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Asterisk an TK-Anlage?

Dieses Thema im Forum "Asterisk Allgemein" wurde erstellt von copymaster1000, 12 Nov. 2008.

  1. copymaster1000

    copymaster1000 Neuer User

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    Moin!

    Ich weiß, es gibt viele Postings zu dem Thema, aber ich werde daraus nicht schlau.

    Die Frage:

    Kann ich Asterisk an eine Telefonanlage (die an einem Primärmultiplexer hängt) anschliessen (über internen S0 oder so) und folgende Funktionalität erreichen:

    Die SIP und Systemtelefone sind aus dem Festnetz anwählbar (z.B <Telefonnummer><durchwahl TK> und <Telefonnummer><durchwahl sip>

    Wie ist das zu konfigurieren? Reicht eine HFC ISDN Karte im Asterisk?

    Woher weiß welche Telefonanlage, wohin welche Durchwahl gehört?

    ODER: Kann ich an einem internen S0 der TK-Anlage nur EINEN Teilnehmer der Asterisk Anlage "weiterrouten"?

    Ich hoffe es war verständlich. Mit anderen Worten:


    Ich möchte die TK Anlage vorerst behalten, aber Asterisk implementieren und je nach gewählter Durchwahl (nach der Telefonnummer des Primärmultiplexers) sollen die gespräche entweder an Systemtelefone der TK-Anlage oder an SIP Telefone der Asterisk geleitet werden.

    Wie ist es da mit den Funktionen "Rückfrage" "Pickup" "Weiterleitung" usw?


    Danke
     
  2. doxon

    doxon Mitglied

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    Ich denke, das wichtigste was du vergessen hast:

    Welche Telefonanlage nutzt du?

    Ein genereller Vorschlag:
    Patton Smartnode 4960 zwischen Anlage und PMX-Amt.
    Dann kannst du dort flexibel Routen, welche Durchwahl wohin soll.

    Alternativ:
    Oder wenn die Anlage auch einen 2. PMX hat kannst du auch diesen an der Smartnode anschließen und lässt die Anlage verteilen.

    Eine HFC-Karte würde Theoretisch auch ausreichen, wenn die Anlage das routen kann.
    Aber nachteil ist hier das es nur max. 2 Kanäle sein können, und außerdem bin ich kein Freund von "Karten-Lösungen"

    Deine geforderten Leistungsmerkmale sind meiner Meinung nach Anlagenübergreifend, wenn überhaupt, nur mit Aufwand umsetzbar. Außer die Weiterleitung, das sollte kein Problem sein.


    PS: Willkommen im Forum.
     
  3. copymaster1000

    copymaster1000 Neuer User

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    Nunja, es ist eine AVAYA Anlage Die neueste. Die kann auch schon VoIP aber das Ding funktioniert nicht richtig und ich brauche einen "PLAN B"
    Es ist eine IP office 500. Sie hat Module für 8 S0 und 16 Analoganschlüsse.

    Ich wollte nun Asterisk an diese S0 Anschlüsse klemmen und sozusagen eine parallele Anlage konfigurieren. Es ist Möglich, das Die TK-Anlage demnächst rausfliegt und zu dem Zeitpunkt wäre es schön, eine Asterisk Anlage zu haben, die man dann fertig konfiguriert hat und die man dann nur noch an den PMX anschliessen muss.

    Außerdem wäre es ein guter TEST, mal die Funktionalitäten im Produktivbetrieb zu prüfen.

    Vielleicht kann mir einer einen Denkanstoß geben, wie sowas am schlauesten zu realisieren ist.

    Es ist oft zu lesen, dass man Asterisk am PMX anschlissen soll und dann die TK Anlage an den Asterisk.

    Das setzt aber eine komplett fertig konfigurierte Asterisk Anlage voraus, oder?

    Was für Karten brauche ich denn und wie würdet ihr so etwas angehen?
     
  4. doxon

    doxon Mitglied

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    Wie gesagt.
    Patton SmartNode 4960.

    Diese hat 4xPRI. An einen kommt das Amt an den anderen die avaya.
    Die SN meldet sich dann per SIP am Asterisk an.

    Dann routest du vorrübergehnd mit der SmartNode alle Nummern auf die avaya und bestimmte auf den Asterisk. Dies kannst du flexiblel verwalten.

    Sollte die avaya mal wegfallen routest du alles auf den (konfigurierten) Asterisk und gut is. Kein umstecken oder ähnliches.

    Was nur beachtet werden sollte:
    Die Avaya sollte in der Lage sein Durchwahlen auf den PMX-Port zu leiten, damit auch SIP-Nebenstellen von der Avaya erreicht werden können.
     
  5. foschi

    foschi Guest

    @copymaster1000: sinnvollerweise ist der Asterisk *vor* dem TK-System, um das call-routing zu übernehmen. Schaltest Du den hinter Dein TK-System kannst Du nicht sinnvoll Teilnehmer aus dem TK-System zum Asterisk migrieren.

    Die Anbindung würd ich wie von doxon ausgeführt nicht mit kartenbasierter Hardware, sondern mit einem externen Medien-Gateway (in diesem Fall das Patton SmartNode 4960/4E/30V) durchführen. Diese Lösung hat soviele Vorteile die hier im Forum in vielen Postings aufgeführt sind dass ich mir die Wiederholung hier spare, nur soviel: bei kartenbasierten Lösungen hast Du Abhängigkeiten in Hard&Software die nie 100% auflösbar sind (und schlechten Code grad im Bereich BRI).

    Thema Herangehensweise: wenn Du das nicht schon nen paar Mal gemacht hast wird es schwierig eine funktionale und stabile gleichwertige Lösung mit Asterisk zu realisieren. Hier bieten diverse Dienstleister Wissenstransfer und "geführte Installationen" oder schlüssenfertige Installationen an.

    Alternativ: steile Lernkurve, selbst anlernen.
     
  6. copymaster1000

    copymaster1000 Neuer User

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    Vielen Dank für die Denkanstösse. Hört sich generell logisch und "unproblematisch" an. Natürlich gebe ich euch Recht, das eine Hardwarelösung vermutlich besser ist. Nur:
    Wenn ich davon ausgehe, das diese Nummer evtl nur eine Übergangslösung ist (ca 4 Wochen) Dann ist ein VoIP Gateway für >2000 Euro + eine PRI Karte für den Asterisk overkill.

    Wäre es möglich/vertretbar für die "Testphase", einfach "nur" eine

    http://www.seceidos.de/de/produkte/technologien-und-loesungen/sangoma/a102a102d-dual-t1e1j1/

    Karte zu nehmen? die hat 2 PRI Anschlüsse und kann später ja weiterverwendet werden.

    Wie wird so eine Karte programmiert? Eigene Software oder Asterisk Config-Datei?
     
  7. doxon

    doxon Mitglied

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    Du brauchst für den Asterisk keine PRI-Karte
    Dazu ist die SmartNode ja da.

    Diese meldet sich über das SIP-Protokoll am Asterisk an (=Netzwerk).
     
  8. foschi

    foschi Guest

    @copymaster1000: das SmartNode ist alles was Du für die Anschaltung an PRI benötigst, zum Faxen benötigst Du noch SmartNodes mit analogen Ports, die dann per T.38 am Asterisk vorbei direkt zum SmartNode am Amt konfiguriert werden.

    Du kannst es auch anstelle des Medien-GWs mit einer Sangoma-Karte für PRI und entweder ATAs für analoge Ports oder ner weiteren Sagoma-Karte für analoge Ports realisieren. Aus meiner Erfahrung ist das aber die technisch schlechtere Lösung, aus diversen und og. Gründen.

    Bitte arbeite Dich erstmal in die Asterisk-Grundlagen ein, dann kommen solche Fragen nicht mehr :)
     
  9. copymaster1000

    copymaster1000 Neuer User

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    Danke. Ich beschäftige mich noch nicht so lange damit. Das Online Buch 2.1 habe ich zwar gelesen, die Softphones sind auch schon konfiguriert (zum test erstmal 2) und wenn ich das richtig gelesen habe, kann das MedianGateway selbst 15 SIP Phones verwalten (Je nach Lizenz). Und wenn das so ist, dann brauche ich doch keinen Asterisk mehr?! :confused:

    Wie gesagt, Softphones laufen schon, und wegen dem PRI Zeugs habe ich ja gepostet!

    Also vielen Dank für die nette Unterstützung, nächste Woche wird sich dann wohl ergeben, wie es mit dem Telefonieren bei uns weitergeht....
     
  10. foschi

    foschi Guest

    Das SmartNode kann zwar SIP-Geräte registrieren, bietet aber keine TK-Anlagenfunktionalität. Diese Funktion ist eher für Redundanz-Konzepte sinnvoll. Ausserdem benötigen die meisten "richtigen" IP-Telefone noch diverse andere Dienste (Provisionierung, Zeit) um zu funktionieren.

    Nochmal: grundsätzlich sind Medien-Gateway funktional anstelle Karte immer sinnvoller; in einigen wenigen Settings kann man alternativ eine PRI (nicht BRI!)-Karte probieren; diese jedoch immer ohne Gewähr (oft geht zuviel nicht, oder es gibt Inkompabilitäten).

    Die von Dir gewünschte Funktionalität kannst Du mittels Patton+Asterisk erreichen. Funktionen "Rückfrage" "Pickup" "Weiterleitung" sind möglich, jedoch nicht immer systemübergreifend (ein Pickup vom Asterisk in die TK-Anlage geht so nicht sauber).
     
  11. cherzberg

    cherzberg Mitglied

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    Hi,

    ich würde eine Beronet 2E1 Karte nehmen, wenn Du wirklich einen PRI Anschluss vom Amt hast. Die Karte hat zwei PRI Anschlüsse inkl. Watchdog.
    Das bedeutet, Du kannst Port 1 ans Amt anschließen und Port 2 an deine Anlage. Wenn die Asterisk mal ausfallen sollte, werden die beiden Ports gebrückt und die Telefonanlage hängt wieder direkt am ISDN.

    Die Karet funktioniert bei uns jetzt drei Monaten ohne ein einzigstes Problem.

    Liebe Grüsse
    Christian
     
  12. foschi

    foschi Guest

    Wenn *überhaupt* Karten dann eher Sangoma, da technisch deutlich ausgereifter (auch in SW) als Junghanns/BeroNet/Digium.
     
  13. ChandlerS

    ChandlerS Neuer User

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    Hallo,

    wir stehen gerade vor einem ähnlichen Problem. Allerdings haben wir eine Hicom 300.

    Das Patton 4960 scheint hier ideal zu sein. Dahinter dann ein *. Hier stehe ich vor der Frage, welche Version und welche Lizenzen ich alles benötige?
    Was wird bei Patton lizenziert? Laut Homepage sind es ja Voip Kanäle.
    Wo gibt es eigentlich das Gerät am günstigsten?

    Für Rufnummern- bzw. Namensanzeige zwischen Nutzern der alten und neuen Anlage benötige ich vermutlich Q.SIG-Unterstützung? Und auch hier die Frage, muss ich Protokolle lizenzieren?
     
  14. foschi

    foschi Guest

    In Abhängigkeit der Anzahl S2M-Anschlüsse benötigst Du mindestens 1x SN4960/4E/30V (=4x E1, 30 VoIP Channels ausgekoppelt). Es gibt die Geräte als SN4960/4E/xxV (xxV= 30/60/90/120), wobei es immer günstiger ist, gleich die richtige Anzahl VoIP Channels zu kaufen, da die einzelnen Lizenzen immer teurer sind.

    Q.SIG wäre extra zu lizensieren, ist jedoch nicht unbedingt notwendig für Rufnummer+Namensübetragung (das geht auch per DSS1). Abhängig davon was Deine Hicom 300 kann ist es ggf. doch notwendig, Q.SIG zu lizensieren - allerdings heißt das noch lange nicht daß Name+Rufnummer in beide Richtungen übertragen werden (abhängig von der Implementierung in der Hicom).

    Günstig gibt es die Geräte z.B. bei mir (per PN, nur gewerblich). Weitere Bezugsquellen findest Du auf www.patton.com.