ökologische Effizienz

kotzbaer3

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Hallo!

Ich möchte im Rahmen einer Studienarbeit eine Studie über den Stromverbrauch von VoIP-Gesamtlösungen für Unternehmen machen.

Ich habe bis jetzt kaum Erfahrungen mit VoIP gemacht.

Ich habe mir gedacht, dass ich mir die Produkte von Unternehmen, die Solutions planen, anschaue und diese in einem gewissen Rahmen vergleiche.

Nun gibt es Unternehmen, die praktisch die Anlagen konzipieren und andere, die letztendlich dem Unternehmen die Lösung verkaufen und installieren (Business Partners).

Zu ersteren kann man meines Wissens nach Nokia Siemens Networks, Cisco Systems, Avaya, Alcatel-Lucent und Swyx zählen.

Um diese Unternehmen geht es mir. Alle haben ein bestimmtes Produktportfolio, was sie über Business Partner an Unternehmen verkaufen.

Nun hatte ich geplant mehrere fiktive Unternehmen zu kreieren, die eine VoIP-Anlage installiert haben möchten. Das muss natürlich in einem überschaubaren Rahmen geschehen, denn die Produkte gehen hier sehr weit auseinander. Nun sollen meine fiktiven Unternehmen sich nur dadurch unterscheiden, dass eine unterschiedliche Anzahl von Endgeräten vorhanden sein soll.

Zum Beispiel braucht man für ein kleines Unternehmen 50 Telefone, die in eine VoIP-Lösung integriert werden sollen. Meines Wissens nach braucht man dazu noch die nötigen Switcher mit auf alle Fälle 50 Ports und das Gateway.

Nun ist das aber eigentlich nicht alles, da man bei dieser Betrachtung eigentlich noch mehr dazuzählen muss.

Sind meine Betrachtungen erst einmal logisch nachvollziehbar?
Ich bin mir halt unsicher, ob ich in ein VoIP-System noch mehr integrieren muss (vom Stromverbrauch her gesehen), was sich von Anbieter zu Anbieter unterscheidet?
Man kann ja zum Beispiel die verwendeten Verbindungskabel vom Stromverbrauch her konstant annehmen.

Nun hat man ja meistens die Wattzahlen zu allen Geräten irgendwo angegeben. Ich finde jedoch nicht bei allen oben genannten Geräten die Wattzahlen im Internet, z.B. ist beim Gateway ja auch davon abhängig, wie dieses Gateway bestückt ist.

Ich bin über alle Anregungen und Kommentare erfreut!
 
Hallo und willkommen im Forum :-)

Für eine ökologische Gesamtbetrachtung dürften generell drei Aspekte (wie bei allen Produkten) relevant sein, nicht nur die Punkte, die Du oben aufführst:

- Ökologische Bilanz der Herstellung
-- Produktbilanz (Herstellung der Geräte und Verkabelung, Shipping, Distribution, Verkauf)
-- Dienstleistungsbilanz (Aufwand für die Konfiguration, Installation, Inbetriebnahme)

- Ökologische Bilanz der Nutzung
-- Ressourcenverbrauch (hier: Strom)
-- Emissionen (in diesem Fall weniger relevant)
-- Nutzungsdauer

- Ökologische Bilanz der Verwertung (Recycling, etc.)
-- Wertstoffanteile
-- Aufwand für Trennung
-- Aufwand für Rückführung der Wertstoffe in den Rohstoffzyklus

Beim Punkt des Stromverbrauchs und auch der verbauten Ressourcen ist zu bedenken, daß die ökologische Bilanz dieser Positionen stark vom jeweiligen Anbieter bzw. Lieferanten abhängt.

Betrachtet man nun verschiedene VoIP-Geräte, so wirst Du auch unterscheiden müssen, ob eine Power-over-Ethernet (PoE) Lösung oder eine klassische Stromversorgung genutzt wird. Es gibt Geräte mit und ohne Router oder Switch... viele Varianten.

Versuche also erst mal die Fragestellung wirklich konkret zu fassen, so daß dies auch wirklich untersucht werden kann.

--gandalf.
 
Da hast du dir ja ein Thema mit vielen Variabelen ausgesucht. Als nicht Student würde ich sagen das du dir 2-5 oder mehr Voip Anlagen in Verbauter Form suchst und diese Analysierst nach den Kriterien die du für Relevant hälst. Den jedes System ist anders aufgebaut und hat auch verschiedene Nutzungsverhalten. So kann es z.B. sein das ein Mittleres Unternehmen 50-100 Mitarbeiter einen Server im "Keller" stehen hat worüber sämtlicher Netzverkehr läuft (Voip, Druckaufträge, Mail, Datenaustausch ect.) oder ein Großunternehmen welches sich einen Server nur für Voip Leistet dabei sind die Verwendeten Endgeräte wenn in ausreichender Stückzahl vorhanden nicht zu vernachlässigen. Zur Einstimmung kannst du dir ja in einem Fritz Box 7170 Menü den Energiemonitor in den Verschiedenen Belastungsarten Anschauen (z.B. bei einem Gespräch, bei starkem I-net Traffic der von Pc´s ausgeht, beim Drucken mit der Netzwerkdruckfunktion ect.)
 
Danke für die Anregungen.

In meiner Studie möchte ich mich wirklich nur auf die ökologische Bilanz der Nutzung beschränken. Ich habe nur 6 Wochen Zeit und es ist auch keine Diplomarbeit oder sowas, sondern nur ein Bericht.

Abwärme ist neben dem Stromverbrauch relevant.

Das Problem ist, dass die Werte für Switches nicht unbedingt mir auf dem Teller präsentiert werden.

Ich kann das fiktive Unternehmen auch nur stark vereinfachen.

Es soll ein unabhängiger Vergleich von ungefähr 5 Unternehmen (Ausrüster) und deren Technik erfolgen.

Jetzt ist für mich erst einmal wichtig, was man für eine IP-Anlage so richtig braucht.

Man hat die IP-Telefone, die in einen Switch reingehen (PoE oder non PoE scheint erst einmal egal zu sein), dann hat man noch einen Server und ein Gateway.

Kann man mit diesen Geräten schon eine IP-Anlage für sagen wir 50 Powered Devices aufbauen?
 
Also soweit ich weis brauchst du Telefon/e, Softphone --> I-net Anbindung (Modem/Router) --> Voip Server --> Gateway Server (um die Schnittstelle zwischen Voip und bestehendem Festnetz zu schaffen) oder einen Server mit Voip Software --> Gateway Server weitere Bauteile wüste ich jetzt nicht. Von Voip Telefonen auszugehen scheint mir etwas vorschnell da Voip meist in bestehende Systeme eingebunden wird. Zu den Werten wirst du wohl nicht umhin kommen dich durch die Firmen zu telen.
 
Da Swyx 'nur' Software ist und diese auf einen vorhandenen/neuanzuschaffenden Server installiert wird, kannst Du den Stromverbrauch sehr einfach ermitteln.

wenn da nicht noch ein paar andere Kenngrößen wären.
- Läuft der Server 24/7 unter Volllast? oder können die Stromsparmechanismen akuteller Prozessoren greifen
- Ist noch andere Software auf dem Server installiert, so das diese auch noch bei der Effizienz Berechnung mit herbei gezogen werden kann?
- Setzen die Clients Softphones ein? (der Workstation Rechner läuft ja sowieso)
 
@kotzbaer3

Die Telefoniererei ist heutzutage so unübersichtlich wie noch nie.

Code:
Es gibt da
- Kleinbetriebe mit kleinem Anspruch
  vergleichbar mit einem privaten Haushalt mit 2 oder mehr puberitären Töchtern
  Ein all in one Router als Fritz! 7170, der auch gleich
  noch Telefonanlage spielt.
  Daran angeschlossen analoge/ISDN-Telefone, 
  die über den Router VoIPen ohne daß der Nutzer
  was davon merkt
-  etwas größere Betriebe die noch immer nicht auf
   ISDN verzichten können/wollen aber trotzdem
   Kostensenkung durch Nutzung von VoIP betreiben.
   ISDN-Gateway mit bis zu 4 ISDN-Anschlüssen.

  Die lassen auf ihrem Server einen Asterisk als VoIP-
  Server ein und überlassen dem Asterisk das gesamte
  VoIP-Routing zwischen analogen/ISDN/VoIP-Telefonen
- Größere Firmnen mit einem oder mehreren Standorten
  Die setzen auf (mehr als einen) Asterisk in/outhouse
  um sowohl mit analogen/ISDN/VoIP-Telefonen haus-/
  weltweit über VoIP/ISDN zu telefonieren

Es gibt Firmen aller größenklassen die kaufen noch immer sauteure analoge oder ISDN-Telefonanlagen.

Andere kaufen Asterisk-basierende Telefonanlagen (ohne zu wissen daß da "nur" ein Asterisk drin ist, nur weil sie unfähig/unwillig sind sich irgendwie um die Pflege zu kümmern.

Ein Asterisk kan als eigener Dienst neben anderen Diensten oder exklusiv auf einem/mehreren Servern lokal/global verteilt laufen.

Solange ein Datenbank/WEB/Datei-Server mit seinem/n Dienst /en weit von der Auslastungsgrenze entfert ist, gibts VoIP-Dienste energiemäßig gesehen geschenkt dazu.
 
Was gibt es denn überhaupt für Firmen, die letztendlich andere Firmen mit den Geräten ausstatten?

Cisco oder Alcatel verkaufen ja nicht direkt an die Firmen, sondern das machen ja meistens Business Partner.
 
Wie bei AVM wendet man sich vertrauensvoll als Händler an den Großhandel, als Kunde an den Fachhandel.

Daß Firmen wie AVM oder auch Cisco nicht direkt an Endkunden liefern hat schlicht den Grund daß sie eben nicht Ministückzahlen liefern können und wollen.
 
voip braucht (inter)net. allein fürs internet in deutschland läuft 1 kraftwerk. studie mit eindeutigem ergebnis beendet.
 
voip braucht (inter)net. allein fürs internet in deutschland läuft 1 kraftwerk.
In welcher Beziehung soll denn das nun zu der Ausgangsfrage stehen? Wenn es sich dabei um ein Windkraftanlage, Photovoltaik oder ein Biogaskraftwerk, sieht die Bilanz doch ganz anders aus, als wenn wir hier ein Kohlekraftwerk betrachten.

kotzbaer3 schrieb:
Stromverbrauch von VoIP-Gesamtlösungen für Unternehmen
@kotzbaer3: die ganze Herangehensweise und die bisher gestellten Fragen deuten für mich darauf, daß Du weder mit der Fragestellung, noch mit der VoIP-Thematik, noch mit Netzwerken viel am Hut hast. Grenze doch also bitte mal im Sinne auch einer überschaubaren Studienarbeit die Frage auf etwas sehr Konkretes ein. Dies könnte eine Gegenüberstellung von VoIP zu ISDN sein... oder VoIP in verschiedenen Varianten.

Im Bereich der Netzwerktechnologie solltest Du berücksichtigen, daß moderne Switches nicht nur recht geringe Stromverbrauchswerte haben, sondern auch über Managementmöglichkeiten für VoIP-Netze separat oder überlagernd zu normalen Datennetzen verfügen. Ist ein Unternehmen bereits entsprechend ausgestattet, kommen als "Geräte" also nur die Endgeräte (Telefone oder Headsets für Arbeitsplatzrechner) und eine Telefonanlage hinzu.

Der Stromverbrauch eines VoIP-Telefons liegt im Bereich von 2-5W (schau bei SNOM oder Grandstream und anderen einschlägigen Anbietern mal nach). Der Stromverbrauch eines ISDN-Telefons liegt im Bereich von 0,5-2W (Auerswald COMfortel 1500 z.B. max. 2W). Eine DECT-Basis benötigt auch um die 1-3W. Das klingt zunächst mal danach, daß VoIP-Telefone 1-2W mehr benötigen als ISDN-Telefone.

Der Stromverbrauch einer klassischen ISDN-Telefonanlage hängt von der Auslegung ab. Auerswald COMpact 5020VoIP mit max. 48W, COMmander Basic.2 19" mit max. 70W, COMmander Business mit max. 230W.

Der VoIP-Server im Alternativszenario kann je nach Auslegung auch zwischen 50 und 200W benötigen. Das liegt also vergleichsweise in einem ähnlichen Bereich.

Man könnte nun durch die Spezialisierung der klassischen ISDN/UP0-Geräte im Gegensatz zu Ethernet-fähigen Geräten argumentieren, daß der Stromverbrauch durch die zusätzlichen Funktionen etwas höher liegt. Im Serverbereich könnten dies je nach Auslegung mal ganz wild geschätzt für ISDN 25% unter VoIP sein, im Telefonbereich die bereits genannten 1-2W.

Nehmen wir einen klassischen Server mit 100W und n VoIP-Telefone mit je 2W, dann ist der Stromverbrauch bei einem Betrieb von 24 Stunden am Tag ca. (2n+100) Watt * 24 h, d.h. bei 50 Telefonen ca. 4,8 kWh am Tag.

Im Gegensatz dazu wäre die ISDN-Anlage mit 50 Telefonen bei (1n+75) Watt * 24 h, d.h. bei 50 Telefonen bei ca. 3,0 kWh am Tag.

Nun sollte man jedoch nicht vergessen, daß die erforderliche Leistung für ein separates Netz von Vermittlungsstellen für ISDN höher ist als für die ohnehin vorhandene Infrastruktur des Internets. Ich würde also dazu tendieren, VoIP eine gleiche bis bessere Gesamtbilanz zuzusprechen.

--gandalf.
 
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