[Frage] 3x ISDN -> Asterisk -> IP-Telefone

sp20ngebob

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Hallo liebes Forum,

wir möchten in unserer FA die vorhandene System-TK Anlage durch ein Asterisk Server austauschen.
Ist Zustand:
- 3x Anlagenanschluss dt. Telekom
- 3x NTBA
- 1x Splitter an einem NTBA an Router (Internet DSL)
- 1x Siemens HiCom 150H mit 20x Optiset E Advance Plus

Soll Zustand:
Anstelle der Siemens Anlage, welche auch schon 15Jahre im einsatz ist und nicht mehr erweiterbar ist (auch aus konzeptioneller Hinsicht)
Möchten wir komplett auf IP-Telefone umsteigen und die TK Anlage durch ein Asterisk-Server austauschen, da unsere Netzwerk-Infrastruktur sehr gut ausgebaut ist.
Die Alte TK-Anlage wird dann nicht mehr benötigt und wird entsorgt.

Die Fragen:
1. Ist es möglich weiterhin unsere MSNs zu behalten und auch nicht über SIP-Provider/VoIP nach Extern Telefonieren (fürs erste)
2. Wo konfiguriere ich dann die MSNs? In der SIP.conf auch wo die IP telefone konfiguriert werden? (hier ist noch wissensbedarf, da ich es noch nicht testen konnte)
3. Kann ich 3x einfache PCI AVM Fritzkarten ohne NT-Mode nach Extern an den Asterisk Server Installieren?
4. Ist es generell möglich:

= Provider -> ISDN -> 3x ISDN Anlagenanschluss -> 3x ISDN PCI AVM Fritz (ohne NT) an Asterisk -> intern IP Telefone

Im Moment habe ich schon einen Asterisk Server aufgesetzt und das Interne Telefonieren ist schon möglich (Softphones: X-Lite).
Da aber den Arbeitstag alle Leitungen belegt sind, kann ich erst konfigurieren/wissen sammeln/intern testen und dann am WE mal
die "stecker aus der wand reißen" :D

Vielen Dank für eure Antworten, Gruß
 
R

rentier-s

Guest
Es ist möglich, aber bitte nicht mit Fritzcards. Nimm entweder eine aktive 4-Port ISDN Karte oder imho noch besser ein externes Mediengateway.
 

sp20ngebob

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Das ist doch mal eine klare Aussage :D Danke

Hast du evtl noch eine Empfehlung der 4-Port Karte?

Vielen Dank
 

ichego1

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sparkie

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foschi

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1. Ist es möglich weiterhin unsere MSNs zu behalten und auch nicht über SIP-Provider/VoIP nach Extern Telefonieren (fürs erste)
Ja.
2. Wo konfiguriere ich dann die MSNs? In der SIP.conf auch wo die IP telefone konfiguriert werden? (hier ist noch wissensbedarf, da ich es noch nicht testen konnte)
Warum benutzt Du nicht einfach ein fertiges System auf Basis von Asterisk, wo Du all dies im GUI konfigurieren kannst?

3. Kann ich 3x einfache PCI AVM Fritzkarten ohne NT-Mode nach Extern an den Asterisk Server Installieren?
Prinzipiell schon, gebastelt. Stabil für den Zeitraum >1-2 Jahre: nein. Das ganze Kartenzeugs ist nur dann interessant wenn Du viel basteln magst und kein Budget hast.

4. Ist es generell möglich:
= Provider -> ISDN -> 3x ISDN Anlagenanschluss -> 3x ISDN PCI AVM Fritz (ohne NT) an Asterisk -> intern IP Telefone
Das wird niemals problemls stabil funktionieren im Alltag, und Dir eine Menge interessanter Effekte bereiten. Aber rein technisch ist das realisierbar. Doch auch hier wieder: falls Du es stabil haben magst würd ich grundsätzlich auf Karten verzichten, und alles per Mediengateway anschalten (eine Seite Telco, andere Seite IP/SIP). Ist aber immer eine Frage des Anspruchs an Funktionen und Stabilität.

Da aber den Arbeitstag alle Leitungen belegt sind, kann ich erst konfigurieren/wissen sammeln/intern testen und dann am WE mal
die "stecker aus der wand reißen" :D
Da muß man nichts mehr testen, es sei denn man bastelt (so wie Dein Ansatz). Ansonsten ist solch ein Mini-System in 2-3h (ja nach "Qualität" Deiner IT-Infrastruktur) fertig umgesetzt und abgelöst.
 

sparkie

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Das ganze Kartenzeugs ist nur dann interessant wenn Du viel basteln magst und kein Budget hast.
das stimmt aber genau nicht.

Das "ganze Kartenzeugs" ist genau dann interessant, wenn die kommerziellen Anlagen die benoetigte Funktionalitaet schlichtweg nicht liefern, wie z.B.:

- Echtzeit Telefonspamabwehr auf Basis tellows.de und anderen
- Softein- und ausblenden der Raumbeschallung solange telefoniert wird.
- komplette Remoteadministrierbarkeit per ssh und *nicht* per GUI. Damit ist Administrierbarkeit auch bei schlechter, langsamer Internetanbindung moeglich, Ohne ueberfluessigen Traffic zu erzeugen.
- Pflege des gesamten Telebuches mit einfachem Texteditor. Telefonbuch wird bei Anruf in Echtzeit interpretiert und zur Namensanzeige auf allen Displays verwendet.
- Fuzzy Matching von Rufnummern. Falls kein genauer Rufnummernmatch zur Namensanzeige gefunden wird, zeigt er den naechstliegenden an (umgeht z.B. Nebenstellenproblem bei grossen Firmen).
- Kategorisierung des Anrufers z.B. in Bereiche Beruf/Privat/Wichtig/Spam etc. und Behandlung des Anrufes (z.b. fuer Routing) anhand der zugeordneten Attribute
- Steuerung von USB-Schaltfunktionen per Dialtones
- u.v.a.m.

wenn das alles ein fertiger Mediengateway auch mal beherrschen sollte sprechen wir uns wieder :)

- sparkie
 
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foschi

Guest
Du kannst mich gern mal kontaktieren und beraten lassen ;-) Ich rede hier von der Anschaltung von TDM-Schnittstellen, und nicht von Funktionen des TK-Systems. "All das" beherrscht ein Mediengateway an manchen Stellen funktional eher besser als eine reine ISDN-Karte; aber wie gesagt: Du verwechselst die Funktionalität der Vermittlungslösung mit der Interface-Technik der Anschaltung.

All die von Dir genannten Punkte (Ausnahme "Steuerung von USB-Schaltfunktionen per Dialtones") kann ich problemlos z.B. mit einem Asterisk und einem Mediengateway bereitstellen.
 

sparkie

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Du verwechselst die Funktionalität der Vermittlungslösung mit der Interface-Technik der Anschaltung.
wieso verwechsle ich das? Fuer mich ist beides gleichermassen wichtig. Insbesondere moechte ich beides unter meiner Kontrolle haben. Auf Basis von einem Standardbetriebssystem mit Standard PC-Hardware von der Stange. Falls irgendwas nicht wie erwartet funktioniert habe ich Zugriff auf die komplette Source des Systems. Und ich bin nicht auf irgendwelchen Support von Firmen angewiesen.

Beispiel: ich moechte die Anlage vielleicht mal an einem anderen Standort an dem nur WLAN (statt LAN) existiert betreiben. Dann baue ich einfach noch eine Mini-PCIe WLAN Karte ein und gut is.

Mir ist schon klar, dass die Treiberentwicklung fuer ISDN Karten nur von relativ wenigen Leuten betrieben wird. Und der Support deswegen nicht zu jeder Zeit 'optimal' sein kann. Dafuer habe ich selbst die Moeglichkeit beliebige Entwicklung/Modifikationen am System ohne (Hersteller-) Einschraenkung vorzunehmen.


All die von Dir genannten Punkte (Ausnahme "Steuerung von USB-Schaltfunktionen per Dialtones") kann ich problemlos z.B. mit einem Asterisk und einem Mediengateway bereitstellen.
das glaube ich erst wenn ich es sehe :) Vorallem wuerde mich interessieren auf welche Weise ich als Endanwender ueberhaupt Zugriff auf entsprechende Funktionen im 'Mediengateway' habe. Hoffentlich rein *scriptbasiert* (also ohne GUI).

- sparkie
 
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Andre

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Auf ein Mediengateway braucht man doch letztlich keinen Zugriff nach der Erstkonfiguration. Dort werden die MSN eingestellt und als SIP-Accounts bereit gestellt. An diese SIP-Accounts meldet sich der Asterisk an. Dort gibt es keinerlei weitergehende "Funktionalität" an der man rumschrauben müsste. Auch wenn so ein Mediagateway durchaus weitere Funktionen haben kann, nutzt man die nicht, sondern wirklich nur die reine Umsetzung.

Damit hat forschi absolut recht, dass es als reines Interface erhebliche Vorteile hat.
Der Asterisk arbeitet damit extern nur mit "SIP-Providern", ebeno intern (VoIP-Telefone oder Mediagateways), was die Konfiguration gerade für Einsteiger erheblich vereinfacht. Fehler, die man bei der Konfiguration von ISDN-Karten machen könnte, sind damit letzlich ausgeschlossen.
Als Einsteiger kann man out-of-the-box-Lösungen verwenden, und jederzeit umsteigen, wenn man sich weiter eingearbeitet hat. Da der Asterisk auf einem Computer ohne besondere Harware läuft, bei 20 Mitarbeitern letztlich ein Dualcore-Atom-Bord reicht (also Harware für den Asterisk-PC um die 150€), kann man Weiterentwicklungen auf einem nicht produktiven System vornehmen und in Sekundenschnelle zwischen zwei Asterisk umstellen.
Beispiel: Das Mediagateway habe die IP 192.168.1.10, der Asterisk1 die 192.168.1.12, der Asterisk2 die 192.168.1.13. Im DNS werden die Namen "MediagatewayA" mit 192.168.1.10, "MediagatewayB" mit 192.168.1.11 und "Asterisk" mit 192.168.1.12 eingerichtet. Ein Asterisk greift immer über den Namen "MediagatewayA" zu, das Zweitsystem über "MediaserverB". Die Telefone immer auf "Asterisk". Tauscht man nun die IPs im DNS für MediagatewayA und B und ändert "Asterisk" auf 192.168.1.13 hat man ohne jede Umverkabelung die Anlage komplett auf den anderen Asterisk umgeschaltet (am Ende der TTL für die DNS-Einträge). Geht mit dem neuen System was schief (Fehler sind ja nie auszuschließen) hat man in Sekunden wieder auf das alte System zurück geschaltet. Mit ISDN-Karten wären nicht nur beide Systeme teurer, man müsste auch jedes Mal umverkabeln.

@sparki: Welchen Vorteil soll es haben, wenn man direkt auf die ISDN-Leitungen zugreifen kann und diese nicht nur als VoIP-Kanäle bereit stehen?
 

sparkie

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Welchen Vorteil soll es haben, wenn man direkt auf die ISDN-Leitungen zugreifen kann und diese nicht nur als VoIP-Kanäle bereit stehen?
ich spreche von einem Gesamtgeraet das *unter anderem* auch noch direkt auf die ISDN-Leitungen zugreifen kann. Eine kompaktere Loesung als die von mir beschriebene, d.h die noch mehr Funktionen auf so kleinem Raum realisiert, kenne ich nicht.

Die 'ISDN Karten' stecken nun mal in Standard PCs (hier miniITX). Mit allen Vorteilen und Erweiterungsmoeglichkeiten fuer Hardware/Software. die dort nun mal von Haus aus gegeben sind.

Lasse mich aber gerne vom Gegenteil ueberzeugen :)
 

Andre

IPPF-Promi
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Neben der Größe der Anlage (die, wenn man eine HiCom ersetzt nicht wirklich ausschlaggebend ist) ist der einzige(!) Vorteil von ISDN-Karten, dass man direkt auf den ISDN-Bus zugreifen kann. Und welcher Vorteil das sein soll, ist immer noch nicht klar.

Deshalb ja auch der Einwand von sparkie, Du verwechslest die Funktionalität der Vermittlungslösung mit der Interface-Technik der Anschaltung.

Das Mediagateway ersetzt nur den ISDN-Karten-Teil - und den damit verbundenen Konfigurationsaufwand. Das ist gerade für einen Einsteiger wie den Threadersteller wichtig. Der eigentliche Asterisk läuft ja nicht auf dem MediaGateway, sondern auf einem PC - der billig und jederzeit austauschbar ist. So können sich die Leistungsanforderungen der Telefonanlage ja jederzeit ändern - mit Konferenzräumen, Einbindung von SIP-Providern (ggf. Codec-Wandlung), Einbettung Skype, verschlüsseltes SIP (für Mobilfunknebenstellen), mehr Mitarbeitern, Telearbeitsplätzen etc. Hier ist eine Trennung der Interfacetechnik von der Vermittlungstechnik von erheblichen Vorteil, da man nur den PC austauschen muss - und ihn komplett fertig konfiguriert ersetzt. Ist das Interface im PC, so hat man entweder längeren Ausfall (erst das alte System außer Betrieb nehmen, die Hardware, die ausgetauscht werden soll (Bord, CPU, Festplatte) austauschen, neues System einrichten und dann wieder alles anschließen.

Bei einem modularen Aufbau hingegen, bei dem jede Funktion von einem eigenen Gerät vorgenommen wird, bereitet man nur das Teil vor, das man austauschen will und ändert an dem übrigen Teil nichts.

Je mehr man in den Vermittlungs-PC (mit Asterisk, freeswitch oder was auch immer) integriert, um so mehr beschränkt man sich. Jede Aufrüstung bedeutet Aufsall des Produktivsystems. Das fängt mit den Sicherheitsupdates an - größere Umstellungen (neue Linux-Version mit neuen ISDN-Treibern, neue Asteriskversion) und hört beim komplett neuen Board/CPU auf.

Mediagateways werden für einen Asterisk ja sowieso eingesetzt: Ein VoIP-telefon ist ein Mediagateway, das aus VoIP analoge Sprache (hören und sprechen) macht. Es gibt auch Karten, die a/b-Anschlüsse für den PC bereit stellen, so dass man analoge Telefone anschließen kann - genauso natürlich Karten für ISDN. Auch Interfaces zum Einbau. Allerdings kommt man da schnell alleine wegen der Schnittstellen des PCs an die Grenzen. Auf der Seite ist das Mediagateway also schon heute der Standard.

Mit jedem "Gesamtsystem" holt man sich Beschränkungen ins haus und macht die Konfiguration komplizierter.

Das schließt ja nicht aus, dass man - die Kentnisse vorausgesetzt - ein Mediagateway auf Asteriskbasis aufbaut. Wenn dieses nur 1:1 die ISDN-Eingänge als SIP-Server fürs interne Netz bereit stellt, ist das wartungsarm (Sicherheits- und sonstige Updates sind im abgeschotteten Netz nicht so relevant), wenn es erstmal stabil läuft. Genauso kann es als GSM-Gateway dienen (auch als einzelner Chanel bereit gestellt). Die eigentliche Vermittlung gehört dann aber in ein System, bei dem man bei Aufrüstungen nicht alles neu konfigurieren muss.

Persönlich (Heimbereich) setze ich z.B. Fritzboxen als Gateways ein (zu viel anderem taugen sie nicht). Vorläufig läuft mein Asterisk auch auf einer. Mittelfristig soll der Asterisk aber auf einen eigenen PC - wegen Konferenzräumen und anderem. Nichts desto trotz bleibt mein "Mediagateway". Damit reduziert sich der Aufwand bei der konfiguration und beim Aufsetzen des Asterisk.
Besonders wichtig ist bei mir, dass ich die Telefonanlage räumlich trennen muss - ich habe keinen Mobilempfang an meinem Hauptwohnsitz. Das GSM-SIP-Mediagateway sitzt also an ganz anderem Ort (230km entfernt) als der Asterisk. Das gleiche galt bis vor ca. einem Jahr auch für meinen ISDN-Anschluss.

Mag man bei einer eingangsseitigen ISDN-Karte noch diskutieren können, ob sie in den Vermittlungs-PC kommt oder nicht (wobei für Einsteiger ein externes Gateway halt viel bequemer ohne Verlust an Funktionalität ist), so stellt sich die Frage für die anderen Gateways (extern GSM, intern s0, up0 und analog) meiner Meinung nach nicht. Im gewerblichen Bereich gehören die in gesonderte Geräte.


Was die Siemens HiCom 150H mit 20x Optiset E Advance Plus angeht: Wenn die Eigentum (und nicht gemietet) ist, könnte man mit einem zweiten Mediagateway sie auch an den Asterisk anmelden. Umkonfiguriert auf die internen Rufnummern als "MSN" und auf spontane Amtsholung könnten alle vorhandenen Telefone weiter verwendet werden. Die Telefonkabekl liegen ja eh, warum also neue Telefone (PoE-Switch ist auch nicht billig).
Bei uns im Amt haben die auch auf SIP-Telefone umgerüstet. Klasse Idee... Netzwerkkabel zum Telefon, von dort eins zum PC. Ich kann das telefon ca. 10 cm bewegen. Nicht eine Funktion des telefons habe ich bisher genutzt, da eh ein Webinterface auf dem PC ist - darüber steuert man Anrufe und RUL. Da hätte es auch einaloges Wählscheibentelefon getan (eh hübscher).
Da der Asterisk dann alle Funktionalität bereit stellt, macht es überhaupt keinen Sinn, auf teure VoIP-Telephone umzusteigen. Ein Mediagateway, etwas Umkonfiguration der vorhandenen Anlage und alle Funktionen übernimmt der Asterisk. Nur zusätzliche Telefone werden dann per VoIP direkt an den Asterisk angemeldet.
 
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sparkie

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Das Mediagateway ersetzt nur den ISDN-Karten-Teil - und den damit verbundenen Konfigurationsaufwand. Das ist gerade für einen Einsteiger wie den Threadersteller wichtig. Der eigentliche Asterisk läuft ja nicht auf dem MediaGateway, sondern auf einem PC - der billig und jederzeit austauschbar ist.
das ist genau die Kernaussage, auf die ich die ganze Zeit anspiele:

Wenn ich sowieso schon einen PC brauche, um den 'eigentlichen Asterisk' und vielleicht noch andere PC-spezifische individuelle Anwendungen zu realisieren, dann kann ich gleich noch "ISDN-Kartenzeugs" fuer ein paar laecherliche EURonen in den PC miteinbauen.

Dann erledigt der PC naemlich so ganz nebenbei noch das mit, wofuer ich bei einem Mediengateway 3- oder sogar 4-stellige Euro Betraege hinblaettern muss.
Letztlich kommt es auf die eigenen System-Kenntnisse an. Und darauf wieviel ich mich selbst mit dem Aufbau des Systems beschaeftigen moechte.

Sicher spielt es auch eine Rolle, ob es sich um ein gewerbliches Projekt handelt oder ob es nur um eine Telefonanlage fuer den Privatgebrauch geht.

- sparkie
 
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Andre

IPPF-Promi
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...ob es sich um ein gewerbliches Projekt handelt oder ob es nur um eine Telefonanlage fuer den Privatgebrauch geht...
Jipp, genau deshalb sind foschi und ich so für eine Gatewaylösung + Standard-PC ohne Spezialhardware. Der Threadersteller nutzt es ja gewerblich - und da ist ein mittlerer dreistelliger Betrag schnell verspielt, wenn durch irgendwelche Probleme das System mal streikt. Deshalb ja auch mein Vorschlag mit der Trennung Produktiv/Setup-System.

Die Ausfallwahrscheinlichkeit des Mediagatways als "Blackbox" ist ja eher gering. Die Wahrscheinlichkeit, sich etwas durch Updates oder Umkonfiguration auf dem Asterisk zu zerschießen, ist halt sehr viel größer. Im gewerblichen Bereich, wo der Produktivitätsverlust bei einem Telefonausfall schnell sehr teuer wird, ist die Geschwindigkeit, mit der ein Fehler behoben werden kann, bares Geld wert. Mit einem Mediagateway hat man ein Ersatzsystem (also am besten drei PCs: Stabile Basis mit grundlegender Funktionalität, Produktivsystem und Entwicklungssystem) extrem schnell durch das Ändern von wenigen IPs im DNS verwenden. Mit eingebauten ISDN-Karten geht das halt nicht.

Alledings neige ich auch privat zu Mediagateways, wenn auch die absolute Billigst-Lösung. Antike FBF classic von 2004 mit dtfmbox drauf hat mir schon gute Dienste geleistet. Ein analoger Amtsanschluss, zwei MSN des ISDN-Mehrgeräteanschluss habe ich damit schon vor Jahren zu SIP gewandelt. Gerade für analoge Eingänge, die man nicht so billig per Steckkarte bekommt, eine feine Sache, wobei sie inzwischen regelmäßig überflüssig wird (vor 6-7 Jahren wars noch top aktuell, da einzige Möglichkeit, ein bezahlbares GSM-Gateway anzuschließen). Auch heute nutze ich noch FBF (allerdings 7170er) als Gateway, wie gesagt, das Thema verteilte Standorte. Selbst als VoIP<-> VoIP-Gateway nutze ich eine FBF - ich habe es irgendwann mit der 1&1 VoIP-SIP-Konfig im Asterisk aufgegeben und mir die Accounts in einer FBF registriert, an der sich dann der Asterisk als IP-Telefon anmeldet (bei 2.PVC eh ein Muß)
 

Ralph*

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Auch ich als langjähriger Verfechter von guten ISDN-Karten (siehe Signatur) würde (vermutlich sogar: werde) ein neues System nur noch mit Patton-Gateways aufbauen.

Trotzdem: Die Diva Server-Karten sind in Verbindung mit Armins chan_capi grundsolide, relativ einfach einzurichten und laufen seit über 5 Jahren bei uns unterbrechungs- und fehlerfrei. Die grundsätzliche Kritik an ISDN-Karten bezieht sich also wohl eher auf die "Billiglösungen". Mit beroNET-Karten hatte ich noch keinen Kontakt, kann speziell dazu also nichts sagen.

Ein großer Vorteil der Diva Server ist das Fax-Handling direkt auf den Karten, das sehr gut funktioniert. Aber es gibt ja auch Hylafax...

Die Vorteile eines Mediengateways erschlossen sich mir erst nach und nach, sind aber durchaus nachvollziehbar. Im Vergleich zu den Diva Server gibt es zudem keinen großen Preisunterschied und wenn ein Gateway erst mal eingerichtet ist (was für Ungeübte allerdings ein ziemlicher Brocken sein dürfte) macht es seinen Job - und gut isses.

Ralph
 
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sp20ngebob

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Vielen Dank für die Infos.

Jetzt habe ich es zu 50% geschafft. Eingehend bekomme ich alle Routen.
Aber ausgehend bekomme ich keine Leitung.
Das CLI meldet: error bei zap...
Ich habe leider die ganze Meldung nicht zur Hand aber woran kann es liegen, dass ich nicht raus telefonieren kann?

Vielen dank für Euere Hilfe.
 
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rentier-s

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Äh ja, welche Hardware nutzt Du denn jetzt, und mit welcher Config?
 

sp20ngebob

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Meine Hardware ist jetzt die AVM B1 PCI zum test!
(später soll eine Quad PCI her, da muss ich mich noch beraten lassen, welche hierfür am besten geeignet ist (günstig bzw Linux installation))

Die config ist die Originale bis auf die änderung der capi.conf --opt/gemeinschaft/etc/asterisk:

Code:
[general]
nationalprefix=0
internationalprefix=00

rxgain=1.0
txgain=1.0
language=de
#exec "/opt/gemeinschaft/etc/asterisk/gs-lang.conf.php"

; gateways:
#exec /opt/gemeinschaft/etc/asterisk/capi-gateways.conf.php

[ISDN1]
ntmode=no
isdnmode=msn
msn=1234560 ;deine anlagenanschlussnummr mit 0
isdnmode=PtP,DiD
immediate=no
overlapdial=yes
incomingmsn=*
group=1
callgroup=2
pickupgroup=2
transfergroup=2
controller=1
softdtmf=off
relaxdtmf=off
faxdetect=off
faxdetecttime=0
accountcode=
context=from-gg-isdn-bri
holdtype=local
echocancelold=no
bridge=yes
devices=2
echocancel=yes
echocancelnlp=0
disallow=all
allow=ulaw
Fehlermeldung beim heraustelefonieren ist:
Code:
Connected to Asterisk 1.6.2.9-2+squeeze4 currently running on TK01 (pid = 3620)
[Mar 18 14:31:02] WARNING[3759]: app_setcallerid.c:94 setcallerid_pres_exec: SetCallerPres is deprecated.  Please use Set(CALLERPRES()=allowed_passed_screen) instead.
[Mar 18 14:31:02] WARNING[3759]: channel.c:4201 ast_request: No channel type registered for 'Zap'
[Mar 18 14:31:02] WARNING[3759]: app_dial.c:1747 dial_exec_full: Unable to create channel of type 'Zap' (cause 66 - Channel not implemented)
### You're trying to dial to channel type "Zap" which this Asterisk is not configured to handle!
[Mar 18 14:31:02] WARNING[3759]: channel.c:4201 ast_request: No channel type registered for 'Zap'
[Mar 18 14:31:02] WARNING[3759]: app_dial.c:1747 dial_exec_full: Unable to create channel of type 'Zap' (cause 66 - Channel not implemented)
### You're trying to dial to channel type "Zap" which this Asterisk is not configured to handle!
TK01*CLI>
 

sp20ngebob

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Ja, das habe ich schon verstanden... Mein Setup:

Routen - Gateway-Gruppen: ISDN (BRI) ; Gateways: ISDN (CAPI) BRI Port 1
Routen - ISDN-Gateways: BRI Port 1 Typ CAPI; Capi/isdn_{gateway}/{number:1}/b

Was müsst ihr noch wissen?
Ich habe auch noch nichts in der GUI gesehen wo ich ZAP oder so ändern konnte...

Wie gesagt: Rein geht, Raus nicht... Gleich nach dem wählen kommt dieser Sound (kein anschluss unter dieser nummer, kennt man ja)

Danke
 

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