Vodafone hat ein HostedPBX-mit-Mobilfunk-Produkt (ich kenne es technisch nur aus damaligen Beta-Versionen, weiß aber heute von Kunden, dass die auch aggressive Preise machen. Ob es gut ist kann ich also nicht beurteilen). Die wollen auch in ihrem Netz keine Konkurrenzprodukte fördern, d.h. ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass es da irgend einen anderen Cloud-PBX-Anbieter gibt, der auf Vodafone-Basis das hier angefragte Produkt abbildet.
Bei T-Mobile habe ich keine Ahnung ... aber in Anbetracht dessen, dass Telekom statt einer CloudPBX lieber einen Gemischtwarenladen (DeutschlandLAN-Telefonanlage auf Basis Swyx, auf Basis NFON, auf Basis Lync/Skype-for-Business und auf Basis was weiß ich nicht noch alles) im Portfolio hat, sehe ich bei denen wenig Innovationen.
Bei den kleineren Anbietern ist die Chance groß, dass ein entsprechendes Produkt im O2-Netz realisiert würde. Nicht, weil das Netz flexibler wäre, sondern E-Plus war einfach schon immer der einzige Anbieter, der "Kunden, die irgendwelche Sonderwünsche in einem Mobilfunknetz abbilden wollen" ernst nimmt und nicht arroga.... unflexibel abwimmelt. Sieht man auch daran, dass eigentlich alle Arten von "anderen" Produkten, von vistream bis zu sipgate, im E-Plus-Netz liefen/laufen.
Und neben der Wahl eines geeigneten Vorlieferanten gibt es dann noch rechtliche Themen. Fängt mit der Einstufung des Angebots (wird der Anbieter dann zum Mobilfunk-Anbieter mit entsprechenden regulatorischen Konsequenzen) an und hört bei Patenten, die es teilweise auf das Thema "SIM-Karte als Nebenstelle an einer Telefonanlage" gibt(!), auf. Die muss man beachten, die kosten Geld, die kosten Aufwand.
Dennoch wird es sicherlich in Zukunft mehr solcher Angebote geben. Sowohl von den Großen (wie gesagt, Vodafone hat das ja längst), als auch von dem ein oder anderen kleineren (der Vorlieferant unseres InstantSIM-Produktes wird wohl auf Dauer auch noch andere Kunden bedienen wollen).
BTW: bei mir (hier in Berlin) fast immer super Sprachqualität. Zu vielen Gesprächspartnern HD Voice. Verbindungsabbrüche höchstens zu Teilnehmern mit iPhones (die Ei-Telefone haben sowieso die höchsten call-drop-rates, ich habe dazu Statistiken von Vodafone und Telekom gesehen, natürlich nur incognito).
auch ich muss O2 mal in Schutz nehmen. Seit dem Wechsel vom iPhone auf ein OnePlus 3T bin ich (wieder) super happy. Auch wenn mich meine Kollegen immer mit "ach ja stimmt, Du bist der eine zufriedene Kunde im Raum Köln" aufziehen -> das Netz ist deutlich besser als sein Ruf.
Geht es nicht sinnvoller in Richtung VoIP-Client auf dem Smartphone?
Die meisten haben doch sowieso ständige Internetverbindung.
Kommt auf den Anwendungszweck an. Stationär betrieben, also im Büro, zuhause, Hotel, von mir aus auch am Strand, ist eine App völlig ok (und vor allen Dingen vereinfacht sie die Anbieterauswahl und ist meist auch noch günstiger). Als Schnurlostelefon-Ersatz in einem großen Bürokomplex bei entsprechend guten WLAN ebenfalls.
Aber wer wirklich viel mit z.B. Zug oder Auto unterwegs ist und eine gescheit funktionierende Lösung braucht, wird sehr schnell feststellen, dass App-Anrufe nur ein schlechter Kompromiss sind. Das Telefon klingelt teilweise nicht vernünftig (Betriebssystem-Restriktionen einer App), man kann nicht am Headset oder der Lenkradfernbedienung rangehen. Bei hohen Geschwindigkeiten ist die Datenverbindung lange nicht so stabil wie ein nativer Telefonanruf. Und Wählen per Sprachassistent/Siri oder aus dem Auto raus oder so geht auch nicht. Wenn man dann noch dazu gerne WLANs nutzt, die eine Anmeldung (AGB abnicken oder Zimmernummer eintippen) erfordern und die eigene Telefonnummer unbemerkt offline ist, weil man sich wieder neu einloggen muss, dann hat das mit einem stabil funktionierenden Bürotelefon-Ersatz nicht viel zu tun.
Von daher sehe ich für beide Techniken eine Daseinsberechtigung.