2x ISDN an Fritzbox 7490

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Hey, wir haben eine neue Fritzbox 7490 mit 1&1 100, voll Anschluß. Es funktioniert soweit auch alles.
Habe das 1. ISDN Telefon angeschlossen(Gigaset SX810a ISDN), funktioniert einwandfrei. Das zweite ISDN Telefon(Deutsche Telekom T-Home Telefon Concept PA624i ISDN-Telefon schwarz) mit einem ISDN 2-fach Verteiler angeschlossen (http://www.amazon.de/ISDN-2-fach-Verteiler-mit-Widerstand/dp/B000LR22IU/ref=pd_b...) und es funktioniert genau so wie es soll, außer es sind beide Telefone gleichzeitig angeschlossen. Dann funktioniert keins...
Beide Telefone haben eine eigene Nummer/MSN, es wird auch die richtige angezeigt, wenn nur ein Telefon angeschlossen und ich raus telefoniere.
Das Gigaset hat eine eigene Stromquelle, das andere Telefon kriegt Strom durch die Leitung.
Weiß wer wieso beide Telefone gleichzeitig nicht funktionieren, einzelnd aber schon?
 
Hallo,

funktioniert das Telekom Telefon alleine mit dem ISDN Adapter?
 
Ich denke eher nicht, daß es an einer mangelnden Energieversorgung liegt ... eher schon an einer ungünstigen "Verkabelung". Ich kann mir unter einem "2-fach-Verteiler mit Widerstand" nur schwer etwas vorstellen, in der Theorie ist ein S0-Bus eine "line" mit zwei (verdrillten) Aderpaaren, bei denen jeweils am äußersten Ende die Abschlußwiderstände dazu dienen, Signalreflektionen an "offenen Kabelenden" zu unterdrücken (einfach durch das "Verbrauchen" der Energie), die ansonsten das "Nutzsignal" auf dem Draht negativ beeinflussen würden.

Wie dabei jetzt ein "Widerstand" in so einem Verteiler helfen soll (außer bei nicht eingestecktem Endgerät, womit dann die jeweilige Buchse das Ende des Busses bildet), erschließt sich mir nicht so richtig (ich halte den eher für den Einsatz an einer Dose am Ende eines längeren Kabels geeignet, wenn die Dose selbst keine Abschlußwiderstände enthält) ... aber ich würde an so einen Adapter jetzt nicht unbedingt endlos lange Kabel hin zu irgendwelchen Telefonen anschließen.

Wenn die beiden Telefone selbst ordentlich terminieren und definitiv angeschlossen bleiben, würde ich sogar an dieser Stelle gar keinen Adapter mit Abschlußwiderständen einsetzen, denn dann sähe der "Bus" ja in etwa so aus, wenn dieser Adapter in der FRITZ!Box steckt:

Code:
Tel1 <-----------------------|----------------------->Tel2
                             V
                  FRITZ!Box S0 intern
und dann machen irgendwelche Abschlußwiderstände "mittendrin" eher keinen Sinn.

Aber ich weiß eben auch nicht, wie dieser Adapter nun wirklich "verschaltet" ist. Bei einem "eingesteckten" Telefon verbraucht jedenfalls dieses die Energie, die ansonsten durch die Widerstände in Wärme umgesetzt werden müßte - da "reflektiert" dann auch nichts mehr.

Ich könnte mir daher nur vorstellen, daß die zusätzlichen Widerstände mitten im oben skizzierten Bus das Nutzsignal schon so weit beeinträchtigen, daß es für die "Versorgung" von 2 Geräten nicht mehr ausreicht - aber alles Spekulation ohne entsprechende Messungen/Analysatoren für das ISDN-Framing. Ich würde jedenfalls mal mit kurzen Anschlußkabeln und einem Adapter ohne Abschlüsse testen - solange die Gerätekabel aber nicht wesentlich mehr als 1,5 m haben, sollte das problemlos klappen.
 
Nach dem Adapter kommen zwei laaange Kabel, gehen vom Dachboden in den Keller und ins Wohnzimmer. Werde die Stecker mal abschneiden und zsm in einen Stecker crimpen und gucken ob das funktioniert
 
Das ist zu lang, du brauchst passende Terminierung!
 
Und wie sähe so eine Terminierung aus?

bzw könnt ihr einen Adapter empfehlen, der das kann?
 
Das ganze mit einem einzelnen Kabel wirklich als Bus ausführen ... wenn das Kabel vom Dachboden in den Keller in der Nähe des Anschlusses im Wohnzimmer vorbeikommt, reicht ein Kabel vollkommen aus (das ist ein wichtiger Unterschied zwischen analoger Telefonie und ISDN, daß man so eine Installation "verlängern" kann). An das Kabel dann am besten in der Nähe des Aufstellortes der Geräte passende ISDN-Dosen an die Wand geschraubt und in denen dann 2x 100 Ohm als Terminierung verbaut - "Schaltpläne" gibt es im Internet und wenn es aus irgendeinem Grund nicht funktionieren will (die Reihenfolge/Belegung von Adern ist wichtig, anders als bei analogem Zweidraht-Anschluß), hilft event. ein (passiver) ISDN-Prüfstecker weiter, der mit passenden LED-Anzeigen den Fehler aufzeigt und für sehr kleines Geld bei Pearl o.ä. zu kriegen wäre ... wie auch die Dosen, an die keine besonderen Anforderungen gestellt werden, wenn es nur um ISDN geht und wo man nicht unbedingt eine teure Netzwerk-Dose nehmen muß, wenn das Kabel dahinter ohnehin nicht netzwerktauglich ist und somit eine spätere "Umwidmung" ohnehin ausfällt.
 
Eine Umlegung das Kabels ist so gut wie nicht möglich.
Die Hauptleitung der Telekom ist im Keller, von dort geht diese über das Büro nach oben auf den Dachboden. Neben dieser Leitung läuft auch die Leitung für das Telefon im Büro. Oben vom Dachboden aus geht genau an der anderen Seite des Hauses das Kabel Richtung Wohnzimmer. Diese ganzen Leitungen sind auch verputzt und versteckt etc. Also da ne neue Leitung ziehen ist leider nicht möglich.
Gibt es denn keinen Adapter den ich direkt beim Router dran machen kann, sodass ich zwei Anschlüsse habe? Darf auch paar Euros mehr kosten, besser als neue Leitung ziehen.
Es könnte sein, dass zwei Internet Leitungen in den Keller gehen, dann müsste ich eine Dose abklemmen und die Leitungen nehmen, aber ist eigentlich eher unlogisch, dass man zwei Netzwerk Kabel runterlegt

funktioniert denn z.b. dieser hier?: http://www.amazon.de/gp/product/B00...m=A3JWKAKR8XB7XF&pf_rd_r=1DDJ6W25AJ58Y2492G2F
 
Zuletzt bearbeitet:
Was willst du denn mit einem noch teueren Adapter mit Endwiderständen? Wie schon gesagt, haben Abschlusswiderstände in der Mitte des S0-Busses nichts zu suchen. Versuche es doch einfach mal mit einem ohne, wie diesem hier.
 
Dann kommt doch in etwa ein Bus heraus, wie ich ihn oben skizziert habe ... an beiden Enden jeweils ein Telefon (hinter einer ISDN-Dose mit Abschlußwiderständen, denn bei dieser Leitungslänge würde ich mich nicht mehr darauf verlassen, daß die Telefone immer beide gleichzeitig eingesteckt sind) und in der Mitte die FRITZ!Box als "Versorger" für den Bus.

Das braucht entweder einen Adapter ohne Abschlußwiderstände (also das genaue Gegenteil dessen, was Du Dir jetzt ausgesucht hast) oder eine "ordentliche Verkabelung, wo dann eben die FRITZ!Box als "Stichleitung" angeschlossen wird an die ansonsten "zusammengeknüpperten" Kabel zu den beiden Aufstellorten. Das muß zwar nicht unbedingt ein Elektriker machen, aber wenn die unter Putz verlegten Kabel nicht wirklich geeignet sind (mind. zwei verdrillte Adernpaare und nicht nur "Klingeldraht"), dann wird das mit einem längeren Bus wohl auch nichts werden.

Also würde ich als erstes mal abklären, was das für Kabel sind und was für effektive Längen sich so ergeben. Erst dann macht es ggf. Sinn, sich ordentliches Installationsmaterial zu besorgen und die Enden der Kabel abseits der FRITZ!Box mit passenden Dosen zu versehen. Das "Verknüpfen" der beiden Kabel und der FRITZ!Box kann dann im Extremfall sogar mittels Wago-Klemmen o.ä. erfolgen ... das Verdrillen ist nur dann (auch bei ISDN) notwendig und sinnvoll, wenn diese Leitungen neben dem "Stromnetz" in irgendwelchen Rohren herumliegen - möglichst noch neben der TAL für das DSL, was dann entsprechend hochfrequente Signale einkoppeln könnte.

Jedenfalls tust Du Dir mit der Anschaffung eines "besseren Adapters" (meiner Meinung nach) keinen wirklichen Gefallen. Aber ich bin da eigentlich nicht maßgeblich ... das Eingrenzen der Probleme auf einen falsch/schlecht aufgebauten Bus war mehr ein Glückstreffer.

Eigentlich sollte Dir jeder halbweg begabte Elektriker/Kommunikationselektroniker das innerhalb von 30 Minuten aufgebaut haben ... wenn es eben auch etwas kosten darf, wie Du schreibst. Neue Leitungen halte ich eher für unwahrscheinlich, das wäre wirklich nur bei "Klingeldraht" ab 100m (gesamte Länge) in Erwägung zu ziehen, eigentlich darf so ein (passiver) Bus bis zu 150 Meter lang sein. Allerdings würde ich bei einer FRITZ!Box als "NTBA" nicht unbedingt diese Länge ausschöpfen wollen, genauso wenig wie die eigentlich erlaubten 12 Dosen/8 Geräte. Aber bei den zwei Teilen sollte das problemlos zu lösen sein - wie dringend das ist (je dringender, desto eher würde ich jemanden beauftragen an Deiner Stelle), mußt Du selbst am besten wissen.

EDIT: Da war KB schneller ...
 
Mir ist gerade die Idee gekommen, dass ich die vorhandene Internet Leitung nutze und ein IP-Telefon dran hänge. Dann sollte ich den ganzen Quatsch mit ISDN nicht mehr haben.

Vielen Dank für die Hilfe!
 
Willkommen in der "neuen" Welt ;)
 
Was willst du denn mit einem noch teueren Adapter mit Endwiderständen? Wie schon gesagt, haben Abschlusswiderstände in der Mitte des S0-Busses nichts zu suchen. Versuche es doch einfach mal mit einem ohne, wie diesem hier.

Ich hatte selbst einen ähnlichen Adapter im Einsatz, und die Endwiderstände sind bei korrektem Anschluss der Endgeräte natürlich nicht in der Mitte des S0-Bus. Bei korrektem Anschluss beginnt und endet der S0-Bus an diesem Adapter, durch die angeschlossenen Kabel wird der Bus zum Endgerät und wieder zurück geführt. So kann man sternförmige, strukturierte Verkabelung nutzen.
 
Ich hatte selbst einen ähnlichen Adapter im Einsatz, und die Endwiderstände sind bei korrektem Anschluss der Endgeräte natürlich nicht in der Mitte des S0-Bus.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass dieser Adapter für den TE nicht geeignet ist, so wie die Endgeräte an seinem S0-Bus angeschlossen sind.
 
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass dieser Adapter für den TE nicht geeignet ist, so wie die Endgeräte an seinem S0-Bus angeschlossen sind.

Der Adapter ist für die sternförmige Verteilung gedacht, und laut seinen Angaben verlaufen die Kabel zu den Endgeräten vom Dachboden aus sternförmig (eben ein Stern mit nur zwei "Strahlen"). Warum soll da ein solcher Verteiler nicht funktionieren?

Klar könnte man die Kabel am jeweiligen Ende terminieren statt im Stern-Verteiler - das fällt einem spätestens auf die Füße, wenn noch ein drittes Gerät über ein weiteres separates Kabel angeschlossen werden soll.

Fritzbox
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====== Gerät 1
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====== Gerät 2
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Abschlusswiderstand
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann hast du seine Angaben missinterpretiert. Die beiden Endgeräte sind jeweils im Büro und im Wohnzimmer angeschlossen. Der S0-Bus verläuft somit vom Büro in den Keller, von da über den Dachboden zum Wohnzimmer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Kabel verlaufen vom Keller über den Dachboden zum Wohnzimmer. Der S0-Bus läuft mittels dieses Adapters von der Fritzbox auf dem Dachboden zum Keller, dort wieder zum Dachboden, dort dann zum Wohnzimmer und dann wieder zum Dachboden. Und dort kommt dann der Abschlusswiderstand. Da das in Summe in einem normalen EFH nicht zu lang sein sollte, spricht nichts gegen diese Verkabelungsvariante.
 
dort dann zum Wohnzimmer und dann wieder zum Dachboden.
Wenn es wirklich so wäre, hattest du Recht. Woher weißt du das so genau? Ich konnte das den Angaben des TE nicht entnehmen.
Oben vom Dachboden aus geht genau an der anderen Seite des Hauses das Kabel Richtung Wohnzimmer. Diese ganzen Leitungen sind auch verputzt und versteckt etc. Also da ne neue Leitung ziehen ist leider nicht möglich.
 
Das kann ich dem Schaltplan eines solchen Adapters entnehmen. In der Wand liegt vermutlich nur ein Kabel mit mind. 4 Adern, aber das reicht vollkommen aus, um die Verkabelung so herzustellen, wie ich es beschrieben habe.

Stell dir einfach vor, die zwei benötigten ISDN-Dosen wären nicht in den jeweiligen Zimmern installiert, sondern auf dem Dachboden, und die verlegten Kabel würden einfach ohne Dosen in die Engeräte gehen (gehen sie evtl. sogar, er hat nix von Dosen geschrieben, sondern von "Stecker abschneiden"). Und genau das macht der Adapter - er hat die Dosen und Terminierung quasi bereits integriert, und die Endgeräte werden dort (eben mit etwas längeren Kabeln) angeschlossen.
 
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