[Frage] 2 Telefonanschlüsse (1x analog 1x ISDN) -> nur noch einer ?

micha72

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Hallo,

in unserem Haus gibt es momentan zwei Telefonanschlüsse, einer ist analog (hier wird nur ein Telefon betrieben), einer ist ISDN (3 Telefonnummern, und es wird auch Internet DSL genutzt). Unser Ziel ist es nun, das ganze möglichst so zu handhaben, dass nur noch ein Telefonanschluss besteht, bei dem die ursprüngliche Telefonnummer beibehalten wird, aber weiterhin Internet DSL genutzt werden kann. Die Telefonnummern (zumindest 2 davon), die jetzt momentan beim ISDN Anschluss angemeldet sind sollen zu einem anderen Anbieter an einem anderen Standort wechseln (falls dies überhaupt möglich ist) oder dorthin umgeleitet werden.
Was wäre die vernünftigste Lösung?

Danke schon mal
Gruß,
Micha
 
Die vernünftigste Lösung hängt sehr von den jetzigen Providern der beiden Telefonanschlüsse ab.
 
Hallo,

Telefonanschlüsse sind beide bei der Telekom (DSL über Congstar)

Gruß,
Micha
 
Soll der ISDN-Anschluss beibehalten werden?
Sollen die "weitergeleiteten" Rufnummern auch am bisherigen Standort genutzt werden?
Liegt der "andere" Standort im selben Ortsnetz?
 
Hallo,

der ISDN Anschluss muss nicht unbedingt beibehalten werden, der andere Standort liegt nicht im selben Ortsnetz und die weitergeleiteten Rufnummern müssen nicht unbedingt zum raustelefonieren benutzt werden, nur eingehende Anrufe sollten gewährleistet sein.

Gruß,
Micha
 
Telefonanschlüsse sind beide bei der Telekom (DSL über Congstar)
Ich ahne fürchterliches. Zwar ist die Telekom grundsätzlich in der Lage, die Rufnummer eines anderen Anschlusses nachträglich auf einen bestehenden ISDN-Anschluss zu portieren. Problem bei der Sache: derartige Änderungen laufen bei der Telekom in aller Regel so ab, dass der Zielanschluss (in deinem Fall also der ISDN-Anschluss mit dem aufgeschalteten Congstar-DSL) kurzzeitig deaktiviert und gleich wieder aktiviert wird. Dabei wird auch DSL kurzfristig abgeschaltet. Leider klappt das aber mit dem Wiedereinschalten nicht immer, vor allem dann nicht, wenn nicht die Telekom selbst der DSL-Anbieter ist, sondern ein Reseller. Schlimmer noch: der DSL-Anschluss verschwindet dann im Nirgendwo und kann dann weder von Congstar noch von der Telekom selbst so einfach wieder reaktiviert werden.

Es gibt viele Berichte im Netz, nach denen genau das bei einer Anschluss-Änderung passiert ist. Manche Reseller (z. B. 1&1) warnen ausdrücklich vor Änderungen am Telefonanschluss, solange ein Resale-Anschluss darauf geschaltet ist. Unter 'Vorsicht Kunde' in der c't wurde auch mal von einem Kunden berichtet, der ebenfalls Congstar DSL auf einem Telekom-Telefonanschluss nutzte. Er wollte nichts weiter, als beim Telekom-Anschluss die ausgehende Rufnummernübertragung freischalten zu lassen. Danach war der DSL-Anschluss tot und es hat Monate gedauert, bis er ihn wieder zurückbekam. Noch nicht einmal zur Neuschaltung eines DSL-Anschlusses war Congstar in der Lage.

Ich würde mir daher jede Änderung am ISDN-Anschluss gut überlegen oder alternativ den DSL-Anschluss zur Telekom umziehen. Änderungen sind dann kein Problem mehr und ein Call&Surf-Paket dürfte auch billiger sein als die Kombination aus T-ISDN und Congstar DSL.

Grüßle

Der Mikrogigant
 
Hallo,

danke für die ausführliche Antwort. Habe mir den Artikel 'Vorsicht Kunde' gerade durchgelesen, da muss man ja wirklich Angst haben, dass danach dann gar nichts mehr funktioniert. Wäre es denn technisch machbar, die vorhandene analoge Rufnummer auf den ISDN-Anschluss 'umzubuchen' und den DSL-Anschluss ebenfalls zur Telekom zu wechseln ?

Gruß,
Micha
 
Problem bei der Sache: derartige Änderungen laufen bei der Telekom in aller Regel so ab, dass der Zielanschluss (in deinem Fall also der ISDN-Anschluss mit dem aufgeschalteten Congstar-DSL) kurzzeitig deaktiviert und gleich wieder aktiviert wird. Dabei wird auch DSL kurzfristig abgeschaltet.

Das ist falsch. ISDN wird bei einer Änderung von Leistungsmerkmalen nicht kurzzeitig deaktiviert/aktiviert. Bei den im Link genannten Sachen gehts um einen Tarifwechsel, da ist das was anderes.

@Micha72: Ja, aber nicht in einem Zug.
 
Das ist falsch. ISDN wird bei einer Änderung von Leistungsmerkmalen nicht kurzzeitig deaktiviert/aktiviert.
Es wird sogar dann deaktiviert, wenn sich an den Leistungsmerkmalen und der Anschlusstechnik rein gar nichts ändert, sondern nur anders abgerechnet wird. Ein Beispiel ist mein Wechsel von T-ISDN xxl auf T-ISDN Call Plus vor einigen Jahren. Dabei fiel lediglich die Sonntags-Flatrate weg und es änderten sich ein paar andere Preise, während der sonstige Leistungsumfang exakt derselbe blieb. Trotzdem waren aus unerfindlichen Gründen nach dem Wechsel einige der vorher vorhandenen Leistungsmerkmale (z. B. CLIR2, eingerichtete Rufumleitungen) deaktiviert. Dafür wurden vorher deaktivierte Leistungsmerkmale wie z. B. die T-Net-Box ungefragt aktiviert. Sowas passiert normalerweise nur, wenn ein Anschluss mit den Default-Einstellungen neu geschaltet wird. Der Anschluss muss also deaktiviert und mit den Default-Einstellungen wieder neu aktiviert worden sein.

Bis zum Beweis des Gegenteils möchte ich nicht ausschließen, dass sowas nicht nur bei Tarifwechseln, sondern auch bei anderen Änderungen wie z. B. einer (nachträglichen) Rufnummern-Portierung passiert.

Grüßle

Der Mikrogigant
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Dass hier der Anschluss de- und anschließend aktiviert wird, sehe ich in Deinem Beispiel nicht gegeben.
Es wird lediglich ein kompletter Parametersatz neu eingespielt und dabei sind wohl ein paar Einstellungen "über die Klinge gesprungen".
Für mich ist bei Deiner Beschreibung der Vorgang vergleichbar mit dem Konfigurieren eines Routers via tr069, mehr nicht. Das hat nicht das geringste mit einem geschalteten DSL-Anschluss zu tun.
Ich habe auch schon mehrfach was an meinem ISDN-Anschluss ändern lassen und niemals wurde da der DSL-Part angefasst.
Es war auch niemals die Synchronisierung kurz weggebrochen. Nur mal so als Indiz, dass alles beim alten blieb. Beim ISDN kann man ja nicht feststellen, wenn der Anschluss für ein paar Sek nicht verfügbar ist, solange man nicht gerade telefoniert, beim DSL schon.
Klar gibt es auch andere Beispiele, aber warum sollte das die Regel sein? So etwas kann nur vorkommen, wenn der (einzuspielende neue) Kundendatensatz völlig strubbelig ist. Dann treten natürlich beim Wiedereinspielen die merkwürdigsten Effekte auf. Hier KKK genannt. ;)
 
Dass hier der Anschluss de- und anschließend aktiviert wird, sehe ich in Deinem Beispiel nicht gegeben.
Es wird lediglich ein kompletter Parametersatz neu eingespielt und dabei sind wohl ein paar Einstellungen "über die Klinge gesprungen".
Naja, beim Wechsel von T-ISDN xxl zu T-ISDN Call Plus handelte es sich ja um einen Tarifwechsel. Und zumindest bei Tarifwechseln hat Andreas ja eingeräumt, dass eine Deaktivierung stattfindet.

Bis zum Beweis des Gegenteils rechne ich mit einer solchen Deaktivierung oder anderen Nebenwirkungen aber auch dann, wenn tatsächlich nur ein neuer Parametersatz eingespielt wird.

Da aber eine Lösung (nämlich Komplettwechsel zur Telekom, m. E. die vorteilhafteste Lösung) existiert, bei der diese Nebenwirkungen keine so großen Probleme verursachen können, ist die Lage ja nicht ganz ausweglos ;-)

Grüßle

Der Mikrogigant
 
Naja, leider lässt die T-Com ihre eigenen Vollkunden auch gerne mal im Regen stehen.
Das ist also nicht wirklich eine Alternative zu den Resellern.
Bis zum Beweis des Gegenteil gehe ich einfach mal davon aus, dass i.d.R. keine De- / Aktivierung des Anschlusses erfolgt, solange nicht zwischen analog und ISDN gewechselt wird, denn nur da ist es erzwungenermaßen notwendig.
Auch ich hatte in der Vergangenheit einen Tarifwechsel von T-ISDN Standard zu Call Plus und keine Deiner Nebenwirkungen gemerkt. Auch der ging anstandslos über die Bühne.
Einzig ein Umzug von Standort A nach B war für den T-Anschluss ein massives Problem. Da gingen auf einmal einige CLIP-Einstellungen bei einigen MSN nicht mehr, bei anderen MSN war aber alles geschaltet. Nach der ersten Rennerei zum T-Punkt war es dann anders herum... erst nach der 4. Schaltung lief es so, wie vor dem Umzug. Das DSL aber war da auch kein Problem. Das nur mal so am Rande, um mal zu schildern, wie es einem T-Kunden bei seinem Vertragspartner dem Netzbetreiber direkt gehen kann.
 
Bis zum Beweis des Gegenteil gehe ich einfach mal davon aus, dass i.d.R. keine De- / Aktivierung des Anschlusses erfolgt, solange nicht zwischen analog und ISDN gewechselt wird,
Diesen Beweis hat der bedauernswerte Congstar-Kunde in dem von mir verlinkten c't-Artikel bereits erbracht. Der wollte nämlich nur, dass CLIP freigeschaltet wird. Die Telekom hat ihm nahegelegt, dafür von T-Net Standard zu T-Net Call Plus zu wechseln, also einen Tarifwechsel vorzunehmen. Und schon nahm das Verhängnis seinen Lauf: der Anschluss samt Congstar-DSL wurde deaktiviert. Bei der Reaktivierung wurde zwar der Telefonanschluss wieder freigeschaltet, das Resale-DSL verschwand aber auf Nimmerwiedersehen in den Tiefen des Systems. Das wäre mit Sicherheit nicht passiert, wenn die Umstellung ohne Anschluss-Deaktivierung erfolgt wäre. Ein Einzelfall war es auch nicht: 1&1 spricht bis heute an Resale-DSL-Kunden die Warnung aus, am zugrundeliegenden Telekom-Telefonanschluss auf keinen Fall etwas zu ändern, weil das den Verlust des 1&1-DSL-Anschlusses zur Folge haben kann.

Auch ich hatte in der Vergangenheit einen Tarifwechsel von T-ISDN Standard zu Call Plus und keine Deiner Nebenwirkungen gemerkt. Auch der ging anstandslos über die Bühne.
Vielleicht hast du ja zufällig auch schon mit T-ISDN-Standard die Einstellungen genutzt, die den Default-Einstellungen von T-ISDN Call Plus entsprechen. Was CLIR2 betrifft: dessen Deaktivierung hat die Telekom damit begründet, dass standardmäßig CLIR (dauerhafte Unterdrückung der gehenden Rufnummernübertragung) aktiviert wird, wenn der Kunde keinen Telefonbucheintrag wünscht. Das war bei mir der Fall. Allerdings war vor der Umstellung CLIR2 (dauernde Übertragung mit fallweiser Unterdrückung) auch ohne Telefonbucheintrag aktiv und mein Tarifwechsel-Auftrag beinhaltete keine Änderung bei diesem Leistungsmerkmal.

Wer CLIR2 in Verbindung mit einem Telefonbucheintrag hat, die T-Net-Box nutzt und keine Rufumleitungen eingerichtet hat, der bemerkt bei einem Tarifwechsel keine Änderung, denn diese Einstellungen entsprechen dem Standard bei T-ISDN Call Plus und werden folglich nach dem Wechsel unverändert wieder hergestellt. Den Ärger haben nur die, die vom Standard abweichende Einstellungen verwenden. Und natürlich haben diejenigen Ärger, auf deren Anschluss ein Resale-DSL-Anschluss geschaltet ist.

Grüßle

Der Mikrogigant
 
Diesen Beweis hat der bedauernswerte Congstar-Kunde in dem von mir verlinkten c't-Artikel bereits erbracht. Der wollte nämlich nur, dass CLIP freigeschaltet wird.
Den Artikel kenne ich, ich habe die c't im Abo. ;)
Aber ich deute dies einfach mal als bedauerlichen Einzelfall, denn bei verdammt vielen Usern geschieht zum Glück nichts ungewöhnliches oder gar obiges beim Tarifwechsel. Kurz: Genau dieser User hatte wohl heftiges KKK in seinem Parameter-Datensatz. Ansonsten würde dies und andere Foren regelrecht überschwemmt mit vergleichbaren Schilderungen.
Vielleicht hast du ja zufällig auch schon mit T-ISDN-Standard die Einstellungen genutzt, die den Default-Einstellungen von T-ISDN Call Plus entsprechen. Was CLIR2 betrifft: dessen Deaktivierung hat die Telekom damit begründet, dass standardmäßig CLIR (dauerhafte Unterdrückung der gehenden Rufnummernübertragung) aktiviert wird, wenn der Kunde keinen Telefonbucheintrag wünscht.
Ich habe hier 6 MSN, eine davon (die erste und einzig ungenutzte) steht im Telefonbuch. Bei drei MSN aber war es korrekt geschaltet, bei den anderen 3 jedoch nicht. Damit lässt sich der Fehler nicht mit dem Telefonbuchargument erklären. ;)
Zu der anderen Einstellung: Die T-Net-Box war und bliebt für alle MSN abgeschaltet. Also auch hier kein T-Default.
 
Um das zu beweisen, müsstest Du beim T arbeiten. Dann würdest Du die falschen Bernerkungen sofort sehen. So müssen wir aber damit leben.
 
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