3000ip hinter Speedport --> keine abgehenden Gespräche möglich

Hell.Spawn

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Hallo Zusammen, Ich habe folgendes Problem:

Mit meiner Auerswald 3000IP kann ich keine abgehenden Gespräche führen. Ich bekomme ein Freizeichen wähle dann eine Nummer und bekomme nur ein "besetzt" ??? Ankommend gibt es keine Problem.

Meine Konfiguration ist folgende.
Als Anschluss habe ich einen T-Home Entertain IP 16+ (Also ein reiner IP AS)
Als Router betreibe ich einen Speedport 920V (Hier Funktioniert VOIP fehlerfrei). An einem der LAN Ports hängt dann die 3000IP.

Ich vermute das es ein Problem der Speedport konfiguration ist. Komme jetzt aber seit ein paar Tagen keinen Schritt weiter.
Bei der suche im Internet bin ich drauf gestoßen das folgende Ports im Nat eingetragen werden sollen: 5062-5069 und 5062-5069. Aber auch das brachte keinen Erfolg. Einen STUN-Server habe ich nicht eingetragen.

Ich hoffe das mir einer von euch helfen kann oder mich in die richtige Richtung schuppst ;-)
 
Erstens: die Ports der Anlage sind auf der Seite "SERVICE -> Portübersicht" alle zusammengestellt. Die entsprechenden SIP/RTP-Ports müssen durchgeleitet werden.

Zweitens: wenn Du abnimmst und ein Freizeichen hörst, dann kommt dies von der Anlage. Solange nichts gewählt wird, wird VoIP überhaupt nicht benutzt. Also stellt sich jetzt die Frage danach, was eigentlich beim Wählen einer Rufnummer passiert. Wählst Du die Rufnummer mit einer Amts-0 vorgestellt? Mit direkter Amtsholung? Welche Berechtigungen hat der Teilnehmer? Wie ist der VoIP-Account konfiguriert? Geht es durch direkte Auswahl des VoIP-Accounts als Amt mit dem Wählen?

--gandalf.
 
Hallo Gandalf, erst einmal vielen dank für die schnelle Antwort. Das mit den Ports habe ich gesehen und auch so in den Speedport eingetragen. Das habe ich jetzt gerade auch noch einmal kontrolliert und (ich glaube auch das Porblem gefunden) Die Regel für den Port 5060 wird nicht übernommen. Ich bekomme immer die Meldung das meine Regel wegen einer Systemregel nicht geändert werden kann( leider kann ich am Speedport die betreffende Regel nicht sehen)

Das der Freizeichenton von der Anlage kommt denke ich auch mir ist gerade auch aufgefallen das vor dem besetztzeichen erst ein "Quittungston" kommt.

Die analoge Nebenstelle von der aus ich teste habe ich als direkten Amtsapparat konfiguriert. Wie funktioniert es genau über einen bestimmten VOIP Account zutelefonieren ? Muß ich dazu einfach nur die Accountnummer vorwählen ? Wenn ja , geht es leider auch nicht.
Sorry für die ganzen Fragen aber auf dem Thema VOIP bin ich ein absoluter Neuling.
 
Das Speedport verwendet normalerweise den Port 5060 intern selbst, so daß dieser nicht weitergeleitet werden kann. Man muss andere Ports nehmen.

Wenn es sich um einen direkten Amtsapparat handelt, dann kommt man mit ** auf die interne Ebene. Wurde also als Accountnummer für sipgate beispielsweise 70 definiert, so kann man mit **7010000 einen sipgate-Testanruf durchführen, um die Testansage zu hören.

Man kann jedoch auch in den VoIP-/Ausnahme-Regeln definieren, daß Anrufe an 10000 immer über VoIP/sipgate laufen sollen. Dann geht es schon durch Wahl von 10000 (ohne ** und ohne 70).

--gandalf.
 
Erstens: die Ports der Anlage sind auf der Seite "SERVICE -> Portübersicht" alle zusammengestellt. Die entsprechenden SIP/RTP-Ports müssen durchgeleitet werden.
--gandalf.

Vorsicht! Pauschales Weiterleiten aller Ports ist gefährlich und in den meisten Fällen unnötig. Wird ein Port von extern auf die TK-Anlage weitergeleitet, so ist diese aus dem Internet direkt erreichbar und somit auch allen Angriffen ausgesetzt! Gerade für den SIP-Port des Registrars sollte dies nur geschehen, wenn abgesetzte Nebenstellen ohne VPN genutzt werden. Und dann natürlich auch nur, wenn alle SIP-Teilnehmer in der TK-Anlage Benutzer-PINs haben!

Kurz zur Info:
Bei Auerswald ist es folgendermaßen:
Port 5060/5061 wird nur über internes SIP verwendet. Eine Weiterleitung ist daher nur in oben genanntem Fall notwendig.

Für externes SIP zu VoIP-Providern werden frei konfigurierbare Ports verwendet (Standard: 5062 aufwärts). Diese Ports werden von der TK-Anlage über die NAT-Keepalive-Funktion selbstständig offen gehalten. Würde sie dies nicht tun, wäre die TK-Anlage für kommende Gespräche vom Provider nicht erreichbar. Eine Weiterleitung dieser Ports ist nicht ratsam und nur in Ausnahmefällen vorzunehmen.

Die RTP-Ports müssen in der Regel ebenfalls nicht weitergeleitet werden. Nur bei fehlendem Audio kann das testweise probiert werden.

Gleiches gilt für die STUN-Ports auch diese leitet man in der Regel nicht weiter.

Der HTTP-Port der TK-Anlage sollte nur genau dann von außen erreichbar sein, wenn unbedingt von extern ohne VPN auf die TK-Anlage zugegriffen werden muss.

Um welchen VoIP-Provider handelt es sich denn?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@voip² --> Danke für die ausführliche Beschreibung.

Als VOIP Provider nutze ich T-Online bzw. T-Home Entertain IP.
 
Also so ganz schlau werde ich aus diesem ganzen VOIp Kram einfach nicht.

Welche Ports brauche ich den jetzt zwingend (ich will ja nicht mehr offene Ports als nötig haben) ? Also was ich bis jetzt alles gelesen haben gehört auf jedenfall der Port 5060 dazu. Ich habe es so verstanden das ich für diesen Port eine NAT Regel in meinen Speedport eintragen muss. Sollte also so aussehen alles was auf Port 5060 ankommt weiter an IP Adresse der Auerswald Port 5060 geben? Diese Regel kann ich aber so nicht anlegen weil dann der Speedport meckert. Da der Port 5060 fest auf den Speedport gelegt ist.

Hat jemand eine Idee wie ich da weiter komme ?
 
Wenn man von einem Szenario mit einem oder mehreren VoIP-Providern, einem NAT-Router und einem VoIP-Endgerät im LAN an diesem Router ausgeht, dann gibt es keine festen Regeln, welche Ports genau freizuschalten sind, da dies von dem Endgerät abhängt. Mit anderen Worten: ob Port 5060/tcp oder 5060/udp oder ein ganz anderer Port erforderlich ist (oder eine Reihe davon), hängt davon ab, was das jeweilige Gerät in Deinem LAN erfordert.

Im Fall der COMpact 3000 VoIP findest Du auf der Übersichtsseite zu Portsbelegungen alle Ports aufgelistet. Damit nun ein externer Provider genutzt werden kann, benötigst Du einen lokalen SIP-Port für diesen Account (z.B. 5062) und einen Bereich von Ports für die RTP-Ströme (Sprachdaten bei einem Anruf). Damit der Teilnehmer an der COMpact 3000 VoIP nach draußen rufen kann, benötigt man die Verbindung zum Gegenstück: dem SIP-Server des Providers. Damit der Provider einen eingehenden Anruf an die COMpact 3000 VoIP weiterleiten kann, benötigt der Provider den SIP-Port der Auerswald-Anlage, damit der eingehende Anruf dort signalisiert werden kann. Also muss man den entsprechenden Port im Router weiterleiten.

Wenn in der Portübersicht also steht "SIP-Port: t-online" mit 5065/udp und Du möchtest T-Online VoIP-Anrufe gestatten, dann muss im Router klar sein, daß eingehende Datenpakete auf 5065/udp an die COMpact 3000 VoIP weiterzuleiten sind.

Damit auch noch die Sprachdaten korrekt den Weg zur Anlage finden, müssen auch die RTP-Ports entsprechend weitergeleitet werden. Manche Router machen dies automatisch, andere erfordern explizite Weiterleitungen.

Also:
- Vergiß Port 5060. Den brauchst Du nicht.
- Nimm den T-Online Port für SIP und leite den weiter.
- Nimm den RTP-Portbereich und leite den auch weiter.
- Das sollte reichen.
Versuche nun mal die Anbieterkonfiguration ohne STUN mit einem NAT-Keepalive von 120. Ggf. wird STUN benötigt, dann trage das auch mal ein.

--gandalf.
 

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Erst einmal vielen Dank ! Du hast mich einen riesen Schritt weiter gebracht.

Ich dachte die ganze Zeit das es nur um den Port 5060 geht. Aber nach dem ich deinen Tipp befolgt habe den STUN-Server gelöscht habe und das NAT Keepalive hoch gesetzt habe ging es sofort. Komisch finde ich nur das ich erst ein Freizeichen bekomme und dann einen Signalton dann kommt erst mal nichts und dann noch mal ein Signalton. Erst dann geht der Rufton raus, ist das Normal ? Bei der Nebenstelle habe ich direkte Amtsholung eingestellt.
 
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