2 Telefonanlagen per VoIP über Datenstandleitung verbinden?

Taxor

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Hallo,

ich möchte folgendes realisieren. Unsere Firma hat 2 Standorte, die ca. 170km voneinander entfernt sind. In der Hauptstelle arbeitet eine Telefonanlage vom Typ Octopus E300 (Telekom) und in der Außenstelle eine Auerswald Commander Basic. Weiterhin sind beide Standorte über eine Netzwerkstandleitung miteinander verknüpft. Ist es möglich, diese beiden Anlagen über den Weg VoIP so miteinander zu verknüpfen, dass die Firmeninternen Gespräche kostenfrei über VoIP geführt werden können? Wenn ja, was brauche ich dafür und welche Beschränkungen gibt es dabei?

Grüße
Taxor
 
Der einfachste Weg wäre die Verwendung eines weiteren, externen ISDN-S0-Ports an beiden Anlagen und dann wird ein VoIP-Gateway angeschaltet, der Gespräche routet - vorausgesetzt, genügend Bandbreite ist frei.

Durch Anwahl dieses externen Ports (in der COMmander Basic z.B. durch 92, wenn das der ext. S0-2 wäre) kann man dann "durchtelefonieren" zur anderen Anlage, die das Gespräch wie ein Amtsgespräch über den zusätzlichen Port erhält.

Eine andere Alternative ist die Nutzung von ISDN-over-IP (siehe http://wiki.ip-phone-forum.de/pbx:voip:isdnoverip:start ) zur Kopplung einer Anlage als Unteranlage der anderen über einen internen und einen externen ISDN-Port).

Mit z.B. einem Patton/Inalp VoIP-Gateway wären zwei Standorte zu vernetzen oder mit einem LANCOM-Router 1724 an einem Standort und einem VoIP-Gateway (z.B. Patton) am anderen, der sich am LANCOM-Router registriert und mit der Tk-Anlage als Amt gekoppelt ist, kann man auch Trunking und eine Kopplung als Unteranlage über diese Leitung betreiben...

Anstelle Router und VoIP-Gateway liesse sich auch an beiden Stellen ein Asterisk aufsetzen. Das wäre sicher die flexibelste, aber nicht ganz einfachste Lösung.

Die nicht so nette Alternative der Kopplung über Nebenstellenports gibt es auch.

Viele Möglichkeiten... wieviele Leitungen zwischen den Standorten werden denn benötigt? Welche Bandbreite hat die Standleitung?

--gandalf.
 
Danke schonmal für die Hinweise.

Die Bandbreite der Datenleitung liegt bei 2 Mbit, wird aber demnächst auch noch auf 12 Mbit erhöht. Möglichst sollten bis zu 4 Gespräche gleichzeitig geführt werden können.

Am liebsten wäre mir eine Lösung, wo ich einfach bei den beiden Anlagen jeweils eine Art Blackbox/Router/VoIP-Connector an einen Teilnehmeranschluss (S0 oder analog) der Telefonanlagen hänge und die meinetwegen nach Einrichtung der festen Gegenstellen-IP dann das Ganze über die Datenleitung verbinden.

Wäre fein, wenns sowas einfaches gäbe ;-)
 
So einen Connector gibt es. Du kannst einen VoIP-Gateway (z.B. einen Lancom 1724 oder Asterisk) vor jede Anlage hängen und damit entscheiden, daß Rufnummern zu Teilnehmern der jeweils anderen Anlage über VoIP geroutet werden. Natürlich unterliegen Gespräche, die auf diese Weise eingehen, immer noch der Rufverteilung in der jeweiligen Anlage. Der Anschluss erfolgt idealerweise über einen unbelegten, externen S0-Port an den beiden Anlagen.

Für vier Gespräche sollten dies natürlich an jeder Anlage je zwei S0-Ports sein...

--gandalf.
 
@gandalf94305: wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, Asterisk-System komplett vor das vorhandene TK-System zu schalten, um ein einheitliches Rufnummernschema zu erhalten (d.h. der Asterisk-Server filtert die angerufene "interne" Nummer heraus und führt diese über die IP-Strecke zum Asterisk-Server am anderen Standort). Hat auch den Charme, daß man an den vorhandenen TK-Systemen keine Änderung durchführen muß.
 
taxor schrieb:
Am liebsten wäre mir eine Lösung, wo ich einfach bei den beiden Anlagen jeweils eine Art Blackbox/Router/VoIP-Connector an einen Teilnehmeranschluss (S0 oder analog) der Telefonanlagen hänge und die meinetwegen nach Einrichtung der festen Gegenstellen-IP dann das Ganze über die Datenleitung verbinden.
Wenn nicht viele Leistungsmerkmale benötigt werden, würde ich jeweils z.B. ein Patton 1400 Gateway an 2 S0 Ports der TK-Anlagen anbinden und mit dem ISoIP Protokoll verbinden (Fw. R2.20). Das hat den Vorteil, das man nur zwei kleine Boxen an beiden Standorten stehen hat. An den TK-Anlagen jeweils eine Querkennzahl zur anderen Anlage einrichten.

Alternativ kann man die Gateways per SIP an einen Asterisk anbinden und von diesem das Call-Routing übernehmen lassen.

Auf der Seite 3 des PDF Dokuments ist deine Konstellation dargestellt:
http://www.patton.com/support/pdf/voip_solutions_guide.pdf

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