom Thema abkommt:

Wie bei dus.net ist es auch bei Sipgate so, dass man nur FEST zugeordnet zu einem SIP-Account eine Absenderufnummer eingeben kann. Das macht man im Sipgate-Konfigurationsmenü. Es ist also mit den Standard-Geräten wie Fritzbox o.ä. nur möglich, diesen so belegten SIP-Account zum Telefonieren per Wahlregel o.ä. auszuwählen, NICHT aber ihn frei (im Extremfall: bei jedem Telefonat) mit einer neuen/anderen Absenderufnummer zu belegen. Das geht nur mit einem VoIP Provider (nicht KD, weil das ist kein normales VoIP, sondern ein anderer Standard) im Zusammenspiel mit einer prof. VoIP Telefonanlage. Sipgate als Provider z.B. erlaubt das freie Setzen der Absenderufnummer durch das entsprechende Endgerät, allerdings funktioniert das nicht immer richtig, machmal wird dann im Zielnetz doch wieder die "falsche" (d.h. dem SIP-Account eigentlich zugeordnete) Rufnummer angezeigt.

Bei Sipgate gibt es außerdem die Beschränkung auf 3 bzw. 4 SIP Accounts pro Konto (und das ist dann auch schon kostenpflichtig). Bei dus.net hat man bis zu 5 SIP Accounts frei, gegen Gebühr mit 10 und mehr.

Dies zeigt nun auch die teilweise Lösungsmöglichkeit auf:
- von KD braucht man eigentlich nur den Internetzugang
- die Rufnummern (für eingehende Telefonate) legt man sich (weil Sipgate nicht soviele kann) zu dus.net
- die Flatrate holt man sich sinnvollerweise von woanders (z.B. Sipgate, weil dus.net keine günstige hat), um jederzeit wechseln zu können
- man muß sich praktisch z.B. für 5 MSN je einen eigenen SIP-Account beim Flatrate Provider anlegen (zusätzlich!), mit der entsprechenden CLIP-Rufnummer im Konfig-Menü des Providers fest belegen. Dann programmiert man die Fritzbox so, daß das an der FBF angeschlossene Telefon bzw. ISDN-Telefonanlage genau den Account zum Hinauswählen nimmt, der mit der "richtigen" Absenderufnummer belegt ist.
- die Qual der Wahl ist der Provider: Sipgate hat zuwenige SIP-Accounts pro Konto, kann also nur 3 MSN vernünftig 1:1 (SIP-Account -> MSN) verwalten, hat aber eine gute Flatrate. Dus.net kann alle MSN verwalten, hat aber keine preiswerte Flatrate. Erschwerend kommt hinzu, dass man MSNs beim Portieren nicht splitten kann, sondern nur en-bloc zu einem neuen Provider übertragen kann.
Also wird in den meisten Fällen eine Kombination von zwei Providern VoIP und einem Internetanbieter (z.B. KD) zielführend sein.
Nicht alle Provider erlauben übrigens das Programmieren einer "beliebigen" Absenderufnummer, sondern nur diejenigen, die direkt bei dieser Firma liegen. Auch das muss man wissen und vorher prüfen. Wie gesagt, für meine Zwecke erfüllt die Kombination aus KD-Sipgate-dus.net das, was ich brauche.

@Wolfgang_M: beantwortet das Deine Fragen?

@hkoc
Mein Hinweis mit Asterisk etc. bezog sich nicht auf KD-Telefonie, sondern mit "echten" VoIP Providern.

Kleiner Fingerzeig: ist eine Flatrate wirklich nötig (bei mir sind mittlerweile soviele IP->IP Calls dabei, dass sich das nur mit halbwüchsigen Kindern lohnt) und natürlich: dus.net erhebt keine laufenden Gebühren für einmal portierte Nummern. Also sollte man dus.net auch mal mit ein paar Telefongesprächen unterstützen, sonst wird das mit der Einmalgebühr zum Zeitpunkt der Portierung irgendwann Geschichte sein. Und das wäre wegen der features, die sonst kaum einer hat, sehr schade...

Gruss vöxchen
 
Zuletzt bearbeitet:
@vöxchen:

Das mit dem dus.net unterstützen klingt ja ganz nobel, allerdings ist es ja nicht so, dass dus.net an den portierten Rufnummern nichts verdient - im Gegenteil:

Als kleiner Anbieter von Ortsnetzrufnummern kassieren sie doch bei eingehenden Gesprächen erhöhte Interconnection-Gebühren.
Und im Zweifel portiert man auch keine Nummer, die nur einmal im Jahr angerufen wird und sowieso nur 3 Leute kennen, sondern eine, die auch rege genutzt wird.

Ich finde es im Grundsatz fair, wenn man Flat und Portierung beim selben Anbieter hat (dem Kunden erspart es ja auch Konfigurationsarbeit) - aber beide Anbieter verdienen auch so schon im Rahmen ihres Geschäftsmodells, davon kann man ausgehen.

Wenn bellshare auch noch kostenlose Portierungen hätte, würden wahrscheinlich (bei dem Preis) mehr zu bellshare gehen - allerdings habe ich mit denen wie gesagt keinerlei Erfahrung.

Im Endeffekt bin ich froh, die Telefonnummer, die wir seit 10 Jahren haben, zu Sipgate und nicht zu KD portiert zu haben. So bin ich nicht nur auf Dauer flexibel - Sipgate ist in Sachen Telefonie auch einfach zuverlässiger als KD.
 
@hkoc
Wenn Dein Wechsel zu KD vollzogen ist, könntest Du doch Deine Signatur anpassen (vielleicht gibt es dann weniger Lichtorgeleffekte;) )...

Gruss vöxchen
 
Hallo vöxchen,

zunächst mal vielen, vielen Dank für Deine doch sehr ausführlichen Beschreibungen. Ich habe beim ersten Durchlesen noch nicht alles genau verstanden, werde das in Ruhe noch mal durcharbeiten.

Du hast Recht, in Sachen Telefonie scheint KD nicht der Renner zu sein, jedoch gibt es leider - meines Wissens - keinen anderen (Internet-)Anbieter, der heute 32MBit anbietet. Und die gibt es ja nur im Komplettpaket incl. Telefon für 39,90.

Nach wie vor ist mein Ziel ja, den dann hoffentlich überflüssigen ISDN-Anschluß bei der Telekom zu kündigen. Erste Überlegungen, in diesem Zug auch 1&1 zu entsorgen, muss ich wohl nochmals überdenken bzw. mir die Preislisten der VoIP-Provider anzuschauen.

Ich werde aber diesen Thread weiter aufmerksam verfolgen und auch berichten.

Gruß nach Oberbayern,
Wolfgang
:D
 
Brauchst Du wirklich die 32 MBit/s Download oder eher die 2 MBit/s Upload? Mir reichen die 26M Down und 1M Up vollauf, damit spart man rd. 15 Euro monatlich ggü. dem Tarif mit Telefonie ein und kann sich die ISDN Merkmale über VoIP holen und die Flatrate von woanders.
Angenommen, Du hättest eine Flat von Sipgate und Deine MSN alle bei dus.net: Das AVM VoIP Gateway 5188 könnte dann z.B. die Rufnummernkennung setzen bei jedem Call über die Sipgate Flat unterschiedlich, wie Du das offenbar benötigst. Allerdings kostet die Kiste rd. 260 Euro, was rd. 2 Jahren Refinanzierungszeit entspricht (aus der ersparten Grundgebühr von KD). Das erspart Dir die Duplikation aller Rufnummern bei Sipgate, wie ich das weiter oben beschrieben habe.

Kannst ja bei Fragen hier noch weiteres posten.

Gruss vöxchen
 
Ein Schritt fehlt noch

... Dann programmiert man die Fritzbox so, daß das an der FBF angeschlossene Telefon bzw. ISDN-Telefonanlage genau den Account zum Hinauswählen nimmt, der mit der "richtigen" Absenderufnummer belegt ist.

Hallo Vöxchen,

genau Dein hier beschriebener Satz ist der, der mir Kopfschmerzen verursacht. Woher bekommt die die Fritz!Box aus der ISDN-TK Anlage die Information, über welchen SIP-Account sie nach draussen zu wählen hat?

Gruß Wolfgang
 
Das wird normalerweise durch Wahl der abgehenden "MSN" erfolgen. Diese kann von einem ISDN-Endgerät bzw. der an der FBF angeschlossenen ISDN-Anlage je abgehendem Ruf jeweils bestimmt werden.

--gandalf.
 
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