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Angetestet - Fritz!Box Fon 5012

Dieses Thema im Forum "FRITZ!Box Fon mit internem ISDN-S0-Bus" wurde erstellt von rollo, 12 Dez. 2005.

  1. rollo

    rollo IPPF-Promi

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    Fritz!Box Fon 5012

    Der kleine Fritz für ISDN

    Vor einigen Wochen haben wir von 1&1 dankenswerterweise ein Testgerät bekommen. Dass mein Bericht erst jetzt erscheint, hat verschiedene Gründe. Zum einen war das Gerät zu dem Zeitpunkt neben der 5010 bereits auf dem Markt, zum anderen hat es hier völlig problemlos und unauffällig seine Dienste verrichtet, so dass es fast in Vergessenheit geraten wäre.

    Während die 5010 ausschließlich analoge Endgeräte bedient und nur einen analogen Amtsanschluss hat, ist die 5012 ausschließlich für ISDN Geräte und ISDN Anschluss ausgelegt. Durch den Verzicht auf WLAN und die Beschränkung auf ISDN fällt das Gerät ensprechend klein aus.

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    Der Anschluss an DSL undISDN wird über nur eine Buchse realisiert. Zum Anschluss wird das beiliegende Y Kabel benötigt, dass am anderen Ende Anschluß am NTBA und am Splitter findet. Weiterhin gibt es zwei LAN Anschlüsse, mit denen die Box auch als Router hinter einem DSL- oder Cablemodem betrieben werden kann. Dabei ist dann LAN A der WAN-Eingang und an LAN B der LANseitige Ausgang.

    Telefonseitig verfügt die 5012 über einen So Ausgang mit 2 RJ45 Buchsen.

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    Möglich sind die Betriebsarten DSL Router, Router, ATA. Weniger interssant dürfte der Betrieb als reines DSL Modem sein, da dann der VoIP Teil nicht funktioniert. Was wie bei den anderen AVM Boxen funktioniert ist der paralle Betrieb als DSL-Router und DSL-Modem (PPPoE Passthrough).

    Für den Kenner der FBF 7050 bietet der VoIP Teil keine Überraschungen, Umsteiger von der FBF WLAN müssen sich daran gewöhnen, dass die Zuordnung der SIP Provider über MSNs realisiert wird. Eine "Internetrufnummer" ist somit nur numerisch möglich.

    Neben den Providervorgaben Benutzerkennung, Passwort und Registrar ist die Internetrufnummer frei wählbar, sollte der Übersichtlichkeit halber aber etwas mit der tatsächlichen Rufnummer zu haben. Bei 1&1 Accounts ist das relativ einfach, hier wird man in der Regel die Rufnummer ohne Vorwahl einsetzen. Ist diese auch im ISDN Telefon oder der TK Anlage als MSN definiert, klappt es auch mit den Anrufen über diese Nummer. Ansonsten geht der Ruf ins Leere. Details zur Konfiguration sind zur Genüge im Forum besprochen, sie unterscheiden sich wie gesagt nicht von den anderen Boxen mit ISDN Ausgang.

    Die Box ist zu empfehlen für jeden, der ISDN Anschluss und Endgeräte betreibt und auf integriertes WLAN verzichten kann. Die Box integriert sich zudem unauffällig in vorhandene LAN und TK-Umgbebungen, z.B. als zweites "Amt" für Telefonanlagen. In dem Fall kann die TK-Anlage schon entscheiden ob VoIP oder Festnetz, je nach Ziel kann über die Wahlregeln der 5012 ein Feintuning erfolgen. Für den Anwender ist damit eine transparente VoIP Integration oder auch Migration realisierbar.

    Die Box lief zunächst ein paar Tage direkt am Splitter. Dabei waren am T-DSL 6000 keine Unterschiede zur sonst verwendeten Fritz!Box WLAN festzustellen. Zur besseren Integration ins vorhandene Netz läuft die Box derzeit mit eigenen Zugangsdaten hinter der FBF WLAN. So habe ich im Netz zwei Gateways und kann den Traffic auf verschiedene Provider aufteilen. Die Zwangstrennung der FBF WLAN zieht natürlich auch die 5012 mit, so dass beide Boxen zur gleichen Zeit ihre Zwangstrennung haben. Da sich beide Boxen bei mir hin und wieder selbst rebooten, komme ich ihnen einmal die Woche zuvor, indem ich scriptgesteuert einen Reboot erzwinge. Von gelegentlichen DSL bzw. PPPoE sync Problemen abgesehen konnte ich das Problem der ausserplanmäßigen Unterbrechungen damit lösen.

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    Für die Experten: Mit Mods habe ich nicht experimentiert. Allerdings habe ich auf der Box telnet aktiviert um syslog und ENUM freizuschalten. Zusätzlich zu e164.arpa und e164.org ist noch ein eigener Namespace konfiguriert, der ebenfalls abgefragt wird. Man kann davon ausgehen, dass viele der bekannten Mods auch auf der 5012 funktionieren.

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