[Frage] Anlagenanschluss für Büro und entfernte Werkstatt: welche Hardware?

Desecrator

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Hallo,

wir haben ab September ein Büro und eine Werkstatt. Beides ist ca. 50m Luftlinie von einander getrennt.

Was wir schon mal NICHT brauchen ist, dass wir uns mit den Telefonen hin- und her bewegen können. Es muss also keine DECT-Verbindung zwischen beiden Gebäuden bestehen.
Es reicht, wenn wir Gespräche von A nach B durchstellen. (hier hätte uns die T-kom nämlich schon mal das LANCOM OAP-321 BRIDGE KIT unter die Nase reiben wollen).

Wir brauchen halt einen Anlagenanschluss, das ist soweit OK. Eine Zentrale mit -0 und 3 Durchwahlen bzw. Leitungen reichen.

Nun hat man uns Octopus F X3W empfohlen, die gut 1500€ netto kostet. Muss das sein? Es gibt doch auch Telefonanlagen für ein paar hundert Euro.
Die Leitungen sind am Gelände ja gelegt, man muss einfach nur die Kabel rausmessen und entsprechend schalten.
Was sagt ihr so dazu?

ihr solltet erst mal wissen was gebraucht wird:

im Büro:
2 Telefonleitungen (3 Telefone) + EC-Kartengerät
Fax läuft über PC (derzeit Fritzbox), funktioniert einwandfrei.
Internet

In der Werkstatt:
1 Telefonleitung (2-3 Telefone an einer Basis; meine Fresse, wenn besetzt ist, ist halt besetzt! Wir sind hier nur auf 400m². da kann man auch mal zum Kollegen gehen und ihn bitten das Geschnatter mit der Alten aufzuhören :-) ).
Internet

wie ich nun vom Vermieter gehört habe, ist das Büro sowie die Werkstatt sehr wohl per Kabel verbunden. Das war schon IMMER so und ist auch jetzt noch so (jetzt befindet sich eine andere Firma in dem Gebäude und in allen Hallen; da ist auch schon alles vernetzt).
Von dem her sollte es also ohne weiteres funktionieren, dass man im Hauptgebäude den Anschluss schaltet und von dort aus eine Telefonanlage anschließt. Damit sollte doch alles versorgt sein oder?

Wie ich nun erfahren habe ist bei der Telekom keine Vernetzung an sich dabei. Nur die Installation der Geräte. Und das bei 5000 Euros... was für ein Witz.
Wenn sie mir den Techniker schicken, dann kostet das Anfahrt + Stundenlohn. Ich frage mich: für was??? Die wollen doch was an mir verdienen, da muss ein Angebot schon auch mal kostenlos drin sein!

Ich kenne halt Fritzboxen, die supereasy einzurichten sind. Gibts sowas auch in Anlagen-Version?
Was würdet ihr mir grundsätzlich für ne hardware empfehlen ohne dass ich gleiche tausende euros ausgeben muss?
 
Wir brauchen halt einen Anlagenanschluss, das ist soweit OK. Eine Zentrale mit -0 und 3 Durchwahlen bzw. Leitungen reichen.
Eventuell fängt der rosa Riese da schon an, nur seinen Umsatz im Auge zu haben. Was versteht der Telekom-Vertriebler denn unter einem "Anlagenanschluß" ?

Eine ISDN-Anschluß mit Point-to-Point-Protokoll ? Das ist der klassische "ISDN-Anlagenanschluß" ...
Oder eher einen NGN-Anschluß mit SIP-Trunking ?
Da auch bei einem ISDN-Mehrgeräteanschluß (Point-to-Multipoint) mehr als die üblichen drei Rufnummern zugeordnet werden können (bei der Telekom bis zu 10 Nummern, ob da die RegTP reguliert, weiß ich nicht einmal), sollte die schiere Anzahl an externen Rufnummern für die direkte Anwahl einer Nebenstelle eigentlich kein Problem darstellen.

Nun hat man uns Octopus F X3W empfohlen, die gut 1500€ netto kostet. Muss das sein? Es gibt doch auch Telefonanlagen für ein paar hundert Euro.
Die Fritz!Box ist auch in der Lage, an einem ISDN-Anschluß im Point-to-Point-Protokoll als Telefonanlage zu arbeiten.

Die Leitungen sind am Gelände ja gelegt, man muss einfach nur die Kabel rausmessen und entsprechend schalten.
Wenn in der Werkstatt eine analoge DECT-Basis mit 3 angemeldeten Mobilteilen ausreichend ist (dann sind halt keine *parallelen* Gespräche ins Büro/öffentliche Netz möglich), reicht doch auch eine einfache ab-Leitung vom Büro in die Werkstatt aus.

2 Telefonleitungen (3 Telefone) + EC-Kartengerät
Fax läuft über PC (derzeit Fritzbox), funktioniert einwandfrei.
Internet
Wenn ich das richtig verstehe, heißt das:
- 2 Leitungen (damit 2 gleichzeitige Gespräche ins "Festnetz", wobei ein Gespräch aus der Werkstatt ins öffentliche Netz da auch mitgezählt werden muß)
- 3 "Apparate" an drei Arbeitsplätzen (oder meinetwegen auch beweglich), die untereinander (und mit der Werkstatt) telefonieren können sollen und bei ein-/ausgehenden Telefonaten eine Leitung belegen können
- das eCash-Gerät kann unterschiedlichste Zugangswege benutzen, viele lassen sich zwischen ISDN- und LAN-Betrieb umschalten

Solange Du die 3 Arbeitsplätze irgendwie angebunden bekommst (das eCash-Gerät nicht zu vergessen und ein interner analoger Anschluß wäre durch die Werkstatt auch schon belegt), sollte das doch kein Problem darstellen.
Allerdings belegt das eCash-Gerät im ISDN-Betrieb (es müßte bei einem PtP-Anschluß ja als Client hinter der Box hängen), einen Anschluß am internen S0 und im Betrieb (also während einer Zahlung) dann immer einen B-Kanal. Das führt manchmal zu unerwünschten Wartepausen beim Zahlen, wenn gerade beide B-Kanäle eines Basis-Anschlusses belegt sind. Das mit dem belegten B-Kanal gilt auch dann, wenn das eCash-Gerät parallel zur Fritz!Box an einem Mehrgeräteanschluß hängt (und bei PtMP würde ich persönlich es auch nicht hinter die Fritz!Box hängen, solange man nicht das Anrufprotokoll der Fritz!Box für die Kontrolle von Transaktionen braucht).

Erst bei der Integration von 3 "Amtsleitungen" wird es bei der Fritz!Box eher schwer am "klassischen" Anschluß ... aber selbst wenn das später mal ein Thema sein sollte, ist die Fritz!Box ja nicht automatisch unnütz. Bei SIP-Trunking sind auch 3 gleichzeitige externe Gespräche (meines Wissens) kein Problem.

Werkstatt Internet
Das dürfte die Fritz!Box überfordern. Wie Du das Internet vom LAN-Switch der Fritz!Box in die Werkstatt bekommst, hängt nun wirklich stark von den örtlichen Gegebenheiten ab. Mit 2- oder 4-Draht-Leitungen wirst Du da nicht sehr weit kommen, auch PowerLine o.ä. ist bei 50m (und ohne Ahnung von der Verkabelung der Stromleitungen) wahrscheinlich eher nichts.
Wie würde denn die Telekom die Internet-Verbindung in die Werkstatt ausführen ? Wenn die dazu das LANCOM angeboten haben, wäre das ja eine WLAN-Richtfunk-Verbindung im 5 GHz-Band.
Eine Glasfaser für 100BaseFX (irgendwo in einem Verbindungsrohr vom Büro zur Werkstatt mit untergebracht, wenn da wirklich eine Verkabelung - und damit ein Schacht/Kanal - existiert) dürfte aber inkl. der notwendigen Mediakonverter wesentlich preiswerter werden als diese LANCOM-Bridge. Wenn es ohnehin schon eine TP-Verbindung zwischen Büro und Werkstatt geben sollte, kann man natürlich auch die nutzen. Wenn die 50m Luftlinie nicht als Kabel über den Hof mäandern, sollte bei dieser Entfernung auch eine elektrische Verbindung ohne Probleme funktionieren.

Wenn dann die Telefonie auch über die LAN-Verbindung in die Werkstatt gehen soll, muß da noch eine weitere SIP-Anlage (das kann eine Fritz!Box sein, ggf. auch eine ältere) installiert werden. Dafür ist dann das Limit von einem Gespräch auf der analogen Leitung in die Werkstatt wieder aufgehoben.

Ich kenne halt Fritzboxen, die supereasy einzurichten sind. Gibts sowas auch in Anlagen-Version?
Wie schon geschrieben, was ist denn für Dich der Unterschied zwischen einer "Anlagen-Version" und einer anderen ?

Was würdet ihr mir grundsätzlich für ne hardware empfehlen ohne dass ich gleiche tausende euros ausgeben muss?
Als erstes einen ordentlichen Dienstleister vor Ort ... und nicht auf den Telekom-MA hören, solange der nicht gute Gründe anführen kann, warum es unbedingt seine Telefonanlage sein muß ... wie ich die "Bagage" kenne, verkauft der Dir am Schluß noch H.323 mit Octopus irgendwas als zukunftssichere Technologie.

Wenn ich das nicht alles komplett falsch verstanden habe, kann Dir ein kompetenter Berater vor Ort das wesentlich preiswerter planen und einrichten ... und verdient dann immer noch etwas daran, spätestens beim Wartungsvertrag.

LOL: Offenbar wird Tele und Komiker als zusammengesetztes Substantiv als Schimpfwort angesehen ... ich schmeiß mich weg.
 
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