Asterisk E1 Projekt Rettung

thkae

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Hallo zusammen,

ich möchte gerne euren Rat und Hilfe beanspruchen, um ein aus der Bahn geratenes Asteriskprojekt wieder zum fliegen zu bringen. ;)

Im Prinzip ist mit Asterisk alles prima, von der Konfiguraion her funzt alles wie wir es haben wollen. Allerdings gibt es immer wieder Ärger mit Calldrops und der Audioqualität.

Die Ausgangslage ist folgende:
ISDN: Arcor PMX Anschluß (E1)

Serverhardware:
Dual Xeon 2,8Ghz Intel Board (SE7525RP2) mit 2Gig RAM
2x RaptorX 150 S-ATA
1x Intel GBit NIC onboard
1x RTL 10/100 Karte
1x Digium TE110P

25 Grandstream GXP-2000 Telefone, teilweise mit Extension Pad, Asterisk-BLF konfiguriert (funzt); Switch mit 24x10/100 + 2x GBit, POE, eigenes VoiP-Netz und Verkabelung

OS: Suse 9.3, mit aktuellster Software libpri: 1.2.4, zaptel: 1.2.14, Asterisk: 1.2.14

Ein Analog-FAX sowie ein Exchange-FAX-Plugin sind über eine Fritz!-Box (quasi rückwärts) angeschlossen, was anfangs auch einwandfrei funktioniert hat und nun zunehmend Probleme aufwirft.

Die asterisk/messages wird in 1-15 sekündlichem Abstand mit solchen Meldungen zugeballert:

Mar 10 17:31:20 NOTICE[10087] chan_zap.c: PRI got event: HDLC Abort (6) on Primary D-channel of span 1
Mar 10 17:31:21 NOTICE[10087] chan_zap.c: PRI got event: HDLC Bad FCS (8) on Primary D-channel of span 1
Mar 10 17:31:25 NOTICE[10087] chan_zap.c: PRI got event: HDLC Bad FCS (8) on Primary D-channel of span 1

Ich denke, mittlerweile hab ich so ziemlich alle hints dazu gelesen und die Empfehlungen befolgt:
der Server hat keine gesharten IRQs, HyperThreading wurde disabled, der IRQ der TE110P per smp_affinity auf die zweite CPU verlagert. Sämtliche zaptel Tools ergeben prima Werte, die Arcor Leitung ist nach einem 3tägigen Trace als einwandfrei zu betrachten. Trotzdem gibt es Tage, wo kein Gespräch länger als 3-5min dauern kann, FAXe nur halb ankommen/versendet werden oder (noch schlimmer) gesendet werden, "Sendebericht ok", aber nix ankommt.

Mittlerweile weiß ich, das das Board, bzw. der Chipsatz als "partially incompatible" eingestuft ist. Ein Tausch wäre auch nicht das große Problem, aber vorher sollte ermittelt werden, ob das wirklich am Board liegt, oder an der Karte. Diese macht nämlich irre Fehler beim Loopbacktest: ein 1GByte großes File (!) mit nem 60s timeout.

Der Digium Support ist sehr träge und lehnt einen Voraustausch der Karte einfach ab. Das geht aber nicht, wir müssen telefonieren können.
Mit unserem Lieferant könnten wir die TE110P gegen eine Junghanns Single E1 tauschen (plus Aufpreis). Allerdings hat ein erstes Testmuster, das gestern reinkam, überhaupt keine Leitung hochgekriegt, obwohl sich bristuff (stable und beta getestet) einwandfrei kompilieren und installieren ließ. zttool zeigt auch alles prima an, die LED blieb aber rot und es kam kein D-Kanal hoch.

Die schlimmste Sache ist, dass man hier zunehmend die Nerven verliert, die alte Siemens Anlage längst abgebaut ist, und ich mir den ganzen Tag lang anhören muß, wie oft ein Gespräch schon wieder unterbrochen wurde. Ergo müssen wir das Kind sofort aus dem Brunnen ziehen. ;)

Daher meine Fragen:
Taugt die Junghanns mehr als die Digium, bzw. welche Karten sind überhaupt für einen stabilen Businessbetrieb zu empfehlen?
Welche Rechenpower braucht man wirklich für 25-30 Telefone und max. 6-8 gleichzeitige Gespräche per PCM-Codec? Welche CPU, Mainboard bzw. Chipsets sind zu empfehlen? Der DualXeon langweilt sich eigentlich zu Tode... ;)
Wie kann man stabil funktionierende FAX-Leitungen herstellen, ohne eine zweite Karte im NT-Mode zubenutzen? Sonst braucht das Analog-FAx ja nochmal nen A/B-Wandler.

So, das war jetzt viel Text für euch und ich hoffe das jemand bis hierher durchgekommen ist und mir helfen kann. ;)

Greetz,
Tom
 
Und wieder einer... Inzwischen häufen sich die falsch gemachten Asterisk-Installationen. Das was jetzt kommt hört sich nach Meckern an, basiert aber auf +3 jähriger europaweiter Erfahrung mit Asterisk-Installationen.

thkae schrieb:
Serverhardware:
Dual Xeon 2,8Ghz Intel Board (SE7525RP2) mit 2Gig RAM

Unnötig. Asterisk kann keine SMP-Umgebung nutzen (auch kein HT).

thkae schrieb:
2x RaptorX 150 S-ATA
1x Intel GBit NIC onboard
1x RTL 10/100 Karte
1x Digium TE110P

Die Digium-Karten sind hw-technisch schlecht designt und eigendlich "Mist". Es gibt deutlich bessere Karten, die ohne Probs funktionieren (Sangoma, aber auch andere HFC-basierte Karten, z.B. von BeroNet).

thkae schrieb:
25 Grandstream GXP-2000 Telefone, teilweise mit Extension Pad, Asterisk-BLF konfiguriert (funzt); Switch mit 24x10/100 + 2x GBit, POE, eigenes VoiP-Netz und Verkabelung

Die Endgeräte sind nicht optimal (bzw noch schlechter); beste Ergebnisse mit Snom, Polycom oder Cisco-Endgeräten.

thkae schrieb:
OS: Suse 9.3, mit aktuellster Software libpri: 1.2.4, zaptel: 1.2.14, Asterisk: 1.2.14

Soweit bis auf SuSE ok, aber das ist "Religion" (ich verwende immer Debian).

thkae schrieb:
Ein Analog-FAX sowie ein Exchange-FAX-Plugin sind über eine Fritz!-Box (quasi rückwärts) angeschlossen, was anfangs auch einwandfrei funktioniert hat und nun zunehmend Probleme aufwirft.

Die asterisk/messages wird in 1-15 sekündlichem Abstand mit solchen Meldungen zugeballert:

Mar 10 17:31:20 NOTICE[10087] chan_zap.c: PRI got event: HDLC Abort (6) on Primary D-channel of span 1
Mar 10 17:31:21 NOTICE[10087] chan_zap.c: PRI got event: HDLC Bad FCS (8) on Primary D-channel of span 1
Mar 10 17:31:25 NOTICE[10087] chan_zap.c: PRI got event: HDLC Bad FCS (8) on Primary D-channel of span 1

Ich denke, mittlerweile hab ich so ziemlich alle hints dazu gelesen und die Empfehlungen befolgt:
der Server hat keine gesharten IRQs, HyperThreading wurde disabled, der IRQ der TE110P per smp_affinity auf die zweite CPU verlagert. Sämtliche zaptel Tools ergeben prima Werte, die Arcor Leitung ist nach einem 3tägigen Trace als einwandfrei zu betrachten. Trotzdem gibt es Tage, wo kein Gespräch länger als 3-5min dauern kann, FAXe nur halb ankommen/versendet werden oder (noch schlimmer) gesendet werden, "Sendebericht ok", aber nix ankommt.

Grundlagen beachtet (sync des pri ports, fax über sip=no no!, keine einheitliche timing source im asterisk)? Anbindung Faxgeräte per TDM.

thkae schrieb:
Mittlerweile weiß ich, das das Board, bzw. der Chipsatz als "partially incompatible" eingestuft ist. Ein Tausch wäre auch nicht das große Problem, aber vorher sollte ermittelt werden, ob das wirklich am Board liegt, oder an der Karte. Diese macht nämlich irre Fehler beim Loopbacktest: ein 1GByte großes File (!) mit nem 60s timeout.

Digium halt... [hier in Kombination mit smp und warscheinlich doch irgendeinem hw-konflikt).

thkae schrieb:
Der Digium Support ist sehr träge und lehnt einen Voraustausch der Karte einfach ab. Das geht aber nicht, wir müssen telefonieren können.

Anderen Hersteller nehmen? Digium-Support ist immer mies (daher wundere ich mich auch immer, warum Leute die ABE kaufen...).

thkae schrieb:
Mit unserem Lieferant könnten wir die TE110P gegen eine Junghanns Single E1 tauschen (plus Aufpreis). Allerdings hat ein erstes Testmuster, das gestern reinkam, überhaupt keine Leitung hochgekriegt, obwohl sich bristuff (stable und beta getestet) einwandfrei kompilieren und installieren ließ. zttool zeigt auch alles prima an, die LED blieb aber rot und es kam kein D-Kanal hoch.

Kann diverse Gründe haben, ohne weitere Angaben kann das nicht debugged werden.

thkae schrieb:
Die schlimmste Sache ist, dass man hier zunehmend die Nerven verliert, die alte Siemens Anlage längst abgebaut ist, und ich mir den ganzen Tag lang anhören muß, wie oft ein Gespräch schon wieder unterbrochen wurde. Ergo müssen wir das Kind sofort aus dem Brunnen ziehen. ;)

Lediglich eine Kostenfrage.

thkae schrieb:
Taugt die Junghanns mehr als die Digium, bzw. welche Karten sind überhaupt für einen stabilen Businessbetrieb zu empfehlen?

Siehe oben. Hängt aber maßgeblich vom setting ab: interne S0-Busse? analoge Modems (Fax/Frankiermaschine/Datenmodems)?

thkae schrieb:
Welche Rechenpower braucht man wirklich für 25-30 Telefone und max. 6-8 gleichzeitige Gespräche per PCM-Codec? Welche CPU, Mainboard bzw. Chipsets sind zu empfehlen? Der DualXeon langweilt sich eigentlich zu Tode... ;)

Keinerlei Rechenpower. P2-266Mhz+256MB RAM.

thkae schrieb:
Wie kann man stabil funktionierende FAX-Leitungen herstellen, ohne eine zweite Karte im NT-Mode zubenutzen? Sonst braucht das Analog-FAx ja nochmal nen A/B-Wandler.

Ou ou ou... Schonmal daran gedacht, das Fax per TDM direkt anzuschalten und die TDM-Kanäle zu brigden? Sanogma-Karte(n) tut den Trick (je nach gewünschtem ISDN-Submodul).

Wer hat das eigentlich bei euch implementiert?
 
Erstmal danke für deine Antwort und deine klaren Aussagen. Leider ham die teilweise ein paar Fragen mehr aufgeworfen, die ich jetzt mal thematisch sortiert hab. Also nicht an der geänderten Reihenfolge der Quotes stören.

Ich will eins gleich mal vorwegnehmen:
foschi schrieb:
Wer hat das eigentlich bei euch implementiert?
Das waren wir selbst. ;)
Wir sind eine EDV-Firma, Linux- Netzwerkerfahrung ist reichlich vorhanden und Telefonie hatten wir bislang auch im Griff.
In den diversen Schmökern/Foren/HowTos über Asterisk hört/liest sich das ja auch alles furchtbar einfach an. Darauf sind wir wohl reingefallen.
Wobei, die eigentliche Telefonie-Funktionalität ist nicht das Problem, die hatten wir schon in unserem Testsystem schnell implementiert. Der Dialplan als solches ist auch recht einfach. Als problematisch stellen sich im Nachhinein eher die völlig unterschiedlichen Aussagen diverser Quellen über die Hardware und die grundsätzliche Planung und Einrichtung der Infrastruktur heraus. Da sagt jeder irgendwie was anderes und anscheinend ist doch alles nicht soo easy.
Ich hab auch die Idee bekommen, dass die wenigsten Internetinfos business-related sind. Meine kleine Home-Installation mit ner HFC-karte auf nem Tualatin läuft auch einwandfrei.

Lediglich eine Kostenfrage.
Die sind (innerhalb gewisser Grenzen) zweitrangig. Es darf schon was kosten, muß dann aber funktionieren.

foschi schrieb:
Asterisk kann keine SMP-Umgebung nutzen (auch kein HT).
Der Vorschlag stammt aus O'Reillies "Future of Telephony", die Hardware sollte auch einen (evtl. kommenden) Call-Center-Betrieb mit deutlich höherer Auslastung aushalten können.
Und im 24/7 Betrieb ist mir ein anständiges Serverboard - vor allem im Hinblick auf Langlebigkeit - einfach lieber als ein Desktopbrett. Da hab ich mit Mailern und Firewalls schon schlechte Erfahrungen gemacht. Aber wenn es daran liegen sollte, wie gesagt: ist kein Problem. Ich kann den Motag gegen nen alten Desktoprechner (P-III 1000, 815er Chipset) austauschen. Welches Plattensubsystem soll ich dann nehmen? IDE oder SCSI?

foschi schrieb:
Soweit bis auf SuSE ok, aber das ist "Religion" (ich verwende immer Debian).
Ich sonst auch gerne. Der Vorschlag mit Susi stammt auch aus "O'Reillies Future of Telephony", bzw. der deutschen Ausgabe.Ein Debian wäre ja auch schnell installiert.

foschi schrieb:
Die Digium-Karten sind hw-technisch schlecht designt und eigendlich "Mist".
Diesen Satz hab ich (sinngemäß) schonmal von dir "ergoogelt". Mein Chefchen hätte jetzt gerne nen deutschen Hersteller. Sangoma=Franzosen, richtig? Und Beronet macht nur ne Dual-E1 Karte. Wo würdest du also Junghanns einstufen?

Wir brauchen neben den SIP-Anschlüssen folgendes:
[X] interne S0-Busse (1-2, für Ferrari Faxserver und ISDN-Karten)
[X] analoge Modems (Fax/Frankiermaschine) (je einmal vorhanden, darf auch mehr sein)

foschi schrieb:
Schonmal daran gedacht, das Fax per TDM direkt anzuschalten und die TDM-Kanäle zu brigden? Sanogma-Karte(n) tut den Trick (je nach gewünschtem ISDN-Submodul).
Was ist TDM? Wie wird diese Anbindung gemacht?

foschi schrieb:
Grundlagen beachtet (sync des pri ports, fax über sip=no no!, keine einheitliche timing source im asterisk)?
Sync ist laut Arcor okay, Timing source für die TE110P ist der Anlagenanschluß, zttool meldet zwar "internally clocked", scheint aber ein bug zu sein und ein "pri debug span 1" zeigt zumindest Syncverhandlungen. Zum Thema FAX über SIP hab ich gelesen das es mit PCM-Codec funktionieren soll. Allerdings scheint die Fritz! das mit Sprachkennung rauszuschicken, und das würde ja wiederum bedeuten, dass dieses Telefonat im Backbone komprimiert werden darf. Das könnte das Problem sein, da faxen innerhalb von Arcor problemlos tut (die komprimieren Sprache nicht), und in die weite Welt hinaus nicht immer.

Greetz,
Tom
 
Hier nur einen kleinen Rat von mir, schmeißt die internen Karten weg und legt Euch einen externen SIP/ISDN/Analog Gateway zu. Damit würde es bei eurer Konstellation keine Probleme mehr geben...

mfg Guard-X
 
@Guard-X: ich stimme Dir bei :-) allerdings würde ich für die "kleinen" Settings aus Kostengründen noch HW-Karten im Server verbauen. Desweiteren kannst Du auch nicht interne S0-Ports für Datenübertragung mit Deinem Vorschlag realisieren...

thkae schrieb:
In den diversen Schmökern/Foren/HowTos über Asterisk hört/liest sich das ja auch alles furchtbar einfach an. Darauf sind wir wohl reingefallen.

Für reine SIP-Telefonie ist es ja auch einfach. Sobald aber TDM-Schnittstellen dazu kommen ist Asterisk problematisch (in fast allen Bereichen kann man das aber wie Guard-X lösen, aus Kostengründen jedoch auch anders).

thkae schrieb:
Als problematisch stellen sich im Nachhinein eher die völlig unterschiedlichen Aussagen diverser Quellen über die Hardware und die grundsätzliche Planung und Einrichtung der Infrastruktur heraus. Da sagt jeder irgendwie was anderes und anscheinend ist doch alles nicht soo easy.

Du mußt unterscheiden von wem die Aussagen kommen: von denjenigen die mal einen Asterisk zum Basteln in Betrieb genommen haben, oder von denjenigen, die viele Asterisk-Systeme in verschiedensten Settings (europaweit) in Betrieb halten+supporten. Da liegen Welten zwischen. Dann gibt es noch die Einzelkämpfer (viele) und erfahrene mit ausreichend Praxiswissen (wenige).

thkae schrieb:
Ich hab auch die Idee bekommen, dass die wenigsten Internetinfos business-related sind. Meine kleine Home-Installation mit ner HFC-karte auf nem Tualatin läuft auch einwandfrei.

:-)

thkae schrieb:
Es darf schon was kosten, muß dann aber funktionieren.
Das ist realisierbar. Manche Firmen (nein, keine Asterisk 3-Mann-Buden) verdienen damit ihr Geld.

thkae schrieb:
Der Vorschlag stammt aus O'Reillies "Future of Telephony", die Hardware sollte auch einen (evtl. kommenden) Call-Center-Betrieb mit deutlich höherer Auslastung aushalten können.

Tja, vorschlagen kann man viel. Sieh es doch mal so: bis 100 TLN und 1-2SM hat die CPU bei G.711 nicht wirklich was zu tun, es sei denn Du nutzt Asterisk als conference bridge oder als Transcoder. Es gibt keine verläßlichen Lastaussagen, jedoch bedingt Asterisk bzw. Linux diverse Grenzen in Hinsicht auf offene Sockets und SIP-Subscriptions (frag mal Guard-X). An diese Grenzen kommst Du allerdings nicht mit der geringen Anzahl Clients. Im Carrierbereich bzw. bei vielen vielen Besetztlampenfeldern sieht das schon wieder ganz anders aus.

thkae schrieb:
Und im 24/7 Betrieb ist mir ein anständiges Serverboard - vor allem im Hinblick auf Langlebigkeit - einfach lieber als ein Desktopbrett. Da hab ich mit Mailern und Firewalls schon schlechte Erfahrungen gemacht.

Ich gehe auch von Server-HW aus, allerdings hier auch wieder ganz pragmatisch von Single-CPUs und vernünftigen Server-Boards (nix exotisches, saubere Unterstützung vom Linux-Kernel, kein Gebastel). IBN, Supermicro oder HP-Server wären meine Vorschläge.

thkae schrieb:
Welches Plattensubsystem soll ich dann nehmen? IDE oder SCSI?
Du sagtest, Du nutzt Server im prof.Einsatz - damit beantwortet sich die Frage selbst. ;-)

thkae schrieb:
Ich sonst auch gerne. Der Vorschlag mit Susi stammt auch aus "O'Reillies Future of Telephony", bzw. der deutschen Ausgabe.Ein Debian wäre ja auch schnell installiert.
Hm. Mit mehr oder weniger Aufwand läuft Asterisk auf fast allen Linux-Distros. IMHO ist das Umbauen von Asterisk unter Debian am einfachsten, und Debian ist für stabile Serversysteme schon fast Pflicht (aber das mag jeder anders sehen).

thkae schrieb:
Mein Chefchen hätte jetzt gerne nen deutschen Hersteller.

Unsinn, es gibt keine dt. Hersteller, lediglich dt. Entwickler. Das HFC-Design kommt aus Köln und bedingt das Layout der HW (alles on-chip). Die Karten von BeroNet/Junghanns werden auch nicht in D produziert.

thkae schrieb:
Sangoma=Franzosen, richtig?
Kanada. www.sangoma.com

thkae schrieb:
Und Beronet macht nur ne Dual-E1 Karte
Falsch (siehe Link).

thkae schrieb:
Wo würdest du also Junghanns einstufen?
Unter den besonders arroganten... Im Ernst: die Karten sind HW-technisch identisch, und sowohl BeroNet als auch Junghanns strengen sich an, HW+SW treibertechnisch zu bundlen. Nicht gut.

thkae schrieb:
Wir brauchen neben den SIP-Anschlüssen folgendes:
[X] interne S0-Busse (1-2, für Ferrari Faxserver und ISDN-Karten)
[X] analoge Modems (Fax/Frankiermaschine) (je einmal vorhanden, darf auch mehr sein)

Tja, viel Spaß. Bis zur "neuen" Revision der BeroNet/Junghanns-Karten ging das brav mit Sangoma PRI, Sangoma analog und HFC-BRI. Zur Zeit muß man etwas Software porten um den Betrieb hinzubekommen.

thkae schrieb:
Was ist TDM? Wie wird diese Anbindung gemacht?

Google, erster Treffer. BRI, PRI und analog.

thkae schrieb:
Sync ist laut Arcor okay, Timing source für die TE110P ist der Anlagenanschluß, zttool meldet zwar "internally clocked", scheint aber ein bug zu sein und ein "pri debug span 1" zeigt zumindest Syncverhandlungen.

Na ja, da ist ja auch nicht das Problem...

thkae schrieb:
Zum Thema FAX über SIP hab ich gelesen das es mit PCM-Codec funktionieren soll.
Im guten LAN (keine Baumarktswitches, sonst mindestes QoS/L3) mit entsprechend hochwertigen Devices funktionieren *KANN*!

thkae schrieb:
Allerdings scheint die Fritz! das mit Sprachkennung rauszuschicken, und das würde ja wiederum bedeuten, dass dieses Telefonat im Backbone komprimiert werden darf. Das könnte das Problem sein, da faxen innerhalb von Arcor problemlos tut (die komprimieren Sprache nicht), und in die weite Welt hinaus nicht immer.

Aargh. Fritz!Box ist KEIN gutes Device, und macht (bei Fax) G.711. Bei G.711 darf NIX komprimiert werden (sonst nix Modem). T.38 wär noch ne Lösung, allerdings für Dich zu aufwendig (=zuviel Arbeit für die Funktionalität). Direkt TDM-ANbindung (oder gutes LAN+hochwerige Komponenten=SIP).

Grundsätzlich ist Dein Setting lösbar, der Support per Forum aber zu aufwendig.
 
foschi schrieb:
Unter den besonders arroganten... Im Ernst: die Karten sind HW-technisch identisch, und sowohl BeroNet als auch Junghanns strengen sich an, HW+SW treibertechnisch zu bundlen. Nicht gut.
Applaus!
Ich hatte nach einigen Jahren mal wieder die direkt Begegnung, letzte Woche in Chemnitz.
Selbstdisqualifikation vor versammelter Mannschaft und seine "Juenger haben ihn trotzdem gefeiert.
Zitat auf die Frage zur Doku: Die hatte ich fuer letztes Jahr versprochen aber dieses Jahr wird es wohl was werden.
Oder auch so Anmerkungen: bei den vielen Zeilen im patch muss ich selber nochmal nachlesen was und wofuer ich das gemacht habe.
BTW, Sirrix war auch da und hatte dort einen Aufbau.
Ich denke das "die" es besser im Griff haben, weil:
Hardware, Doku, Anbindung, Service alles passend und die sprechen auch deutsch und arbeiten in derselben Zeitzone.
 
Ich möchte mich nicht einmischen, da ich eh von den Digium/Junghanns/etc. Karten keine Ahnung habe. Aber bei einem solchen System, wenn dann auch noch Fax involviert ist, kann ich nur die Eicon/Dialogic PRI Karten empfehlen. Hier ist alles in einem, der Support ist sehr gut und Probleme sind mir keine bekannt.

Armin
 
Okay, jetzt mal "Butter bei die Fisch", wie wir Saarländer sagen:
Was sollten wir jetzt tun? Deine Aussagen hören sich für so mich an, als ob wir mindestens das Know-How zum Selbstaufbau einkaufen sollten bzw. sogar jemanden engagieren, der Planung und Aufbau komplett übernimmt.

Also, so ganz ohne Ehrgeiz sind wir ja auch nicht, obwohl es sicherlich kein Problem wäre, sich Hilfe einzukaufen, damit es läuft, statt jede Menge Zeit und Geld im Selbstversuch zu verbrennen. Es kratzt halt ein bißchen an der Ehre... ;)

Trotzdem, möchte sich da jemand anbieten, und mal einen Kostenrahmen (PN?) benennen? ;)

Eines interessiert mich dann doch noch:
Guard-X schrieb:
schmeißt die internen Karten weg und legt Euch einen externen SIP/ISDN/Analog Gateway zu.
@GuardX: Kannst du dazu mal ein Gerät benennen? Was muß man dafür ungefähr anlegen?

Greetz,
Tom
 
thkae schrieb:
Was sollten wir jetzt tun?

Berechtigte Frage, nachdem hier so ziemlich alle PRI Karten bis auf die derzeit verwendet mal empfohlen wurden. Die Notwendigkeit zwischen Antworten für Home (-Office) Anwendungen und Firmeneinsatz zu unterscheiden habt ihr richtig erkannt.

Auch wenn ich den Link schon mal in einem anderen Zusammenhang im Forum geschrieben habe, hier das ganze nochmal in bunt (2. Seite)

http://www.pi4tel.de/doc/asteriskBriPri.pdf

Meiner Ansicht nach solltet ihr euch die Variannte mit Sirrix Karten anschauen.


thkae schrieb:
... Know-How zum Selbstaufbau einkaufen sollten bzw. sogar jemanden engagieren, der Planung und Aufbau komplett übernimmt.

Beratung zur Hardwareauswahl und einmalige (Hilfe bei) Installation und Konfiguration sollte reichen, denn den Wählplan und einiges andere habt ihr ja offensichtlich durchaus im Griff.


thkae schrieb:
.. statt jede Menge Zeit und Geld im Selbstversuch zu verbrennen. Es kratzt halt ein bißchen an der Ehre... ;)

Der derzeitige Zusand nervt die Kollegen. Viel Zeit für Versuche wird es nicht geben. Das wiegt schwerer als die Kosten für weitere Hardware und etwas Unterstützung.

Stefan
 
Also ich habe mit Junghanns PRI-Karten sehr gute Erfahrungen gemacht. Super Gesprächsqualität, keine Abbrüche.

Mir persönlich haben in Sachen Konfiguration usw. die Junghanns-Karten wesentlich besser gefallen, als die Sirrix-Karten.
 
Ich kann mich Armin auch nur anschliessen.
Für sowas würde ich Eicon empfehlen, die haben vernünftige Hardware, vor allem, wenn ich da ans Faxen denke - das kann der DSP direkt auf der Karte übernehmen, bzw. kann man das Fax über eine weitere (Eicon) BRI Karte an einem int. S0 (mit ab-TA) anschliessen (wenns den ein "normales Fax" sein soll), da sollten Synchronisations-Probleme auch keinesfalls auftauchen, zumal das Bridging nicht über Asterisk läuft, sondern von den PCI Karten direkt gehandelt wird.
 
@foschi
Ein Gateway mit internen/externen S0 plus analogen Ports wäre hier sinvoll. Damit grundsätzlich alle Datenverbindungen *vor* dem Asterisk auskoppeln.

@thkae
www.patton.com z.B. SN2400 mit PRI (Amt), BRI (Faxserver und ISDN Karten) und Analog (Fax und Frankiermaschine) Karten bestückt zu beziehen über www.allnet.de
 
@Guard-X: stimmt, skaliert aber leider nicht ohne weiteres...

@thkae: der Vorschlag von Guard-X ist ok. Allerdings würd ich das Setting aus Kostengründen wie oben geschrieben realisieren, abhängig von dem was Du sonst noch machen magst kann sich das aber relativieren.

@alle anderen: die von euch genannten Karten sind einzeln betrachtet sicherlich ok, jedoch entweder nicht in Kombination wie gefordert sicher fehlerfrei betreibbar oder nicht mit ausreichender Anzahl Ports erhältlich für og. Setting (auch abhängig vom ISDN-Subsystem). Es gibt halt keine "Standard"-Lösung im Asterisk-Bereich.
 
foschi schrieb:
stimmt, skaliert aber leider nicht ohne weiteres...
Nun ja, 4x PRI, 12x BRI und 32 Analogports auf eine Channelbank auslagern müsste für den Anfang auch reichen :-)
 
Ist mir nur eingefallen, weil ich genau diese Hardware gerade für ein Projekt zusammenbaue...
 
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