Hallo Angel,
wie MUP schon geschrieben hat, ist die DECT-Lösung von Auerswald zugekauft und kommt von Spectralink.
Dort bekommt man auch die aktuellste Firmware für die DECT-Basen und Mobiltelefone.
Die offizielle Dokumentation von Auerswald für die WS-400 besteht aus wenigen Seiten Text zum Einrichten der Mobilteilnehmer.
Die LDAP-Konfiguration für das Anlagentelefonbuch habe ich in der FAQ von Auerswald gefunden.
Die richtigen Attibute und deren Zuordnung musste ich über einen LDAP-Analyzer und probieren herausfinden.
Wenn man Details zu den vielen anderen Einstellungen wissen will, muss man die englische Doku von Spectralink bemühen.
Für ein Firmwareupdate der Mobilteile M200/210 benötigt man eine spezielle USB-Ladeschale mit USB-Seriell-Wandler.
Das Firmware-Update macht man mit dem dem Handset-Updater und zum Konfigurieren der Einstellungen/Telefonbücher gibts ein Management-Tool.
Das Firmwareupdate der DECT-Basis erfolgt durch manuelles Hochladen der Firmware über die Weboberfläche der Basis.
Aufgrund der umständlichen Bedienung mit dem Anlagentelefonbuch ("langer Tastendruck" und viele Tastendrücke zum Suchen) habe ich auf Wunsch der Nutzer das
Anlagentelefonbuch direkt auf die Mobilteile kopiert. Somit umgehe ich auch die LDAP Unzulänglichkeit - siehe unten.
Bei Gigaset löst man das Firmware-Update der DECT-Basis in deren Weboberfläche aus. Die Firmware wird selbständig heruntergeladen und aktualisiert.
Die Mobilteile der PRO-Reihe haben meist einen Micro-USB-Anschluss.
Zum Aktualisieren der Firmware und Konfiguration der Einstellungen / Telefonbücher gibt es eine Software.
Telefonbücher kann man über die DECT-Basis zwischen den Mobilteilen kopieren.
An den Mobilteilen kann man Nummern aus dem Anlagentelefonbuch in das lokale Telefonbuch übernehmen.
Die öffentliche Dokumentation bei Gigaset ist sehr umfangreich und ausführlich.
https://teamwork.gigaset.com/gigawiki/display/GPPPO/Manuals
Bei der N720 gibt es auch einen Leitfaden für DECT "Site planing kit".
Die Konfiguration der DECT-Lösungen von Auerswald und Gigaset ist mehr oder wenig ähnlich.
Man legt in der Telefonanlage einen internen Teilnehmer (VOIP-Telefon) an, übernimmt die SIP-Daten in die DECT-Basis und ordnet ein Mobiltelefon zu.
Was Softwarefehler angeht, braucht man sich nur die Fehlerlisten bei den Firmwareupdates anzusehen. Da nimmt sich keiner was.
Falls Du die Amtsholung über die "0" beabsichtigst, musst Du die Rufnummern im Telefonbuch des Mobilteils mit der zusätzliche "0" abspeichern.
Die Rufliste gibt die Auerswald mit der zusätzlichen "0" aus. Das LDAP-Telefonbuch wird ohne zusätzlicher "0" ausgeliefert.
Bei der WS-400 muss unter "Administration -> Phonebook" bei "Replace prefixes 00=000" stehen.
Bei der N510 findest Du diese Einstellung unter "Telefonie -> Wählregeln -> Vorwahlziffer -> Verwendung"
Falls Du im Anlagentelefonbuch auch die internen Teilnehmer ablegst, kommen sie per LDAP mit Landes- und Ortsvorwahl (0049 1234 20), somit unbrauchbar.
Als günstige Telefonanlage schau Dich mal bei Bintec Elmeg be.IP plus um.
Gibts hier auch im Forum.
Dies ist ein VDSL-Router + Telefonanlage (S0 + 4x analog + 20x VOIP) + WLAN-Controller.
IP-Systemtelefone und IP-DECT gibts dort auch (schauen nach Gigaset aus).
https://www.bintec-elmeg.com/de/beIP-plus-926,144143.html
https://www.bintec-elmeg.com/download/de/publications/brochures/BET_ALL-IP_Broschure_DE.pdf
https://www.bintec-elmeg.com/download/de/publications/brochures/BET_All-IP_Whitepaper_DE.pdf
Dies wird evtl. Ersatz für meine Fritte.
Wie gesagt, ich arbeite weder bei/für Auerswald noch Gigaset. Dies sind meine Erfahrungen bei der Installation von beiden Lösungen und
habe mir erlaubt, aus meiner Sicht das Beste von beiden zu kombinieren.
Gruß skysurfer