- Mitglied seit
- 10 Mai 2006
- Beiträge
- 15,619
- Punkte für Reaktionen
- 1,947
- Punkte
- 113
In einem anderen Zusammenhang mußte ich mich heute mit den MyFritz!-Freigaben mal näher beschäftigen und bin dabei auf gewaltige Verständnisprobleme bei mir gestoßen. Vielleicht kann mich ja einer von Euch schlau machen ...
Hardware/Firmware:
FRITZ!Box (6360, 7390, 7490) mit mind. FRITZ!OS 06.03, alle bei AVM's MyFRITZ!-Dienst angemeldet
Im folgenden alles für 7490 mit Labor 28463 ...
1. Auszug aus http://service.avm.de/help/de/FRITZ-Box-Fon-WLAN-7490/014/hilfe_internet_myfritz_freigaben
2. Aus http://service.avm.de/help/de/FRITZ-Box-Fon-WLAN-7490/014/hilfe_internet_myfritz_edit_freigabe
Mit diesen Aussagen komme ich aus folgenden Gründen nicht klar:
1. Die MyFRITZ!-Freigaben sind m.E. um Längen schlechter als "normale" Portfreigaben, da dort (zumindest im GUI) eine 1:1-Zuordnung vom externen zum internen Port erforderlich ist und damit pro Dienst nur ein einziges internes Gerät angesprochen werden kann ... oder auch gar keines, wenn der betreffende Dienst bereits auf der Box selbst läuft und von außen erreichbar ist, wie z.B. ein FTP-Server. Oder die Dienste auf den internen Geräten müßten für MyFRITZ!-Freigaben auf andere Ports gelegt werden (NAS1 -> https auf 444, Dreambox -> https auf 1444, o.s.ä.) ... was bei externen und internen Zugriffen zusätzliche Verwirrung stiftet.
2. Jede dieser Freigaben wird direkt als Portforwarding realisiert ... vom externen Interface der FRITZ!Box (cat /proc/kdsld/dsliface/internet/ipmasq/forwards) auf die entsprechende interne Zieladresse, die bei MyFRITZ!-Freigaben auch nicht manuell eingegeben werden kann, wie noch bei Portfreigaben möglich. Damit ist natürlich jeder dieser Dienste auch direkt über die externe IP-Adresse der Box in Verbindung mit dem richtigen Port oder auch über jede passende DynDNS- oder MyFRITZ!-(Basis!-)Adresse erreichbar. Die Behauptung aus der ersten o.a. Hilfe-Datei, die wären nur über "MyFRITZ!" vorhanden, verstehe ich also überhaupt nicht.
3. Der ganze Zinnober mit der zusätzlichen Ebene im DNS-Namen der Freigabe (z.B. http://clientx.<random>.myfritz.net:80/ als Adresse einer Freigabe) ist gfA, da (logischerweise) beide Adressen (also <random>.myfritz.net pur und die "dekorierte" Version) auf dieselbe IP-Adresse auflösen.
4. Da die Verbindung direkt mit dem internen Gerät hergestellt wird, dient die FRITZ!Box weder als "Authentifizierungsportal" (s.o. zu "verschlüsselten Verbindungen" in der Hilfe), noch als ReverseProxy, wo die Geschichte mit dem erweiterten DNS-Namen als "Host"-Header vielleicht noch Sinn ergeben könnte.
Der einzige "Vorteil" einer MyFRITZ!-Freigabe gegenüber einer Portfreigabe ist es, daß diese Dienste im "myfritz"-GUI der Box unter "Smart Home" angezeigt werden und von dort als Link aufgerufen werden können. Spätestens beim Aufruf einer FTP-URL mit einem HTTP-Only-Browser (z.B. auf einem Smartphone) relativiert sich dieser Nutzen dann aber schnell.
Mein Fazit ggü. einer Portfreigabe:
+ Link in "Smart Home" im MyFRITZ-GUI (und nur da, nicht im Web-GUI unter "Heimnetz/Smart Home")
- nur eine Freigabe pro Dienst (mit Standardport) möglich, mehrere Dienste vom selben Typ erfordern auch íntern eine Umkonfiguration des Ports
- auch ungesicherte Dienste werden 1:1 im Internet bereitgestellt, im Gegenteil zu den Behauptungen in der Hilfe ohne jeden Schutz (ganz dickes Minus !)
Halte ich jetzt irgendeine Rahmenbedingung nicht ein, daß das bei mir wie oben beschrieben läuft ?
Oder ist das bei anderen auch so ?
Was soll das Ganze dann eigentlich bringen, außer einem unerfahrenen Nutzer das Bereitstellen eines ungesicherten HTTP- oder FTP-Servers im Internet zu "erleichtern" ? :blonk:
Hardware/Firmware:
FRITZ!Box (6360, 7390, 7490) mit mind. FRITZ!OS 06.03, alle bei AVM's MyFRITZ!-Dienst angemeldet
Im folgenden alles für 7490 mit Labor 28463 ...
1. Auszug aus http://service.avm.de/help/de/FRITZ-Box-Fon-WLAN-7490/014/hilfe_internet_myfritz_freigaben
Code:
MyFRITZ!-Freigaben sind Portfreigaben, die nur beim Zugriff über MyFRITZ! vorhanden sind.
Hinweis:Die Netzwerkgeräte und Anwendungen, die Sie hier freigeben, sind ausschließlich für
den Zugriff über MyFRITZ! erreichbar. Für Internetzugriffe, die nicht über MyFRITZ! stattfinden,
sind die Freigaben nicht gültig.
2. Aus http://service.avm.de/help/de/FRITZ-Box-Fon-WLAN-7490/014/hilfe_internet_myfritz_edit_freigabe
Code:
Die Firewall der FRITZ!Box schützt standardmäßig alle Geräte im FRITZ!Box-Heimnetz vor eingehenden
Verbindungen und unangeforderten Daten aus dem Internet. Um über die Internetverbindung Ihrer
FRITZ!Box auf ausgewählte Netzwerkgeräte zugreifen zu können, müssen Sie eine MyFRITZ!-Freigabe einrichten.
[B]Zum Schutz vor unbefugtem Zugriff ist der Aufruf nur über verschlüsselte HTTPS-Verbindungen
(Hypertext Transfer Protokoll Secure) und nach Eingabe von Benutzername und Kennwort möglich.[/B]
1. Die MyFRITZ!-Freigaben sind m.E. um Längen schlechter als "normale" Portfreigaben, da dort (zumindest im GUI) eine 1:1-Zuordnung vom externen zum internen Port erforderlich ist und damit pro Dienst nur ein einziges internes Gerät angesprochen werden kann ... oder auch gar keines, wenn der betreffende Dienst bereits auf der Box selbst läuft und von außen erreichbar ist, wie z.B. ein FTP-Server. Oder die Dienste auf den internen Geräten müßten für MyFRITZ!-Freigaben auf andere Ports gelegt werden (NAS1 -> https auf 444, Dreambox -> https auf 1444, o.s.ä.) ... was bei externen und internen Zugriffen zusätzliche Verwirrung stiftet.
2. Jede dieser Freigaben wird direkt als Portforwarding realisiert ... vom externen Interface der FRITZ!Box (cat /proc/kdsld/dsliface/internet/ipmasq/forwards) auf die entsprechende interne Zieladresse, die bei MyFRITZ!-Freigaben auch nicht manuell eingegeben werden kann, wie noch bei Portfreigaben möglich. Damit ist natürlich jeder dieser Dienste auch direkt über die externe IP-Adresse der Box in Verbindung mit dem richtigen Port oder auch über jede passende DynDNS- oder MyFRITZ!-(Basis!-)Adresse erreichbar. Die Behauptung aus der ersten o.a. Hilfe-Datei, die wären nur über "MyFRITZ!" vorhanden, verstehe ich also überhaupt nicht.
3. Der ganze Zinnober mit der zusätzlichen Ebene im DNS-Namen der Freigabe (z.B. http://clientx.<random>.myfritz.net:80/ als Adresse einer Freigabe) ist gfA, da (logischerweise) beide Adressen (also <random>.myfritz.net pur und die "dekorierte" Version) auf dieselbe IP-Adresse auflösen.
4. Da die Verbindung direkt mit dem internen Gerät hergestellt wird, dient die FRITZ!Box weder als "Authentifizierungsportal" (s.o. zu "verschlüsselten Verbindungen" in der Hilfe), noch als ReverseProxy, wo die Geschichte mit dem erweiterten DNS-Namen als "Host"-Header vielleicht noch Sinn ergeben könnte.
Der einzige "Vorteil" einer MyFRITZ!-Freigabe gegenüber einer Portfreigabe ist es, daß diese Dienste im "myfritz"-GUI der Box unter "Smart Home" angezeigt werden und von dort als Link aufgerufen werden können. Spätestens beim Aufruf einer FTP-URL mit einem HTTP-Only-Browser (z.B. auf einem Smartphone) relativiert sich dieser Nutzen dann aber schnell.
Mein Fazit ggü. einer Portfreigabe:
+ Link in "Smart Home" im MyFRITZ-GUI (und nur da, nicht im Web-GUI unter "Heimnetz/Smart Home")
- nur eine Freigabe pro Dienst (mit Standardport) möglich, mehrere Dienste vom selben Typ erfordern auch íntern eine Umkonfiguration des Ports
- auch ungesicherte Dienste werden 1:1 im Internet bereitgestellt, im Gegenteil zu den Behauptungen in der Hilfe ohne jeden Schutz (ganz dickes Minus !)
Halte ich jetzt irgendeine Rahmenbedingung nicht ein, daß das bei mir wie oben beschrieben läuft ?
Oder ist das bei anderen auch so ?
Was soll das Ganze dann eigentlich bringen, außer einem unerfahrenen Nutzer das Bereitstellen eines ungesicherten HTTP- oder FTP-Servers im Internet zu "erleichtern" ? :blonk: