[Gelöst] 7390CH: eigenes "Y-Kabel" herstellen, direkt CH-Stecker; Fragen zum Kabel/Vorgehen

schattenmann

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Hallo,

Habe ein kleines Problem mit dem Kabel... Hoffe ihr könnt mir kurz "Starthilfe" geben:

Vorgeschichte:
Ich nutze eine FB7390CH, d.h. auf dem "normalen" Y-Kabel wie es auch in Deutschland ausgeliefert wird, stecken versch. Adapter drauf damit ich die Box am heimischen Telefonanschluss verwenden kann.

Seit Inbetriebnahme hatte ich auf dem DSL-Teil nen Wackelkontakt; dem konnte ich mit Tesa beim Adapter "beikommen".
Vor ein paar Wochen fiel mir auf, das auch das Analog-Telefon "Wackelkontakte" hatte; beide Adapter (RJ45 auf RJ12, RJ12 auf TT89) haben zu viel Spiel, sodas nicht einmal Tesa hilft. Ebenfalls mit der Fritz neu: Rauschen trotz Mikrofilter...

Nun habe ich mich (nach Rücksprache bez. Dauer des Garantieaustausches) entschlossen, selber ein Y-Kabel herzustellen, welches direkt auf die notwendigen Stecker geht (also etwas, was man eig. "out of the Box" haben möchte), und damit zu testen ob die Probleme aufhören (wenn nein: Garantieaustausch)...

(Kabellänge bleibt soweit die gleiche, länger muss nicht sein)

Bis jetzt gemacht:
Belegung geprüft & "festgelegt" (brauche nur 2 Adernpaare: Analog, DSL)
Material gesichtet (verfügbar: Telefonkabel (mit TT89, Stecker auch einzeln verwendbar), Cat5e-Kabel SF/UTP, RJ45-Stecker, RJ12-Stecker, Crimpzange für ebenjene, sowie ein Cat6-Kabel mit PiMF (aber keinen passenden Cat6-RJ45; in den RJ12 passen die Adern, TT89 dank Klemmkontakt eh kein Thema)

Drei mögliche Varianten der Installation:
1. sehen das ich für das Cat6 Stecker & Zange bekomme (letztere ausgelehnt)
2a: Cat5e "am Stück": ein Adernpaar wegen Nichtgebrauch "rausziehen", eines für den TT89(Tel), eines für den RJ12(DSL), das ganze zur Fritz auf die RJ45...
2b: Cat5e "präpariert": zwei Adernpaare raus; auf den letzten 10cm die Abschirmung so präparieren, das ich das Tel-Kabel "ausserhalb" der Abschirmung durch die letzten 10cm führen kann, um dann in den RJ45 zu gehen; Ergebnis: DSL-Kabel "abgeschirmt" (bis zum Stecker), Tel-Kabel "ausserhalb des DSL-Kabel-Einflusses"

Meine Frage

Was ist die schlaueste Variante?
(... macht die Variante 2b Sinn, oder ist das Übersprechen bei aDSL/Annex-A soweit vernachlässigbar?)

:confused:
 
Zuletzt bearbeitet:
Du willst Dir also ein egenes Kabel für den Anschluss an einen Splitter basteln, habe ich das richtig verstanden?
Ich habe hier im Forum mal bei irgendwem gesehen, dass dieser den Splitter umgebaut hat, sodass ein normales Netzwerkkabel ohne jedweglich Adapter angeschlossen werden konnte, also die Telefonleitungen intern im Splitter auf die DSL-Buchse gelegt hat.

Oder bin ich auf dem Holzweg??
 
SaschaBr schrieb:
... den Splitter umgebaut ...
Das geht bei einem "deutschen" Splitter relativ einfach, weil der beim DSL-Anschluss eine RJ45-Buchse hat. Beim "schweizer" Splitter ist das aber RJ12 (vulgo RJ11), da braucht's wieder ein Spezial-Kabel.

G., -#####o:
 
Ah, ok. Das war mir nicht bewusst.
 
Du willst Dir also ein egenes Kabel für den Anschluss an einen Splitter basteln, habe ich das richtig verstanden?

Jap. Ein Kabel ohne die versch. Adapter, welche doch etwas ... "Bewegungsanfällig"... sind... (eben; die Fritz-Y-Kabel werden nicht "für CH oder AT angepasst", sondern werden mit zusätzlichen Adaptern passend gemacht...)

Das geht bei einem "deutschen" Splitter relativ einfach, weil der beim DSL-Anschluss eine RJ45-Buchse hat. Beim "schweizer" Splitter ist das aber RJ12 (vulgo RJ11), da braucht's wieder ein Spezial-Kabel.

G., -#####o:

Genau.
DSL benötigt den RJ11 (RJ12 mit nur 2 Polen belegt, ging in meinen (falschen) Sprachgebrauch als RJ12 ein)
Telefon (Annex-A) den TT89... Genauer: die zwei Anschlüsse 1a/1b

Die Mikrofilter, die bei Annex A Verwendung finden, sind leider alle so gestaltet, das man die nicht Aufschrauben und die Kabel direkt verbinden kann...

... darum ein neues Kabel (ich will die Adapter als Fehlerquelle ausschliessen, nicht das es ein "ewiges Garantieaustauschen" gibt) - und darum die Frage: "normales Cat5e oder präpariert/PiMF-Lösung"... (ich will schliesslich Fehlerquellen minimieren, nicht maximieren ;-)
 
Bin selbst in einem Annex-A-Netz (in Südamerika) und muß mir deshalb meine Y-Kabel immer selbst crimpen, weil die ganze Adapterei nur wie ein großer Klumpen aussieht. Bei Euch in der Schweiz sieht wohl ein "Filter" so aus? Sehe ich zum ersten Male, aber das Prinzip ist ja überall gleich. (Mein "filtro" sieht übrigens so aus = 2 x RJ12) Ich nehme gleich ein nur 4-adriges Kabel - die 4 Adern lege ich in die Mitte eines RJ45-Steckers und habe damit die beiden mittleren Kontakte (4+5=DSL) und die beiden danebenliegenden (3+6=Telefonie) belegt. Am anderen Ende stelle ich selbst ein Y her - in einen Zweig kommen die Adern aus 4+5 auf einen RJ11 (ebenfalls mittig, das ist in CH wohl gleich) und in den anderen die beiden aus 3+6 (auch mittig). Dafür habt Ihr wohl einen Schweiz-Spezial-Stecker, der in die TT89-Buchse passt und dort kontaktet. Musst halt die Adern 3+6 so mit den richtigen Kontakten in Eurem speziellen Stecker verbinden, daß sie dann auch in der ebenfalls Schweiz-spezifischen TT89-Buchse an den dortigen Telefonie-Kontakten ankommen.
Betreibe damit derzeit problemlos auch eine 7390 u.a., s. Signatur
 
Bei Euch in der Schweiz sieht wohl ein "Filter" so aus? Sehe ich zum ersten Male, aber das Prinzip ist ja überall gleich. (Mein "filtro" sieht übrigens so aus = 2 x RJ12)

So sieht's aus, jap...

Das Krimpen und die Adern/welche Kontakte sind klar (AVM veröffentlicht sogar ein Belegungs-Schema, wir zwei können also nicht die einzigen sein die eigene Kabel herstellen müssen! Warum einfach (gute, brauchbare Kabel) wenn's auch kompliziert geht); Vorteil TT89: auch die konfektionierten Kabel sind mit einem Stecker ausgerüstet, den man zerlegen kann, ohne ihn dabei zu zerstören (zu erkennen: die "grüne Nase" am schwarzen Stecker). Innen drin dann für die Pole zwei Kontaktschienen, welche mit Klemmhalter für die Adern ausgerüstet sind... (einfache Flachzange zum Kabelbefestigen reicht) So einen Stecker kann ich von einem alten Tel-Kabel "schlachten"...

Die Frage die sich mir stellt:

reicht - im Hinblick auf Übersprechen zw. den Adernpaaren - ein "einfaches Cat5e"-Kabel (SF/UTP; hätte ich noch genug auf der Rolle), oder sollte ich das Tel-Kabel "separat" führen; resp. die Cat6-Variante (PiMF) als "saubere" Lösung bevorzugen?

Oder sehe ich das richtig, das bei EIA/TIA-T568B Pole 3 & 6 (Fritz: Anschlüsse für Analog-Tel) und 4 & 5 (Fritz: DSL) auf den gleichen Adernpaaren liegen? (Das wär das Optimale: dann schlachte ich - schweren Herzens - ein konfektioniertes Cat6, auf das eine Paar käm der RJ12, auf das andere der TT89 und fertig (naja zwei unbenutzte Paare könnten noch aus der Verseilung raus))

(hab zwar Ausrüstung zum Crimpen hier, was ich - für normales Netzwerk - auch mache wenn ich Kabel brauche, aber bin kein Netzwerker... Was ich über's Crimpen weis, wurde mir seinerzeit vom Stromer erklärt)
 
Ist das Original-Y-Kabel auch so hochwertig geschirmt wie CAT5 / CAT6?

Das siehst Du richtig. 3/6 sind ein Paar und 4/5 sind ein Paar.

G., -#####o:

Nein, das Orig-Y ist super billig.

Stichwort: was wenn das berühmtberüchtigte Rauschen auf dem Analog-Tel ev. auf dem Übersprechen des paralell-laufenden DSL-Adernpaars beruht? (weil hier: rauschen auf separatem Tel wenn Fritz dran hängt, kaum Rauschen wenn altes Modem dran hängt)

Ok, dann wär das Problem soweit klar: ich schlachte das Cat6... (schade um's Kabel wenn die Probleme nicht gelöst werden, aber so spielt das Leben :-)

Für alle Fälle (viele Hits im Thread) poste ich dann das Ergebnis bevor ich auf "gelöst" setze...

Schonmal danke für die Hilfe
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Cat5 reicht dicke aus, ich selbst habe dafür seinerzeit ein übrig gebliebenes ISDN-Kabel genommen (CAT3 oder 4?).
 
SaschaBr schrieb:
... ein ... ISDN-Kabel ...
Das traute ich mich nicht zu erwähnen (deshalb erst mal die Frage bezüglich des Original-Y-Kabels), obwohl die Steckerbelegung (für die FB) genau passt und keine Ader zuviel ist. Auf kurze Entfernungen (Länge Original-Y-Kabel) sehe ich das mit dem Übersprechen nicht so gravierend.

G., -#####o:
 
Habe das (Cat6)-Kabel jetzt einen Tag zwischen Dose und 7390.
DSL und Tel haben stabile Verbindung, an den Leitungswerten hat sich (noch) nichts getan (immerhin sind die Wackelkontakte vorbei)...

Leider ist das auch hier erwähnte Rauschen auf der Analog-Leitung (Festnetz) immernoch vorhanden. Sprich: ich werde es denoch mit einem Garantieaustausch versuchen müssen (nachdem die Leitung bis zur Dose getestet wurde)...

Für "Mitleidende" - Pin-Belegung (1:1 Fritz-Kabel):

Telefon:
Fritz -----> TT89
=============
Pin3 -----> 1a
Pin6------> 1b

DSL:
Fritz -----> RJ12
=============
Pin 4 -----> Pin 3
Pin 5 -----> Pin 4

(Blick auf die RJ-Stecker mit "Kontakte oben", von rechts gezählt)
 
Kurze Ergänzung wegen dem Rauschen:

nach fast einem Jahr basteln wurde das Rauschen (endlich) behoben:

Ein Techniker, welcher die Leitung vom DSLAM bis zur Hausklemme testete, hat einfach die Kontakte bei der Hausklemme blank gezogen und neu angeschlossen... Seitdem ist das Rauschen - bis auf das normale Analograuschen - weg...

Dachte ich teile es hier noch mit, falls weitere Betroffene über diesen Thread stolpern...

>> wenn es nach dem Anschluss einer Fritz-CH rauscht: lasst mal die Hausklemme prüfen (nicht einfach nur Cablex-mässig abhängen & Testtelefon ran, sondern die Kabel blank ziehen lassen!! Die Korrosion muss weg sein)
 
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