[Info] Auerswald stellt Insolvenzantrag

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Cloud-Telefonie spart einem ja auch anfangs einiges an Geld und verwalten kann das nach eigener Erfahrung bei sipgate auch das Sekretariat.
 
Cloud-Telefonie spart einem ja auch anfangs einiges an Geld ...

Du hast die Betonung absolut richtig gesetzt, sie spart anfangs Geld.

Was die Kunden natürlich nicht berücksichtigen: Du zahlst im Regelfall pro Rufnummer (=Nebenstelle, interner Apparat) monatlich. Je nach Anbieter wirst Du keinen anderen Telefonprovider anbinden können. Auch wenn so eine Nebenstelle "nur" 10 Euro im Monat kostet, sind das bei 10 Mitarbeitern 100 Euro fest im Monat, ergo im Jahr 1200 Euro. Eine Telefonanlage wird in den allermeisten Firmen rund 10 Jahre genutzt. Das sind immerhin 12000 Euro. Da kannst Du Dir einige Anlagen á la Auerswald in die Firma stellen. Ich glaube kaum, dass sich die Befürworter dieser Anlagen, dies einmal vor Augen geführt haben.

Ganz kurzfristig, wenn ich als Startup keine erstmaligen Anschaffungskosten haben möchte, ideal. Langfristig seeehr ungünstig.

Aber das ist der Zeitgeist. Auch die Sitzheizung im Auto wird monatlich "verkauft". Rechnet sich auch niemand aus, nach welcher Zeit ich den Break-Even-Point
erreicht habe und der einmalige Preis rechnet sich.
 
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Ein Kardinalfehler war von den etablierten TK-Anlagenherstellern sich von den Features der Systemtelefone zu verabschieden. Wer einmal mit Systemtelefonen gearbeitet hat,
weiß wie komfortabel damit gearbeitet werden kann.
Alles Korrekt.

Aber so pauschal kann man die Aussage natürlich nicht stehen lassen. Es gibt noch immer Hersteller, die Systemtelefone einsetzen.

Und alle, die wissen, was das wirklich bedeutet, werden keinen andere Lösung einsetzen.
Bzw. sind halt hinterher arg enttäuscht, wenn die auf systemlose PBX mit fremden Endgeräten reingefallen sind.

Und Gott sei Dank ist man da auch mitunter nicht auf on premise beschränkt, sondern kann auch Cloud Lösungen mit Systemtelefone erhalten.

Es braucht halt nur den passenden Anbieter.
 
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Und alle, die wissen, was das wirklich bedeutet, werden keinen andere Lösung einsetzen.
Bzw. sind halt hinterher arg enttäuscht, wenn die auf systemlose PBX mit fremden Endgeräten reingefallen sind.

Mir kommt es mittlerweile so vor, als wenn die Anwender - man verzeihe mir - einfach mehr oder minder verblöden. Keiner hat offensichtlich mehr die Gesamtkosten im Blick, noch die Risiken die sich aus einer "nicht lokalen" Lösung ergeben. Da beißt die Maus kein Faden ab, ich halte eine Kommunikationslösung wie ein Telefon in einer Firma überebenswichtig und ich möchte nicht auf meinen DSL oder GF Anschluß angewiesen sein, wenn ich intern mit der Buchhaltung oder dem Pförtner telefonieren muss. Da tritt ein Kabelfehler auf und ich muss wie im 18. Jahrhundert persönlich oder über Boten informieren?

Wenn ich natürlich eine kleine Arztpraxis habe mit zwei Räumen Rezeption und Arztzimmer, da brauche ich weder Cloud noch große TK-Anlage. Da reicht eine FritzBox allemal ...
 
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ich halte eine Kommunikationslösung wie ein Telefon in einer Firma überebenswichtig und ich möchte nicht auf meinen DSL oder GF Anschluß angewiesen sein, wenn ich intern mit der Buchhaltung oder dem Pförtner telefonieren muss. Da tritt ein Kabelfehler auf und ich muss wie im 18. Jahrhundert persönlich oder über Boten informieren?
Was nützt es mir, wenn ich wegen eines Internetproblems nun zwar intern telefonieren kann, aber keine der Kunden, welche denke ich noch wichtiger sind, mich nicht erreichen.

Bei einer sauberen Cloud-Anlage mit Fallback routing kann jede Durchwahl sauber zu einem Ziel umgeleitet werden.

Trunks können in der Regel nur zu einem Ziel umgeleitet werden. Der Pförtner welcher dann auf dem Handy alle Anrufe der 100 Mitarbeiter bekommt, kann dann intern kommunizieren, wer welchen Kunden zurückrufen muss/darf. Ob das der Vorteil einer Anlage vor Ort ist ?! ;)
 
@Netzwerkservice Das Thema ist durch, gibt verschiedene Standpunkte hierzu. Wie weiter oben schrieb, kann man die Notwendigkeit nicht pauschal beantworten. In einem Steuerbüro oder Arztpraxis auf einer Etage muss ich gewiss nicht intern telefonieren. Das geht über Zuruf über den Gang. Ist die Firma etwas größer, mehrere Abteilungen oder gar einen Werkshalle halte ich und meine Kunden es schon für wichtig, auch im Ausfall des Internets intern telefonieren zu können. Und Telefonie gehört meines Erachtens absolut nicht zu den wichtigsten Themen, viel wichtiger erscheint mit, dass E-Mail wie Fileserver mit ihren Datenbeständen in die Firma gehören und nicht irgendwo in die Cloud.

Aber die tollen Betriebswirtschaftler und Marketingabteilungen vernebeln zu ihren Gunsten das Hirn fast aller Menschen. Klingt viel zu gut: "Keine Kosten mehr für IT, für die Telefonanlage, E-Mail usw. "Wenn etwas schief geht, telefoniere ich halt mit Google, Amazon Cloud oder Microsoft. Die spielen in einer halben Stunde die Datensicherung wieder zurück und alles ist im grünen Bereich". Und alles so schön billig ...

Ein Angriff auf zentrale Infrastuktur wie die SIP Registry Server und/oder Netzwerkknoten sei es physikalisch oder Hacker ist die Region oder ganz Deutschland tot. Kommt niemand mehr an die Firmendaten, keine E-Mail noch kann telefonieren. Was meinst Du wohl, wie blöd wir ausschauen wenn wichtige GF Seekabel zerstört sind ...

Du kommst doch selbst von der Telekom/ Fernmeldedienst. Als die alte Relaistechnik später auch noch ISDN geplant und aufgebaut wurden, wurde dies von Leuten mit Erfahrung aus dem zweiten Weltkrieg gemacht. Das heißt fällt eine Vermittlungsstelle aus, ist nur ein kleiner Bereich gestört. Stromausfall wurde mit Akkus und Netzersatzanlagen kompensiert. Mach das mal in der heutigen Zeit, da sind mal die (meisten) Mobilfunkmasten mit echtem Notstrom versorgt. Das zählt heute nicht mehr, siehe die steten Ausfälle. Man muss ja nur mal bei "allestoerungen.de" usw. mal nachschauen.

Ich bin einfach zu alt, habe die Krisen der Vergangenheit teils mit erlebt und sehe die aktuelle Weltpolitik. Das ist Ölkrise von 1973 ein Lacher ...
 
Es ist etwas OT, ja viele Technik ist nun anfälliger geworden. Aber da leider die DTAG z.B. bei einem Trunk nicht mehr einzelne Rufnummern bei einer Störung an verschiedene Ziele weiterleitet, auch wenn das ein Kunde mit 1000er RN-Block und alte Sprache mehreren PMXer ist, wird es schnell unschön.

Systeme wie "Puma" und ähnliche sind bei der DTAG abgeschaltet bzw. leider stark eingeschränkt worden, Dinge welche man früher buchen durfte, wenn man die Personen kannte, geht heute selbst bei Platin Kunden der DTAG nicht mehr oder nur mit viel Vitamin B.

Auch mit NIS-2 gibt es noch viele Firmen die Redundanzen nur als Kostenstellen sehen und sich leider nicht bewusst sind, wie schnell es teuer werden kann, wenn Systeme nicht gehen.
 
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@Netzwerkservice Ich glaube wir sind gar nicht weit auseinander. Das meinte ich auch mit meiner Aussage: "Die Menschen verblöden immer mehr".

Es denkt niemand an Redundanz und wenn, bezahlen will er sie keinesfalls. Denn so ein flotter Betriebswirtschafter rechnet Dir ganz genau aus, wie unwahrscheinlich es ist, das DEIN Anschluss ausfällt. Man hat mich auch belächelt, dass die den DSL Anschluss der Telekom auch nach Umstellung auf Deutsche Glasfaser einfach weiter bestehen lies.
 
Das Ganze hat leider aber auch eine Schattenseite.
 
… und Familie Auerswald hat nun wohl auch keinerlei Anteile mehr.
Ein Familienunternehmen weniger.
Was nur die Holding damit will… hm. Die deutsche Produktion?
 
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